# Menschliches Leistungsvermögen > Quelle: QuizVDS.it (EASA ECQB-SPL) | 50 Fragen | Übersetzt ins Deutsche > Kostenlose Übung: https://quizvds.it/en-en/quiz/spl-en --- ### Q1: Die Mehrheit der Flugunfälle wird verursacht durch... ^q1 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q1) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q1)* - A) Technisches Versagen. - B) Meteorologische Einflüsse. - C) Menschliches Versagen. - D) Geografische Einflüsse. **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Studien zeigen konsistent, dass bei etwa 70-80 % der Flugunfälle menschliches Versagen als primärer oder mitwirkender Faktor beteiligt ist. Dazu gehören Fehler im Urteilsvermögen, bei der Entscheidungsfindung, dem Situationsbewusstsein und dem Aufgabenmanagement. Technische Ausfälle machen einen weitaus geringeren Anteil aus, weshalb die Schulung in Bezug auf menschliche Faktoren zentral in den Lehrplänen zur Flugsicherheit ist. ### Q2: Das "Schweizer-Käse-Modell" kann verwendet werden, um die ... zu erklären. ^q2 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q2) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q2)* - A) Einsatzbereitschaft eines Piloten. - B) Vorgehensweise bei einer Notlandung. - C) Optimale Problemlösung. - D) Fehlerkette. **Korrekt: D)** > **Erklärung:** James Reasons Schweizer-Käse-Modell veranschaulicht, wie Unfälle entstehen, wenn mehrere Verteidigungsschichten jeweils "Löcher" (latente und aktive Fehler) aufweisen, die sich gleichzeitig ausrichten und einem Risiko ermöglichen, alle Schichten zu durchdringen und einen Unfall zu verursachen. Jede Käsescheibe stellt eine Sicherheitsbarriere dar, und ein Unfall resultiert aus einer Fehlerkette - nicht aus einem einzelnen isolierten Versagen. ### Q3: Wie hoch ist der Sauerstoffanteil in der Atmosphäre auf 6000 ft? ^q3 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q3) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q3)* - A) 78 % - B) 12 % - C) 21 % - D) 18,9 % **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Die prozentuale Zusammensetzung der atmosphärischen Gase bleibt unabhängig von der Höhe konstant bei etwa 21 % Sauerstoff und 78 % Stickstoff. Was sich mit der Höhe ändert, ist der Partialdruck des Sauerstoffs: Mit abnehmendem Gesamtluftdruck sind pro Atemzug weniger Sauerstoffmoleküle vorhanden. Deshalb wird Hypoxie in der Höhe trotz des unveränderlichen Prozentsatzes zu einem Risiko. ### BAZL Br.40 Q1: Der Anteil des Sauerstoffs in der Luft beträgt auf Meereshöhe 21 %. Wie hoch ist dieser Prozentsatz auf einer Höhe von 5 km (16.400 ft)? ^bazl_40_1 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_1) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_1)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) 5 % - B) 10 % - C) 21 % - D) 15 % **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Der Sauerstoffanteil bleibt unabhängig von der Höhe konstant bei 21 %. Was abnimmt, ist der Partialdruck. ### Q4: Wie hoch ist der Stickstoffanteil in der Atmosphäre? ^q4 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q4) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q4)* - A) 21 % - B) 78 % - C) 0,1 % - D) 1 % **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Stickstoff macht etwa 78 % der Atmosphäre aus und ist unter normalen Bedingungen physiologisch inert. Bei hohem Druck (z. B. beim Tauchen) löst sich Stickstoff jedoch in den Körpergeweben auf, und eine schnelle Dekompression kann zur Bildung von Stickstoffblasen führen - der Mechanismus hinter der Dekompressionskrankheit, die auch für Piloten relevant ist, die kurz nach dem Tauchen fliegen. ### Q5: In welcher Höhe beträgt der Luftdruck ungefähr die Hälfte des Meereshöhenwertes (1013 hPa)? ^q5 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q5) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q5)* - A) 18.000 ft - B) 22.000 ft - C) 10.000 ft - D) 5.000 ft **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Auf 18.000 ft (ca. 5.500 m) beträgt der Luftdruck ungefähr 500 hPa - die Hälfte des Standardwertes auf Meereshöhe (1013,25 hPa). Dies bedeutet, dass auch der Sauerstoffpartialdruck halbiert ist, wodurch der dem Körper verfügbare Sauerstoff erheblich reduziert wird und Sauerstoffzufuhr für unkomprimierte Flüge oberhalb dieser Höhe obligatorisch ist. ### Q6: Luft besteht aus Sauerstoff, Stickstoff und anderen Gasen. Wie hoch ist der ungefähre Anteil der sonstigen Gase? ^q6 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q6) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q6)* - A) 21 % - B) 1 % - C) 78 % - D) 0,1 % **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Die verbleibenden ca. 1 % der Atmosphäre bestehen aus Spurengasen, hauptsächlich Argon (ca. 0,93 %), mit sehr geringen Anteilen von Kohlendioxid, Neon, Helium, Methan und anderen. Obwohl nur in winzigen Mengen vorhanden, spielt Kohlendioxid eine wichtige Rolle bei der Atemregulation und dem Säure-Basen-Haushalt des Körpers, was für die Physiologie der Hyperventilation relevant ist. ### Q7: Eine Kohlenmonoxidvergiftung kann verursacht werden durch... ^q7 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q7) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q7)* - A) Alkohol. - B) Ungesunde Ernährung. - C) Schlafmangel. - D) Rauchen. **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Kohlenmonoxid (CO) entsteht durch unvollständige Verbrennung kohlenstoffhaltiger Brennstoffe und ist im Zigarettenrauch enthalten. CO bindet sich mit einer etwa 200-mal höheren Affinität an Hämoglobin als Sauerstoff, bildet Carboxyhämoglobin und verhindert den Sauerstofftransport in die Gewebe. In der Luftfahrt ist CO-Vergiftung auch durch das Einatmen von Abgasen über Heizsysteme ein Risiko, wobei die Symptome ähnlich wie bei Hypoxie sind. ### BAZL Br.40 Q3: Die Zeichen eines Sauerstoffmangels... ^bazl_40_3 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_3) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_3)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) sind sofort deutlich wahrnehmbar. - B) können bereits ab 4.000 ft Höhe auftreten. - C) bestehen in extremer Atemnot (nach Luft schnappen). - D) treten bei Rauchern in geringeren Höhen auf als bei Nichtrauchern. **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Raucher haben bereits einen erhöhten CO-Spiegel im Blut, daher manifestiert sich Hypoxie bei ihnen früher. ### BAZL Br.40 Q10: Kohlenmonoxid... ^bazl_40_10 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_10) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_10)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) ist giftig und entsteht durch unvollständige Verbrennung, z. B. durch ein undichtes Abgassystem in einem Flugzeug oder unvollständige Gasverbrennung in einem Heissluftballon. - B) ist ein Nebenprodukt der chemischen Energieproduktion in den Zellen: Das Gewebe nimmt Sauerstoff auf und gibt Kohlenmonoxid ab. - C) hat einen süsslichen Geruch und bitteren Geschmack. Es ist nur in sehr hohen Dosen schädlich. - D) ist zusammen mit Sauerstoff und Wasserstoff eines der wichtigsten Elemente in der Atmosphäre. **Korrekt: A)** > **Erklärung:** CO ist ein Produkt unvollständiger Verbrennung, geruchlos und hochgiftig (bindet sich an Hämoglobin). ### Q8: Was bedeutet der Begriff "Red-out"? ^q8 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q8) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q8)* - A) "Rotsicht" bei negativen g-Lasten - B) Verfälschte Farbwahrnehmung bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang - C) Anämie durch eine Verletzung - D) Hautausschlag bei Dekompressionskrankheit **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Red-out tritt bei anhaltenden negativen g-Kräften auf (z. B. bei einem negativen Abschwung), die Blut in Richtung Kopf und Augen drücken. Der erhöhte Blutdruck in den Gefässen des Auges verursacht eine Rotsicht, da die Netzhaut mit Blut überflutet wird. Es ist das Gegenteil von Grey-out und Blackout, die durch positive g-Kräfte entstehen, die das Blut vom Kopf wegziehen. ### Q9: Welches der folgenden Symptome ist KEIN Symptom der Hyperventilation? ^q9 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q9) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q9)* - A) Zyanose - B) Bewusstseinsstörung - C) Krampf - D) Kribbeln **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Hyperventilation - zu schnelles Atmen - führt zur übermässigen Ausatmung von CO2 und damit zu einer respiratorischen Alkalose. Symptome umfassen Kribbeln (besonders an den Extremitäten und im Gesicht), Muskelkrämpfe oder Tetanie, Schwindel und Bewusstseinsstörungen. Zyanose (bläuliche Hautverfärbung durch niedrigen Blutsauerstoff) ist ein Symptom der Hypoxie, nicht der Hyperventilation, was sie zur Ausnahme macht. ### Q10: Welches der folgenden Symptome kann auf Hypoxie hinweisen? ^q10 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q10) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q10)* - A) Gelenkschmerzen in Knien und Füssen - B) Muskelkrämpfe im Oberkörper - C) Blauverfärbung der Lippen und Fingernägel - D) Blaue Flecken am ganzen Körper **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Zyanose - die blaue Verfärbung von Lippen, Fingerspitzen und Nagelbetten - ist ein klassisches Zeichen der Hypoxie, verursacht durch deoxygeniertes Hämoglobin im peripheren Blut. Weitere Hypoxie-Symptome umfassen Euphorie, beeinträchtigtes Urteilsvermögen, Kopfschmerzen und Koordinationsverlust. Gelenkschmerzen werden mit Dekompressionskrankheit assoziiert, nicht mit Hypoxie. ### Q11: Welcher der menschlichen Sinne wird am stärksten durch Hypoxie beeinflusst? ^q11 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q11) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q11)* - A) Die olfaktorische Wahrnehmung (Geruchssinn) - B) Die taktile Wahrnehmung (Tastsinn) - C) Die auditive Wahrnehmung (Gehör) - D) Die visuelle Wahrnehmung (Sehvermögen) **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Das Sehvermögen ist der Sinn, der am empfindlichsten auf Hypoxie reagiert, da die Netzhaut einen extrem hohen Sauerstoffbedarf hat. Das Nachtsehen ist besonders frühzeitig betroffen, da die Funktion der Stäbchenzellen bereits ab Höhen von 5.000-8.000 ft im Dunkeln merklich nachlässt. Periphere Sehverluste und vermindertes Farbunterscheidungsvermögen folgen in grösseren Höhen, was Hypoxie besonders gefährlich für den Flug macht. ### BAZL Br.40 Q8: Wie lange dauert es im Allgemeinen, bis sich das menschliche Auge vollständig an die Dunkelheit gewöhnt hat? ^bazl_40_8 