From e07a553414967d3a090c9b2feea2d1fdfab082a7 Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: Matthias Nott <mnott@mnsoft.org> Date: Thu, 09 Apr 2026 18:01:16 +0200 Subject: [PATCH] Graphic updates. --- SPL Exam Questions DE/50 - Meteorologie.md | 439 +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++- 1 files changed, 431 insertions(+), 8 deletions(-) diff --git a/SPL Exam Questions DE/50 - Meteorologie.md b/SPL Exam Questions DE/50 - Meteorologie.md index 24ff1d8..4c369f0 100644 --- a/SPL Exam Questions DE/50 - Meteorologie.md +++ b/SPL Exam Questions DE/50 - Meteorologie.md @@ -565,7 +565,12 @@ #### Erklärung -QNH ist die Höhenmessereinstellung, die das Instrument die Flugplatzhöhe über dem mittleren Meeresspiegel anzeigen lässt. Sie wird durch Reduktion des Flugplatz-QFE auf Meereshöhe unter Verwendung des ISA-Temperaturgradienten berechnet. Mit QNH zeigt der Höhenmesser am Boden die Flugplatzhöhe und in der Luft die Höhe über MSL an (unter ISA-Bedingungen). Hinweis: Die „wahre Höhe" berücksichtigt tatsächliche Temperaturabweichungen von der ISA – QNH liefert die angezeigte Höhe, die bei Nicht-ISA-Bedingungen von der wahren Höhe abweichen kann. +QNH ist die Höhenmessereinstellung, bei der das Instrument am Boden die Flugplatzhöhe über dem mittleren Meeresspiegel (MSL) anzeigt. Sie wird durch Reduktion des Flugplatz-QFE auf Meereshöhe unter Verwendung des ISA-Temperaturgradienten berechnet. Mit eingestelltem QNH zeigt der Höhenmesser die **angezeigte Höhe über MSL** — eine auf MSL bezogene Höhe, weshalb Antwort A korrekt ist. + +Die angezeigte Höhe ist jedoch nicht die wahre Höhe. Bei nicht standardmässigen Temperaturbedingungen kann die tatsächliche Höhe über MSL von der angezeigten Höhe abweichen. Antwort D („Wahre Höhe über MSL") ist daher falsch — QNH korrigiert keine Temperaturabweichungen von der ISA. + +- **Option B** beschreibt, was QFE anzeigt (Höhe über dem Flugplatz), nicht QNH. +- **Option C** beschreibt, was bei der Standardeinstellung 1013,25 hPa passiert (Flugflächen), nicht QNH. #### Begriffe @@ -1044,11 +1049,11 @@ - **QFE** = Platzdruck - **ISA** = Internationale Standardatmosphäre -### Q57: Was bedeutet das folgende Symbol? (Pfeil mit einem langen Strich und einem kurzen Strich) ^t50q57 +### Q57: Was bedeutet das folgende Windfeder-Symbol? ^t50q57 [EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q57) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q57) ->  + - A) Wind aus NO, 30 Knoten. - B) Wind aus SW, 30 Knoten. @@ -1061,7 +1066,19 @@ #### Erklärung -Der Pfeil zeigt in Richtung des Windursprungs. Ein langer Strich = 10 kt, ein kurzer Strich = 5 kt. Gesamt = 15 kt aus NO. +Eine Windfeder ist das meteorologische Standardsymbol für Windrichtung und -geschwindigkeit. Sie hat zwei Enden: ein **Stationsende** (der Punkt) und ein **gefedertes Ende** (der Schaft mit den Federn). Die **Federn zeigen in die Richtung, aus der der Wind kommt** — das gefederte Ende liegt also auf der Luvseite. + +Die Geschwindigkeit liest man an den Federn ab: + +- Wimpel (gefülltes Dreieck) = 50 kt +- Langer Strich (volle Feder) = 10 kt +- Kurzer Strich (halbe Feder) = 5 kt + +Beim hier gezeigten Symbol verläuft der Schaft vom Punkt nach **NO**, mit einem **langen Strich (10 kt)** und einem **kurzen Strich (5 kt)** = **15 kt**. Der Wind kommt also **aus NO mit 15 kt**. + + + +Quelle: [Wikipedia — Stationsmodell § Wind](https://de.wikipedia.org/wiki/Stationsmodell) ### Q58: Wie sind Windgeschwindigkeit und -richtung im folgenden METAR? LSZB 131220Z 28015G25KT 9999 SCT035 BKN075 10/06 Q1018 NOSIG= ^t50q58 @@ -1373,7 +1390,7 @@ #### Begriffe D — Widerstand -### Q71: Was stellt das unten abgebildete Windfahnen-Symbol dar? ^t50q71 +### Q71: Was stellt das unten abgebildete Windfeder-Symbol dar? ^t50q71 [EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q71) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q71) @@ -1390,9 +1407,22 @@ #### Erklärung -Windfahnen-Symbole zeigen in die Richtung, aus der der Wind kommt; die Striche am luvseitigen Ende zeigen die Geschwindigkeit an: ein langer Strich = 10 kt, ein kurzer Strich = 5 kt, ein Wimpel (Dreieck) = 50 kt. Das gezeigte Symbol zeigt Wind aus SW mit zwei langen Strichen und einem kurzen Strich: 10 + 10 + 5 = 25 kt aus Südwest. Optionen B und D übertreiben die Windgeschwindigkeit erheblich. +Eine Windfeder hat zwei Enden: ein **Stationsende** (der Punkt) und ein **gefedertes Ende** (der Schaft mit den Federn). Die **Federn zeigen in die Richtung, aus der der Wind kommt** — das gefederte Ende liegt also auf der Luvseite. +Die Geschwindigkeit liest man an den Federn ab: + +- Wimpel (gefülltes Dreieck) = 50 kt +- Langer Strich (volle Feder) = 10 kt +- Kurzer Strich (halbe Feder) = 5 kt + +Hier verläuft der Schaft vom Punkt nach **SW**, mit **zwei langen Strichen (2 × 10 = 20 kt)** und **einem kurzen Strich (5 kt)** = **25 kt**. Der Wind kommt also **aus SW mit 25 kt**. + +- **Optionen B und D** übertreiben die Windgeschwindigkeit erheblich. - **Option A** kehrt die Richtung um — NO ist die Richtung, in die der Wind weht, nicht die Herkunftsrichtung. + + + +Quelle: [Wikipedia — Stationsmodell § Wind](https://de.wikipedia.org/wiki/Stationsmodell) ### Q72: Zu welcher Tages- oder Nachtzeit bildet sich Strahlungsnebel am wahrscheinlichsten? ^t50q72 @@ -1992,7 +2022,7 @@ Gefrierender Regen entsteht, wenn warme Luft in der Höhe (über 0°C) eine flache Frostschicht an der Oberfläche überlagert. Diese Temperaturstruktur ist das Kennzeichen einer winterlichen Warmfront, bei der warme, feuchte Luft über einen Keil kalter Bodenluft gleitet. Regen, der aus der warmen Schicht fällt, durchquert die Frostschicht und wird unterkühlt, gefriert sofort beim Auftreffen auf Flugzeugoberflächen. Sommerwarmfronten **(A)** weisen selten Temperaturen unter null an der Oberfläche auf. Kaltfronten (B, D) beinhalten Kaltluft, die unter Warmluft eindringt, was nicht die notwendige Warm-über-Kalt-Schichtung erzeugt. -### Q101: Was stellt das unten abgebildete Windfahnen-Symbol dar? ^t50q101 +### Q101: Was stellt das unten abgebildete Windfeder-Symbol dar? ^t50q101 [EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q101) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q101) @@ -2009,7 +2039,22 @@ #### Erklärung -Windfahnen zeigen in die Richtung, aus der der Wind kommt; Geschwindigkeit wird durch Striche und Wimpel am luvseitigen Ende angezeigt: ein Wimpel = 50 kt, ein langer Strich = 10 kt, ein kurzer Strich = 5 kt. Das Symbol zeigt Wind aus SSW mit einem Wimpel (50 kt) und zwei langen Strichen (20 kt), insgesamt 70 kt. Optionen A und B identifizieren die Richtung fälschlicherweise als NNO — Windfahnen zeigen die Herkunftsrichtung, nicht die Zielrichtung. +Eine Windfeder hat zwei Enden: ein **Stationsende** (der Punkt) und ein **gefedertes Ende** (der Schaft mit den Federn). Die **Federn zeigen in die Richtung, aus der der Wind kommt** — das gefederte Ende liegt also auf der Luvseite. + +Die Geschwindigkeit liest man an den Federn ab: + +- Wimpel (gefülltes Dreieck) = 50 kt +- Langer Strich (volle Feder) = 10 kt +- Kurzer Strich (halbe Feder) = 5 kt + +Hier verläuft der Schaft vom Punkt nach **SSW**, mit **einem Wimpel (50 kt)** und **zwei langen