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# Grundlagen des Fliegens
Q1: Wie lässt sich der stationäre Gleitflug im Hinblick auf die wirkenden Kräfte am besten beschreiben? ^t80q1
EN · FR
- A) Der Auftrieb allein kompensiert den Widerstand
- B) Die aerodynamische Resultierende wirkt in Strömungsrichtung
- C) Die aerodynamische Resultierende gleicht das Gewicht aus
- D) Die aerodynamische Resultierende ist parallel zum Auftriebsvektor
Antwort
C)
Erklärung
Im stationären Gleitflug wirkt kein Schub, daher wirken nur zwei Kräfte: die Schwerkraft (Gewicht) und die gesamte aerodynamische Kraft (Vektorsumme aus Auftrieb und Widerstand). Damit sich der Segler im Gleichgewicht befindet, müssen diese beiden Kräfte gleich groß und entgegengesetzt gerichtet sein – die aerodynamische Resultierende gleicht also die Schwerkraft genau aus. Auftrieb und Widerstand sind lediglich Komponenten dieser einen aerodynamischen Resultierenden; weder der Auftrieb allein noch der Widerstand allein gleicht das Gewicht aus.
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### Q2: Was geschieht mit der Mindestfluggeschwindigkeit, wenn Klappen ausgefahren werden und dadurch die Wölbung des Flügels zunimmt? ^t80q2
EN · FR
- A) Die Mindestgeschwindigkeit steigt
- B) Der Schwerpunkt verlagert sich nach vorne
- C) Die Mindestgeschwindigkeit sinkt
- D) Die zulässige Höchstgeschwindigkeit steigt
Antwort
C)
Erklärung
Das Ausfahren von Klappen erhöht die Flügelwölbung und damit den maximalen Auftriebsbeiwert (CLmax). Aus der Formel für die Überziehgeschwindigkeit Vs = sqrt(2W / (rho × S × CLmax)) folgt, dass ein höherer CL_max die Mindestfluggeschwindigkeit Vs direkt verringert. Dies ermöglicht langsameres Fliegen ohne Strömungsabriss, weshalb Klappen beim Anflug und bei der Landung eingesetzt werden. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit nimmt mit ausgefahrenen Klappen typischerweise ab (nicht zu), da Klappenstrukturen nicht für hohen dynamischen Druck ausgelegt sind.
Begriffe
- W — Gewicht — Schwerkraft auf das Luftfahrzeug (W = m × g)
- rho — ρ (rho) — Luftdichte
- S — Flügelfläche — gesamte Grundrissfläche der Tragflächen
- CL_max — Maximaler Auftriebsbeiwert — höchster CL vor dem Überziehen
- V — Geschwindigkeit / Fluggeschwindigkeit
- VS = Überziehgeschwindigkeit (Stall Speed)
- CL — Auftriebsbeiwert — dimensionsloser Kennwert des Auftriebs
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Q3: Nachdem ein Flügel überziehen hat und die Nase abfällt – welche Technik ist korrekt, um einen Trudeleintritt zu verhindern? ^t80q3
EN · FR
- A) Höhenruder ziehen, um das Flugzeug in eine normale Lage zurückzubringen
- B) Alle Ruder entgegen dem abgefallenen Flügel ausschlagen
- C) Höhenruder drücken, um Fahrt aufzunehmen und die Strömung am Flügel wieder anzulegen
- D) Seitenruder entgegen dem abgefallenen Flügel geben und den Höhenruderdruck lösen, um Fahrt aufzunehmen
Antwort
D)
Erklärung
Ein beginnender Trudeleintritt entsteht, wenn ein Flügel früher als der andere überziehen hat – der überziehende Flügel fällt ab und erzeugt ein Gier- und Rollmoment. Die korrekte Reaktion ist: Seitenruder entgegen der Gierrichtung bzw. entgegen dem abgefallenen Flügel geben, um die Drehung zu stoppen, und gleichzeitig den Höhenruderdruck lösen (oder drücken), um den Anstellwinkel unter den kritischen Wert zu reduzieren und die Strömungsanlage sowie den Auftrieb wiederherzustellen. Höhenruder ziehen *(A)* würde den Anstellwinkel erhöhen und den Strömungsabriss vertiefen; alleiniges Drücken *(C)* ohne Seitenruder stoppt das Giermoment nicht.