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_8) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_8)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) Ca. 1 Stunde. - B) Ca. 30 Minuten. - C) Ca. 15 Minuten. - D) Ca. 5 Minuten. **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Die vollständige Dunkeladaptation (skotopisches Sehen) dauert etwa 30 Minuten. ### Q12: Ab welcher Höhe reagiert der Körper normalerweise auf den abnehmenden Luftdruck? ^q12 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q12) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q12)* - A) 2.000 ft - B) 10.000 ft - C) 12.000 ft - D) 7.000 ft **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Der Körper beginnt ab ca. 7.000 ft messbare physiologische Reaktionen auf den reduzierten Sauerstoffpartialdruck zu zeigen, obwohl gesunde Menschen dies durch erhöhte Atemfrequenz und Herzleistung kompensieren können. Unterhalb dieser Höhe erhält der Körper eine ausreichende Sauerstoffversorgung ohne nennenswerte Belastung; darüber werden die Kompensationsmechanismen zunehmend beansprucht. ### BAZL Br.40 Q16: Niedriger Blutdruck... ^bazl_40_16 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_16) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_16)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) verursacht absolut keine Probleme. - B) kann Schwindel verursachen. - C) ist ein wiederkehrendes Problem bei älteren Rauchern. - D) verursacht hauptsächlich Probleme in Ruhelage im Liegen. **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Hypotonie kann Schwindel verursachen, insbesondere bei Lageänderungen (orthostatische Hypotonie). ### Q13: Welche Höhe markiert die untere Grenze, ab der der Körper die Auswirkungen des niedrigen Luftdrucks nicht mehr vollständig kompensieren kann? ^q13 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q13) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q13)* - A) 5.000 ft - B) 22.000 ft - C) 12.000 ft - D) 7.000 ft **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Oberhalb von ca. 12.000 ft reichen die Kompensationsmechanismen des Körpers - erhöhte Atemfrequenz und Herzfrequenz - nicht mehr aus, um eine ausreichende Blutsauerstoffsättigung aufrechtzuerhalten. Hypoxische Symptome werden zunehmend offensichtlich und Leistungseinbussen sind messbar. Deshalb schreiben EASA-Vorschriften ergänzende Sauerstoffzufuhr über 10.000 ft für längere Zeiträume und über 13.000 ft jederzeit vor. ### BAZL Br.40 Q15: Welches Symptom wird wahrscheinlich auf 20.000 ft (6.100 m) Höhe ohne Druckkabine oder Sauerstoffausrüstung auftreten? ^bazl_40_15 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_15) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_15)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) Höhenkrankheit mit Lungenödem. - B) Fieber. - C) Bewusstlosigkeit. - D) Dyspnoe. **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Auf 20.000 ft ohne Sauerstoff ist die Zeit der nutzbaren Bewusstseinsdauer (TUC) sehr kurz - es kommt zu schnellem Bewusstseinsverlust. ### Q14: Was ist die Funktion der roten Blutkörperchen (Erythrozyten)? ^q14 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q14) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q14)* - A) Blutgerinnung - B) Blutzuckerregulierung - C) Sauerstofftransport - D) Immunabwehr **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Rote Blutkörperchen (Erythrozyten) enthalten Hämoglobin, das eisenhaltige Protein, das in den Lungen Sauerstoff bindet und ihn an die Gewebe des Körpers abgibt. Jede Erkrankung, die die Zahl oder Funktion der roten Blutkörperchen vermindert - wie Anämie, Blutspende oder Kohlenmonoxidvergiftung - beeinträchtigt direkt die Sauerstofftransportkapazität des Blutes und erhöht das Hypoxierisiko in der Höhe. ### Q15: Welche der folgenden Komponenten ist für die Blutgerinnung verantwortlich? ^q15 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q15) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q15)* - A) Kapillaren der Arterien - B) Rote Blutkörperchen (Erythrozyten) - C) Blutplättchen (Thrombozyten) - D) Weisse Blutkörperchen (Leukozyten) **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Blutplättchen (Thrombozyten) sind kleine Zellfragmente, die sich an Stellen von Gefässverletzungen ansammeln und die Gerinnungskaskade einleiten, um einen Plättchenpfropf zur Blutstillung zu bilden. Sie arbeiten zusammen mit Gerinnungsfaktoren, um einen stabilen Fibringerinnsel zu bilden. Diese Funktion unterscheidet sich von der Sauerstofftransportrolle der roten Blutkörperchen und der Immunrolle der weissen Blutkörperchen. ### Q16: Was ist die Funktion der weissen Blutkörperchen (Leukozyten)? ^q16 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q16) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q16)* - A) Immunabwehr - B) Blutgerinnung - C) Sauerstofftransport - D) Blutzuckerregulierung **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Weisse Blutkörperchen (Leukozyten) sind die zellulären Bestandteile des Immunsystems und schützen den Körper vor Infektionen, Fremdstoffen und abnormen Zellen. Sie umfassen Lymphozyten, Neutrophile und Monozyten, jede mit spezialisierten Aufgaben. Ein Pilot, der an einer aktiven Infektion leidet, kann kognitive Beeinträchtigungen aufweisen und sollte erst nach der Genesung wieder fliegen. ### Q17: Was ist die Funktion der Blutplättchen (Thrombozyten)? ^q17 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q17) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q17)* - A) Sauerstofftransport - B) Blutzuckerregulierung - C) Immunabwehr - D) Blutgerinnung **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Thrombozyten (Blutplättchen) sind die primären Akteure der Hämostase - dem Prozess der Blutstillung. Sie sammeln sich schnell an Verletzungsstellen an und setzen chemische Signale frei, die die vollständige Gerinnungskaskade aktivieren. Ohne ausreichende Thrombozytenfunktion können selbst kleinere Verletzungen zu übermässigem Blutverlust führen. Dies ist für Piloten relevant, die Antikoagulanzien einnehmen, was eine medizinische Beurteilung erfordert. ### Q18: Welche der folgenden Faktoren ist KEIN Risikofaktor für Hypoxie? ^q18 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q18) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q18)* - A) Blutspende - B) Rauchen - C) Menstruation - D) Tauchen **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Tauchen ist ein Risikofaktor für Dekompressionskrankheit (nicht für Hypoxie), da sich Stickstoff unter hohem Druck in den Geweben löst und beim Aufsteigen Blasen bildet. Blutspende reduziert die Anzahl roter Blutkörperchen (erhöht das Hypoxierisiko), Rauchen bewirkt CO-Bindung an Hämoglobin (reduziert den Sauerstofftransport), und Menstruation kann langfristig Anämie verursachen. Tauchen selbst verursacht keine Hypoxie in der Höhe. ### Q19: Was ist eine angemessene Reaktion, wenn sich ein Passagier während des Reiseflugs plötzlich unwohl fühlt? ^q19 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q19) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q19)* - A) Gespräche vermeiden und eine höhere Fluggeschwindigkeit wählen - B) Kabinentemperatur anpassen und übermässige Querneigung vermeiden - C) Heizungsgebläse einschalten und Wärmedecken bereitstellen - D) Zusatzsauerstoff verabreichen und niedrige Lastfaktoren vermeiden **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Ein im Flug unwohl fühlender Passagier leidet möglicherweise unter Bewegungskrankheit, Temperaturunbehagen oder leichtem physiologischen Stress. Die Anpassung der Kabinentemperatur auf ein angenehmes Niveau und die Minimierung des Querneigungswinkels (Reduzierung vestibulärer und Beschleunigungsreize) behandelt die wahrscheinlichsten Ursachen, ohne neue Risiken einzuführen. Übermässige Querneigung verschlimmert die Bewegungskrankheit, und unnötige Sauerstoffgabe kann bei manchen Personen Hyperventilation verursachen. ### Q20: Wie lautet der korrekte Begriff für eine unwillkürliche und stereotypische Reaktion eines Organismus auf die Stimulation eines Rezeptors? ^q20 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q20) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q20)* - A) Reduktion - B) Kohärenz - C) Virulenz - D) Reflex **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Ein Reflex ist eine unwillkürliche, stereotypische neurale Reaktion auf einen bestimmten Sinnesreiz, die über einen Reflexbogen im Rückenmark oder Hirnstamm ohne bewusste Beteiligung des Gehirns vermittelt wird. In der Luftfahrt ist das Verständnis von Reflexen wichtig, da einige trainierte Reaktionen automatisch werden können (prozedurales Gedächtnis), während unerwartete Reflexe - wie Schreckreaktion - in Notfällen die kontrollierte Flugzeugsteuerung beeinträchtigen können. ### Q21: Wie lautet der korrekte Begriff für das System, das unter anderem Atmung, Verdauung und Herzfrequenz steuert? ^q21 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q21) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q21)* - A) Kritisches Nervensystem - B) Autonomes Nervensystem - C) Automatisches Nervensystem - D) Kompatibles Nervensystem **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Das autonome Nervensystem (ANS) reguliert unwillkürliche physiologische Funktionen wie Herzfrequenz, Atemfrequenz, Verdauung und Drüsensekretion. Es hat zwei Äste: den sympathischen ("Kampf oder Flucht") und den parasympathischen ("Ruhe und Verdauung") Zweig. In stressreichen Flugsituationen erhöht die sympathische Aktivierung die Herzfrequenz und Wachsamkeit, kann aber auch die Feinmotorik beeinträchtigen und die Aufmerksamkeit einengen. ### Q22: Was ist der Parallaxenfehler? ^q22 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q22) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q22)* - A) Falsche Ablesung von Instrumenten durch den Blickwinkel - B) Fehlerhafte Geschwindigkeitswahrnehmung beim Rollen - C) Weitsichtigkeit durch Alterung, besonders nachts - D) Ein Dekodierfehler in der Kommunikation zwischen Piloten **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Der Parallaxenfehler tritt auf, wenn ein Instrument von der Seite statt von vorne abgelesen wird, wodurch die Sichtlinie des Piloten versetzt durch den Zeiger verläuft und eine falsche Anzeige ergibt. Dies ist besonders bei analogen Instrumenten mit einem Abstand zwischen Zeiger und Skalenfläche relevant. Piloten sollten Instrumente immer direkt von vorne ablesen, um diesen systematischen Fehler zu vermeiden. ### Q23: Welche Eigenschaft ist bei der Auswahl