# Luftrecht > Quelle: QuizVDS.it (EASA ECQB-SPL) | 50 Fragen | Übersetzt ins Deutsche > Freie Übung: https://quizvds.it/en-en/quiz/spl-en --- ### Q1: Der Inhaber eines SPL- oder LAPL(S)-Scheins hat in den letzten 24 Monaten insgesamt 9 Windenstarts, 4 Flugzeugschleppstarts und 2 Gummiseilstarts durchgeführt. Welche Startarten darf der Pilot heute als verantwortlicher Pilot (PIC) durchführen? ^q1 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q1)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q1)* - A) Winden- und Gummiseilstart. - B) Winden-, Gummiseil- und Flugzeugschleppstart. - C) Winden- und Flugzeugschleppstart. - D) Flugzeugschlepp- und Gummiseilstart. **Richtig: A)** > **Erklärung:** Gemäss Part-SFCL (SFCL.010 und SFCL.160) muss ein Pilot innerhalb der letzten 24 Monate mindestens 5 Starts mit einer bestimmten Startmethode durchgeführt haben, um diese als PIC anwenden zu dürfen. Der Pilot hat 9 Windenstarts (qualifiziert) und 2 Gummiseilstarts (qualifiziert, Mindestzahl erreicht), aber nur 4 Flugzeugschleppstarts - das liegt unter der erforderlichen Anzahl von 5. Daher ist der Flugzeugschlepp ohne zusätzliches Training oder einen Kontrollflug mit einem Fluglehrer nicht zulässig. ### Q2: Welche der folgenden Dokumente müssen für einen internationalen Flug an Bord mitgeführt werden? a) Luftfahrzeug-Eintragungsschein b) Lufttüchtigkeitszeugnis c) Lufttüchtigkeitsprüfzeugnis (ARC) d) EASA Form-1 e) Bordbuch f) Entsprechende Papiere für jedes Besatzungsmitglied g) Technisches Bordbuch ^q2 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q2)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q2)* - A) b, c, d, e, f, g - B) a, b, c, e, f - C) d, f, g - D) a, b, e, g **Richtig: A)** > **Erklärung:** Gemäss ICAO Annex 6 und EU-Verordnung 965/2012 sind für internationale Flüge erforderlich: Lufttüchtigkeitszeugnis (b), Lufttüchtigkeitsprüfzeugnis/ARC (c), EASA Form-1 oder gleichwertiges Freigabedokument (d), Bordbuch/Reisebordbuch (e), Lizenzen und Tauglichkeitszeugnisse für jedes Besatzungsmitglied (f) sowie das technische Bordbuch/Instandhaltungsbordbuch (g). Der Luftfahrzeug-Eintragungsschein (a) ist nach ICAO Annex 7 ebenfalls technisch erforderlich, aber die Antwort b, c, d, e, f, g (Option A) entspricht der in diesem Prüfungskontext getesteten EASA-Aufzählung. ### Q3: Welches Gebiet darf unter bestimmten Auflagen durchflogen werden? ^q3 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q3)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q3)* - A) Flugverbotszone - B) Beschränktes Gebiet - C) Gesperrtes Gebiet - D) Gefahrengebiet **Richtig: B)** > **Erklärung:** Ein beschränktes Gebiet (auf Karten mit "R" gekennzeichnet) darf unter bestimmten, im AIP veröffentlichten Bedingungen beflogen werden, z.B. nach vorheriger Genehmigung durch die zuständige Behörde oder ATC-Einheit. Ein gesperrtes Gebiet ("P") darf unter keinen Umständen beflogen werden - der Einflug ist absolut verboten. Ein Gefahrengebiet ("D") enthält Gefahren für den Flugbetrieb, unterliegt aber keiner Einflugbeschränkung; Piloten werden gewarnt, dürfen aber auf eigenes Risiko einflogen. "Flugverbotszone" ist keine standardisierte ICAO-Luftraumklassifizierung gemäss Annex 11. ### Q4: Wo kann die Art der Einschränkung für einen eingeschränkten Luftraum gefunden werden? ^q4 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q4)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q4)* - A) AIC - B) ICAO-Karte 1:500.000 - C) AIP - D) NOTAM **Richtig: C)** > **Erklärung:** Das Luftfahrthandbuch (AIP) ist das primäre offizielle Dokument mit detaillierten und dauerhaften Informationen über die Luftraumstruktur, einschliesslich der Bedingungen, Aktivitätszeiten und Kontaktdaten der zuständigen Stellen für beschränkte Gebiete (Abschnitt ENR). NOTAMs können zwar vorübergehende Änderungen ankündigen und ICAO-Karten zeigen Grenzen grafisch, aber die massgebliche Definition und die Einschränkungen sind im AIP zu finden. AICs (Luftfahrtinformationsrundschreiben) enthalten Beratungs- oder Verwaltungsinformationen, keine regulatorischen Luftraumdetails. ### Q5: Welchen Status haben die von EASA erstellten Regeln und Verfahren? (z.B. Part-SFCL, Part-MED) ^q5 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q5)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q5)* - A) Sie sind rechtlich nicht bindend, sie dienen nur als Leitfaden. - B) Nur nach Ratifizierung durch einzelne EU-Mitgliedstaaten sind sie rechtlich bindend. - C) Sie sind Teil der EU-Verordnung und für alle EU-Mitgliedstaaten rechtlich bindend. - D) Sie haben denselben Status wie ICAO-Anhänge. **Richtig: C)** > **Erklärung:** EASA-Verordnungen wie Part-SFCL (Durchführungsverordnung (EU) 2018/1976) und Part-MED werden als EU-Durchführungsverordnungen oder delegierte Verordnungen unter der Basisverordnung (EU) 2018/1139 veröffentlicht. EU-Verordnungen sind in allen Mitgliedstaaten unmittelbar anwendbares Recht, ohne dass eine nationale Ratifizierung erforderlich ist - sie sind in ihrer Gesamtheit verbindlich. ICAO-Anhänge hingegen sind Standards und empfohlene Verfahren (SARPs), die eine nationale Umsetzung erfordern und es Staaten erlauben, Unterschiede einzutragen; sie haben keine direkte Gesetzeskraft. ### Q6: Welche Gültigkeitsdauer hat das "Lufttüchtigkeitszeugnis"? ^q6 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q6)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q6)* - A) Unbegrenzt - B) 12 Jahre - C) 6 Monate - D) 12 Monate **Richtig: A)** > **Erklärung:** Das Lufttüchtigkeitszeugnis selbst hat eine unbegrenzte Gültigkeitsdauer - einmal ausgestellt, bleibt es gültig, solange das Luftfahrzeug die Anforderungen seines Musterzulassungsdesigns erfüllt und ordnungsgemäss instand gehalten wird. Was regelmässig erneuert wird (in der Regel jährlich) ist das Lufttüchtigkeitsprüfzeugnis (ARC), das bestätigt, dass die fortlaufende Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit des Luftfahrzeugs überprüft wurde. Die Verwechslung von Lufttüchtigkeitszeugnis und ARC ist eine häufige Prüfungsfalle. ### Q7: Was bedeutet die Abkürzung "ARC"? ^q7 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q7)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q7)* - A) Airworthiness Recurring Control - B) Airspace Rulemaking Committee - C) Airworthiness Review Certificate - D) Airspace Restriction Criteria **Richtig: C)** > **Erklärung:** ARC steht für Airworthiness Review Certificate (Lufttüchtigkeitsprüfzeugnis), wie in der EU-Verordnung 1321/2014 (Part-M) definiert. Es wird nach einer regelmässigen Lufttüchtigkeitsprüfung (in der Regel jährlich) ausgestellt, die bestätigt, dass die Dokumentation zur Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit und der Zustand des Luftfahrzeugs in Ordnung sind. Es begleitet das Lufttüchtigkeitszeugnis und muss aktuell sein, damit das Luftfahrzeug legal geflogen werden darf. Die anderen Optionen sind erfundene Begriffe, die weder in der EASA- noch in der ICAO-Luftfahrtgesetzgebung verwendet werden. ### Q8: Das "Lufttüchtigkeitszeugnis" wird vom Staat ausgestellt... ^q8 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q8)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q8)* - A) Des Wohnsitzes des Eigentümers. - B) In dem das Luftfahrzeug eingetragen ist. - C) In dem die Lufttüchtigkeitsprüfung durchgeführt wird. - D) In dem das Luftfahrzeug gebaut wurde. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Gemäss ICAO Annex 8 (Lufttüchtigkeit von Luftfahrzeugen) und Annex 7 (Nationalitäts- und Eintragungszeichen) wird das Lufttüchtigkeitszeugnis vom Eintragungsstaat ausgestellt - dem Land, in dem das Luftfahrzeug eingetragen ist. Der Eintragungsstaat ist dafür verantwortlich, dass das Luftfahrzeug die geltenden Lufttüchtigkeitsanforderungen erfüllt. Dies ist unabhängig vom Wohnsitz des Eigentümers, dem Herstellungsort oder dem Ort der Instandhaltung. ### Q9: Eine gemäss ICAO Annex 1 ausgestellte Pilotenlizenz ist gültig in... ^q9 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q9)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q9)* - A) Jenen Ländern, die diese Lizenz auf Antrag anerkannt haben. - B) Dem Land, in dem die Lizenz erworben wurde. - C) Allen ICAO-Vertragsstaaten. - D) Dem Land, in dem die Lizenz ausgestellt wurde. **Richtig: C)** > **Erklärung:** ICAO Annex 1 (Personalzulassung) legt internationale Normen für Pilotenlizenzierungen fest. Eine Lizenz, die vollständig den Annex-1-Normen entspricht, wird in allen 193 ICAO-Vertragsstaaten ohne Einzelgenehmigung anerkannt und ist gültig. Diese gegenseitige Anerkennung ist ein Grundpfeiler der internationalen Zivilluftfahrt - sie ermöglicht es Piloten, nahtlos über Grenzen hinweg zu operieren. Die Optionen B und D beschreiben dasselbe Konzept (Ausstellungsland) und sind zu restriktiv; Option A impliziert fälschlicherweise, dass eine fallweise Zustimmung erforderlich ist. ### Q10: Was ist der Gegenstand von ICAO Annex 1? ^q10 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q10)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q10)* - A) Lizenzierung von Flugbesatzungen - B) Flugverkehrsdienste - C) Luftverkehrsregeln - D) Betrieb von Luftfahrzeugen **Richtig: A)** > **Erklärung:** ICAO Annex 1 behandelt die Personalzulassung, einschliesslich Normen für Lizenzen für Flugbesatzungen (PPL, CPL, ATPL), Berechtigungen, Tauglichkeitszeugnisse und Qualifikationen von Fluglehrern. Annex 2 behandelt die Luftverkehrsregeln, Annex 11 die Flugverkehrsdienste und Annex 6 den Betrieb von Luftfahrzeugen. Die Kenntnis der ICAO-Anhänge nach Nummer und Thema ist eine Standardanforderung bei Luftrechtprüfungen. ### Q11: Die Gültigkeitsdauer eines Tauglichkeitszeugnisses der Klasse 2 für einen 62-jährigen Piloten beträgt... ^q11 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q11)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q11)* - A) 12 Monate. - B) 48 Monate. - C) 24 Monate. - D) 60 Monate. **Richtig: A)** > **Erklärung:** Gemäss Part-MED (Durchführungsverordnung (EU) 1178/2011) ist ein Tauglichkeitszeugnis der Klasse 2 für Piloten ab 40 Jahren 24 Monate gültig - ausser bei Piloten, die Passagiere befördern, wo die Gültigkeit verkürzt wird. Für Piloten ab 50 Jahren (und insbesondere ab 60 Jahren) wird die Gültigkeit jedoch auf 12 Monate reduziert, unabhängig davon. Im Alter von 62 Jahren ist das Tauglichkeitszeugnis der Klasse 2 nur noch 12 Monate gültig. Dies spiegelt die erhöhte medizinische Kontrolle für ältere Piloten wider. ### Q12: Was bedeutet die Abkürzung "SERA"? ^q12 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q12)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q12)* - A) Selective Radar Altimeter - B) Standardised European Rules of the Air - C) Standard European Routes of the Air - D) Specialized Radar Approach **Richtig: B)** > **Erklärung:** SERA steht für Standardised European Rules of the Air (Standardisierte europäische Luftverkehrsregeln), festgelegt durch die Durchführungsverordnung der Kommission (EU) Nr. 923/2012. SERA harmonisiert die Luftverkehrsregeln in allen EU-Mitgliedstaaten, setzt ICAO Annex 2-Bestimmungen auf europäischer Ebene um und fügt EU-spezifische Regeln hinzu. Es deckt Vorflugrechtsregeln, VMC-Minima, Höhenmessereinstellungen, Signale und entsprechende Verfahren ab. Die anderen Optionen sind erfundene Abkürzungen, die in der Luftfahrt nicht verwendet werden. ### Q13: Was bedeutet die Abkürzung "TRA"? ^q13 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q13)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q13)* - A) Transponder Area - B) Temporary Reserved Airspace - C) Terminal Area - D) Temporary Radar Routing Area **Richtig: B)** > **Erklärung:** TRA steht für Temporary Reserved Airspace (vorübergehend reservierter Luftraum) - Luftraum definierter Abmessungen, in dem für einen bestimmten Zeitraum Aktivitäten durchgeführt werden, die eine Reservierung des Luftraums erfordern. TRAs werden für Militärübungen, Kunstflugvorführungen, Fallschirmspringen oder andere vorübergehende Aktivitäten genutzt. Sie werden per NOTAM veröffentlicht und bei Bedarf aktiviert. Sie unterscheiden sich von TSAs (Temporary Segregated Areas) darin, dass TRAs unter bestimmten Bedingungen auch von anderem Verkehr mitgenutzt werden können, wenn sie nicht aktiv sind. ### Q14: Was ist beim Einflug in eine RMZ zu beachten? ^q14 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q14)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q14)* - A) Eine Einflugfreigabe für dieses Gebiet einholen. - B) Den Funk permanent überwachen und wenn möglich Funkkontakt herstellen. - C) Eine Genehmigung von der zuständigen Luftfahrtbehörde einholen. - D) Der Transponder muss auf Mode C eingeschaltet und Squawk 7000 eingestellt sein. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Eine RMZ (Radio Mandatory Zone/Pflichtfunkzone) erfordert, dass alle Luftfahrzeuge ein funktionierendes Funkgerät mitführen und betreiben, die vorgeschriebene Frequenz ständig überwachen und wenn möglich vor dem Einflug zweiseitigen Funkkontakt mit der zuständigen ATC-Einheit herstellen. Eine förmliche ATC-Freigabe (wie in einer CTR) ist nicht erforderlich. Ein Transponder wird durch die RMZ-Bezeichnung allein nicht vorgeschrieben - das ist in einer TMZ erforderlich. Dies ist in SERA.6005 und nationalen AIP-Ergänzungen festgelegt. ### Q15: Was bedeutet eine als "TMZ" gekennzeichnete Zone? ^q15 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q15)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q15)* - A) Transponder Mandatory Zone (Transponder-Pflichtzone) - B) Transportation Management Zone - C) Touring Motorglider Zone - D) Traffic Management Zone **Richtig: A)** > **Erklärung:** TMZ steht für Transponder Mandatory Zone (Transponder-Pflichtzone) - Luftraum, in dem alle Luftfahrzeuge mit einem druckaltitudenmeldenden Transponder (Mode C oder Mode S) ausgestattet sein und diesen betreiben müssen. Dies ermöglicht es ATC und anderen Luftfahrzeugen (über TCAS/FLARM), den Verkehr zu identifizieren und zu trennen. TMZs werden häufig um stark frequentierte Flughäfen oder in komplexen Lufträumen eingerichtet. Segelflugpiloten müssen beachten, dass viele Segelfluggelände und Segelflugregebiete heute mit TMZs überlagert sind, die Transponderpflicht vorschreiben. ### Q16: Ein Flug wird als "Sichtflug" bezeichnet, wenn... ^q16 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q16)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q16)* - A) Die Flugsicht mehr als 5 km beträgt. - B) Der Flug nach Sichtflugregeln durchgeführt wird. - C) Die Flugsicht mehr als 8 km beträgt. - D) Der Flug bei Sichtflugwetterbedingungen (VMC) durchgeführt wird. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Ein "Sichtflug" (VFR-Flug) ist durch die Regeln definiert, nach denen er durchgeführt wird - nämlich die Sichtflugregeln (VFR) - und nicht einfach durch die herrschende Sichtweite. Ein Flug ist VFR, wenn der Pilot nach äusseren Sichtbezügen navigiert und die VFR-Trennungsminima und -verfahren einhält. VMC (Sichtflugwetterbedingungen) beschreibt die Wetterminima, die für VFR-Flüge erforderlich sind; aber ein Flug kann bei VMC stattfinden und trotzdem nach IFR durchgeführt werden. Die Unterscheidung zwischen dem Regelwerk und den Bedingungen ist wichtig. ### Q17: Was bedeutet die Abkürzung "VMC"? ^q17 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q17)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q17)* - A) Variable meteorologische Bedingungen - B) Sichtflugwetterbedingungen (Visual Meteorological Conditions) - C) Instrumentenflugbedingungen - D) Sichtflugregeln **Richtig: B)** > **Erklärung:** VMC steht für Visual Meteorological Conditions (Sichtflugwetterbedingungen) - die in SERA.5001 definierten spezifischen Wetterminima bezüglich Sichtweite und Wolkenabstand, die für die Durchführung von VFR-Flügen erfüllt sein müssen. Wenn die Bedingungen unter den VMC-Minima liegen, herrschen IMC (Instrument Meteorological Conditions/Instrumentenflugwetterbedingungen) und VFR-Flüge sind nicht zulässig, es sei denn, eine Sonder-VFR-Freigabe wird erteilt. VMC-Minima variieren je nach Luftraumklasse und Höhenband. ### Q18: Zwei motorgetriebene Luftfahrzeuge fliegen auf sich kreuzenden Kursen in gleicher Höhe. Welches muss ausweichen? ^q18 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q18)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q18)* - A) Beide müssen nach links ausweichen. - B) Das leichtere muss steigen. - C) Das schwerere muss steigen. - D) Beide müssen nach rechts ausweichen. **Richtig: D)** > **Erklärung:** Gemäss SERA.3210 muss bei zwei sich auf konvergierenden Kursen in etwa gleicher Höhe befindlichen Luftfahrzeugen jedes nach rechts ausweichen. Dadurch entsteht eine Situation, in der beide Luftfahrzeuge hintereinander vorbeiziehen und eine Kollision vermeiden. Das Gewicht ist für die Vorflugrechtsregeln in Kreuzungssituationen irrelevant. Die "Rechts-ausweichen"-Regel gilt für konvergierende (nicht entgegenkommende) Situationen; bei einem direkten Gegenflug weichen beide Luftfahrzeuge ebenfalls nach rechts aus (SERA.3210(c)). ### Q19: Zwei Flugzeuge fliegen auf sich kreuzenden Kursen. Welches muss ausweichen? ^q19 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q19)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q19)* - A) Beide müssen nach links ausweichen. - B) Das Luftfahrzeug, das von links nach rechts fliegt, hat Vorflugrecht. - C) Beide müssen nach rechts ausweichen. - D) Das Luftfahrzeug, das von rechts nach links fliegt, hat Vorflugrecht. **Richtig: D)** > **Erklärung:** Gemäss SERA.3210(b) muss bei zwei sich in etwa gleicher Höhe konvergierenden Luftfahrzeugen das Luftfahrzeug, das das andere auf seiner rechten Seite hat, ausweichen. Das bedeutet, dass das von rechts kommende Luftfahrzeug Vorflugrecht hat (d.h. es fliegt relativ zum anderen von rechts nach links). Das Luftfahrzeug, das das andere auf seiner rechten Seite sieht, muss seinen Kurs ändern - in der Regel nach rechts - um eine Kollision zu vermeiden. Dies ist die "Vorflugrecht"-Regel, analog zu den Seefahrtregeln. ### Q20: Welche Abstände zu Wolken müssen bei einem VFR-Flug in den Lufträumen C, D und E eingehalten werden? ^q20 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q20)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q20)* - A) 1500 m horizontal, 1000 ft vertikal - B) 1000 m horizontal, 1500 ft vertikal - C) 1000 m horizontal, 300 m vertikal - D) 1500 m horizontal, 1000 m vertikal **Richtig: A)** > **Erklärung:** Gemäss SERA.5001 müssen VFR-Flüge in den Luftraumklassen C, D und E einen horizontalen Abstand von 1500 m zu Wolken und einen vertikalen Abstand von 1000 ft (ca. 300 m) zu Wolken einhalten. Der wichtigste Unterschied ist, dass das horizontale Minimum in Metern (1500 m) und das vertikale Minimum in Fuss (1000 ft) angegeben wird - das Mischen von Einheiten ist ein häufiger Fehler. Diese Minima gelten oberhalb von 3000 ft AMSL oder oberhalb von 1000 ft AGL, je nachdem, welcher Wert grösser ist. ### Q21: Was ist die Mindestflugsicht im Luftraum "E" für ein Luftfahrzeug, das VFR auf FL75 fliegt? ^q21 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q21)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q21)* - A) 8000 m - B) 1500 m - C) 3000 m - D) 5000 m **Richtig: D)** > **Erklärung:** Gemäss SERA.5001 beträgt die Mindestflugsicht für VFR im Luftraum E bei und über 3000 ft AMSL (oder über 1000 ft AGL) und unterhalb FL100 5000 m (5 km). FL75 entspricht etwa 7500 ft, was über 3000 ft AMSL, aber unter FL100 liegt, daher gilt die 5000-m-Regel. Das 8000-m-Minimum gilt bei und über FL100. Das 1500-m-Minimum gilt nur bei oder unter 3000 ft AMSL/1000 ft AGL in den Lufträumen F und G. ### Q22: Was ist die Mindestflugsicht im Luftraum "C" für ein Luftfahrzeug, das VFR auf FL110 fliegt? ^q22 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q22)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q22)* - A) 1500 m - B) 3000 m - C) 8000 m - D) 5000 m **Richtig: C)** > **Erklärung:** Gemäss SERA.5001 beträgt die Mindestflugsicht für VFR-Flüge bei und über FL100 in allen kontrollierten Luftraumklassen (einschliesslich Klasse C) 8000 m (8 km). Dieses höhere Minimum ist in grossen Höhen erforderlich, da die Flugzeuggeschwindigkeiten in der Regel grösser sind, was die Reaktionszeit verkürzt, und die erhöhte Höhe die Aufrechterhaltung der Sichttrennung vom IFR-Verkehr erschwert. FL110 liegt über FL100, daher gilt das 8000-m-Minimum. ### Q23: Was ist die Mindestflugsicht im Luftraum "C" für ein Luftfahrzeug, das VFR auf FL125 fliegt? ^q23 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q23)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q23)* - A) 8000 m - B) 1500 m - C) 5000 m - D) 3000 m **Richtig: A)** > **Erklärung:** FL125 liegt über FL100, daher gilt die SERA.5001-Regel für VFR in grösser Höhe: Mindestflugsicht von 8000 m in allen kontrollierten Luftraumklassen einschliesslich Klasse C. Dies ist derselbe Schwellenwert wie bei Q22 - sowohl FL110 als auch FL125 liegen über FL100, daher erfordern beide 8000 m. Das 5000-m-Minimum gilt unterhalb FL100 in den meisten kontrollierten Lufträumen, und die 3000-m/1500-m-Minima gelten nur in niedrigeren unkontrollierten Lufträumen. ### Q24: Was sind die Mindestabstände zu Wolken für einen VFR-Flug im Luftraum "B"? ^q24 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q24)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q24)* - A) Horizontal 1500 m, vertikal 300 m - B) Horizontal 1500 m, vertikal 1000 m - C) Horizontal 1000 m, vertikal 300 m - D) Horizontal 1000 m, vertikal 1500 ft **Richtig: A)** > **Erklärung:** Im Luftraum B (und auch A) sind VFR-Flüge generell nicht zulässig, es sei denn, sie sind ausdrücklich genehmigt. Wo VFR in Klasse B jedoch zulässig ist, betragen die Wolkenabstandsminima gemäss SERA.5001 1500 m horizontal und 300 m (ca. 1000 ft) vertikal. Zu beachten ist, dass Option A "300 m" vertikal in der Metereinheit angibt, während Option B "1000 m" vertikal angibt - das korrekte vertikale Minimum beträgt 300 m (nicht 1000 m). Das vertikale Minimum von "1000 ft" entspricht etwa 300 m. ### Q25: Was ist die Mindestflugsicht im Luftraum "C" unterhalb FL100 für ein Luftfahrzeug, das VFR fliegt? ^q25 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q25)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q25)* - A) 1,5 km - B) 8 km - C) 5 km - D) 10 km **Richtig: C)** > **Erklärung:** Gemäss SERA.5001 beträgt die Mindest-VFR-Flugsicht im Luftraum C unterhalb FL100 (und über 3000 ft AMSL oder 1000 ft AGL) 5 km (5000 m). Das 8-km-Minimum gilt nur bei und über FL100. Das 1,5-km-Minimum gilt in unkontrollierten Lufträumen in niedrigen Höhen. Segelflugpiloten, die in Klasse C unterhalb FL100 operieren - zum Beispiel beim Queren einer Luftstrasse - müssen mindestens 5 km Sichtweite sicherstellen. ### Q26: Was ist die Mindestflugsicht im Luftraum "C" bei und über FL100 für ein Luftfahrzeug, das VFR fliegt? ^q26 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q26)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q26)* - A) 1,5 km - B) 10 km - C) 5 km - D) 8 km **Richtig: D)** > **Erklärung:** Gemäss SERA.5001 erfordert VFR-Flug bei und über FL100 im kontrollierten Luftraum (einschliesslich Klasse C) eine Mindestflugsicht von 8 km. Diese höhere Anforderung spiegelt die höheren Geschwindigkeiten und die eingeschränkten Ausweichmöglichkeiten in grossen Höhen wider. Die 10-km-Option ist kein ICAO/SERA-VMC-Standardminimum. Die zu merkende Abfolge: niedriger unkontrollierter Luftraum = 1,5 km, kontrolliert unterhalb FL100 = 5 km, bei und über FL100 = 8 km. ### Q27: Der Begriff "Wolkenuntergrenze" (Ceiling) ist definiert als die... ^q27 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q27)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q27)* - A) Höhe der Untergrenze der höchsten Wolkenschicht, die mehr als die Hälfte des Himmels unterhalb von 20.000 ft bedeckt. - B) Höhe der Untergrenze der tiefsten Wolkenschicht, die mehr als die Hälfte des Himmels unterhalb von 10.000 ft bedeckt. - C) Höhe der Untergrenze der tiefsten Wolkenschicht, die mehr als die Hälfte des Himmels unterhalb von 20.000 ft bedeckt. - D) Meereshöhe der Untergrenze der tiefsten Wolkenschicht, die mehr als die Hälfte des Himmels unterhalb von 20.000 ft bedeckt. **Richtig: C)** > **Erklärung:** "Wolkenuntergrenze" (Ceiling) ist definiert als die Höhe (nicht Meereshöhe) der Untergrenze der tiefsten Wolkenschicht, die mehr als die Hälfte des Himmels bedeckt (d.h. mehr als 4 Achtel - BKN oder OVC) unterhalb von 20.000 ft. Option A ist falsch, weil sie sich auf die "höchste" Schicht bezieht (es muss die tiefste sein). Option B ist falsch, weil der Schwellenwert 20.000 ft, nicht 10.000 ft beträgt. Option D ist falsch, weil die Wolkenuntergrenze als Höhe (über Grund) und nicht als Meereshöhe ausgedrückt wird. Diese Definition stammt aus ICAO Annex 2 und SERA. ### Q28: Bei der Abfangjagd durch ein Militärflugzeug am Tag: Was bedeutet folgendes Signal? Ein plötzlicher Kurswechsel von 90 Grad oder mehr und ein Steigflug des Flugzeugs, ohne den Kurs des abgefangenen Luftfahrzeugs zu kreuzen? ^q28 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q28)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q28)* - A) Folgen Sie mir, ich bringe Sie zum nächsten geeigneten Flugplatz. - B) Sie können Ihren Flug fortsetzen. - C) Bereiten Sie sich auf eine Notlandung vor, Sie haben ein gesperrtes Gebiet betreten. - D) Sie betreten ein beschränktes Gebiet, verlassen Sie den Luftraum sofort. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Gemäss ICAO Annex 2, Anhang 1, Abschnitt 2 bedeutet, wenn ein abfangendes Luftfahrzeug ein abruptes Ausweichmanöver von 90 Grad oder mehr durchführt und wegsteigt ohne den Kurs des abgefangenen Luftfahrzeugs zu kreuzen, dieses Signal "Sie können weiterflogen" - der Abfangvorgang ist abgeschlossen und das abgefangene Luftfahrzeug ist freigegeben, seinen Flug fortzusetzen. Dies ist das Standard-Freigabesignal. Das "Folgen Sie mir"-Signal beinhaltet, dass das Abfangflugzeug die Flügel wiegt und auf ein Ziel zufliegt. Piloten müssen alle ICAO-Abfangsignale als Teil des Luftrechts studieren. ### Q29: Bei einem Flug auf FL80 muss die Höhenmessereinstellung... ^q29 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q29)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q29)* - A) Lokaler QFE-Wert sein. - B) Lokaler QNH-Wert sein. - C) 1030,25 hPa betragen. - D) 1013,25 hPa betragen. **Richtig: D)** > **Erklärung:** Flugflächen (FL) sind relativ zum Standardatmosphärendruck von 1013,25 hPa (der Einstellung der Internationalen Standardatmosphäre, auch QNE oder Standardeinstellung genannt) definiert. Beim Fliegen auf oder über der Übergangshöhe (die je nach Land variiert, aber in der Regel zwischen 3000 ft und 18.000 ft liegt) stellen Piloten ihren Höhenmesser auf 1013,25 hPa ein und lesen Flugflächen ab. QNH gibt die Meereshöhe an, QFE gibt die Höhe über einem bestimmten Flugplatz an - beides wird bei der Angabe von Flugflächen nicht verwendet. ### Q30: Was ist der Zweck der Halbkreisregel? ^q30 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q30)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q30)* - A) Ohne eingereichtem Flugplan in vorgeschriebenen, im AIP veröffentlichten Zonen zu fliegen. - B) Kollisionen durch Aussetzen von Kurvenmanövern zu vermeiden. - C) Kollisionen durch Verringerung der Wahrscheinlichkeit von Gegenverkehr auf gleicher Höhe zu vermeiden. - D) Sicheres Steigen oder Sinken im Warteschleifenflug zu ermöglichen. **Richtig: C)** > **Erklärung:** Die Halbkreis-Reiseflugflächenregel (SERA.5015) weist bestimmten magnetischen Kursen bestimmte Höhenbänder zu - Ostflüge verwenden ungerade Tausend-Fuss-Werte, Westflüge gerade Tausend-Fuss-Werte. Durch die Trennung von in entgegengesetzten Richtungen fliegenden Luftfahrzeugen auf verschiedene Höhenniveaus wird die Wahrscheinlichkeit einer Frontalzusammenstösse in gleicher Höhe stark verringert. Dies ist ein passives Trennungsmittel, das keine ATC-Beteiligung erfordert und hauptsächlich für den Reiseflug über der Übergangshöhe gilt. ### Q31: Ein Transponder mit der Fähigkeit, die aktuelle Druckhöhe zu übermitteln, ist ein... ^q31 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q31)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q31)* - A) Für den Luftraum "B" zugelassener Transponder. - B) Mode C- oder S-Transponder. - C) Druckdecoder. - D) Mode A-Transponder. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Mode A-Transponder übermitteln nur einen 4-stelligen Identifikationscode (Squawk). Mode C-Transponder fügen die Druckhöhenmeldung hinzu - sie codieren und übermitteln die Druckhöhe von einem codierenden Höhenmesser, sodass das Sekundärradar der ATC-Stelle sowohl Identität als auch Höhe anzeigen kann. Mode S bietet alle Mode C-Funktionen plus selektive Abfragung, Luftfahrzeugidentifikation (Rufzeichen) und Datenkommunikationsfähigkeiten. Mode A allein kann keine Höhe melden, daher sind die Optionen A und D falsch. "Druckdecoder" ist kein Luftfahrtfachbegriff. ### Q32: Welcher Transponderkode signalisiert den Ausfall der Funkverbindung? ^q32 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q32)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q32)* - A) 2000 - B) 7600 - C) 7000 - D) 7700 **Richtig: B)** > **Erklärung:** Die Standard-Notfalltransponderkodes sind: 7700 = allgemeiner Notfall, 7600 = Funkausfall (Kommunikationsausfall), 7500 = widerrechtliche Einwirkung (Entführung). Code 7000 ist der VFR-Sichtbarkeitskode, der in vielen europäischen Ländern verwendet wird, wenn kein spezifischer ATC-Code zugewiesen wurde. Code 2000 wird beim Einflug in kontrollierten Luftraum aus unkontrolliertem Luftraum ohne vorher zugewiesenen Code verwendet. Bei einem Funkausfall informiert das Squawken von 7600 die ATC sofort über das Kommunikationsproblem. ### Q33: Welcher Transponderkode ist bei einem Funkausfall ohne Aufforderung einzustellen? ^q33 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q33)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q33)* - A) 7700 - B) 7600 - C) 7500 - D) 7000 **Richtig: B)** > **Erklärung:** Bei einem Funkausfall muss der Pilot sofort 7600 squawken (den internationalen Kode für Funkausfall), ohne auf eine ATC-Anforderung oder -Anweisung zu warten - da eine Kommunikation per Definition unmöglich ist. Code 7700 ist für allgemeine Notfälle, 7500 für widerrechtliche Einwirkung, und 7000 ist der allgemeine VFR-Code. Das proaktive Einstellen von 7600 informiert die ATC über die Situation und löst die im nationalen AIP und ICAO Annex 11 definierten Kommunikationsverlustverfahren aus. ### Q34: Welcher Transponderkode ist ohne Aufforderung bei einem Notfall einzustellen? ^q34 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q34)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q34)* - A) 7500 - B) 7700 - C) 7000 - D) 7600 **Richtig: B)** > **Erklärung:** Bei jedem allgemeinen Notfall (Triebwerksausfall, Brand, medizinischer Notfall, schwerer Strukturschaden usw.) muss der Pilot sofort und ohne auf eine ATC-Anweisung zu warten den Transponderkode 7700 einstellen. Code 7700 löst einen Alarm auf ATC-Radarbildschirmen aus und aktiviert Notfallverfahren. Code 7500 ist ausschliesslich für widerrechtliche Einwirkung (Entführung) - er darf nicht für andere Notfälle verwendet werden. Der Begriff "ohne Aufforderung" betont, dass der Pilot autonom handeln muss, ohne auf Funkkontakt zu warten. ### Q35: Welcher Flugverkehrsdienst ist für die sichere Durchführung von Flügen verantwortlich? ^q35 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q35)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q35)* - A) ATC (Flugverkehrskontrolle) - B) AIS (Luftfahrtinformationsdienst) - C) ALR (Alarmierungsdienst) - D) FIS (Fluginformationsdienst) **Richtig: A)** > **Erklärung:** Die Flugverkehrskontrolle (ATC) ist speziell dafür zuständig, Abstände zwischen Luftfahrzeugen einzuhalten und den sicheren, geordneten und zügigen Ablauf des Flugverkehrs zu gewährleisten, einschliesslich der sicheren Durchführung von Flügen im kontrollierten Luftraum. FIS liefert nützliche Informationen für die sichere und effiziente Durchführung von Flügen, kontrolliert aber keine Luftfahrzeuge. ALR leitet Such- und Rettungsaktionen ein, wenn Luftfahrzeuge überfällig oder in Not sind. AIS veröffentlicht Luftfahrtinformationen, hat aber keine operative Kontrollfunktion. Gemäss ICAO Annex 11 hat ATC die aktive Trennungs- und Sicherheitsfunktion. ### Q36: Welche Dienste führen den Flugverkehrskontrolldienst durch? ^q36 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q36)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q36)* - A) ALR (Alarmierungsdienst), SAR (Such- und Rettungsdienst), TWR (Flugplatzkontrolldienst) - B) FIS (Fluginformationsdienst), AIS (Luftfahrtinformationsdienst), AFS (fester Luftnachrichtendienst) - C) APP (Anflugkontrolldienst), ACC (Bezirkskontrolldienst), FIS (Fluginformationsdienst) - D) TWR (Flugplatzkontrolldienst), APP (Anflugkontrolldienst), ACC (Bezirkskontrolldienst) **Richtig: D)** > **Erklärung:** Gemäss ICAO Annex 11 bestehen die drei Bestandteile des Flugverkehrskontrolldienstes aus: TWR (Flugplatzkontrolle - kontrolliert den Verkehr am und um den Flugplatz), APP (Anflugkontrolle - bearbeitet den abfliegenden und anfliegenden Verkehr im Terminalbereich) und ACC (Bezirkskontrollstelle - bearbeitet den Streckenflugverkehr in Kontrollbezirken/Luftstrassen). FIS ist ein vom ATC getrennter Dienst. ALR und SAR sind Notfalldienste, kein ATC. AIS und AFS sind Informations-/Kommunikationsdienste, keine Kontrolldienste. ### Q37: Welche Antwort ist bezüglich der Staffelung im Luftraum "E" korrekt? ^q37 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q37)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q37)* - A) VFR-Verkehr wird von keinem anderen Verkehr gestaffelt. - B) VFR-Verkehr wird nur vom IFR-Verkehr gestaffelt. - C) VFR-Verkehr wird von VFR- und IFR-Verkehr gestaffelt. - D) IFR-Verkehr wird nur vom VFR-Verkehr gestaffelt. **Richtig: A)** > **Erklärung:** Im Luftraum E erhält IFR-Verkehr Staffelung von anderem IFR-Verkehr, aber VFR-Verkehr wird von gar nichts gestaffelt - weder von anderem VFR-Verkehr noch von IFR-Verkehr. VFR-Flüge in Klasse E erhalten wo möglich Verkehrsinformationen (vom FIS), aber keinen ATC-Staffelungsdienst. Dies ist ein wesentlicher Unterschied für Segelflugpiloten, die häufig in Klasse E operieren: Sie müssen ihre eigene Abstände zu allem Verkehr nach dem Prinzip "Sehen und gesehen werden" selbst einhalten. Klasse E ist die unterste Klasse des kontrollierten Luftraums, in dem IFR zulässig ist. ### Q38: Welche Flugverkehrsdienste können innerhalb einer FIR (Fluginformationsregion) erwartet werden? ^q38 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q38)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q38)* - A) FIS (Fluginformationsdienst), ALR (Alarmierungsdienst) - B) ATC (Flugverkehrskontrolle), FIS (Fluginformationsdienst) - C) ATC (Flugverkehrskontrolle), AIS (Luftfahrtinformationsdienst) - D) AIS (Luftfahrtinformationsdienst), SAR (Such- und Rettungsdienst) **Richtig: A)** > **Erklärung:** Eine Fluginformationsregion (FIR) ist die grundlegende organisatorische Einheit des Luftraums, innerhalb der zwei Dienste erbracht werden: FIS (Fluginformationsdienst) - liefert Piloten Wetter-, NOTAM- und andere relevante Informationen - und ALR (Alarmierungsdienst) - benachrichtigt die zuständigen Stellen, wenn Luftfahrzeuge in Not sind oder überfällig werden. ATC wird nur innerhalb des designierten kontrollierten Luftraums (Kontrollbezirke, Kontrollzonen, Luftstrassen) erbracht, der innerhalb einer FIR bestehen kann, nicht in der gesamten FIR. Gemäss ICAO Annex 11 sind FIS und ALR die universellen FIR-Dienste. ### Q39: Ein Pilot kann den FIS (Fluginformationsdienst) kontaktieren... ^q39 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q39)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q39)* - A) Durch einen persönlichen Besuch. - B) Über Telefon. - C) Über Sprechfunk. - D) Über Internet. **Richtig: C)** > **Erklärung:** FIS (Fluginformationsdienst) ist ein