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### Q4: Welches Bauteil ist für die Längsstabilisierung im Reiseflug verantwortlich? ^t80q4
EN · FR

- A) Querruder
- B) Landeklappen
- C) Seitenruder
- D) Höhenleitwerk
Antwort
D)
Erklärung
Die Querachse ist die Nickachse (Nase hoch/tief). Das Höhenleitwerk sorgt für die Längsstabilität (Nickstabilität): Es erzeugt ein rückstellendes Moment, wenn die Nase aus der Trimmstellung nach oben oder unten abweicht, da seine Auftriebskraft mit dem Anstellwinkel am Leitwerk variiert. Querruder steuern die Rollbewegung (Längsachse), das Seitenruder steuert das Gieren (Hochachse), und Klappen sind Hochauftriebshilfen, keine Stabilitätsflächen.
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### Q5: Was kann passieren, wenn die Höchstgeschwindigkeit VNE im Flug überschritten wird? ^t80q5
EN · FR
- A) Flattern und strukturelle Schäden an den Tragflächen
- B) Geringerer Widerstand bei höheren Steuerkräften
- C) Übermäßiger Staudruck macht den Fahrtmesser unbrauchbar
- D) Verbessertes Gleitzahlverhältnis und flacherer Gleitwinkel
Antwort
A)
Erklärung
Das Überschreiten von VNE birgt die Gefahr des aeroelastischen Flatterns – einer selbstverstärkenden Schwingung der Steuer- oder Tragflächen, die das Tragwerk innerhalb von Sekunden zerstören kann. Die Flattereinsatzgeschwindigkeit liegt nahe VNE. Es kann zum strukturellen Versagen von Holmen, Anschlüssen oder Steuerflächen kommen. Die anderen Antwortmöglichkeiten beschreiben Effekte, die bei überhöhter Geschwindigkeit nicht eintreten: Der Gleitwinkel verbessert sich nicht, der Widerstand nimmt nicht ab, und der Fahrtmesser ist für alle normalen und außergewöhnlichen Geschwindigkeiten ausgelegt.
Begriffe
VNE = Höchstzulässige Geschwindigkeit
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### Q6: Welchen Einfluss hat eine rückwärtige Schwerpunktlage auf das Handling eines Seglers? ^t80q6
EN · FR
- A) Das Flugzeug wird nickstabil sehr stabil
- B) Das Flugzeug wird weniger nickstabil und ist schwerer zu kontrollieren
- C) Die Wirksamkeit der Querrudersteuerung nimmt zu
- D) Die Überziehgeschwindigkeit steigt deutlich an
Antwort
B)
Erklärung
Eine rückwärtige Schwerpunktlage verringert den rückstellenden Hebelarm zwischen dem Schwerpunkt und dem Höhenleitwerk, was die Längsstabilität (Nickstabilität) vermindert. Im Extremfall kann das Flugzeug nickinstabil werden – der Pilot kann eine Nase-hoch-Divergenz möglicherweise nicht verhindern, insbesondere beim Windenstart oder in Turbulenzen. Die vordere Schwerpunktgrenze sichert ausreichende Nickstabilität; die hintere Grenze sichert ausreichende Steuerbarkeit. Eine rückwärtige Schwerpunktlage erhöht weder die Überziehgeschwindigkeit noch die Querruder-Wirksamkeit und macht das Flugzeug weniger, nicht mehr, stabil.
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Q7: Welchem Zweck dient das Seitenleitwerk (Seitenruderanlage)? ^t80q7

EN · FR
- A) Bereitstellung von Rollstabilität
- B) Bereitstellung von Nicksteuerung
- C) Erzeugung von zusätzlichem Auftrieb in Kurven
- D) Bereitstellung von Richtungsstabilität (Gier) und Richtungssteuerung
Antwort
D)
Erklärung
Das Seitenleitwerk (Seitenflosse + Seitenruder) sorgt für Gierstabilität und Giersteuerung. Die feststehende Flosse wirkt wie eine Wetterfahne und erzeugt ein rückstellendes Giermoment, wenn das Flugzeug versetzt. Das bewegliche Seitenruder ermöglicht dem Piloten, gezielte Giereingaben für koordiniertes Fliegen, Seitenwindkorrekturen oder die Trudelausleitung zu geben. Das Höhenleitwerk übernimmt die Nicksteuerung; die V-Form des Flügels die Rollstabilität; das Seitenleitwerk erzeugt keinen Auftrieb im konventionellen Sinne.