von Sonnenbrillen für Piloten wichtig? ^q23 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q23) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q23)* - A) Gebogene Bügelenden - B) Nicht polarisiert - C) Unzerbrechlich - D) Kein UV-Filter **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Piloten müssen nicht polarisierte Sonnenbrillen tragen, da polarisierte Gläser horizontal reflektiertes Licht eliminieren, was LCD-Displays, Glasscockpit-Instrumente und bestimmte reflektierende Oberflächen - wie Wasser oder andere Luftfahrzeuge - unsichtbar oder stark verzerrt machen kann. UV-Schutz und gute optische Qualität sind wünschenswert, aber die Anforderung der Nicht-Polarisation ist das sicherheitskritische, luftfahrtspezifische Merkmal. ### Q24: Die Verbindung zwischen dem Mittelohr und dem Nasen-Rachen-Raum heisst... ^q24 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q24) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q24)* - A) Innenohr. - B) Trommelfell. - C) Cochlea. - D) Eustachische Röhre. **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Die Eustachische Röhre (Ohrtrompete) verbindet das Mittelohr mit dem Nasopharynx und ermöglicht den Druckausgleich zwischen der Mittelohrhöhle und der Umgebung. Bei Höhenänderungen öffnet sie sich (meist beim Schlucken oder Gähnen), um den Druckunterschied zu verhindern, der Ohrenschmerzen verursacht (Barotitis media). Eine Blockierung durch Erkältung macht den Druckausgleich unmöglich und kann starke Schmerzen oder Trommelfellriss verursachen. ### Q25: In welcher Situation ist ein Druckausgleich zwischen dem Mittelohr und der Umgebung NICHT möglich? ^q25 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q25) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q25)* - A) Bei einem leichten und langsamen Steigflug - B) Die Atmung erfolgt nur durch den Mund - C) Alle Fenster sind vollständig geschlossen - D) Die Eustachische Röhre ist blockiert **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Wenn die Eustachische Röhre blockiert ist - typischerweise durch eine Erkältung, Sinusitis oder allergische Verstopfung - schwillt die Schleimhaut an und verhindert die Öffnung des Kanals. Dies hält Luft im Mittelohr auf dem vorherigen Umgebungsdruck fest und erzeugt beim Steig- oder Sinkflug einen schmerzhaften Druckunterschied. Deshalb wird Piloten empfohlen, bei Atemwegsinfektionen nicht zu fliegen. ### BAZL Br.40 Q4: Beim Fliegen mit starkem Schnupfen können starke Schmerzen die Nasennebenhöhlen betreffen. Diese treten auf... ^bazl_40_4 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_4) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_4)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) bei jeder wesentlichen Änderung der Flughöhe. - B) beim Steigflug. - C) beim Sinkflug. - D) bei Beschleunigungen. **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Beim Sinkflug steigt der Aussendruck und die Luft kann sich in den verstopften Nasennebenhöhlen nicht ausgleichen. ### Q26: Das Wiederherstellen der Geradeauslage nach einer längeren Kurvenphase kann den Eindruck erwecken, ... ^q26 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q26) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q26)* - A) Einen Steigflug zu beginnen. - B) Weiterhin in die gleiche Richtung wie zuvor zu drehen. - C) In die entgegengesetzte Richtung zu drehen. - D) Einen Sinkflug zu beginnen. **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Dies ist die "Leans"- oder Friedhofspirale-Illusion, die auf der Anpassung der Bogengänge basiert. Während einer langen koordinierten Kurve passt sich die Flüssigkeit im betreffenden Bogengang an die Rotation an und hört auf, Kurvensi­gnale zu senden. Wenn der Pilot die Flügel wieder in die Waage bringt, erkennt der Bogengang eine Drehung in die entgegengesetzte Richtung, was die falsche Empfindung erzeugt, in die andere Richtung zu drehen - was den Piloten veranlassen kann, die ursprüngliche Schräglage wieder einzunehmen. ### Q27: Welche der folgenden Optionen stimuliert KEINE Bewegungskrankheit (Desorientierung)? ^q27 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q27) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q27)* - A) Nicht beschleunigter Geradeaus- und Horizontalflug - B) Kopfbewegungen während Kurven - C) Turbulenzen im Horizontalflug - D) Fliegen unter Alkoholeinfluss **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Bewegungskrankheit wird durch widersprüchliche Sinnesreize ausgelöst - typischerweise zwischen dem visuellen System und dem Gleichgewichtsorgan. Konstanter, nicht beschleunigter Geradeaus- und Horizontalflug erzeugt keine vestibuläre Stimulation und keinen Sinneskonflikt, ruft also keine Bewegungskrankheit hervor. Kopfbewegungen während Kurven, Turbulenzen und Alkohol (der die Dichte der Endolymphe verändert) erzeugen oder verstärken Sinneskonflikte. ### BAZL Br.40 Q12: Was sind die Symptome der Bewegungskrankheit (Kinetose)? ^bazl_40_12 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_12) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_12)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) Hohes Fieber, Erbrechen, Kopfschmerzen. - B) Schwindel, Schweissausbrüche, Übelkeit. - C) Wässriger Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerzen. - D) Hohes Fieber, Schwindel, wässriger Durchfall. **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Kinetose äussert sich durch Schwindel, Schweissausbrüche, Übelkeit und eventuell Erbrechen. ### Q28: Welche optische Täuschung kann bei einer Landebahn mit ansteigendem Gefälle beim Anflug entstehen? ^q28 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q28) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q28)* - A) Der Pilot hat das Gefühl, der Anflug sei zu niedrig, und nähert sich daher oberhalb des normalen Gleitpfades der Landebahn - B) Der Pilot hat das Gefühl, der Anflug sei zu langsam, und beschleunigt über die normale Anfluggeschwindigkeit hinaus - C) Der Pilot hat das Gefühl, der Anflug sei zu schnell, und reduziert die Geschwindigkeit unter die normale Anfluggeschwindigkeit - D) Der Pilot hat das Gefühl, der Anflug sei zu hoch, und sinkt daher unter den normalen Gleitpfad ab **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Eine vom Piloten weg ansteigende Landebahn erscheint kürzer und steiler als eine flache Landebahn, was den visuellen Eindruck erzeugt, höher als der tatsächliche Gleitpfad zu sein. Der Pilot, der den Anflug als zu hoch wahrnimmt, sinkt instinktiv unter den korrekten Anflugweg ab - was ein gefährliches Unterschreitenrisiko erzeugt. Diese Täuschung ist eine dokumentierte Ursache für kontrolliertes Fliegen in den Boden (CFIT) bei Sichtanflügen. ### Q29: Welchen Eindruck kann ein Anflug auf eine Landebahn mit ansteigendem Gefälle erzeugen? ^q29 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q29) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q29)* - A) Eine Unterschreitung - B) Eine Landung neben der Mittellinie - C) Eine Überschreitung (Durchstarten) - D) Eine Hartlandung **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Hinweis: Diese Frage fragt nach dem Eindruck (was der Pilot empfindet), nicht nach dem tatsächlichen Ergebnis. Eine ansteigende Landebahn lässt den Piloten zu hoch erscheinen, sodass er eine Überschreitung wahrnimmt. Als Reaktion kann der Pilot unter den korrekten Gleitpfad absinken, was in der Realität zu einer Unterschreitung führt - aber der wahrgenommene Eindruck, der diese falsche Korrektur auslöst, ist der zu hoch zu sein und die Landebahn zu überfliegen. ### BAZL Br.40 Q6: Bei einem normalen Anflug auf eine ungewöhnlich breite Landebahn kann man den Eindruck haben, der Anflug erfolge... ^bazl_40_6 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_6) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_6)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) mit zu hoher Geschwindigkeit. - B) mit zu niedriger Geschwindigkeit. - C) aus zu grösser Höhe. - D) aus zu geringer Höhe. **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Breite Landebahn = Eindruck, tiefer/langsamer zu sein als in der Realität (visuelle Täuschung). Der Pilot neigt dazu, zu hoch zu fliegen. ### Q30: Das Auftreten von Schwindel ist am wahrscheinlichsten bei Kopfbewegungen... ^q30 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q30) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q30)* - A) Während einer Kurve. - B) Während eines geraden Horizontalflugs. - C) Während eines Steigflugs. - D) Während eines Sinkflugs. **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Schwindel (speziell die Coriolis-Illusion) ist am wahrscheinlichsten, wenn der Kopf während einer laufenden Kurve in einer anderen Ebene bewegt wird. Die Bogengänge sind bereits durch die Kurve stimuliert, und eine Kopfbewegung (wie das Nachschlagen auf einer Karte) stimuliert gleichzeitig eine zweite Gruppe von Kanälen und erzeugt ein überwältigendes und desorientierndes Gefühl des Taumelns oder Drehens. Dies ist eine der am stärksten beeinträchtigenden Räumlichen Desorientierungs-Illusionen. ### Q31: Ein Grey-out ist das Ergebnis von... ^q31 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q31) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q31)* - A) Hyperventilation. - B) Ermüdung. - C) Hypoxie. - D) Positiven g-Kräften. **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Grey-out ist ein schrittweiser Verlust des Farbsehens und des peripheren Sehens, der durch positive g-Kräfte verursacht wird, die Blut vom Kopf in den Unterkörper ziehen. Wenn der Blutdruck in den Netzhautarterien sinkt, verliert die Netzhaut (die den höchsten Sauerstoffbedarf aller Körpergewebe hat) zuerst die Farbwahrnehmung (Grey-out), dann das Sehen insgesamt (Blackout) und schliesslich das Bewusstsein (G-LOC - g-induzierter Bewusstseinsverlust). ### BAZL Br.40 Q9: Bei positiven g-Beschleunigungen kann ein Greyout auftreten, der einem Blackout vorausgeht. Welches Organ ist durch den Greyout hauptsächlich beeinträchtigt? ^bazl_40_9 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_9) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_9)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) Das Gehirn. - B) Die Lungen. - C) Die Augen. - D) Die Muskeln. **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Greyout betrifft zuerst die Augen (Netzhaut), da diese am empfindlichsten auf reduzierten Blutfluss reagieren. ### Q32: Visuelle Täuschungen werden hauptsächlich verursacht durch... ^q32 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q32) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q32)* - A) Binokulares