operativer ATC-Dienst, der fliegenden Piloten im Flug zur Verfügung steht. Das primäre und im Wesentlichen einzige operative Mittel zur Kontaktaufnahme mit dem FIS während des Fluges ist der Sprechfunk auf der vorgesehenen FIS-Frequenz. Während Vorflug-Briefinginformationen möglicherweise per Telefon oder online eingeholt werden können, basiert der FIS-Dienst selbst im Flug auf Sprechfunk. Ein persönlicher Besuch ist für einen fliegenden Piloten sinnlos, und Internetkommunikation wird für den Echtzeit-FIS-Kontakt im Flug nicht verwendet. ### Q40: Welche korrekte Formulierung wird bei Wirbelschleppenwarnung verwendet, wenn ein leichtes Luftfahrzeug einem Luftfahrzeug einer höheren Wirbelschleppenkategorie folgt? ^q40 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q40)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q40)* - A) Caution wake turbulence - B) Be careful wake winds - C) Danger jet blast - D) Attention propwash **Richtig: A)** > **Erklärung:** Die standardisierte ICAO-Formulierung für Wirbelschleppenwarnungen lautet "CAUTION WAKE TURBULENCE" - dies ist der vorgeschriebene Ausdruck, den ATC verwendet, wenn es Wirbelschleppenwarnungen an Piloten ausgibt, die nach schwereren Luftfahrzeugen folgen. ICAO Doc 4444 (PANS-ATM) legt standardisierte Sprechfunkformulierungen fest, und nicht standardisierte Ausdrücke wie "wake winds", "jet blast" oder "propwash" sind keine ICAO-genehmigten Begriffe. Standardisierte Sprechfunkformulierungen verringern Mehrdeutigkeiten und sind im EASA-Luftraum obligatorisch. ### Q41: Welche der folgenden Optionen enthält einen korrekten Positionsbericht? ^q41 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q41)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q41)* - A) DEABC reaching "N" - B) DEABC, "N", 2500 ft - C) DEABC over "N" in FL 2500 ft - D) DEABC over "N" at 35 **Richtig: B)** > **Erklärung:** Ein standardmässiger Positionsbericht gemäss ICAO Doc 4444 enthält: Luftfahrzeugrufzeichen, Position (Fix oder Wegpunkt) und Höhe/Flugfläche. Option B (DEABC, "N", 2500 ft) enthält alle drei Elemente prägnant und korrekt. Option A ist unvollständig (keine Höhenangabe). Option C verwendet unsinnige Terminologie ("FL 2500 ft" - Flugflächen und Fuss werden nicht so kombiniert). Option D enthält keine Höhenangabe und verwendet "at 35" ohne Kontext. Korrekte Positionsberichterstattung ist für das Lagebewusstsein der ATC unerlässlich. ### Q42: Welche Informationen sind im allgemeinen Teil (GEN) des AIP enthalten? ^q42 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q42)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q42)* - A) Inhaltsverzeichnis, Klassifizierung der Flugplätze mit entsprechenden Karten, Anflugkarten, Rollkarten, beschränkte und gefährliche Lufträume. - B) Zugangsbeschränkungen für Flugplätze, Passagierkontrollen, Anforderungen für Piloten, Lizenzmuster und Gültigkeitsdauern. - C) Kartensymbole, Verzeichnis der Funknavigationshilfen, Sonnenauf- und -untergangszeiten, Flugplatzgebühren, Flugverkehrskontrollgebühren. - D) Luftfahrtwarnungen, ATS-Lufträume und Routen, beschränkte und gefährliche Lufträume. **Richtig: C)** > **Erklärung:** Das AIP (Luftfahrthandbuch) ist in drei Teile gegliedert: GEN (Allgemeines), ENR (Streckenflug) und AD (Flugplätze). Der GEN-Abschnitt enthält allgemeine Informationen, einschliesslich Kartensymbole, Verzeichnis der Funknavigationshilfen, Sonnenauf- und -untergangszeiten, nationale Vorschriften, Gebühren und administrative Informationen. ENR enthält Streckenfluginfos einschliesslich Lufträume, Luftstrassen und beschränkte Gebiete. AD enthält flugplatzspezifische Informationen einschliesslich Karten, Verfahren und Frequenzen. ### Q43: Welches sind die verschiedenen Teile des Luftfahrthandbuchs (AIP)? ^q43 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q43)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q43)* - A) GEN MET RAC - B) GEN AGA COM - C) GEN COM MET - D) GEN ENR AD **Richtig: D)** > **Erklärung:** Gemäss ICAO Annex 15 (Luftfahrtinformationsdienste) ist das AIP in drei standardisierte Teile unterteilt: GEN (Allgemeines), ENR (Streckenflug) und AD (Flugplätze). GEN enthält allgemeine administrative und regulatorische Informationen; ENR enthält Luftraumstruktur, Routen und Navigationsanlagen; AD enthält Informationen zu einzelnen Flugplätzen. Die anderen Optionen (MET, RAC, AGA, COM) sind Abkürzungen aus älteren ICAO-Dokumentationsstrukturen, die in der modernen AIP-Organisation nicht mehr verwendet werden. ### Q44: Welche Informationen sind im Teil "AD" des AIP enthalten? ^q44 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q44)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q44)* - A) Luftfahrtwarnungen, ATS-Lufträume und Routen, beschränkte und gefährliche Lufträume. - B) Zugangsbeschränkungen für Flugplätze, Passagierkontrollen, Anforderungen für Piloten, Lizenzmuster und Gültigkeitsdauern. - C) Inhaltsverzeichnis, Klassifizierung der Flugplätze mit entsprechenden Karten, Anflugkarten, Rollkarten. - D) Kartensymbole, Verzeichnis der Funknavigationshilfen, Sonnenauf- und -untergangszeiten, Flugplatzgebühren, Flugverkehrskontrollgebühren. **Richtig: C)** > **Erklärung:** Der AD-Teil (Flugplätze) des AIP enthält alle flugplatzspezifischen Informationen: Flugplatzklassifizierung, Pistendaten, Befeuerung, Frequenzen, Bodenabfertigung, Anflug- und Abflugkarten, Rollkarten, Hindernisdaten, Betriebszeiten und besondere Verfahren. Option A beschreibt ENR-Inhalte. Option D beschreibt GEN-Inhalte. Option B enthält eine Mischung von Elementen, die keinem einzelnen AIP-Abschnitt entsprechen. Der AD-Abschnitt ist das, was ein Pilot für die Vorbereitung von Operationen auf einem bestimmten Flugplatz konsultiert. ### Q45: Das gezeigte NOTAM ist gültig bis... A1024/13 A) LOWW B) 1305211200 C) 1305211400 E) STOCKERAU VOR STO 113.00 AUSSER BETRIEB ^q45 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q45)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q45)* - A) 13.10.2013 00:00 UTC. - B) 21.05.2014 13:00 UTC. - C) 21.05.2013 14:00 UTC. - D) 13.05.2013 12:00 UTC. **Richtig: C)** > **Erklärung:** NOTAM-Zeitkodes verwenden das Format JJMMTTHHMM in UTC. Das Feld "C)" in einem NOTAM ist die Endzeit (die "gültig bis"-Zeit). Der Kode 1305211400 wird dekodiert als: Jahr 13 (2013), Monat 05 (Mai), Tag 21, Zeit 1400 UTC - ergibt den 21. Mai 2013 um 14:00 UTC. Das Feld "B)" (1305211200) ist die Startzeit: 21. Mai 2013 um 12:00 UTC. Die NOTAM-Nummer A1024/13 bestätigt, dass es aus dem Jahr 2013 stammt. Die korrekte NOTAM-Dekodierung ist eine grundlegende Luftrechtfähigkeit. ### Q46: Ein Vorflug-Informationsbulletin (PIB) ist eine Zusammenstellung aktueller... ^q46 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q46)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q46)* - A) AIC-Informationen von operativer Bedeutung, die nach dem Flug erstellt werden. - B) AIP-Informationen von operativer Bedeutung, die vor dem Flug erstellt werden. - C) NOTAM-Informationen von operativer Bedeutung, die vor dem Flug erstellt werden. - D) ICAO-Informationen von operativer Bedeutung, die nach dem Flug erstellt werden. **Richtig: C)** > **Erklärung:** Ein PIB (Pre-Flight Information Bulletin/Vorflug-Informationsbulletin) ist eine standardisierte Zusammenfassung aktueller NOTAMs, die für einen geplanten Flug relevant sind, und wird vor dem Abflug erstellt und ausgegeben. Es filtert und präsentiert die NOTAMs, die für die Route, den Abflug- und Zielflugplatz und die Ausweichflugplätze relevant sind. Es basiert auf NOTAM-Daten (nicht auf AIP- oder AIC-Daten) und wird vor dem Flug erstellt (nicht danach). PIBs sind bei AIS-Stellen, Online-Briefing-Systemen und Flugplanungsdiensten erhältlich. Gemäss ICAO Annex 15 ist es ein wichtiges Vorflugplanungsinstrument. ### Q47: Der Begriff "Flugplatzhöhe" ist definiert als... ^q47 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q47)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q47)* - A) Der höchste Punkt des Vorfeldes. - B) Der niedrigste Punkt des Landebereichs. - C) Der höchste Punkt des Landebereichs. - D) Der Durchschnittswert der Höhe des Manövriergeländes. **Richtig: C)** > **Erklärung:** Gemäss ICAO Annex 14 ist die Flugplatzhöhe als die Höhe des höchsten Punktes des Landebereichs definiert. Diese Definition stellt sicher, dass die veröffentlichte Höhe die anspruchsvollste Geländehöhe darstellt, die Luftfahrzeuge beim An- und Abflug von der Landebahn überfliegen müssen. Es ist nicht der Durchschnitt, nicht die Vorfeldhöhe und nicht der tiefste Punkt. Die Flugplatzhöhe wird zur Berechnung von QFE (der Höhenmessereinstellung, die den Höhenmesser auf dem Flugplatz auf null anzeigen lässt) und für Hindernisfreiheitsberechnungen verwendet. ### Q48: Der Begriff "Piste" ist definiert als ein... ^q48 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q48)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q48)* - A) Rundes Gebiet auf einem Flugplatz, das für die Landung und den Start von Luftfahrzeugen vorbereitet ist. - B) Rechteckiges Gebiet auf einem Landflugplatz, das für die Landung und den Start von Hubschraubern vorbereitet ist. - C) Rechteckiges Gebiet auf einem Landflugplatz, das für die Landung und den Start von Luftfahrzeugen vorbereitet ist. - D) Rechteckiges Gebiet auf einem Land- oder Wasserflugplatz, das für die Landung und den Start von Luftfahrzeugen vorbereitet ist. **Richtig: C)** > **Erklärung:** Gemäss ICAO Annex 14 ist eine Piste als ein rechteckiges Gebiet auf einem Landflugplatz definiert, das für die Landung und den Start von Luftfahrzeugen vorbereitet ist. Die wesentlichen Merkmale sind: rechteckig (nicht rund), Landflugplatz (nicht Wasser - Wasserflugplätze haben Landeflächen, keine Pisten) und Luftfahrzeuge allgemein (nicht speziell Hubschrauber, die Hubschrauberdecks oder Hubschrauberlandeplätze verwenden). Option D ist falsch, weil Pisten spezifisch für Landflugplätze sind. Option A ist falsch (Form). Option B ist falsch (spezifiziert nur Hubschrauber). ### Q49: Wie kann ein Windrichtungsanzeiger für bessere Sichtbarkeit markiert werden? ^q49 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q49)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q49)* - A) Der Windrichtungsanzeiger darf auf dem Kontrollturm montiert werden. - B) Der Windrichtungsanzeiger könnte aus grünem Material hergestellt werden. - C) Der Windrichtungsanzeiger könnte von einem weissen Kreis umgeben sein. - D) Der Windrichtungsanzeiger könnte auf einer grossen schwarzen Fläche angebracht werden. **Richtig: C)** > **Erklärung:** Gemäss ICAO Annex 14 sollte ein Windrichtungsanzeiger (Windsack oder Windfähnchen) gut sichtbar sein und kann von einem weissen Kreis umgeben werden, um seine Sichtbarkeit vor dem Flugplatzhintergrund zu verbessern. Dieser weisse Kreis bietet eine kontstreiche Umrahmung, die den Anzeiger aus der Luft leichter erkennbar macht. Die Montage auf dem Kontrollturm (Option A) ist keine standardisierte Sichtbarkeitsverbesserungsmethode. Grüne Materialien (B) verbessern die Sichtbarkeit nicht. Eine schwarze Fläche (D) ist in ICAO Annex 14 nicht als Standardmethode angegeben. ### Q50: Welche Form hat ein Landungsrichtungsanzeiger? ^q50 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^q50)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^q50)* - A) T - B) Ein gerader Pfeil - C) L - D) Ein gewinkelter Pfeil **Richtig: A)** > **Erklärung:** Gemäss ICAO Annex 14 ist der Landungsrichtungsanzeiger T-förmig (allgemein als "Lande-T" oder "Signal-T" bezeichnet). Wenn er ausgelegt ist, zeigt der Querbalken des T die Richtung an, in der gelandet und gestartet werden soll - Luftfahrzeuge landen in Richtung des Querbalkens und starten vom Querbalken weg. Das T ist weiss und sollte aus der Luft gut sichtbar sein. Der L-förmige Anzeiger wird für einen anderen Zweck verwendet (Anzeige eines Rechtsplatzverkehrs). Pfeile sind nicht die ICAO-Standardform für einen Landungsrichtungsanzeiger. --- ## BAZL/OFAC - Serie 1 Fragen ### BAZL Br.10 Q5: Wer ist dafür verantwortlich, dass die erforderlichen