Strichen (2 × 10 = 20 kt)** = **70 kt**. Der Wind kommt also **aus SSW mit 70 kt**. + +- **Optionen A und B** kehren die Richtung um — Windfedern zeigen die Herkunftsrichtung, nicht die Zielrichtung. +- **Option D** übertreibt die Geschwindigkeit auf 120 kt. + + + +Quelle: [Wikipedia — Stationsmodell § Wind](https://de.wikipedia.org/wiki/Stationsmodell) - **Option D** übertreibt die Geschwindigkeit auf 120 kt. @@ -4267,3 +4312,381 @@ - **Option B** beschreibt nur teilweise das synoptische Druckfeld. - **Option A** platziert den Ns auf der nördlichen (Lee-)Seite, was falsch ist. +### Q212: Welches meteorologische Element ist am wichtigsten für die Sicherheit eines Sichtflugs? ^t50q212 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q212) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q212) + +- A) Windrichtung und -stärke +- B) Lufttemperatur +- C) Horizontale Sichtweite +- D) Menge und Höhe der Wolken über 1500 m/GND + +#### Antwort + +C) + +#### Erklärung + +Beim Sichtflug (VFR) ist die horizontale Sichtweite das entscheidende Element: Unterschreitet sie den gesetzlichen Mindestwert, kann der Pilot die Trennung von Gelände, Hindernissen und anderen Luftfahrzeugen nicht mehr allein durch Sichtkontakt aufrechterhalten. Windrichtung, Temperatur und Bewölkung über 1500 m sind wichtig, aber es sind tiefe Wolken und schlechte Sicht, die VFR-Einschränkungen direkt auslösen. Auch die Menge und Höhe der Wolken unter 1500 m/GND (Wolkenuntergrenze) ist kritisch. + +--- + +### Q213: Welche meteorologische Situation reduziert die Sicht am stärksten? ^t50q213 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q213) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q213) + +- A) Das Herannahen einer Polarluftmasse +- B) Hochdrucklage +- C) Nebel +- D) Föhn + +#### Antwort + +C) + +#### Erklärung + +Nebel kann die Sichtweite auf wenige Meter oder sogar unter 100 m reduzieren und ist damit die bei weitem stärkste Sichtminderung in der Bodenmeteorologie. Föhn ist in der Regel mit ausgezeichneter Sicht verbunden. Hochdruck begünstigt oft klares Wetter, ausser im Winter, wo Inversionen Nebel oder Hochnebel erzeugen können. Eine Polarluftmasse kann Schneeschauer bringen, aber diese reduzieren die Sicht weniger drastisch als dichter Nebel. + +--- + +### Q214: Ab welcher Höhe kann die Gefahr einer Gasembolie auftreten? ^t50q214 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q214) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q214) + +- A) Ab 10 000 m/AMSL +- B) Ab 13 000 m/AMSL +- C) Ab 16 000 m/AMSL +- D) Ab 19 000 m/AMSL + +#### Antwort + +B) + +#### Erklärung + +Eine Gasembolie (Blutkochen) tritt auf, wenn der Umgebungsdruck unter den Dampfdruck des menschlichen Blutes (ca. 47 hPa) fällt. Dies entspricht unter Standardbedingungen etwa 19 000 m, aber ernsthafte physiologische Probleme durch extremen Niederdruck (Entgasung des Gewebes) beginnen sich ab etwa 13 000 m/AMSL zu manifestieren. Deshalb gilt diese Höhe als kritische Gefahrenschwelle in den Luftfahrtvorschriften. + +--- + +### Q215: Was befindet sich in einem Quecksilberbarometer über dem Quecksilber? ^t50q215 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q215) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q215) + +- A) Luft +- B) Stickstoff +- C) Ein praktisch luftleerer Raum (Torricellisches Vakuum) +- D) Wasserdampf + +#### Antwort + +C) + +#### Erklärung + +Das Quecksilberbarometer funktioniert durch das partielle Vakuum an der Spitze des verschlossenen Rohrs: Wird das Rohr in ein Quecksilberbecken umgekehrt, trägt der Atmosphärendruck eine Quecksilbersäule von etwa 