Sehen. - B) Farbenblindheit. - C) Schnelle Augenbewegungen. - D) Fehldeutung des Gehirns. **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Visuelle Täuschungen entstehen, weil das Gehirn aktiv Wahrnehmungen auf Basis früherer Erwartungen, Muster und Annahmen aufbaut, anstatt die Realität passiv aufzuzeichnen. Wenn Umgebungshinweise mehrdeutig, unvollständig oder ungewöhnlich sind (was in der Luftfahrt häufig vorkommt - unbekanntes Gelände, ungewöhnliche Beleuchtung, merkmalsfreier Himmel), füllt das Gehirn Lücken mit "besten Schätzungen", die gefährlich falsch sein können. ### BAZL Br.40 Q7: Wenn ein Pilot den Himmel nach anderen Luftfahrzeugen absucht, sollte er... ^bazl_40_7 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_7) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_7)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) den Himmel Sektor für Sektor absuchen und die Augen kurz auf jeden Sektor ruhen lassen. - B) versuchen, den sichtbaren Teil des Himmels mit grossen Augenbewegungen zu erfassen. - C) den gesamten sichtbaren Teil des Himmels so schnell wie möglich mit den Augen absuchen. - D) die Augen über ein möglichst grosses Blickfeld rollen. **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Korrekte Technik: systematisches Absuchen Sektor für Sektor mit kurzer Pause auf jedem Sektor. ### Q33: Die durchschnittliche Abnahme des Blutalkoholspiegels bei einem Erwachsenen in einer Stunde beträgt ungefähr... ^q33 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q33) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q33)* - A) 0,01 Prozent. - B) 0,03 Prozent. - C) 0,1 Prozent. - D) 0,3 Prozent. **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Die Leber metabolisiert Alkohol mit einer nahezu konstanten Rate von ca. 0,01 % (0,1 g/L) Blutalkoholkonzentration pro Stunde, weitgehend unabhängig von Körpergewicht oder konsumierter Menge. Das bedeutet, dass nach einem Abend mit Alkohol eine erhebliche Alkoholbeeinträchtigung bis weit in den nächsten Tag anhalten kann. EASA-Vorschriften verbieten das Fliegen mit einem Blutalkoholwert über 0,2 g/L, und die "8-Stunden-Flasche-bis-Steuerknüppel"-Regel ist ein Minimum - keine Garantie für Nüchternheit. ### BAZL Br.40 Q13: Alkohol wird mit folgender Rate abgebaut: ^bazl_40_13 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_13) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_13)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) 1 Promille pro Stunde. - B) 0,5 Promille pro Stunde. - C) 0,3 Promille pro Stunde. - D) 0,1 Promille pro Stunde. **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Der Körper baut Alkohol mit etwa 0,1 bis 0,15 Promille pro Stunde ab. Für die Prüfung massgeblicher Wert: 0,1 ‰/h. ### Q34: Welche Antwort nennt einen Risikofaktor für Diabetes? ^q34 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q34) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q34)* - A) Schlafmangel - B) Übergewicht - C) Rauchen - D) Alkoholkonsum **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Übergewicht und Fettleibigkeit sind die wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes, da überschüssiges Fettgewebe - insbesondere viszerales Fett - Insulinresistenz verursacht. Typ-2-Diabetes ist in der Luftfahrtmedizin ein bedeutsames Thema, da er hypoglykämische Episoden verursachen kann, die Bewusstsein und kognitive Funktionen beeinträchtigen, und viele Diabetesmedikamente mit einem Flugmedizintauglichkeitszeugnis unvereinbar sind. ### BAZL Br.40 Q11: Welcher der folgenden Faktoren erhöht das Herzinfarktrisiko? ^bazl_40_11 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_11) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_11)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) Unterernährung. - B) Zu niedriger Cholesterinspiegel. - C) Hypoglykämie. - D) Bewegungsmangel. **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Bewegungsmangel ist ein anerkannter kardiovaskulärer Risikofaktor. ### Q35: Ein Risikofaktor für Dekompressionskrankheit ist... ^q35 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q35) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q35)* - A) Sport. - B) 100 % Sauerstoff nach Dekompression. - C) Tauchen vor dem Flug. - D) Rauchen. **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Tauchen bewirkt, dass sich Stickstoff unter erhöhtem Umgebungsdruck in den Körpergeweben löst. Wenn der Taucher dann fliegt, bevor ausreichend Zeit zum Ausgasen vergangen ist (typischerweise 12-24 Stunden je nach Tauchprofil), bewirkt der reduzierte Kabinendruck, dass Stickstoff aus der Lösung austritt und in Geweben und Blut Blasen bildet - die Dekompressionskrankheit ("the bends"). 100 % Sauerstoff nach Dekompression beschleunigt tatsächlich die Stickstoffelimination und ist eine Behandlungsmassnahme, kein Risikofaktor. ### BAZL Br.40 Q19: Amphetamin ist ein Stimulans, das in der Schweiz auf Rezept in Apotheken erhältlich ist. ^bazl_40_19 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_19) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_19)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) Piloten im Dienst auf Flügen von mehr als 5 Stunden dürfen dieses Medikament einnehmen, um wach zu bleiben. - B) Piloten im Dienst dürfen dieses Medikament nur einnehmen, wenn ein qualifizierter Kopilot anwesend ist. - C) Piloten im Dienst auf Flügen von mehr als 5 Stunden sollten dieses Medikament bei Müdigkeit stets zur Hand haben. - D) Aufgrund seiner Nebenwirkungen dürfen Piloten im Dienst dieses Medikament nicht einnehmen. **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Amphetamine sind für Piloten im Dienst streng verboten (gefährliche Nebenwirkungen). ### Q36: Welche Aussage ist bezüglich des Kurzzeitgedächtnisses korrekt? ^q36 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q36) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q36)* - A) Es kann 7 (±2) Elemente für 10 bis 20 Sekunden speichern - B) Es kann 5 (±2) Elemente für 1 bis 2 Minuten speichern - C) Es kann 10 (±5) Elemente für 30 bis 60 Sekunden speichern - D) Es kann 3 (±1) Elemente für 5 bis 10 Sekunden speichern **Korrekt: A)** > **Erklärung:** George Millers klassische Forschung von 1956 stellte fest, dass das Kurzzeit- (Arbeits-) Gedächtnis eine Kapazität von 7 ±2 Informationseinheiten hat, die ca. 10-20 Sekunden ohne aktive Wiederholung behalten werden. In der Luftfahrt ist diese Einschränkung von entscheidender Bedeutung: ATC-Freigaben, Frequenzen und Höhen müssen sofort aufgeschrieben werden, da sie innerhalb von Sekunden aus dem Arbeitsgedächtnis verloren gehen, wenn sie nicht wiederholt oder notiert werden. ### Q37: Für welchen ungefähren Zeitraum kann das Kurzzeitgedächtnis Informationen speichern? ^q37 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q37) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q37)* - A) 3 bis 7 Sekunden - B) 10 bis 20 Sekunden - C) 35 bis 50 Sekunden - D) 30 bis 40 Sekunden **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Ohne aktive Wiederholung oder Kodierung verblasst im Kurzzeit- (Arbeits-) Gedächtnis gehaltene Information innerhalb von ca. 10-20 Sekunden. Deshalb sind Rückleseprotokolle in der Luftfahrtkommunikation wesentlich - sie zwingen den Piloten, die Information aktiv zu verarbeiten und zu wiederholen und dabei vom passiven Kurzzeitspeicher in einen dauerhafteren kodierten Zustand übertragen, während gleichzeitig die ATC den korrekten Empfang überprüfen kann. ### Q38: Was ist ein latenter Fehler? ^q38 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q38) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q38)* - A) Ein Fehler, der erst nach der Landung Konsequenzen hat - B) Ein Fehler mit unmittelbarer Auswirkung auf die Steuerung - C) Ein Fehler, der vom Piloten aktiv und bewusst begangen wird - D) Ein Fehler, der lange Zeit unentdeckt im System bleibt **Korrekt: D)** > **Erklärung:** In James Reasons Fehlermodell sind latente Fehler (oder latente Bedingungen) im System eingebettete Mängel - schlechtes Design, unzureichende Verfahren, organisatorischer Druck oder Wartungsabkürzungen - die schlummernd und unentdeckt bleiben, bis sie sich mit einem aktiven Fehler kombinieren, um einen Unfall zu verursachen. Im Gegensatz zu aktiven Fehlern (begangen von Frontline-Operatoren) haben latente Fehler ihren Ursprung auf Management- und Designebene und können jahrelang schlummern. ### Q39: Der fortlaufende Prozess zur Überwachung der aktuellen Flugsituation heisst... ^q39 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q39) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q39)* - A) Situationsorientiertes Denken. - B) Situationsbewusstsein. - C) Antizipatorisches Prüfverfahren. - D) Ständige Flugsicherheitskontrolle. **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Situationsbewusstsein (SA) - von Mica Endsley definiert - ist die kontinuierliche Wahrnehmung von Elementen in der Umgebung, das Verstehen ihrer Bedeutung und die Projektion ihres künftigen Zustands. Es ist die Grundlage einer guten luftfahrerischen Entscheidungsfindung. Verlust des Situationsbewusstseins ist ein wesentlicher mitwirkender Faktor bei kontrollierten Flugunfällen mit Geländeberührung, Zusammenstössen in der Luft und Unfällen durch räumliche Desorientierung. ### BAZL Br.40 Q2: Was versteht man in der Luftfahrt unter "Risk area awareness"? ^bazl_40_2 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_2) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_2)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) Das Bewusstsein für potenzielle Gefahren der verschiedenen Flugphasen. - B) Die Kenntnis der Unfallraten beim Start und bei der Landung. - C) Ein Verfahren zur Verhütung von Flugunfällen. - D) Das Bewusstsein, dass der Rollbereich des Flugplatzes ("risk area") eine Gefahrenzone ist. **Korrekt: A)** > **Erklärung:** "Risk area awareness" = Bewusstsein für die mit jeder Flugphase verbundenen Risiken. ### Q40: Wie kann beim Kommunikationsmodell die Verwendung desselben Codes bei der Funkkommunikation sichergestellt werden? ^q40 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q40) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q40)* - A) Durch die Verwendung geeigneter Headsets - B) Durch eine besondere Frequenzzuweisung - C) Durch die Verwendung von Funksprechphraseo­logie - D) Durch ausschliessliche Verwendung von für die Luftfahrt zugelassenen Funkgeräten **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Die standardisierte ICAO-Sprechfunkphraseologie stellt