Borddokumente mitgeführt werden und die erforderlichen Bordbücher ordnungsgemäss geführt werden? ^bazl_10_5 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_5)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_5)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* - A) Der Eigentümer des Luftfahrzeugs. - B) Der Betreiber des Luftfahrzeugs. - C) Das Lufttransportunternehmen. - D) Der verantwortliche Pilot (PIC). **Richtig: D)** > **Erklärung:** Der verantwortliche Pilot (PIC) ist dafür verantwortlich, dass die erforderlichen Dokumente an Bord sind und ordnungsgemäss geführt werden. Diese Verantwortung liegt beim PIC unabhängig von Eigentümerschaft oder Betrieb des Luftfahrzeugs. ### BAZL Br.10 Q13: Welche Tätigkeiten kann der Bundesrat einer BAZL-Bewilligung unterwerfen? ^bazl_10_13 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_13)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_13)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* - A) Fallschirmabsprünge, Fesselballonaufstiege, öffentliche Flugschauen, Kunstflüge und Kunstflugvorführungen auf Luftfahrzeugen. - B) Nur öffentliche Flugschauen, Kunstflüge und Kunstflugvorführungen auf Luftfahrzeugen. - C) Nur Fallschirmabsprünge und Fesselballonaufstiege. Für Motorflugzeuge ist keine Bewilligung erforderlich. - D) Keine der oben aufgeführten Tätigkeiten benötigt eine BAZL-Bewilligung. **Richtig: A)** > **Erklärung:** Alle diese Sondertätigkeiten - Fallschirmspringen, Fesselballons, Flugschauen, Kunstflüge und Demonstrationen - benötigen eine BAZL-Bewilligung (Bundesamt für Zivilluftfahrt). Der Bundesrat kann all diese Tätigkeiten aus Gründen der öffentlichen Sicherheit einer Vorabgenehmigung unterwerfen. ### BAZL Br.10 Q19: Ist es in der Schweiz verboten, Gegenstände aus einem Luftfahrzeug im Flug zu werfen? ^bazl_10_19 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_19)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_19)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* - A) Ja, es ist strikt verboten. - B) Nein. - C) Ja, vorbehaltlich der vom Bundesrat zu bestimmenden Ausnahmen. - D) Nein, nur das Abwerfen von Werbematerial ist verboten. **Richtig: C)** > **Erklärung:** Nach Schweizer Luftfahrtrecht ist das Abwerfen von Gegenständen aus einem Luftfahrzeug im Flug grundsätzlich verboten, aber der Bundesrat kann Ausnahmen definieren (zum Beispiel: Fallschirmspringen, Notabwürfe, genehmigte landwirtschaftliche Tätigkeiten). Es handelt sich weder um ein absolutes Verbot noch um eine allgemeine Genehmigung. ### BAZL Br.10 Q18: Wo insbesondere ist die Zulassungsgrundlage eines Luftfahrzeugs angegeben? ^bazl_10_18 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_18)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_18)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* - A) Im Anhang zum Lufttüchtigkeitszeugnis. - B) Im Versicherungszeugnis. - C) Im Anhang zum Lärmzeugnis. - D) Im VFR-Handbuch. **Richtig: A)** > **Erklärung:** Die Zulassungsgrundlage (Musterzulassungsdatenblatt) ist im Anhang zum Lufttüchtigkeitszeugnis angegeben. Dieses Dokument definiert die genehmigten Betriebsbedingungen, Masselimits, zugelassenen Flugkategorien und die erforderliche Ausrüstung des Luftfahrzeugs. ### BAZL Br.10 Q11: Ihr Luftfahrzeug, das nicht für den gewerblichen Luftverkehr genutzt wird, muss im Ausland repariert werden. Welche der folgenden Aussagen ist korrekt? ^bazl_10_11 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_11)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_11)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* - A) Die Arbeiten müssen von einer EASA-zertifizierten Instandhaltungsorganisation durchgeführt werden. - B) Die Arbeiten müssen von einer Instandhaltungsorganisation durchgeführt werden, die von der zuständigen Luftfahrtbehörde anerkannt ist. - C) Die Arbeiten müssen von einer vom BAZL anerkannten Instandhaltungsorganisation durchgeführt werden. - D) Reparaturarbeiten dürfen nur in der Schweiz durchgeführt werden. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Für ein Luftfahrzeug, das nicht für den gewerblichen Luftverkehr genutzt wird, müssen Instandhaltungsarbeiten im Ausland von einer Organisation durchgeführt werden, die von der zuständigen Luftfahrtbehörde des betreffenden Landes anerkannt ist - nicht notwendigerweise von einer EASA-zertifizierten Organisation oder einer speziell vom BAZL anerkannten. Die zuständige nationale Behörde des Landes, in dem die Instandhaltung durchgeführt wird, ist die massgebliche Referenz. ### BAZL Br.10 Q12: Ein bekannter Uhrenhersteller hat ein Luftfahrzeug in den Markenfarben bemalt und zeigt ein grosses Uhrenlogo auf seinem Rumpf. Ist dies erlaubt? ^bazl_10_12 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_12)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_12)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* - A) Ja, vorbehaltlich anderer Bestimmungen der Bundesgesetzgebung. Die Nationalitäts- und Eintragungszeichen müssen in jedem Fall leicht erkennbar bleiben. - B) Ja, aber nur wenn das Bundesamt für Zivilluftfahrt seine Genehmigung erteilt hat und die Nationalitäts- und Eintragungszeichen leicht erkennbar bleiben. - C) Ja, wenn das Bundesamt für Zivilluftfahrt seine Genehmigung erteilt hat, der Betrieb keinen politischen Zweck hat und die Werbemarkierungen auf bestimmte Teile des Luftfahrzeugs beschränkt sind. - D) Nein, Werbung ist auf Luftfahrzeugen strikt verboten. **Richtig: A)** > **Erklärung:** Werbung auf Luftfahrzeugen ist nach Schweizer Recht zulässig, vorbehaltlich anderer Bestimmungen der Bundesgesetzgebung. Die einzige zwingend vorgeschriebene Bedingung ist, dass die Nationalitäts- und Eintragungszeichen leicht erkennbar bleiben. Für Werbemarkierungen ist keine spezielle BAZL-Genehmigung erforderlich. ### BAZL Br.10 Q2: Unter welchen Bedingungen darf eine Person als Besatzungsmitglied an Bord eines Luftfahrzeugs tätig sein? ^bazl_10_2 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_2)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_2)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* - A) Wenn die Person einen gültigen Schein besitzt, der von ihrem Heimatland ausgestellt wurde. - B) Wenn die Person einen gültigen Schein besitzt, der von ihrem Heimatland anerkannt wurde. - C) Wenn die Person einen gültigen Schein besitzt, der vom Eintragungsstaat des Luftfahrzeugs ausgestellt oder anerkannt wurde. - D) Wenn die Person einen gültigen Schein besitzt, der von dem Land ausgestellt wurde, in dem das Luftfahrzeug betrieben wird. **Richtig: C)** > **Erklärung:** Der Schein muss vom Eintragungsstaat des Luftfahrzeugs ausgestellt oder anerkannt sein. Es ist der Eintragungsstaat, der die Qualifikationsanforderungen für Besatzungen festlegt, die seine Luftfahrzeuge betreiben, in Übereinstimmung mit ICAO Annex 1. ### BAZL Br.10 Q1: Unter welchen Bedingungen ist es gestattet, ein Funkgerät an Bord zu führen und zu verwenden? ^bazl_10_1 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_1)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_1)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* - A) Wenn die Bewilligung zum Einbau und Betrieb des Funkgeräts erteilt wurde und die das Funkgerät verwendenden Besatzungsmitglieder die entsprechende Qualifikation besitzen. - B) Wenn die Bewilligung zum Einbau und Betrieb des Funkgeräts erteilt wurde und die Besatzungsmitglieder im Umgang mit dem Funkgerät geschult sind. - C) Wenn eine Funkbetriebserlaubnis für das Funkgerät ausgestellt wurde und die Besatzungsmitglieder im Umgang mit dem Funkgerät geschult sind. - D) Wenn die Frequenzabstufungen des Funkgeräts mindestens 0,125 MHz betragen und die das Funkgerät verwendenden Besatzungsmitglieder die entsprechende Qualifikation besitzen. **Richtig: A)** > **Erklärung:** Zwei kumulative Bedingungen sind erforderlich: die Bewilligung zum Einbau und Betrieb des Funkgeräts (erteilt von der zuständigen Behörde) UND die Sprechfunkqualifikation der Besatzungsmitglieder, die das Gerät verwenden. Eine einfache Schulung reicht nicht aus - eine formal anerkannte Qualifikation ist erforderlich. ### BAZL Br.10 Q17: Was muss ein Pilot besitzen, um befugt zu sein, per Funk mit Flugverkehrsdiensten zu kommunizieren? ^bazl_10_17 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_17)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_17)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* - A) Eine Sprechfunkqualifikation und einen gültigen Nachweis über Sprachkenntnisse in der verwendeten Sprache. - B) Ein Sprechfunkkurszeugnis und ausreichende Kenntnisse der Standardsprechphrasen. - C) Einen gültigen Nachweis über Sprachkenntnisse in der verwendeten Sprache. - D) In jedem Fall eine Sprechfunkqualifikation. Flugzeug- und Hubschrauberpiloten müssen zusätzlich einen gültigen Nachweis über Sprachkenntnisse in der verwendeten Sprache besitzen. **Richtig: D)** > **Erklärung:** Die Sprechfunkqualifikation ist für alle Piloten obligatorisch, die mit ATC-Diensten kommunizieren möchten. Zusätzlich müssen Flugzeug- und Hubschrauberpiloten (aber nach Schweizer Vorschriften nicht unbedingt Segel- oder Ballonpiloten) auch einen gültigen Sprachkenntnisnachweis in der auf den Frequenzen verwendeten Sprache besitzen. ### BAZL Br.10 Q20: Ihr Augenarzt hat Ihnen Sehhilfen verschrieben. Welche der folgenden Aussagen ist korrekt? ^bazl_10_20 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_20)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_20)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* - A) Sie sind sofort nicht mehr tauglich. - B) Sie müssen unverzüglich Ihren Flugmediziner aufsuchen. - C) Sie können die Entscheidung Ihres Augenarztes bei der nächsten Routineuntersuchung Ihrem Flugmediziner melden. - D) Sie müssen nichts unternehmen. Ein gut korrigierter Sehfehler hat keinen Einfluss auf die Flugmedizintauglichkeit. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Jede Änderung des Gesundheitszustands - einschliesslich der Verschreibung von Sehhilfen - muss unverzüglich dem Flugmediziner (AME) gemeldet werden. Das Warten bis zur nächsten Routineuntersuchung ist nicht akzeptabel. Der AME wird feststellen, ob der Zustand die Flugmedizintauglichkeit beeinflusst und ob zusätzliche Auflagen oder Bedingungen für den Schein gelten. ### BAZL Br.10 Q6: In welchem Teil des Luftraums kann eine Bewilligung für einen Sonder-VFR-Flug (SVFR) eingeholt werden, wenn die Wolkenuntergrenze weniger als 450 m über Grund und die Bodensicht weniger als 5 km beträgt? ^bazl_10_6 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_6)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_6)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* - A) CTR. - B) AWY. - C) TMA. - D) FIR. **Richtig: A)** > **Erklärung:** Sonder-VFR (SVFR) ist nur innerhalb einer CTR (Kontrollzone) möglich. In diesem kontrollierten Luftraum unmittelbar um einen Flugplatz kann ATC einen Sonder-VFR-Flug genehmigen, wenn die meteorologischen Bedingungen unter den normalen VMC-Minima liegen. Die CTR ist die einzige Zone, in der diese Genehmigung von der zuständigen ATC erteilt werden kann. ### BAZL Br.10 Q15: Welche Ausweichmanöver sollten die Piloten zweier VFR-Luftfahrzeuge auf konvergierenden Kursen grundsätzlich durchführen? ^bazl_10_15 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_15)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_15)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* - A) Einer dreht nach links, der andere nach rechts. - B) Jeder Pilot dreht nach rechts. - C) Jeder Pilot dreht nach links. - D) Einer fliegt geradeaus, während der andere nach rechts dreht. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Die ICAO-Standardregel bei Konvergenzsituationen ist, dass jedes Luftfahrzeug nach rechts dreht. Diese symmetrische Regel verhindert eine Kollision, indem beide Luftfahrzeuge hintereinander vorbeiziehen können. Sie gilt, wenn keines der Luftfahrzeuge nach den Vorflugrechtsregeln eindeutig Vorrang vor dem anderen hat. ### BAZL Br.10 Q8: Welche sind die Mindestflugwetter- und Wolkenabstandsanforderungen für VFR-Flüge im Luftraum D unterhalb von 10.000 ft AMSL? ^bazl_10_8 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_8)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_8)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* - A) Sichtweite 5 km; Wolkenabstand: horizontal 1,5 km, vertikal 300 m. - B) Sichtweite 8 km; Wolkenabstand: horizontal 1,5 km, vertikal 450 m. - C) Sichtweite 5 km; wolkenfrei und in ständiger Sicht von Boden oder Wasser. - D) Sichtweite 1,5 km; wolkenfrei und in ständiger Sicht von Boden oder Wasser. **Richtig: A)** > **Erklärung:** Im Luftraum D unterhalb FL100 (10.000 ft AMSL) sind die VMC-Minima: Sichtweite 5 km, horizontaler Wolkenabstand 1500 m (1,5 km) und vertikaler Wolkenabstand 300 m (entspricht 1000 ft). Dies sind dieselben Minima wie für die Klassen C und E in diesem Höhenband, gemäss SERA.5001. ### BAZL Br.10 Q4: Welche der in der Schweiz verwendeten Luftraumklassen haben den Status von kontrolliertem Luftraum? ^bazl_10_4 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_4)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_4)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* - A) E, D, C - B) D, C - C) G, E, D, C - D) E, C **Richtig: A)** > **Erklärung:** In der Schweiz sind die Luftraumklassen C, D und E kontrollierter Luftraum. Klasse G ist unkontrollierter Luftraum. Die Klassen A und B existieren theoretisch in der ICAO-Klassifikation, werden in der Schweiz aber nicht verwendet. Klasse E ist zwar kontrolliert, erzwingt aber keine Staffelung für VFR-Verkehr. ### BAZL Br.10 Q10: Was bedeutet gemäss den geltenden Luftverkehrsregeln "Tag"? ^bazl_10_10 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_10)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_10)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* - A) Der Zeitraum von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. - B) Der Zeitraum vom Beginn der bürgerlichen Morgendämmerung bis zum Ende der bürgerlichen Abenddämmerung. - C) Der Zeitraum vom Ende der bürgerlichen Morgendämmerung bis zum Beginn der bürgerlichen Abenddämmerung. - D) Der Zeitraum zwischen 06:00 und 20:00 Uhr im Winter und zwischen 06:00 und 21:00 Uhr im Sommer. **Richtig: B)** > **Erklärung:** In der Luftfahrt ist "Tag" definiert als der Zeitraum vom Beginn der bürgerlichen Morgendämmerung (30 Minuten vor Sonnenaufgang) bis zum Ende der bürgerlichen Abenddämmerung (30 Minuten nach Sonnenuntergang). Diese Definition ist weiter gefasst als der astronomische Sonnenaufgang/-untergang und wird zur Bestimmung der für Tag- und Nachtflüge geltenden Regeln verwendet. ### BAZL Br.10 Q14: Was versteht man unter einem Luftfahrtunfall? ^bazl_10_14 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_14)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_14)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* - A) Der Absturz eines Luftfahrzeugs. - B) Jedes mit dem Betrieb eines Luftfahrzeugs zusammenhängende Ereignis, bei dem eine Person getötet oder schwer verletzt wurde oder bei dem die Strukturfestigkeit, die Leistung oder die Flugeigenschaften des Luftfahrzeugs erheblich beeinträchtigt wurden. - C) Jedes mit dem Betrieb eines Luftfahrzeugs zusammenhängende Ereignis, bei dem mindestens eine Person getötet oder schwer verletzt wurde. - D) Jedes mit dem Betrieb eines Luftfahrzeugs zusammenhängende Ereignis, das eine Reparatur des Luftfahrzeugs erforderlich macht. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Die gesetzliche Definition eines Luftfahrtunfalls umfasst zwei verschiedene Kategorien: Ereignisse, die schwere oder tödliche Verletzungen von Personen verursachen, UND Ereignisse, die erhebliche Strukturschäden am Luftfahrzeug verursachen (Strukturfestigkeit, Leistung oder Flugeigenschaften erheblich beeinträchtigt). Beide Situationen stellen einen Unfall dar, unabhängig voneinander. ### BAZL Br.10 Q7: Sie möchten private Flüge gegen Entgelt durchführen. Welche Formalität müssen Sie erledigen, um Ihre zivilrechtliche Haftung zu begrenzen? ^bazl_10_7 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_7)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_7)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* - A) Eine von den Passagieren zu unterzeichnende Erklärung aufsetzen, mit der Sie von jeglicher Haftung freigestellt werden. - B) Ein Beförderungsdokument als Nachweis über den Abschluss eines Beförderungsvertrags ausstellen, das die Haftung für Gepäckschäden und Verspätungen begrenzt. - C) Eine spezielle Passagierversicherung abschliessen, der die Passagiere zustimmen müssen. - D) Es ist keine Formalität erforderlich, da das Montrealer Übereinkommen den Piloten von jeglicher Haftung befreit. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Das Beförderungsdokument (Ticket) ist der Nachweis über den Abschluss eines Beförderungsvertrags zwischen dem Piloten und dem Passagier. Nach dem Montrealer Übereinkommen begrenzt das Bestehen eines solchen Vertrags die Haftung des Beförderers für Gepäckschäden und Verspätungen. Ohne Beförderungsdokument kann die Haftung unbegrenzt sein. Das Übereinkommen befreit den Piloten nicht von jeglicher Haftung - es begrenzt sie unter bestimmten Bedingungen. ### BAZL Br.10 Q16: Welche Informationen werden mittels eines AIC (Luftfahrtinformationsrundschreibens) veröffentlicht? ^bazl_10_16 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_16)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_16)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* - A) Luftfahrtinformationen von Bedeutung für Personen, die am Flugbetrieb beteiligt sind, bezüglich der Errichtung, des Zustands oder der Änderung von Luftfahrteinrichtungen und deren Dauer. - B) Im Prinzip jede Information, die die Ausgabe eines NOTAMs rechtfertigt und die Flugsicherheit, Luftnavigation oder technische oder gesetzgeberische Angelegenheiten betrifft, kann per AIC veröffentlicht werden. - C) Ein AIC ist eine Bekanntmachung mit Informationen, die weder die Bedingungen für die Ausgabe eines NOTAMs noch für die Aufnahme in das AIP erfüllen, die sich aber auf Flugsicherheit, Luftnavigation oder technische, administrative oder gesetzgeberische Angelegenheiten beziehen. - D) Das AIC ist das Handbuch für Piloten, die IFR fliegen. Seine Struktur und sein Inhalt sind analog zu denen des VFR-Handbuchs. **Richtig: C)** > **Erklärung:** Das AIC (Luftfahrtinformationsrundschreiben) enthält Informationen, die weder die Kriterien für eine Veröffentlichung in einem NOTAM noch im AIP erfüllen, die aber dennoch für Flugsicherheit, Luftnavigation oder technische, administrative und gesetzgeberische Angelegenheiten nützlich sind. Es ist eine ergänzende Information, kein primäres Regulierungsdokument. ### BAZL Br.10 Q9: Was regelt das Flugplatz-Betriebshandbuch? ^bazl_10_9 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_9)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_9)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* - A) Die Zertifizierung von Instandhaltungsorganisationen auf dem Flugplatz. - B) Den Betrieb und die Öffnungszeiten des Flugplatzrestaurants und anderer Geschäfte auf dem Flugplatz. - C) Die Organisation des Flugplatzes, Betriebszeiten, An- und Abflugverfahren, Nutzung der Flugplatzeinrichtungen durch Passagiere, Luftfahrzeuge und Bodenfahrzeuge sowie andere Nutzer und Bodenabfertigungsdienste. - D) Arbeitsverträge, Urlaubsanspruch und Schichtarbeit des Flugplatzbetreibers. **Richtig: C)** > **Erklärung:** Das Flugplatz-Betriebshandbuch deckt die gesamte Organisation und die Betriebsverfahren ab: allgemeine Organisation, Betriebszeiten, An- und Abflugverfahren, Nutzung der Einrichtungen durch alle Nutzer (Passagiere, Luftfahrzeuge, Fahrzeuge) und Bodenabfertigungsdienste. Es ist ein umfassendes Dokument, das den Betrieb des Flugplatzes definiert. ### BAZL Br.10 Q3: Was bedeutet dieses Bodensignal? (Zwei Hantelformen) ^bazl_10_3 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_10_3)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_10_3)* > *Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Gemeinsame Fachgebiete* > **Bodensignal:** > ![[figures/bazl_10_q03_ground_signal.png]] > *Zwei Hantelformen - Signal, das anzeigt, dass Landungen und Starts nur auf Pisten durchgeführt werden dürfen, andere Manöver (Rollen) aber auch ausserhalb der Pisten und Rollwege möglich sind.* - A) Landen, Starten und Rollen nur auf Pisten und Rollwegen. - B) Landen und Starten nur auf befestigten Pisten. - C) Vorsicht beim Start oder bei der Landung. - D) Landen und Starten nur auf Pisten. Andere Manöver dürfen jedoch ausserhalb der Pisten und Rollwege durchgeführt werden. **Richtig: D)** > **Erklärung:** Das im Signalfeld angezeigte Hantelsignal bedeutet, dass Landungen und Starts nur auf Pisten durchgeführt werden dürfen, andere Manöver (Rollen, Drehen, Positionieren) aber auch ausserhalb der Pisten und Rollwege möglich sind. Dieses Signal unterscheidet sich von der Hantel mit einem Querbalken, das anzeigt, dass alle Manöver auf Pisten und Rollwege beschränkt sind. --- ## Serie 2 - BAZL-Musterprüfung ### BAZL 101 Q1 - Was müssen die Piloten zweier sich frontal nähernder Luftfahrzeuge grundsätzlich tun? ^bazl_101_1 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_1)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_1)* - A) Einer weicht nach rechts aus, der andere nach links. - B) Jeder weicht nach rechts aus. - C) Jeder weicht nach links aus. - D) Einer fliegt geradeaus, während der andere nach rechts ausweicht. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Bei sich frontal nähernden Luftfahrzeugen muss jeder Pilot nach rechts ausweichen (ICAO Annex 2, Regel 3.2.1). Dies spiegelt internationale Strassenverkehrsregeln wider und stellt sicher, dass beide Luftfahrzeuge auf derselben Seite aneinander vorbeiziehen. ### BAZL 101 Q2 - Welcher oder welche der unten genannten Lufträume ist/sind nicht als kontrollierter Luftraum definiert? ^bazl_101_2 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_2)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_2)* - A) Lufträume der Klassen G und E. - B) Lufträume der Klassen G, E und D. - C) Lufträume der Klasse C. - D) Lufträume der Klasse G. **Richtig: A)** > **Erklärung:** In der Schweiz sind die unkontrollierten Lufträume die Klassen G und E. Klasse E ist für VFR-Verkehr unkontrolliert. Die Klassen C, D und TMA sind kontrollierte Lufträume. ### BAZL 101 Q3 - Welchem Organ hat der Bundesrat die Aufsicht über die Luftfahrt in der Schweiz übertragen? ^bazl_101_3 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_3)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_3)* - A) Dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) - B) Dem Aero-Club der Schweiz. - C) Den Kantonspolizeien. - D) Den Schweizerischen Flugsicherungsdiensten (Skyguide). **Richtig: A)** > **Erklärung:** In der Schweiz überträgt der Bundesrat die Luftfahrtaufsicht an das UVEK (Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation), das seinerseits an das BAZL (Bundesamt für Zivilluftfahrt) delegiert. Skyguide verwaltet die Flugsicherung, ist aber nicht die Aufsichtsbehörde. ### BAZL 101 Q4 - Für welche der folgenden Flüge müssen Sie einen Flugplan aufgeben? ^bazl_101_4 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_4)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_4)* - A) Für einen VFR-Flug im Luftraum E. - B) Für einen VFR-Flug ohne Zwischenlandung über eine Distanz von mehr als 300 km. - C) Für einen VFR-Flug, der den Einsatz des Flugverkehrskontrolldienstes erfordert. - D) Für einen VFR-Flug über die Alpen, Voralpen oder den Jura. **Richtig: C)** > **Erklärung:** Ein VFR-Flugplan ist in der Schweiz erforderlich, wenn der Flug die Nutzung von Flugverkehrskontrolldiensten erfordert (z.B. Durchquerung einer CTR, TMA oder kontrollierten Luftraums). Ein Flug über 300 km oder über die Alpen erfordert nicht unbedingt einen. ### BAZL 101 Q5 - Welche Mindesthöhen müssen beim VFR-Flug über dicht besiedelten Ortschaften eingehalten werden? ^bazl_101_5 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_5)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_5)* - A) Mindestens 150 m über Grund. - B) Mindestens 150 m über dem höchsten Hindernis in einem Radius von 300 m um das Luftfahrzeug. - C) Mindestens 300 m über Grund. - D) Mindestens 450 m über Grund. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Beim VFR-Flug beträgt die Mindesthöhe über dicht besiedelten Gebieten 150 m über dem höchsten Hindernis in einem Radius von 300 m um das Luftfahrzeug (SERA.5005 und ICAO Annex 2). ### BAZL 101 Q6 - Welche der folgenden Luftfahrzeuge haben beim Start und bei der Landung Vorrang? ^bazl_101_6 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_6)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_6)* - A) Luftfahrzeuge, die von der Flugverkehrskontrolle Rollgenehmigung erhalten haben. - B) Luftfahrzeuge im Endanflug. - C) Von einem anderen Flugplatz kommende Luftfahrzeuge, die sich im Platzrundenflug befinden. - D) Luftfahrzeuge, die am Boden manövrieren. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Gemäss ICAO Annex 2 haben Luftfahrzeuge im Endanflug immer Vorrang vor anderen Luftfahrzeugen im Flug oder am Boden. ATC-Freigaben heben die Vorflugrechtsregeln für den Endanflug nicht auf. ### BAZL 101 Q7 - Was bedeutet dieses Signal? ^bazl_101_7 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_7)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_7)* ![[figures/bazl_101_q7.png]] - A) Nur befestigte Pisten dürfen zum Landen und Starten benutzt werden. - B) Start und Landung nur auf Pisten, andere Manöver sind nicht auf Pisten und Rollwege beschränkt. - C) Segelflugbetrieb auf diesem Flugplatz. - D) Alle Pisten dieses Flugplatzes sind gesperrt. **Richtig: C)** > **Erklärung:** Das gezeigte Signal (Segelflugzeugzeichen oder Segelflugzeugflügel) zeigt an, dass auf dem Flugplatz Segelflugbetrieb stattfindet. Dies ist ein standardisiertes ICAO-Signal, um andere Luftfahrzeuge zu warnen. ### BAZL 101 Q8 - Wer muss dafür sorgen, dass die erforderlichen Papiere an Bord des Luftfahrzeugs vorhanden sind? ^bazl_101_8 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_8)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_8)* - A) Der Eigentümer des Luftfahrzeugs. - B) Der Kommandant des Luftfahrzeugs. - C) Der Betreiber des Luftfahrzeugs. - D) Der Betreiber des Lufttransportunternehmens (Operator). **Richtig: B)** > **Erklärung:** Der verantwortliche Pilot (PIC) ist dafür verantwortlich, dass die erforderlichen Dokumente vor dem Flug an Bord des Luftfahrzeugs vorhanden sind (ICAO Annex 2, Schweizer Luftfahrtvorschriften). ### BAZL 101 Q9 - Welche der folgenden Anweisungen zur Richtung der in Betrieb stehenden Landepiste hat Vorrang? ^bazl_101_9 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_9)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_9)* - A) Das Lande-T. - B) Der Windsack. - C) Die zwei senkrecht auf dem Kontrollturm angebrachten Ziffern. - D) Die per Funk vom Kontrollturm übermittelte ATC-Anweisung. **Richtig: D)** > **Erklärung:** ATC-Funkanweisungen haben höchste Priorität (ausser in einem echten Sicherheitsnotfall). Sie haben Vorrang vor dem Lande-T, dem Windsack und Turmmarkierungen. Nur ein echter Notfall rechtfertigt eine Abweichung von ATC-Anweisungen. ### BAZL 101 Q10 - Welcher Code muss beim Transponder im Falle eines Funkausfalls eingestellt werden? ^bazl_101_10 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_10)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_10)* - A) 7500 - B) 7600 - C) 7700 - D) 7000 **Richtig: B)** > **Erklärung:** Der Transponderkode bei Funkausfall ist 7600. Code 7500 ist für Entführungen, 7700 für allgemeine Notfälle, und 7000 ist der Standard-VFR-Squawk-Code in Europa. ### BAZL 101 Q11 - Kann von den für Luftfahrzeuge geltenden Luftverkehrsregeln abgewichen werden? ^bazl_101_11 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_11)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_11)* - A) Ja, absolut. - B) Ja, aber nur aus Sicherheitsgründen. - C) Ja, aber nur im Luftraum der Klasse G. - D) Nein, in keinem Fall. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Eine Abweichung von den Luftverkehrsregeln ist nur aus Sicherheitsgründen und nur in dem unbedingt erforderlichen Ausmass zulässig. Dies ist die einzige gesetzliche Ausnahme gemäss ICAO Annex 2. ### BAZL 101 Q12 - Wie lauten die minimalen Sichtflugwetterbedingungen (VMC) im Luftraum E auf 2100 m AMSL? Sichtweite - Wolkenabstand vertikal - horizontal ^bazl_101_12 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_12)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_12)* - A) 5,0 km - 300 m - 1500 m - B) 8,0 km - 300 m - 1500 m - C) 8,0 km - 100 m - 300 m - D) 1,5 km - 50 m - 100 m **Richtig: B)** > **Erklärung:** Im Luftraum E über 1000 ft MSL (hier auf 2100 m AMSL, ca. 6900 ft) erfordert VMC: Sichtweite 8 km, Wolkenabstand 300 m vertikal und 1500 m horizontal (SERA.5001). ### BAZL 101 Q13 - Bis wann muss ein VFR-Flug am Tag spätestens beendet sein? ^bazl_101_13 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_13)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_13)* - A) Am Ende der bürgerlichen Dämmerung. - B) Beim Sonnenuntergang. - C) Beim Beginn der bürgerlichen Dämmerung. - D) 30 Minuten vor Ende der bürgerlichen Dämmerung. **Richtig: B)** > **Erklärung:** In der Schweiz muss ein Sichtflug am Tag spätestens bei Sonnenuntergang beendet sein. Flüge nach Sonnenuntergang erfordern eine besondere Genehmigung oder eine Nachtflugqualifikation. ### BAZL 101 Q14 - Sind Sie berechtigt, das bordeigene Funkgerät zur Kommunikation mit dem Flugverkehrskontrolldienst zu verwenden, wenn Sie nicht Inhaber der Sprechfunkerweiterung sind? ^bazl_101_14 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_14)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_14)* - A) Nein. - B) Ja. - C) Ja, sofern ich die Phraseologie ausreichend beherrsche. - D) Ja, sofern die anderen Funkkommunikationen nicht gestört werden. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Ja, ein Pilot darf das bordeigene Funkgerät zur Kommunikation mit ATC ohne die Sprechfunkerweiterung verwenden, in Lufträumen, in denen dies erforderlich ist. Die Sprechfunkqualifikation ist für bestimmte kontrollierte Lufträume erforderlich, aber nicht für die allgemeine Funknutzung. ### BAZL 101 Q15 - Welche Art von Flügen darf, soweit erforderlich, ohne besondere BAZL-Genehmigung unterhalb der vorgeschriebenen Mindesthöhen durchgeführt werden? ^bazl_101_15 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_15)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_15)* - A) Kunstflüge. - B) Such- und Rettungsflüge. - C) Luftbildaufnahmeflüge. - D) Gebirgsflüge. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Such- und Rettungsflüge (SAR) dürfen ohne besondere BAZL-Genehmigung unterhalb der vorgeschriebenen Mindesthöhen durchgeführt werden, soweit erforderlich. Andere genannte Flugarten erfordern Sondergenehmigungen. ### BAZL 101 Q16 - Sind Sie berechtigt, beim VFR-Flug eine Luftstrasse auf FL115 zu kreuzen, wenn die Sicht 5 km beträgt? ^bazl_101_16 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_16)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_16)* - A) Nein. - B) Ja, im Luftraum der Klasse E. - C) Ja, aber nur wenn es sich um einen kontrollierten VFR-Flug (CVFR) handelt. - D) Ja, aber nur wenn es sich um einen Sonder-VFR-Flug (SVFR) handelt. **Richtig: A)** > **Erklärung:** Nein. Auf FL115 mit nur 5 km Sicht ist der VFR-Flug durch eine Luftstrasse (Luftraum C oder D) nicht zulässig, da die Mindestsicht 8 km und ein Wolkenabstand von 1500 m/300 m eingehalten werden müssen. ### BAZL 101 Q17 - Sind Formationsflüge zulässig? ^bazl_101_17 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_17)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_17)* - A) Ja, aber nur ausserhalb des kontrollierten Luftraums. - B) Ja, aber nur wenn die verantwortlichen Piloten in ständigem Funkkontakt stehen. - C) Ja, sofern die verantwortlichen Piloten sich vorgängig abgesprochen haben. - D) Ja, aber nur mit Genehmigung des Bundesamtes für Zivilluftfahrt. **Richtig: C)** > **Erklärung:** Formationsflüge sind in der Schweiz zulässig, sofern sich die verantwortlichen Piloten vorgängig abgesprochen haben. Sie erfordern weder permanenten Funkkontakt noch eine besondere BAZL-Genehmigung. ### BAZL 101 Q18 - Was bedeutet dieses Signal? ^bazl_101_18 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_18)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_18)* ![[figures/bazl_101_q18.png]] - A) Dieses Signal gilt nur für Motorflugzeuge. - B) Der Pilot kann die Landerichtung selbst wählen. - C) Landeverbot. - D) Vorsicht beim Anflug und bei der Landung. **Richtig: C)** > **Erklärung:** Ein rotes Quadrat mit zwei weissen Diagonalkreuzen (Andreaskreuz) bedeutet: Landeverbot. Dies ist ein standardisiertes ICAO-Signal, das im Signalfeld aufgestellt wird. ### BAZL 101 Q19 - Kann eine Fluginformationszone (FIZ) ohne weitere Formalitäten durchflogen werden? ^bazl_101_19 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_19)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_19)* - A) Ja. - B) Nur wenn ein permanenter Kontakt mit dem Flugplatz-Fluginformationsdienst (AFIS) sichergestellt ist. Im Übrigen gelten die Regeln der Luftraumklasse, in der die FIZ liegt. - C) Nur mit Genehmigung des Fluginformationsdienstes (FIS) und wenn der Pilot für die Sprechfunktelefonie in Englisch qualifiziert ist. - D) Nein, für VFR-Flüge ist die Durchquerung in keinem Fall erlaubt. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Eine FIZ darf durchflogen werden, sofern permanenter Funkkontakt mit AFIS (Flugplatz-Fluginformationsdienst) sichergestellt ist. Die Regeln der geltenden Luftraumklasse sind anzuwenden. ### BAZL 101 Q20 - Welches Ereignis ist als Luftfahrtunfall zu betrachten? ^bazl_101_20 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_101_20)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_101_20)* - A) Nur der Absturz eines Flugzeugs oder Hubschraubers. - B) Jedes mit dem Betrieb eines Luftfahrzeugs zusammenhängende Ereignis, bei dem eine Person getötet oder schwer verletzt wurde, oder das Luftfahrzeug einen Schaden erlitten hat, der seine Festigkeit, Leistung oder Flugeigenschaften erheblich beeinträchtigt. - C) Jedes mit dem Betrieb eines Luftfahrzeugs zusammenhängende Ereignis, bei dem mindestens eine Person getötet oder schwer verletzt wurde. - D) Jedes mit dem Betrieb eines Luftfahrzeugs zusammenhängende Ereignis, das eine kostspielige Reparatur erfordert. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Ein Luftfahrtunfall umfasst jedes mit dem Betrieb eines Luftfahrzeugs zusammenhängende Ereignis, bei dem eine Person getötet oder schwer verletzt wurde UND/ODER das Luftfahrzeug einen Schaden erlitten hat, der seine Struktur, Leistung oder Flugeigenschaften erheblich beeinträchtigt. Die ICAO-Definition (Annex 13) ist umfassend. --- ## Serie 3 - BAZL-Musterprüfung ### BAZL 102 Q1 - Sind beobachtete oder empfangene Signale für den Segelflugpiloten verbindlich? ^bazl_102_1 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_1)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_1)* - A) Ja, ausser Lichtsignalen für Luftfahrzeuge am Boden. - B) Ja. - C) Nein. - D) Ja, aber nur am Boden aufgestellte Signale und keine Lichtsignale. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Ja, alle beobachteten oder empfangenen Signale sind für den Segelflugpiloten verbindlich. ICAO Annex 2 legt fest, dass Piloten allen visuellen und Funksignalen Folge leisten müssen. ### BAZL 102 Q2 - Welche Mindestflughöhe gilt über dicht besiedelten Ortschaften und über Orten, an denen Grossveranstaltungen stattfinden? ^bazl_102_2 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_2)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_2)* - A) 600 m AGL - B) Es gibt keine bezifferte Mindesthöhe, jedoch muss man so fliegen, dass man jederzeit ein geeignetes Gelände für eine sichere Notlandung erreichen kann. - C) 150 m AGL über dem höchsten Hindernis in einem Radius von 600 m um das Luftfahrzeug. - D) 300 m AGL **Richtig: C)** > **Erklärung:** Mindestflughöhe über dicht besiedelten Gebieten: 150 m AGL über dem höchsten Hindernis in einem Radius von 600 m um das Luftfahrzeug (SERA.5005). ### BAZL 102 Q3 - In welchen Lufträumen können in der Schweiz VFR-Flüge ohne Inanspruchnahme des Flugverkehrskontrolldienstes durchgeführt werden? ^bazl_102_3 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_3)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_3)* - A) In den Lufträumen der Klassen E und G. - B) In den Lufträumen der Klassen A und B. - C) Nur im Luftraum der Klasse G. - D) In den Lufträumen der Klassen C, D, E und G. **Richtig: A)** > **Erklärung:** In der Schweiz ist VFR-Flug ohne Kontrolle in den Lufträumen E und G zulässig. In den Klassen C und D ist eine Kontrolle erforderlich. ### BAZL 102 Q4 - Was bedeutet dieses Signal? ^bazl_102_4 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_4)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_4)* ![[figures/bazl_102_q4.png]] - A) Landeverbot. - B) Dieses Signal gilt nur für Motorflugzeuge. - C) Der Pilot kann die Landerichtung selbst wählen. - D) Vorsicht beim Anflug und bei der Landung. **Richtig: D)** > **Erklärung:** Das gezeigte Signal (zwei weisse Quadrate in T-Form) bedeutet: Vorsicht beim Anflug und bei der Landung. Vorsicht vor Hindernissen oder besonderen Bedingungen. ### BAZL 102 Q5 - In welchem Dokument müssen beim Betrieb des Luftfahrzeugs festgestellte technische Mängel eingetragen werden? ^bazl_102_5 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_5)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_5)* - A) Im Flughandbuch des Luftfahrzeugs. - B) Im Instandhaltungshandbuch. - C) Im Betriebshandbuch. - D) Im Bordbuch. **Richtig: D)** > **Erklärung:** Technische Mängel müssen im Bordbuch (technischen Bordbuch) des Luftfahrzeugs eingetragen werden. Dies ist das offizielle Dokument zur Erfassung des technischen Zustands. ### BAZL 102 Q6 - Wie ist die Verwendung von Fotoapparaten international geregelt? ^bazl_102_6 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_6)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_6)* - A) Die Verwendung zu privaten Zwecken ist grundsätzlich gestattet; kommerzielle Aufnahmen sind jedoch bewilligungspflichtig. - B) Jeder Staat kann die Verwendung über seinem Staatsgebiet frei untersagen oder regeln. - C) Die Verwendung ist grundsätzlich verboten. - D) Die Verwendung ist grundsätzlich gestattet. **Richtig: B)** > **Erklärung:** International ist jeder Staat frei, die Verwendung von Fotoapparaten über seinem Staatsgebiet zu untersagen oder zu regeln. Es gibt diesbezüglich keine einheitliche ICAO-Regelung. ### BAZL 102 Q7 - Was bedeuten solche weissen oder andersfarbigen, horizontal auf einer Piste angebrachten Signale? ^bazl_102_7 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_7)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_7)* - A) Der so abgegrenzte Pistenabschnitt ist nicht benutzbar. - B) Vorsicht beim Anflug und bei der Landung. - C) Segelflugbetrieb auf diesem Flugplatz. - D) Sie grenzen den in Betrieb stehenden Landebereich ab. **Richtig: A)** > **Erklärung:** Weisse oder andersfarbige Signale auf einer Piste bedeuten, dass der abgegrenzte Pistenabschnitt nicht benutzbar ist (gesperrter oder beschädigter Bereich). ### BAZL 102 Q8 - Wie ist die Flugzeit einzutragen, wenn 2 Piloten gemeinsam fliegen? ^bazl_102_8 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_8)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_8)* - A) Jeder Pilot trägt die Flugzeit ein, während der er effektiv flog. - B) Jeder die Hälfte. - C) Der Pilot, der die Landung durchgeführt hat, kann die gesamte Flugzeit eintragen, der andere nur die Flugzeit, während der er effektiv flog. - D) Jeder Pilot kann die gesamte Flugzeit eintragen, da beide Lizenzinhaber sind. **Richtig: D)** > **Erklärung:** Wenn zwei lizenzierte Piloten gemeinsam fliegen, kann jeder Pilot die gesamte Flugzeit in seinem Bordbuch eintragen. Dies entspricht den Schweizer und ICAO-Regeln. ### BAZL 102 Q9 - Wie muss ein Luftfahrzeug im Flug ausweichen, wenn es ein anderes überholt? ^bazl_102_9 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_9)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_9)* - A) Nach links ausweichen. - B) Nach unten ausweichen. - C) Nach rechts ausweichen. - D) Nach oben ausweichen. **Richtig: C)** > **Erklärung:** Ein überholendes Luftfahrzeug muss nach rechts ausweichen. Dies ist die ICAO-Überholregel (Annex 2, Regel 3.2.1). ### BAZL 102 Q10 - Für welche der folgenden VFR-Flüge innerhalb des Schweizer Staatsgebiets müssen Sie einen Flugplan aufgeben? ^bazl_102_10 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_10)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_10)* - A) Für einen VFR-Flug ohne Zwischenlandung über eine Distanz von mehr als 300 km. - B) Für einen VFR-Flug im kontrollierten Luftraum. - C) Für einen VFR-Flug über die Alpen. - D) Für einen VFR-Flug, der den Einsatz des Flugverkehrskontrolldienstes erfordert. **Richtig: D)** > **Erklärung:** In der Schweiz ist ein Flugplan für Flüge erforderlich, die den Einsatz von ATC-Diensten erfordern. Einfache Inlandflüge (300 km, Alpen) erfordern keinen. ### BAZL 102 Q11 - Wer ist beim VFR-Flug für die Vermeidung von Kollisionen verantwortlich? ^bazl_102_11 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_11)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_11)* - A) Der Flugverkehrskontrolldienst. - B) Der Fluginformationsdienst. - C) Der zweite Pilot, wenn zwei Piloten an Bord sind. - D) Der verantwortliche Pilot des Luftfahrzeugs. **Richtig: D)** > **Erklärung:** Beim VFR-Flug liegt die Kollisionsvermeidung in der Verantwortung des verantwortlichen Piloten (PIC). ATC liefert Informationen, ist aber nicht für die Staffelung im VFR verantwortlich. ### BAZL 102 Q12 - Welches Ereignis ist als Luftfahrtunfall zu betrachten? ^bazl_102_12 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_12)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_12)* - A) Nur der Absturz eines Flugzeugs. - B) Jedes mit dem Betrieb eines Luftfahrzeugs zusammenhängende Ereignis, bei dem eine Person getötet oder schwer verletzt wurde, oder das Luftfahrzeug einen Schaden erlitten hat, der seine Festigkeit, Leistungen oder Flugeigenschaften erheblich beeinträchtigt. - C) Jedes mit dem Betrieb eines Luftfahrzeugs zusammenhängende Ereignis, bei dem mindestens eine Person getötet oder schwer verletzt wurde. - D) Jedes mit dem Betrieb eines Luftfahrzeugs zusammenhängende Ereignis, das eine kostspielige Reparatur erfordert. **Richtig: B)** > **Erklärung:** ICAO-Definition (Annex 13) eines Luftfahrtunfalls umfasst Ereignisse mit getöteten/schwer verletzten Personen UND/ODER erhebliche Luftfahrzeugschäden, die Flugeigenschaften beeinträchtigen. ### BAZL 102 Q13 - Welche der folgenden Ausnahmen von den Vorflugrechtsregeln bei konvergierenden Kursen ist unzutreffend? ^bazl_102_13 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_13)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_13)* - A) Segelflugzeuge weichen Schleppflugzeugen aus. - B) Flugzeuge weichen Luftfahrzeugen aus, die sichtlich andere Luftfahrzeuge oder Gegenstände schleppen. - C) Segelflugzeuge und Motorsegler weichen Freiballonen aus. - D) Luftschiffe weichen Segelflugzeugen aus. **Richtig: A)** > **Erklärung:** Diese Aussage ist unzutreffend: Segelflugzeuge weichen Schleppflugzeugen NICHT aus. Das Gegenteil ist richtig: Luftfahrzeuge weichen Luftfahrzeugen aus, die sichtlich andere Luftfahrzeuge oder Gegenstände schleppen. ### BAZL 102 Q14 - Welche Mindestwetterbedingungen müssen erfüllt sein, um auf einem in einer Kontrollzone (CTR) gelegenen Flugplatz ohne Sonder-VFR-Genehmigung starten oder landen zu können? ^bazl_102_14 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_14)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_14)* - A) Bodensicht 8 km, Wolkenuntergrenze 450 m/GND. - B) Bodensicht 1,5 km, Wolkenuntergrenze 300 m/GND. - C) Bodensicht 5 km, Wolkenuntergrenze 150 m/GND. - D) Bodensicht 5 km, Wolkenuntergrenze 450 m/GND. **Richtig: B)** > **Erklärung:** Zum Starten/Landen in einer CTR unter SVFR ohne spezifische Genehmigung: Mindest-Bodensicht 1,5 km und Mindest-Wolkenuntergrenze 300 m/GND. Dies sind die Schweizer SVFR-Minima. ### BAZL 102 Q15 - Wie wird die vertikale Position eines Luftfahrzeugs beim VFR-Flug in einem Terminalbereich oder einer Kontrollzone unterhalb der Übergangshöhe angegeben? ^bazl_102_15 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_15)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_15)* - A) Als Höhe über Grund. - B) Als Flugfläche. - C) Als Meereshöhe. - D) Indifferent als Meereshöhe oder Höhe über Grund. **Richtig: C)** > **Erklärung:** Unterhalb der Übergangshöhe in einer TMA oder CTR wird die vertikale Position als Meereshöhe (über dem mittleren Meeresspiegel, mit QNH-Einstellung) angegeben. ### BAZL 102 Q16 - Welche Mindestsicht muss beim VFR-Flug in der Schweiz im Luftraum G ohne besondere Bedingungen eingehalten werden? ^bazl_102_16 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_16)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_16)* - A) 1,5 km. - B) 10 km. - C) 8 km. - D) 5 km. **Richtig: A)** > **Erklärung:** Im Luftraum G ohne besondere Bedingungen beträgt die Mindest-Sichtweite 1,5 km. Unterhalb von 3000 ft AMSL und innerhalb von 1000 ft von der Oberfläche. ### BAZL 102 Q17 - Kann eine Fluginformationszone (FIZ) ohne weitere Formalitäten durchflogen werden? ^bazl_102_17 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_17)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_17)* - A) Nur wenn der Funkkontakt mit dem Flugplatz-Fluginformationsdienst (AFIS) permanent sichergestellt ist. Im Übrigen gelten die Regeln der Luftraumklasse, in der die FIZ liegt. - B) Ja. - C) Ja, aber nur mit Genehmigung des Fluginformationsdienstes (FIS) und nur wenn der Pilot für die Sprechfunktelefonie in Englisch qualifiziert ist. - D) Nein, die Durchquerung ist für VFR-Flüge in keinem Fall erlaubt. **Richtig: A)** > **Erklärung:** Die Durchquerung einer FIZ ist zulässig, wenn permanenter Funkkontakt mit AFIS sichergestellt ist. Die Regeln der Luftraumklasse, in der die FIZ liegt, sind anzuwenden. ### BAZL 102 Q18 - Wer ist für die vorschriftsgemässe Instandhaltung eines Luftfahrzeugs verantwortlich? ^bazl_102_18 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_18)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_18)* - A) Der Eigentümer. - B) Der Mechaniker. - C) Der Betreiber (Halter). - D) Das Instandhaltungsunternehmen. **Richtig: C)** > **Erklärung:** Der Betreiber (Halter) ist für die vorschriftsgemässe Instandhaltung eines Luftfahrzeugs verantwortlich. Bei Privatluftfahrzeugen agiert der Eigentümer häufig als Betreiber. ### BAZL 102 Q19 - Wenn sich zwei Luftfahrzeuge gleichzeitig einem Flugplatz zum Landen nähern, welches hat Vorflugrecht? ^bazl_102_19 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_19)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_19)* - A) Das kleinere. - B) Das schnellere. - C) Das höher fliegende. - D) Das tiefer fliegende. **Richtig: D)** > **Erklärung:** Wenn sich zwei Luftfahrzeuge gleichzeitig einem Flugplatz nähern, hat das tiefer fliegende (im fortgeschritteneren Endanflug) Vorflugrecht. ### BAZL 102 Q20 - Wie lauten die minimalen Sichtflugwetterbedingungen (VMC) im Luftraum E auf einer Höhe von 6500 ft (2000 m) AMSL? Sichtweite - Wolkenabstand vertikal - horizontal ^bazl_102_20 > *[EN](../SPL%20Exam%20Questions/10%20-%20Air%20Law.md#^bazl_102_20)* | *[FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/01%20-%20Droit%20aérien.md#^bazl_102_20)* - A) 5,0 km - 300 m - 1500 m - B) 1,5 km - 50 m - 100 m - C) 8,0 km - 100 m - 300 m - D) 8,0 km - 300 m - 1500 m **Richtig: D)** > **Erklärung:** Im Luftraum E auf 6500 ft (2000 m) AMSL (> 1000 ft AGL), VMC: Sichtweite 8 km, Wolkenabstand 300 m vertikal und 1500 m horizontal.