760 mm, und es verbleibt ein nahezu vakuumähnlicher Raum oben (Torricellisches Vakuum). Befände sich dort Luft, Stickstoff oder Wasserdampf unter nennenswert, würden diese dem Anstieg des Quecksilbers entgegenwirken und die Messung verfälschen. + +--- + +### Q216: Welches Instrument misst den barometrischen Luftdruck? ^t50q216 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q216) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q216) + +- A) Das Thermometer +- B) Das Quecksilberbarometer +- C) Das Psychrometer +- D) Die Magdeburger Halbkugeln + +#### Antwort + +B) + +#### Erklärung + +Das Quecksilberbarometer misst den Atmosphärendruck durch das Gleichgewicht zwischen dem Gewicht einer Quecksilbersäule und dem Luftdruck. Das Thermometer misst die Temperatur, das Psychrometer die relative Feuchte (über die Differenz zwischen Trocken- und Feuchtthermometer), und die Magdeburger Halbkugeln waren eine historische Demonstration des Atmosphärendrucks, kein Standardmessinstrument. + +--- + +### Q217: Welches Instrument misst die Windgeschwindigkeit an einer Wetterstation? ^t50q217 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q217) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q217) + +- A) Eine Wetterfahne +- B) Ein Windsack +- C) Ein Schalenkreuzanemometer +- D) Ein Drachen + +#### Antwort + +C) + +#### Erklärung + +Das Anemometer (insbesondere das Schalenkreuzanemometer) ist das Standardinstrument zur Messung der Windgeschwindigkeit an Wetterstationen. Windsack und Wetterfahne liefern visuelle Näherungsangaben, aber keine präzisen Messwerte. Drachen wurden historisch von Pionieren wie Benjamin Franklin verwendet, sind aber keine Standardmessinstrumente. Ultraschall- und Hitzdrahtanemometer sind moderne Varianten. + +--- + +### Q218: Wie heisst die Grafik, die normalerweise für eine Windstatistik an einem bestimmten Ort erstellt wird? ^t50q218 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q218) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q218) + +- A) Die Windrose +- B) Das Winddreieck +- C) Das Windpolygon (Häufigkeitsrose) +- D) Die Isotachen + +#### Antwort + +C) + +#### Erklärung + +Das Windpolygon (Häufigkeitsrose) zeigt für jeden Richtungssektor die Häufigkeit und Durchschnittsgeschwindigkeit der über einen langen Zeitraum beobachteten Winde an einem bestimmten Ort - sehr nützlich für die Planung der Pistenausrichtung. Die Windrose zeigt die 16 Haupt- und Nebenhimmelsrichtungen an, ist aber keine statistische Grafik. Das Winddreieck ist ein Navigationshilfsmittel (Versatzberechnung). Isotachen sind Linien gleicher Windgeschwindigkeit auf einer Wetterkarte. + +--- + +### Q219: Was versteht man unter dem Polarfront-Jetstream? ^t50q219 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q219) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q219) + +- A) Warmer, starker Aufwind vor der Polarfront +- B) Zone starker Bodenwinde parallel zur Polarfront +- C) Zone sehr starker Winde an der Grenze der Tropopause +- D) Starker Abwindstrom nach Durchzug der Polarfront + +#### Antwort + +C) + +#### Erklärung + +Der Polarfront-Jetstream ist ein Band sehr starker Winde (oft 100-300 km/h), das an der Grenze zwischen kalter Polarluft und warmer Subtropikalluft in der oberen Troposphäre (etwa 8-12 km Höhe), nahe der Tropopause, entsteht. Er resultiert aus dem starken horizontalen Temperaturgradienten zwischen diesen Luftmassen. Seine Auswirkung auf den Druckgradienten in der Höhe ist erheblich, und er lenkt die Zugbahn der Tiefdruckgebiete auf unseren Breiten. + +--- + +### Q220: In welcher Höhe über einem Hindernis sind