sicher, dass sowohl Sender als auch Empfänger identische, eindeutige Codes mit vorab vereinbarten Bedeutungen verwenden, was das Missverständnisrisiko minimiert. In der Kommunikationstheorie entspricht dies der Sicherstellung, dass Sender und Empfänger dasselbe Codebuch verwenden. Fehler in der Funkkommunikation sind ein dokumentierter mitwirkender Faktor bei Rollbahnkonflikten und Verkehrskonflikten. ### Q41: Auf welche verschiedenen Arten kann ein Risiko angemessen gehandhabt werden? ^q41 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q41) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q41)* - A) Vermeiden, ignorieren, abmildern, reduzieren - B) Vermeiden, reduzieren, übertragen, akzeptieren - C) Extrudieren, vermeiden, abmildern, übertragen - D) Ignorieren, akzeptieren, übertragen, extrudieren **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Die vier Standard-Risikomanagementstrategien sind: Vermeiden (Aktivität oder Gefahr eliminieren), Reduzieren (Kontrollmassnahmen zur Verringerung von Wahrscheinlichkeit oder Schwere einführen), Übertragen (Risiko auf eine andere Partei verlagern, z. B. durch Versicherung) und Akzeptieren (das Restrisiko bewusst anerkennen, wenn es im akzeptablen Rahmen liegt). Ein Risiko zu ignorieren ist in der Luftfahrt-Risikoverwaltung keine akzeptable Strategie. ### BAZL Br.40 Q14: In der Luftfahrt werden verschiedene Entscheidungsfindungsmodelle angewandt. Ein weit verbreitetes Modell trägt das Akronym "DECIDE". Welche der folgenden Aussagen ist korrekt? ^bazl_40_14 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_14) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_14)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) Das erste D steht für "Detect" und bedeutet "Erkennen, dass eine Änderung eingetreten ist, die Aufmerksamkeit erfordert". - B) DECIDE ist eine Entscheidungshilfe, die in jeder Entscheidungssituation im Flug angewendet werden muss. - C) Das erste D steht für "Do" und bedeutet "Die beste Option anwenden". - D) Das erste E steht für "Evaluate" und bedeutet "Die Konsequenzen der eigenen Handlungen bewerten". **Korrekt: A)** > **Erklärung:** DECIDE: Detect, Estimate, Choose, Identify, Do, Evaluate. Das D = Detect (die Änderung erkennen). ### Q42: Unter welchen Umständen ist es wahrscheinlicher, höhere Risiken zu akzeptieren? ^q42 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q42) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q42)* - A) Aufgrund von Gruppendynamikeffekten - B) Wenn nicht genügend Informationen verfügbar sind - C) Bei Kontrollflügen aufgrund eines hohen Nervositätsgrades - D) Bei der Flugplanung, wenn ausgezeichnetes Wetter vorhergesagt wird **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Gruppendynamik kann eine "Risikoverlagerung" bewirken - das Phänomen, bei dem Gruppen tendenziell kühnere, riskantere Entscheidungen treffen als Einzelpersonen. Sozialer Druck, der Wunsch nach Konformität, Verantwortungsdiffusion und die Anwesenheit wahrgenommener Experten können das individuelle Risikobewusstsein unterdrücken. Dies ist ein Kernkonzept des Crew Resource Management (CRM), bei dem jüngere Besatzungsmitglieder möglicherweise zögern, eine schlechte Entscheidung des Kommandanten in Frage zu stellen. ### Q43: Welche gefährlichen Einstellungen werden oft kombiniert? ^q43 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q43) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q43)* - A) Unverwundbarkeit und Selbstaufgabe - B) Selbstaufgabe und Machogehabe - C) Machogehabe und Unverwundbarkeit - D) Impulsivität und Vorsicht **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Die FAA identifiziert fünf gefährliche Einstellungen in der Luftfahrt: Machogehabe, Unverwundbarkeit, Impulsivität, Resignation (Selbstaufgabe) und Antiautorität. Machogehabe ("Ich kann das") und Unverwundbarkeit ("Das passiert mir nicht") treten häufig gemeinsam auf, da beide aus Überheblichkeit und Unterschätzung des Risikos resultieren. Ein Pilot, der glaubt, immun gegen Unfälle zu sein (Unverwundbarkeit), neigt auch dazu, unnötige Risiken einzugehen, um Kompetenz zu demonstrieren (Machogehabe). ### Q44: Was ist ein Indiz für eine Machohaltung? ^q44 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q44) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q44)* - A) Riskante Flugmanöver, um Zuschauer am Boden zu beeindrucken - B) Umfassende Risikobeurteilung bei unbekannten Situationen - C) Schnelle Resignation in komplexen und kritischen Situationen - D) Sorgfältige Vorflugkontrolle **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Die Machohaltung ist durch den Drang gekennzeichnet, Mut, Können oder Wagemut zu demonstrieren - oft vor einem Publikum. Riskante Manöver, um Zuschauer zu beeindrucken, sind ein Lehrbuchbeispiel: Der Pilot stellt Ego und externe Bestätigung über Sicherheitsmargen. Diese Haltung ist besonders gefährlich, da sie aktiv Gefahrensituationen schafft, die ändernfalls nie entstanden wären. Das Gegenmittel lautet: "Unnötige Risiken einzugehen ist Torheit." ### BAZL Br.40 Q20: Bezüglich typischer gefährlicher Einstellungen, welche der folgenden Aussagen ist korrekt? ^bazl_40_20 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_20) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_20)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) Eine antiautoritäre Einstellung ist weniger gefährlich als Machoverhalten. - B) Unerfahrene Piloten sind im Allgemeinen die einzigen, die sich gefährlich verhalten. - C) Es ist möglich, die eigenen gefährlichen Einstellungen zu erkennen und zu korrigieren. - D) Gefährliche Einstellungen gibt es eigentlich nicht, da die Flugsicherheit ausschliesslich von der Aufmerksamkeit des Piloten abhängt. **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Gefährliche Einstellungen (Antiautorität, Macho, Unverwundbarkeit, Resignation, Impulsivität) können erkannt und korrigiert werden. ### Q45: Welcher Faktor kann zu menschlichem Versagen führen? ^q45 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q45) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q45)* - A) Korrekter Gebrauch von Checklisten - B) Die Tendenz, das zu sehen, was wir erwarten zu sehen - C) Doppelprüfung relevanter Handlungen - D) Zweifeln, wenn etwas unklar oder mehrdeutig erscheint **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Bestätigungsverzerrung - die Tendenz, Informationen so wahrzunehmen und zu interpretieren, dass sie vorbestehende Erwartungen bestätigen - ist eine wesentliche Quelle menschlicher Fehler in der Luftfahrt. Piloten können ein Instrument falsch ablesen, eine Landebahn falsch identifizieren oder eine Anomalie nicht bemerken, weil ihr Gehirn eingehende Informationen durch das filtert, was es erwartet zu sehen. Deshalb sind strukturierte Scan-Muster, Checklisten und Kreuzüberprüfungen wesentliche Gegenmassnahmen. ### BAZL Br.40 Q5: Welche der folgenden Aussagen beschreibt "selektive Aufmerksamkeit" korrekt? ^bazl_40_5 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_5) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_5)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) Selektive Aufmerksamkeit bezeichnet eine Haltung, bei der die Aufmerksamkeit bei schlechten Sichtbedingungen auf die Fluginstrumente konzentriert wird. - B) Selektive Aufmerksamkeit ist eine Methode zur Stressvermeidung. - C) Selektive Aufmerksamkeit ist im Cockpit unvermeidbar, um während der Checklisten­ausführung nicht abgelenkt zu werden. - D) Selektive Aufmerksamkeit kann dazu führen, dass ein Pilot einen akustischen Alarm nicht wahrnimmt, obwohl er deutlich hörbar ist. **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Selektive Aufmerksamkeit = Konzentration auf eine Aufgabe auf Kosten anderer Reize (z. B. Alarm wird nicht gehört). ### Q46: Welche Kombination von Persönlichkeitsmerkmalen ist für die individuelle Haltung und das Verhalten eines Piloten am besten geeignet? ^q46 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q46) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q46)* - A) Introvertiert - stabil - B) Introvertiert - instabil - C) Extravertiert - stabil - D) Extravertiert - instabil **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Die Luftfahrtpsychologieforschung identifiziert Extraversion und emotionale Stabilität als die vorteilhaftesten Persönlichkeitsmerkmale für Piloten. Extraversion unterstützt effektive Kommunikation, Besatzungskoordination und die für CRM notwendige Durchsetzungsfähigkeit. Emotionale Stabilität (niedriger Neurotizismus) stellt sicher, dass der Pilot unter Druck ruhig und rational bleibt, konstante Leistungen erbringt und nicht überreagiert auf Stress - alles entscheidend für einen sicheren Flugbetrieb. ### Q47: Selbstzufriedenheit ist ein Risiko aufgrund von... ^q47 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q47) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q47)* - A) Zunehmender Cockpit-Automatisierung. - B) Der hohen Fehlerrate technischer Systeme. - C) Der hohen Anzahl von Fehlern, die Menschen normalerweise machen. - D) Besseren Ausbildungsoptionen für junge Piloten. **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Automatisierungsbedingte Selbstzufriedenheit entsteht, wenn Piloten zu sehr auf automatisierte Systeme vertrauen und ihre aktive Überwachung des Flugzeugzustands progressiv reduzieren. Je ausgereifter und zuverlässiger die Cockpit-Automatisierung wird, desto weniger aufmerksam können Piloten werden, das Situationsbewusstsein verlieren und Kompetenzabbau erleiden. Wenn die Automatisierung ausfällt - genau dann, wenn manuelle Flugeigenschaften am meisten gebraucht werden - kann der selbstzufriedene Pilot nicht mehr effektiv eingreifen. ### Q48: Der ideale Erregungsgrad befindet sich an welchem Punkt im Diagramm? Siehe Abbildung (HPL-002) P = Leistung A = Erregung / Stress ^q48 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q48) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q48)* ![Yerkes-Dodson-Kurve](figures/HPL-002-yerkes-dodson.svg) - A) Punkt B - B) Punkt C - C) Punkt D - D) Punkt A **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Das Yerkes-Dodson-Gesetz beschreibt die umgekehrte U-Beziehung zwischen Erregung (Stress) und Leistung. Punkt B repräsentiert den Scheitelpunkt der Kurve - den optimalen Erregungsgrad, bei dem die Leistung maximiert ist. Zu wenig Erregung (Punkt A: Langeweile, Ermüdung) führt durch Unaufmerksamkeit zu schlechter Leistung; zu viel Erregung (Punkte C, D: hoher Stress, Panik) verschlechtert die Leistung durch Tunnelblick, kognitive Einengung und Verlust der Feinmotorik. ### Q49: An welchem Punkt im Diagramm befindet sich ein Pilot in einem Zustand der Überlastung? Siehe Abbildung (HPL-002) P = Leistung A = Erregung / Stress ^q49 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q49) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q49)* - A) Punkt B - B) Punkt C - C) Punkt A - D) Punkt D **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Punkt D repräsentiert das rechte Ende der Yerkes-Dodson-Kurve - übermässige Erregung und Stress - wo die Leistung zusammenbricht. Auf diesem Niveau ist der Pilot überfordert, kann Informationen nicht mehr effektiv verarbeiten und kann Tunnelblick (Fixierung auf ein Problem unter Ignorierung anderer), Panikreaktion oder kognitives Einfrieren zeigen. Das Erkennen von Überlastungszeichen und die Anwendung von Stressmanagementtechniken (verlangsamen, Aufgaben priorisieren) ist eine grundlegende CRM-Kompetenz. ### Q50: Welche der folgenden Qualitäten werden durch Stress beeinflusst? 