mechanische Turbulenzen am stärksten? ^t50q220 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q220) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q220) + +- A) 150 m/AGL (über dem Hindernis) +- B) 500 m/AGL +- C) 1000 m/AGL +- D) 2000 m/AGL + +#### Antwort + +A) + +#### Erklärung + +Mechanische Turbulenzen, die durch das Umströmen von Hindernissen (Gebäude, Bäume, Hügel) entstehen, sind in der unmittelbaren Lee-Zone bis etwa 150 m über dem Hinderniskamm am stärksten. In dieser Zone sind Wirbel und Windscherungen maximal. Darüber nimmt die Turbulenz mit der Höhe allmählich ab. Beim Anflug und bei der Landung wird daher empfohlen, einen Mindestabstand von 150 m über Hindernissen im Anflugbereich einzuhalten. + +--- + +### Q221: Bei welchen Bedingungen treten um Mittag die stärksten thermischen und mechanischen Turbulenzen auf? ^t50q221 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q221) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q221) + +- A) Windstille, hügeliges Gelände, klarer Himmel +- B) Windstille, flaches Gelände, 5/8 Cu +- C) 25 kt Wind, hügeliges Gelände, klarer Himmel +- D) 25 kt Wind, hügeliges Gelände, 5/8 Cu + +#### Antwort + +D) + +#### Erklärung + +Die stärksten Turbulenzen entstehen durch die Kombination thermischer und mechanischer Effekte: starker Wind (25 kt) erzeugt erhebliche mechanische Turbulenzen über hügeligem Gelände. Das Vorhandensein von 5/8 Cumulusbewölkung zeigt aktive thermische Konvektion an. Diese Kombination - starker Wind plus Relief plus Konvektion - erzeugt weit stärkere Turbulenzen als jeder Faktor allein. Windstille erzeugt nur schwache Thermik, und klarer Himmel mit starkem Wind ergibt hauptsächlich mechanische Turbulenz ohne thermische Verstärkung. + +--- + +### Q222: Wann spricht man von unterkühltem Wasser in einer Wolke? ^t50q222 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q222) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q222) + +- A) Wenn die Wolke Schnee produziert +- B) Wenn die Wolke Eiskristalle enthält +- C) Wenn Wassertröpfchen unter 0°C flüssig bleiben +- D) Wenn die Wassertemperatur um 0°C liegt + +#### Antwort + +C) + +#### Erklärung + +Unterkühltes Wasser ist flüssiges Wasser, das selbst bei Temperaturen unter 0°C (bis ca. -40°C) flüssig bleibt. Dies ist möglich, weil sehr reine Tröpfchen in der Wolke keine Gefrierkeime besitzen. Unterkühltes Wasser ist für die Luftfahrt besonders gefährlich, da es beim Auftreffen auf die kalte Oberfläche eines Luftfahrzeugs sofort gefriert und Raureif oder Klareis bildet. Es tritt vor allem in Cumuluswolken, Altocumulus und Nimbostratus zwischen 0°C und -20°C auf. + +--- + +### Q223: Wie breit ist die Niederschlagszone einer Kaltfront? ^t50q223 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q223) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q223) + +- A) 10-30 km +- B) 90-100 km +- C) 150-300 km +- D) 500-1000 km + +#### Antwort + +B) + +#### Erklärung + +Die Niederschlagszone einer Kaltfront ist schmal (ca. 90-100 km), aber intensiv: Die Kaltfront rückt rasch vor und zwingt die Warmluft zu steilem Aufstieg. Dabei entstehen Cumulonimbus mit starken Schauern, Gewittern und manchmal Hagel. Im Gegensatz dazu hat eine Warmfront eine viel breitere Niederschlagszone (150-300 km), aber mit gleichmässigerem und weniger intensivem Niederschlag. Dieser Breitenunterschied erklärt, warum Kaltfrontstörungen kurz und heftig, Warmfrontstörungen lang und allmählich sind. + +--- + +### Q224: Wie verändert sich die Sichtweite beim VFR-Flug aus kalter Luftmasse in Richtung einer Warmfront? ^t50q224 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q224) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q224) + +- A) Die Sichtweite wird besser +- B) Die Sichtweite wird schlechter +- C) Die Sichtweite bleibt gleich +- D) Keine Antwort ist gültig + +#### Antwort + +B) + +#### Erklärung + +Beim Vorfliegen aus der Kaltluft (Polarluftmasse mit guter Sicht) in Richtung Warmfront begegnet der Pilot einer zunehmenden Verschlechterung: Cirrus verdickt sich zu Cirrostratus, dann Altostratus, die Wolkenuntergrenze sinkt, und Niederschlag (Regen oder Nieselregen) setzt ein. Die Sicht verschlechtert sich zunehmend, da die Wolkenschicht dicker wird und der Niederschlag anhaltend wird. Dieses schrittweise Degradierungsmuster ist ein typisches Merkmal des Warmfrontdurchzugs, im Gegensatz zur Kaltfront, die abrupt verschlechtert und dann schnell verbessert. + +--- + +### Q225: Wie breit ist die Niederschlagszone einer Warmfront? ^t50q225 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q225) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q225) + +- A) 10-30 km +- B) 80-100 km +- C) 150-300 km +- D) 500-1000 km + +#### Antwort + +C) + +#### Erklärung + +Die Warmfront ist durch eine flach geneigte Frontfläche (ca. 1:100 bis 1:150) gekennzeichnet, was bedeutet, dass die Warmluft sehr langsam über die Kaltluft auf einer grossen horizontalen Distanz aufgleitet. Dies erzeugt ein breites Niederschlagsband (150-300 km), das weit vor der Bodenfrontinposition beginnt. Niederschlag ist in der Regel anhaltend, weniger intensiv als bei einer Kaltfront, und begleitet von Nimbostratus und Altostratus. + +--- + +### Q226: Wie verändert sich die Wolkenuntergrenze beim VFR-Flug aus kalter Luftmasse in Richtung einer Warmfront? ^t50q226 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q226) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q226) + +- A) Die Wolkenuntergrenze sinkt abrupt +- B) Die Wolkenuntergrenze sinkt allmählich +- C) Die Wolkenuntergrenze steigt abrupt +- D) Die Wolkenuntergrenze steigt allmählich + +#### Antwort + +B) + +#### Erklärung + +Bei Annäherung an eine Warmfront beginnt die typische Wolkensequenz mit Cirrus in grosser Höhe (sehr hohe Basis), gefolgt von Cirrostratus, Altostratus und schliesslich Nimbostratus, dessen Basis sehr tief sein kann (wenige hundert Meter). Diese Wolkenuntergrenze sinkt allmählich, während sich der Pilot der Front nähert - eine schrittweise Warnung, die Zeit zur Reaktion lässt, im Gegensatz zur Kaltfront, die die Bedingungen abrupt verschlechtert. + +--- + +### Q227: Welche Zone einer Okklusion ist am aktivsten? ^t50q227 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q227) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q227) + +- A) Die Zone weit von der Vereinigung von Warm- und Kaltfront entfernt +- B) Die Zone nahe der Vereinigung von Warm- und Kaltfront (Okklusionspunkt) +- C) Die Okklusion produziert überall gleiche Aktivität +- D) Keine Antwort ist gültig + +#### Antwort + +B) + +#### Erklärung + +Eine Okklusion bildet sich, wenn die schneller ziehende Kaltfront die Warmfront einholt und den Warmsektor vom Boden abhebt. Die aktivste Zone - mit den stärksten Winden, intensivsten Niederschlägen und wahrscheinlichsten Gewittern - ist nahe dem Okklusionspunkt (Triplexpunkt), wo beide Fronten zusammentreffen und die verfügbare Energie maximal ist. An den Extremitäten der Okklusion nimmt die Aktivität allmählich ab. + +--- + +### Q228: Wann spricht man von Dunst? ^t50q228 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q228) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q228) + +- A) Sichtweite zwischen 