1. Aufmerksamkeit 2. Konzentration 3. Reaktionsvermögen 4. Gedächtnis ^q50 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^q50) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^q50)* - A) 1, 2, 3 - B) 2, 4 - C) 1 - D) 1, 2, 3, 4 **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Stress beeinflusst alle vier genannten kognitiven Funktionen. Bei hohem Stress verengt sich die Aufmerksamkeit (Tunnelblick), die Konzentration wird schwer aufrechtzuerhalten, Reaktionszeiten werden verändert (zunächst schneller, dann bei extremem Stress verschlechtert), und das Gedächtnis - insbesondere der Abruf aus dem Arbeitsgedächtnis und die Kodierung - wird durch erhöhten Cortisol und sympathische Aktivierung beeinträchtigt. Deshalb müssen Notfallverfahren bis zur Automatik geübt werden: das prozedurale Gedächtnis ist stressresistenter als deklarativer Abruf. ### BAZL Br.40 Q18: Bezüglich Stress, welche der folgenden Aussagen ist korrekt? ^bazl_40_18 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_18) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_18)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) Stress wird nur durch kurze Überlastung verursacht. - B) Es gibt einen optimalen Stresslevel, der die Leistung sogar verbessert. - C) Stress im Cockpit verbessert das Arbeitstempo. - D) Unterforderung verursacht keinen Stress und hat keine negativen Auswirkungen auf die Leistung. **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Yerkes-Dodson-Kurve: Ein optimaler Stresslevel (Eustress) verbessert die Leistung. ### BAZL Br.40 Q17: Die innere Uhr des Menschen... ^bazl_40_17 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_40_17) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_40_17)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Communes* - A) ist mit der äusseren Uhr synchronisiert und ihr Zyklus dauert genau 24 Stunden. - B) hat einen Zyklus von ca. 20 Stunden. - C) hat einen Zyklus von ca. 30 Stunden. - D) hat einen Zyklus von ca. 25 Stunden. **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Der endogene zirkadiane Rhythmus beträgt ca. 25 Stunden (täglich durch Licht neu eingestellt). --- ## Serie 2 - BAZL/OFAC Probeprüfung ### BAZL 401 Q1 - Welche der folgenden Massnahmen ist geeignet, um bei Passagieren eine beginnende Bewegungskrankheit (Kinetose) zu beheben? ^bazl_401_1 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_1) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_1)* - A) Kaffee trinken - B) Frische Luft einatmen - C) Durch die Fenster schauen - D) Den Kopf regelmässig bewegen **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Bei Bewegungskrankheit ist das Einatmen frischer Luft die wirksamste Massnahme. Durch Fenster schauen kann die Kinetose verschlimmern, Kopfbewegungen verschlimmern sie ebenfalls. Frische Luft stabilisiert das autonome Nervensystem. ### BAZL 401 Q2 - Ein Pilot hat während seiner Ausbildung hauptsächlich enge Landebahnen benutzt. Welche Täuschung hat dieser Pilot bei einem korrekten Endanflug auf eine flache, sehr breite Landebahn? ^bazl_401_2 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_2) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_2)* - A) Die Täuschung, das Flugzeug befinde sich in grösserer Höhe über der Bahn als tatsächlich - B) Die Täuschung, die Bahn steige in Landerichtung an (upslope) - C) Die Täuschung, das Flugzeug befinde sich in geringerer Höhe über der Bahn als tatsächlich - D) Die Täuschung, die Bahn steige zuerst in Landerichtung an (upslope) und falle dann wieder ab (downslope) **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Ein Pilot, der an enge Landebahnen gewöhnt ist, hat vor einer breiten Bahn die Täuschung, tiefer über der Bahn zu sein als in Wirklichkeit (Unterschätzung der Höhe). Dies kann zu einem zu hohen Abfangen führen. ### BAZL 401 Q3 - Wann treten Druckausgleichsprobleme im Mittelohr am häufigsten auf? ^bazl_401_3 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_3) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_3)* - A) Während eines langen Hochhöhenflugs - B) Während eines schnellen Sinkflugs - C) Während starker negativer vertikaler Beschleunigungen - D) Während eines langen Steigflugs **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Druckausgleichsprobleme im Mittelohr treten am häufigsten während des schnellen Sinkflugs auf, da die Eustachische Röhre den zunehmenden Aussendruck ausgleichen muss. Beim Steigflug öffnet sie sich leichter. ### BAZL 401 Q4 - Der Sauerstoffanteil in der Atmosphäre beträgt auf Meereshöhe 21 %. Wie ändert er sich auf 5.500 m? ^bazl_401_4 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_4) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_4)* - A) Er beträgt ein Viertel des Prozentsatzes auf Meereshöhe - B) Er beträgt das Doppelte des Prozentsatzes auf Meereshöhe - C) Er beträgt die Hälfte des Prozentsatzes auf Meereshöhe - D) Er ist gleich wie auf Meereshöhe **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Der Sauerstoffanteil in der Atmosphäre bleibt unabhängig von der Höhe bei ca. 21 % (die Atmosphäre ist bis 80 km in der Zusammensetzung homogen). Was sich ändert, ist der Sauerstoffpartialdruck, der mit der Höhe abnimmt. ### BAZL 401 Q5 - Welche Auswirkungen hat das Einatmen von Kohlenmonoxid (defektes Abgassystem)? ^bazl_401_5 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_5) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_5)* - A) Es sind keine schädlichen Auswirkungen zu befürchten, da der Körper die reduzierte Sauerstoffzufuhr kompensiert - B) Schädliche Auswirkungen sind nur zu befürchten, wenn der Körper dem Gas über mehrere Stunden ausgesetzt wird - C) Es sind keine schädlichen Auswirkungen zu befürchten, da Kohlenmonoxid harmlos ist - D) Dieses Gas kann bereits in geringer Konzentration eine vollständige Handlungsunfähigkeit verursachen **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Kohlenmonoxid (CO) bindet sich schon in geringer Konzentration an Hämoglobin (200-mal stärker als O2) und kann sehr schnell eine vollständige Handlungsunfähigkeit verursachen. Es ist extrem gefährlich. ### BAZL 401 Q6 - Was ist der wirksamste Gehörschutz in der Kabine eines Motorflugzeugs oder Heissluftballons? ^bazl_401_6 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_6) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_6)* - A) Watte - B) Helm mit Kopfhörern - C) Ohrstöpsel - D) Aufgrund des geringen Lärms ist jeder Schutz wirksam **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Der Helm mit Kopfhörern ist der wirksamste Gehörschutz, da er das Ohr vollständig umschliesst und die schädlichsten Frequenzen dämpft. Watte und Ohrstöpsel sind weniger wirksam. ### BAZL 401 Q7 - Gasblasen erzeugende Nahrungsmittel, die Blähungen verursachen, sollten vor einem Hochhöhenflug vermieden werden. Welches der folgenden Nahrungsmittel sollte daher gemieden werden? ^bazl_401_7 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_7) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_7)* - A) Teigwaren - B) Fleisch - C) Kartoffeln - D) Hülsenfrüchte (Bohnen) **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen) erzeugen Darmgase. In grösser Höhe dehnen sich diese Gase aus (Boylesches Gesetz) und können starke Bauchschmerzen verursachen. ### BAZL 401 Q8 - Der Atemprozess ermöglicht den Gasaustausch in den Körperzellen (Stoffwechsel). Diese... ^bazl_401_8 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_8) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_8)* - A) nehmen Stickstoff auf und geben Sauerstoff ab - B) nehmen Sauerstoff auf und geben Kohlenmonoxid (CO) ab - C) nehmen Sauerstoff auf und geben Kohlendioxid (CO2) ab - D) nehmen Sauerstoff auf und geben Stickstoff ab **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Körperzellen nehmen beim Zellstoffwechsel (Zellatmung) Sauerstoff (O2) auf und geben Kohlendioxid (CO2) ab. Dieser Prozess setzt die in den Nährstoffen gespeicherte Energie frei. ### BAZL 401 Q9 - Ein Pilot, der regelmässig raucht, raucht kurz vor einem Flug über die Alpen einige Zigaretten. Welche Auswirkungen kann dies auf seine Flugtauglichkeit haben? ^bazl_401_9 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_9) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_9)* - A) Für einen Gewohnheitsraucher sind keine Auswirkungen zu befürchten, da sein Körper an die aufgenommenen Schadstoffe gewöhnt ist - B) Das aufgenommene Nikotin kann leichte Bewusstseinsstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten verursachen - C) Der Rauch erzeugt eine leichte Kohlendioxid- (CO2-) Vergiftung, die Schwindelgefühle und Taubheitsgefühle verursachen kann - D) Der Pilot wird Sauerstoffmangel in geringerer Höhe spüren, als wenn er vor dem Flug nicht geraucht hätte **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Zigarettenrauch enthält Kohlenmonoxid (CO), das sich an Hämoglobin bindet. Dies reduziert die Sauerstofftransportkapazität, sodass der Pilot Sauerstoffmangel in geringerer Höhe verspürt, als wenn er nicht geraucht hätte. ### BAZL 401 Q10 - Wann ist die Gefahr, dass eine Störung des Gleichgewichtsorgans Schwindelgefühle verursacht, am grössten? ^bazl_401_10 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_10) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_10)* - A) Bei Kopfdrehungen während eines koordinierten Kurvenflug - B) Bei Kopfdrehungen im Sinkflug - C) Bei Kopfdrehungen im Steigflug - D) Bei Kopfdrehungen im Geradeausflug **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Die Schwindelgefahr ist am grössten bei Kopfdrehungen während eines