1000 und 8000 m +- B) Sichtweite zwischen 1000 und 5000 m +- C) Sichtweite zwischen 1000 und 3000 m +- D) Sichtweite unter 1000 m + +#### Antwort + +A) + +#### Erklärung + +Nach internationaler meteorologischer Konvention spricht man von Dunst (engl. mist), wenn die Sichtweite durch feine Wassertröpfchen oder Eiskristalle in der Luft zwischen 1000 m und 8000 m liegt. Unter 1000 m Sichtweite durch kondensiertes Wasser spricht man von Nebel. Über 8000 m gilt die Sichtweite als gut. Diese Unterscheidung ist für METARs und VFR-Bedingungen wichtig. + +--- + +### Q229: Wie verhalten sich Temperatur, Taupunkt und relative Feuchte im Nebel? ^t50q229 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q229) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q229) + +- A) Hohe relative Feuchte, Temperatur aber weit über dem Taupunkt +- B) Niedrige relative Feuchte und Temperatur weit vom Taupunkt entfernt +- C) Temperatur gleich Taupunkt, relative Feuchte gleich oder nahe 100 % +- D) Temperatur, relative Feuchte und Taupunkt sind alle drei gleich + +#### Antwort + +C) + +#### Erklärung + +Nebel bildet sich, wenn die Luft gesättigt ist, d.h. wenn die Lufttemperatur auf den Taupunkt sinkt (oder die Feuchte bis zur Sättigung steigt). Dabei erreicht die relative Feuchte 100 % und der Wasserdampf beginnt, sich als feine Tröpfchen zu kondensieren. Temperatur und Taupunkt werden praktisch gleich, während die relative Feuchte annähernd 100 % beträgt. Option D ist falsch, weil die relative Feuchte eine andere Grösse als die Temperatur ist. + +--- + +### Q230: Welche Entwicklungsstadien durchläuft eine Gewitterzelle? ^t50q230 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q230) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q230) + +- A) Aufbau, Reifestadium, Auflösung +- B) Cumulus, Cumulonimbus, Regen +- C) Beginn, Cumulonimbus, Auflösung +- D) Anfangsstadium, mittleres Stadium, Endstadium + +#### Antwort + +A) + +#### Erklärung + +Ein Cumulonimbus (Gewitterwolke) durchläuft drei klar definierte Stadien. Das Aufbaustadium (oder Cumulusstadium): dominierende Aufwinde, die Zelle wächst nach oben. Das Reifestadium (Stabilisierung): starke Auf- und Abwinde koexistieren - dies ist das gefährlichste Stadium mit Blitzen, Hagel, heftigen Böen und starken Niederschlägen. Das Auflösungsstadium: Abwinde dominieren, die Wolke verdunstet allmählich und das Gewitter schwächt sich ab. + +--- + +### Q231: Welche Auswirkung hat Vereisung auf ein Segelflugzeug beim Durchfliegen kalter Niederschläge? ^t50q231 + +[EN](../SPL%20Exam%20Questions%20EN/50%20-%20Meteorology.md#^t50q231) · [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/50%20-%20M%C3%A9t%C3%A9orologie.md#^t50q231) + +- A) Nur Vergaservereisung +- B) Keine Auswirkung auf die aerodynamischen Leistungen +- C) Innerhalb von Minuten kann das Segelflugzeug nicht mehr flugfähig sein +- D) Nur geringe Folgen durch Gewichtsbelastung + +#### Antwort + +C) + +#### Erklärung + +Vereisung ist für Segelflugzeuge besonders kritisch: Ihre Leistung hängt von einem sehr präzisen Tragflächenprofil mit engen Toleranzen ab. Eis, das sich an der Vorderkante ansammelt, verformt das aerodynamische Profil, erhöht den Widerstand, reduziert den Auftrieb, senkt die Überziehgeschwindigkeit und beschwert das Flugzeug. Diese kombinierten Auswirkungen können das Luftfahrzeug innerhalb von Minuten unkontrollierbar machen. Im Gegensatz zu Motorflugzeugen verfügen Segelflugzeuge in der Regel über keine Enteisungsanlagen, was sie extrem anfällig macht. Die vorausschauende Ausweichung ist die einzige wirksame Massnahme. + -- Gitblit v1.3.1