koordinierten Kurvenflugs. Die Bogengänge sind bereits durch die Kurve stimuliert; eine Kopfbewegung in einer dazu senkrechten Ebene stimuliert Bogengänge in einer anderen Ebene und verursacht Schwindel (Coriolis-Illusion). ### BAZL 401 Q11 - Wie kann ein Pilot positive Beschleunigungen im Flug besser ertragen? ^bazl_401_11 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_11) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_11)* - A) Indem er die Schultergurte so fest wie möglich anzieht - B) Indem er seine Muskeln entspannt und sich nach vorne lehnt - C) Indem er so aufrecht wie möglich sitzt - D) Indem er die Bauch- und Beinmuskeln anspannt und eine forcierte Atmung durchführt **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Um positive g-Kräfte besser zu ertragen, soll der Pilot Bauch- und Beinmuskeln anspannen und eine forcierte Atmung durchführen (L-1-Manöver). Dies erhöht den Bauchinnendruck und verzögert G-LOC. ### BAZL 401 Q12 - Was sind die gefährlichsten Auswirkungen des Sauerstoffmangels? ^bazl_401_12 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_12) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_12)* - A) Kribbeln - B) Übelkeit - C) Beeinträchtigung des Urteils- und Konzentrationsvermögens - D) Bläulichfärbung der Fingernägel und Lippen **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Die Beeinträchtigung des Urteils- und Konzentrationsvermögens ist die gefährlichste Auswirkung des Sauerstoffmangels, da der Pilot nicht merkt, dass er handlungsunfähig ist. Körperliche Zeichen (Kribbeln, Zyanose) erscheinen oft zu spät. ### BAZL 401 Q13 - Was kann über die Alkohol-Eliminationsrate beim Menschen gesagt werden? ^bazl_401_13 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_13) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_13)* - A) Sie kann durch starken Kaffeekonsum beschleunigt werden - B) Sie hängt nur von der Zeit ab und beträgt ca. 0,1 Promille pro Stunde - C) Sie wird durch das Einatmen von reinem Sauerstoff beschleunigt - D) Sie hängt vom Alkoholgehalt des getrunkenen Getränks ab **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Die Blutalkohol-Eliminationsrate beträgt ca. 0,1 ‰ pro Stunde und hängt ausschliesslich von der Zeit ab. Weder Kaffee noch Sauerstoff noch die Art des Getränks können sie wesentlich beschleunigen. ### BAZL 401 Q14 - Welche Auswirkungen hat die Tiefensensibilität auf die Wahrnehmung der Körperlage? ^bazl_401_14 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_14) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_14)* - A) In Koordination mit dem Gleichgewichtsorgan vermittelt die Tiefensensibilität auch bei Sichtverlust einen korrekten Lagebegriff - B) Bei Sichtverlust kann die Tiefensensibilität einen falschen Lagebegriff vermitteln - C) Die Tiefensensibilität allein reicht stets aus, um einen korrekten Lagebegriff zu vermitteln - D) Bei ausreichendem Training kann die Tiefensensibilität räumliche Desorientierung bei Sichtverlust verhindern **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Bei Verlust der Sichtrefezenzen kann die Tiefensensibilität (Propriozeption) einen falschen Lagebegriff vermitteln. Sie kann visuelle Referenzen oder Instrumente zur Raumorientierung nicht ersetzen. ### BAZL 401 Q15 - Welcher der folgenden Faktoren hat keinen direkten Einfluss auf die Sehschärfe? ^bazl_401_15 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_15) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_15)* - A) Hoher Blutdruck - B) Sauerstoffmangel - C) Alkohol - D) Kohlenmonoxid (CO) **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Hoher Blutdruck hat im normalen Flug keinen direkten Einfluss auf die Sehschärfe. Sauerstoffmangel, Alkohol und Kohlenmonoxid hingegen reduzieren die Sehschärfe direkt. ### BAZL 401 Q16 - Bis zu welcher maximalen Höhe ist ein gesunder menschlicher Körper in der Lage, Sauerstoffmangel durch eine Erhöhung der Herzfrequenz und der Atemfrequenz zu kompensieren? ^bazl_401_16 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_16) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_16)* - A) Ca. 10.000-12.000 ft - B) Ca. 3.000 ft - C) Ca. 6.000-7.000 ft - D) Ca. 22.000 ft **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Ein gesunder menschlicher Körper kann Sauerstoffmangel durch Erhöhung der Herzfrequenz und der Atemfrequenz bis ca. 10.000-12.000 ft kompensieren. Darüber sind diese Kompensationsmechanismen unzureichend. ### BAZL 401 Q17 - Worauf ist bei der Einnahme verschreibungsfreier Medikamente zu achten? ^bazl_401_17 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_17) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_17)* - A) Auch verschreibungsfreie Medikamente können die Flugtauglichkeit beeinflussen - B) Verschreibungsfreie Medikamente haben keine Nebenwirkungen und daher keinen Einfluss auf die Flugtauglichkeit - C) Verschreibungsfreie Medikamente haben nur geringfügige Nebenwirkungen, ihr Einfluss auf die Flugtauglichkeit ist vernachlässigbar - D) Nach der Einnahme von Medikamenten ist jedes Fliegen verboten **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Auch verschreibungsfreie Medikamente (Aspirin, Antihistaminika, Dekongestiva) können Nebenwirkungen haben, die die Flugtauglichkeit beeinflussen: Schläfrigkeit, vermindertes Reaktionsvermögen, verschwommenes Sehen. Es sollte stets ein Arzt konsultiert werden. ### BAZL 401 Q18 - Welche Sinnestäuschung kann eine lineare Beschleunigung im Horizontalflug bei Verlust visueller Referenzen erzeugen? ^bazl_401_18 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_18) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_18)* - A) Das Gefühl zu steigen - B) Das Gefühl zu sinken - C) Das Gefühl, sich in einer Linkskurve zu befinden - D) Das Gefühl, sich in einer Rechtskurve zu befinden **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Eine lineare Vorwärtsbeschleunigung im Horizontalflug wird vom Gleichgewichtsorgan als Steigen interpretiert und erzeugt die somatogravische Illusion. Die Otolithen können nicht zwischen Schwerkraft- und linearen Beschleunigungsvektoren unterscheiden. ### BAZL 401 Q19 - Wie lange braucht das menschliche Auge, um sich vollständig an die Dunkelheit zu gewöhnen? ^bazl_401_19 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_19) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_19)* - A) Ca. 10 Sekunden - B) Ca. 1 Sekunde - C) Ca. 30 Minuten - D) Ca. 10 Minuten **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Das menschliche Auge braucht ca. 30 Minuten, um sich vollständig an die Dunkelheit zu gewöhnen (Stäbchen-Adaptation). Das Nachtsehen nutzt die Stäbchen (Netzhautperipherie), die sehr lichtempfindlich sind, aber keine Farben unterscheiden. ### BAZL 401 Q20 - Welche der folgenden Aussagen zur Hyperventilation ist korrekt? ^bazl_401_20 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_401_20) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_401_20)* - A) Hyperventilation ist immer eine Folge von Sauerstoffmangel - B) Hyperventilation führt zu einem Mangel an Kohlenmonoxid (CO) im Blut - C) Hyperventilation kann durch Stress und Angstzustände ausgelöst werden - D) Hyperventilation führt zu einem Überschuss an Kohlendioxid (CO2) im Blut **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Hyperventilation kann durch Stress, Angst oder übermässiges bewusstes Atmen ausgelöst werden. Sie führt zu einem CO2-Mangel (Hypokapnie), nicht zu einem Überschuss. Die Symptome ähneln denen des Sauerstoffmangels. --- ## Serie 3 - BAZL/OFAC Probeprüfung ### BAZL 402 Q1 - Störungen des Gleichgewichtsorgans während einer Kurve können Schwindelgefühle verursachen. Welche Massnahme verhindert sie am besten? ^bazl_402_1 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_1) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_1)* - A) Abwechselnd Kopfbewegungen von links nach rechts während der Kurve ausführen - B) Den Kopf während der Kurve nach Möglichkeit nicht bewegen - C) Während der Kurve in Kurvenrichtung aus dem Fenster schauen - D) Tief und langsam atmen, auf ausreichende Frischluftzufuhr achten **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Um vestibuläre Schwindelgefühle in einer Kurve zu vermeiden, ist die beste Massnahme, den Kopf während der Kurve nicht zu bewegen. Kopfbewegungen erzeugen die Coriolis-Illusion. ### BAZL 402 Q2 - Welche unmittelbare Wirkung hat das Einatmen von Zigarettenrauch bei einem Gewohnheitsraucher? ^bazl_402_2 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_2) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_2)* - A) Erweiterung der Blutgefässe - B) Verlangsamung des Sauerstofftransports im Blut - C) Senkung des Blutdrucks - D) Erhöhung des Kohlendioxidgehalts (CO2) im Blut **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Das Einatmen von Zigarettenrauch verlangsamt den Sauerstofftransport im Blut (CO bindet sich an Hämoglobin). Es erhöht nicht den CO2-Gehalt (der ein zelluläres Abfallprodukt ist). ### BAZL 402 Q3 - Welcher Zusammenhang besteht zwischen Sauerstoffmangel und Sehschärfe? ^bazl_402_3 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_3) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_3)* - A) Sauerstoffmangel hat nur nachts einen negativen Einfluss auf die Sehschärfe - B) Sauerstoffmangel hat keinen Einfluss auf die Sehschärfe - C) Sauerstoffmangel kann die Sehschärfe vermindern - D) Sauerstoffmangel hat nur tagsüber einen negativen Einfluss auf die Sehschärfe **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Sauerstoffmangel kann die Sehschärfe vermindern, insbesondere das Nachtsehen (Stäbchen) und die Kontrastwahrnehmung. Dies beeinträchtigt das Sehen sowohl bei Tag als auch bei Nacht. ### BAZL 402 Q4 - Sauerstoffmangel und Hyperventilation haben teilweise ähnliche Symptome. Welches der folgenden Symptome weist immer auf Sauerstoffmangel hin? ^bazl_402_4 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_4) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_4)* - A) Kribbeln - B) Blaue Lippen und Fingernägel (Zyanose) - C) Sehstörungen - D) Kalt-Warm-Gefühl **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Das einzige Symptom, das immer auf Sauerstoffmangel hinweist (und nicht auf Hyperventilation), ist Zyanose: blaue Lippen und Fingernägel. Dieses objektive physische Zeichen kann nicht durch Hyperventilation verursacht werden. ### BAZL 402 Q5 - Wie hoch ist der Sauerstoffanteil (in %) in der Luft auf ca. 34.000 ft? ^bazl_402_5 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_5) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_5)* - A) 5 % - B) 10 % - C) 42 % - D) 21 % **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Der Sauerstoffanteil in der Atmosphäre bleibt bis in die Stratosphäre bei 21 % auf allen Höhen. Was abnimmt, ist der Sauerstoffpartialdruck, nicht sein Anteil. ### BAZL 402 Q6 - Während eines Sichtflugs verlieren Sie plötzlich alle äusseren Sichtreferenzen. Die räumliche Orientierung allein mit den Hautsinnen und der Tiefensensibilität ist... ^bazl_402_6 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_6) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_6)* - A) unmöglich - B) nur für einige Minuten möglich - C) nur nach ausreichendem Training möglich - D) nur für erfahrene Piloten möglich **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Bei Verlust aller Sichtreferenzen ist räumliche Orientierung allein mit Hautsinnen und Propriozeption unmöglich. Ohne Instrumente verliert ein Pilot im IMC innerhalb von Sekunden die räumliche Orientierung. ### BAZL 402 Q7 - Was ist die wahrscheinlichste und mit Sicherheit gefährlichste Vergiftung, die in einem Kolbenmotor-Flugzeug auftreten kann? ^bazl_402_7 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_7) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_7)* - A) Vergiftung durch kosmische Strahlung bei Hochhöhenflug - B) Ozonvergiftung - C) Kohlenmonoxidvergiftung - D) Vergiftung durch Bleibenzindämpfe **Korrekt: C)** > **Erklärung:** In einem Kolbenmotor-Flugzeug ist die Kohlenmonoxidvergiftung (CO) durch ein defektes Abgassystem die wahrscheinlichste und gefährlichste. CO ist geruchlos, farblos und ohne Detektor nicht feststellbar. ### BAZL 402 Q8 - Welchen Eindruck vermittelt ein korrekter Endanflug auf eine Landebahn mit starkem Anstieg in Landerichtung? ^bazl_402_8 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_8) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_8)* - A) Eindruck eines zu flachen Anflugs - B) Eindruck zu kurz aufzusetzen - C) Eindruck eines zu niedrigen Anflugs - D) Eindruck eines zu hohen Anflugs **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Ein korrekter Anflug auf eine stark ansteigende Landebahn (upslope) vermittelt den Eindruck eines zu hohen Anflugs. Das Gefälle der Landebahn täuscht das Sehsystem. ### BAZL 402 Q9 - Warum sollte man vor einem Hochhöhenflug auf gasbildende Nahrungsmittel verzichten? ^bazl_402_9 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_9) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_9)* - A) Weil gasbildende Nahrungsmittel Bewegungskrankheit begünstigen - B) Weil die Ausdehnung der Gase beim Sinkflug Schmerzen im Verdauungstrakt verursachen kann - C) Weil die Ausdehnung der Gase in grossen Höhen Schmerzen im Verdauungstrakt verursachen kann - D) Weil sich die Gase in grossen Höhen im Blut verflüchtigen und die Dekompressionskrankheit verursachen **Korrekt: C)** > **Erklärung:** In grösser Höhe dehnen sich Gase aus (Boylesches Gesetz). Gasbildende Nahrungsmittel erzeugen Gase, die sich ausdehnen und starke Bauchschmerzen verursachen können. ### BAZL 402 Q10 - Welcher Blutbestandteil transportiert hauptsächlich Sauerstoff? ^bazl_402_10 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_10) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_10)* - A) Das Blutplasma - B) Die roten Blutkörperchen - C) Die weissen Blutkörperchen - D) Die Blutplättchen **Korrekt: B)** > **Erklärung:** Rote Blutkörperchen (Erythrozyten) transportieren hauptsächlich Sauerstoff mittels Hämoglobin. Die anderen Blutbestandteile haben diese Hauptfunktion nicht. ### BAZL 402 Q11 - Welche Täuschung kann bei Verlust der Sichtreferenzen während eines langen koordinierten Kurvenflugs auftreten? ^bazl_402_11 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_11) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_11)* - A) Das Gefühl zu steigen - B) Das Gefühl, stärker geneigt zu sein als tatsächlich - C) Das Gefühl zu sinken - D) Das Gefühl, nicht mehr in einer Kurve zu sein (nicht mehr zu drehen) **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Nach einem langen koordinierten Kurvenflug hat sich das Gleichgewichtsorgan an die Kurve gewöhnt. Wenn der Pilot wieder in Geradeausflug übergeht, hat er das Gefühl, nicht mehr zu drehen (Friedhofspirale-Illusion). ### BAZL 402 Q12 - Ihr Passagier möchte seine Flugangst durch das Trinken eines starken Alkohols kurz vor dem Abflug lindern. Welche Auswirkung ist in grösser Höhe zu erwarten? ^bazl_402_12 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_12) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_12)* - A) Alkohol wird in grösser Höhe schneller abgebaut als am Boden - B) Sauerstoffmangel in grösser Höhe verstärkt die Wirkung des Alkohols - C) In grösser Höhe nimmt die psychische Wirkung des Alkohols ab - D) Alkohol wird in grösser Höhe langsamer abgebaut als am Boden **Korrekt: B)** > **Erklärung:** In grösser Höhe verstärkt Sauerstoffmangel die Wirkung des Alkohols. Reduzierter O2-Partialdruck + erhöhtes CO2 durch Alkohol = Multiplikatoreffekt auf das ZNS. ### BAZL 402 Q13 - Was ist die richtige Technik für das Nachtsehen? ^bazl_402_13 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_13) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_13)* - A) Objekte nicht direkt anschauen, sondern leicht seitwärts blicken - B) Alle Objekte so direkt wie möglich fixieren - C) Entfernte, schwach leuchtende Objekte so direkt wie möglich fixieren - D) Objekte mit schnellen und grossen Augenbewegungen betrachten **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Die korrekte Nachtsehttechnik ist, leicht seitwärts zu blicken (peripheres Sehen / Stäbchen). Das zentrale Sehen (Zapfen) ist im Dunkeln weniger empfindlich. ### BAZL 402 Q14 - Ihr Passagier klagt über Druckausgleichsprobleme im Mittelohr. Wie können Sie ihm helfen? ^bazl_402_14 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_14) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_14)* - A) Den Steigflug unterbrechen, wenn möglich absinken bis die Schmerzen nachlassen, dann mit geringerer Rate steigen - B) Den Sinkflug unterbrechen, wenn möglich aufsteigen bis die Schmerzen nachlassen, dann mit grösserer Rate sinken - C) Den Sinkflug unterbrechen, wenn möglich aufsteigen bis die Schmerzen nachlassen, dann mit geringerer Rate sinken - D) Mit höherer Rate sinken bis die Schmerzen nachlassen, dann weiter mit geringerer Rate sinken **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Bei Mittelohr-Druckproblemen: Sinkflug unterbrechen, wenn möglich aufsteigen bis zum Abklingen der Schmerzen, dann mit geringerer Rate sinken (schrittweise Druckentlastung). ### BAZL 402 Q15 - Welches der folgenden Symptome kann auf Sauerstoffmangel hinweisen? ^bazl_402_15 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_15) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_15)* - A) Verminderter Herzschlag - B) Gelenkschmerzen - C) Lungenschmerzen - D) Konzentrationsschwierigkeiten **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Konzentrationsschwierigkeiten sind ein frühes Symptom des Sauerstoffmangels. Die anderen genannten Symptome (Gelenkschmerzen, Lungenschmerzen, verlangsamter Herzschlag) sind nicht charakteristisch. ### BAZL 402 Q16 - Woher kommt Bewegungskrankheit (Kinetose)? ^bazl_402_16 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_16) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_16)* - A) Von einer Reizung des Gleichgewichtsorgans - B) Von einer Erkrankung des Mittelohrs - C) Von einer starken Verringerung des Luftdrucks - D) Von der Verdampfung von Gasen im Blut **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Bewegungskrankheit entsteht durch eine Reizung des Gleichgewichtsorgans (Innenohr / Vestibulum) infolge von Konflikten zwischen visuellen und vestibulären Informationen. ### BAZL 402 Q17 - Was sind die Nebenwirkungen von Medikamenten gegen Bewegungskrankheit? ^bazl_402_17 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_17) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_17)* - A) Allgemeine Schwäche und Appetitlosigkeit - B) Überaktivität und Risikobereitschaft - C) Erschöpfungszustand und Depressionen - D) Schläfrigkeit und verlangsamtes Reaktionsvermögen **Korrekt: D)** > **Erklärung:** Medikamente gegen Bewegungskrankheit (Antihistaminika, Scopolamin) haben oft Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit und verlangsamtes Reaktionsvermögen. Dies macht sie gefährlich für das Fliegen. ### BAZL 402 Q18 - Was ist massgebend für das Auftreten von lärmbedingtem Hörverlust? ^bazl_402_18 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_18) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_18)* - A) Das plötzliche Auftreten eines Geräusches - B) Nur die Dauer der Geräuschbelastung - C) Die Dauer und die Intensität eines Geräusches - D) Nur die Intensität eines Geräusches **Korrekt: C)** > **Erklärung:** Lärmbedingter Hörverlust hängt sowohl von der Dauer ALS AUCH von der Intensität des Lärms ab. Die Lärmdosis (dB x Zeit) ist massgebend. ### BAZL 402 Q19 - Zunehmende und anhaltende positive g-Lasten können Symptome verursachen, die in folgender Reihenfolge auftreten: ^bazl_402_19 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_19) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_19)* - A) Verlust des Farbsehens, Verminderung des peripheren Sehens, vollständiger Sehverlust, Bewusstseinsverlust - B) Rotsicht, Verminderung des peripheren Sehens, vollständiger Sehverlust, Bewusstseinsverlust - C) Verlust des Farbsehens, Verminderung des peripheren Sehens, Rotsicht, Bewusstseinsverlust - D) Verlust des Farbsehens, Verminderung des peripheren Sehens, Rotsicht, Bewusstseinsverlust **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Reihenfolge der Symptome bei zunehmenden positiven g-Kräften: 1) Verlust des Farbsehens (Grey-out), 2) Verminderung des peripheren Sehens, 3) vollständiger Sehverlust (Blackout), 4) Bewusstseinsverlust (G-LOC). ### BAZL 402 Q20 - Ab welcher Höhe beginnt der Körper eines gesunden Menschen, Sauerstoffmangel durch eine Beschleunigung der Atemfrequenz zu kompensieren? ^bazl_402_20 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/40%20-%20Human%20Performance.md#^bazl_402_20) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/40%20-%20Performances%20humaines.md#^bazl_402_20)* - A) Ca. 6.000-7.000 ft - B) Ca. 3.000-4.000 ft - C) Ca. 10.000-12.000 ft - D) Ab 12.000 ft **Korrekt: A)** > **Erklärung:** Der Körper beginnt, Sauerstoffmangel durch Beschleunigung der Atemfrequenz ab ca. 6.000-7.000 ft zu kompensieren. Unterhalb dieser Höhe ist eine Kompensation nicht notwendig.