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Q8: In einer koordinierten Horizontalkurve bei 60° Querneigung beträgt das Lastvielfache ungefähr ^t80q8
EN · FR
- A) 1,0
- B) 1,4
- C) 2,0
- D) 3,0
Antwort
C)
Erklärung
In einer Horizontalkurve gilt: Lastvielfaches n = 1/cos(Querneigungswinkel). Bei 60° Querneigung: n = 1/cos(60°) = 1/0,5 = 2,0. Das bedeutet, dass das effektive Gewicht, das die Tragflächen tragen müssen, sich verdoppelt. Die Überziehgeschwindigkeit steigt um den Faktor √n = √2 ≈ 1,41, also um 41 %. Deshalb sind steile Kurven in geringer Höhe für Segler gefährlich – der Abstand zur Überziehgeschwindigkeit schrumpft drastisch.
Begriffe
n — Lastvielfaches (Verhältnis Auftrieb zu Gewicht: n = L/G)
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### Q9: Wie hängen Streckung und induzierter Widerstand zusammen? ^t80q9
EN · FR
- A) Eine höhere Streckung erhöht den induzierten Widerstand
- B) Die Streckung hat keinen Einfluss auf den induzierten Widerstand
- C) Eine höhere Streckung verringert den induzierten Widerstand
- D) Der induzierte Widerstand hängt nur von der Fluggeschwindigkeit ab
Antwort
C)
Erklärung
Der induzierte Widerstand ist umgekehrt proportional zur Streckung (AR): D_induziert ∝ CL² / (π × AR × e). Ein längerer, schmalerer Flügel (hohe Streckung) erzeugt denselben Auftrieb mit schwächeren Randwirbeln und damit weniger induziertem Widerstand. Deshalb haben Segler sehr hohe Streckungen – das ist das primäre Konstruktionsmerkmal zur Maximierung der Gleitzahl und Flugleistung.
Begriffe
- D_induziert — Induzierter Widerstand — Widerstand als Nebenprodukt der Auftriebserzeugung
- CL — Auftriebsbeiwert — dimensionsloser Kennwert des Auftriebs
- AR — Streckung — Verhältnis von Spannweite² zur Flügelfläche
- e — Oswald-Wirkungsgrad — Flügeleffizienzfaktor (1,0 für ideale elliptische Auftriebsverteilung)
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### Q10: Wenn das Höhentrimmruder nach unten ausgeschlagen wird, welche Nicktendenz ergibt sich? ^t80q10
EN · FR
- A) Nase hoch
- B) Keine Änderung
- C) Das Flugzeug rollt
- D) Nase tief
Antwort
A)
Erklärung
Ein nach unten ausgeschlagenes Trimmruder erzeugt eine aerodynamische Kraft nach oben an der Hinterkante des Höhenruders, die die Hinterkante des Höhenruders nach oben und seine Vorderkante nach unten drückt – dies schlägt das Höhenruder effektiv nach unten aus und erzeugt ein Nase-hoch-Nickmoment. Trimmruder wirken durch aerodynamische Kraft und entlasten den Piloten von anhaltenden Steuerkräften; ihr Ausschlag ist dem gewünschten Höhenruderausschlag entgegengesetzt.
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### Q11: Was zeigt die Polare eines Seglers? ^t80q11
EN · FR
- A) Den Zusammenhang zwischen Höhe und Fluggeschwindigkeit
- B) Den Zusammenhang zwischen Sinkrate und Fluggeschwindigkeit
- C) Den Zusammenhang zwischen Auftrieb und Gewicht
- D) Den Zusammenhang zwischen Widerstand und Höhe
Antwort
B)
Erklärung
Die Geschwindigkeitspolare des Seglers zeigt die vertikale Sinkrate (Vz, typischerweise in m/s) gegenüber der horizontalen Fluggeschwindigkeit (Vh). Sie ist das grundlegende Leistungsdiagramm für einen Segler: Sie zeigt das geringste Sinken (der tiefste Punkt der Kurve), die beste Gleitzahlgeschwindigkeit (gegeben durch die Tangente vom Ursprung) und die Streckenflugeschwindigkeiten zwischen Thermiken (McCready-Tangenten). Alle Überlandflug-Entscheidungen zur optimalen Fluggeschwindigkeit basieren auf dieser Kurve.
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Q12: Was passiert mit dem erforderlichen Anstellwinkel im Horizontalflug, wenn die Geschwindigkeit zunimmt? ^t80q12
EN · FR
- A) Er bleibt konstant
- B) Er nimmt zu
- C) Er nimmt ab
- D) Er schwankt
Antwort
C)
Erklärung
Im Horizontalflug muss der Auftrieb dem Gewicht entsprechen (L = W). Da L = CL × 0,5 × ρ × V² × S, muss bei zunehmender Geschwindigkeit V der Auftriebsbeiwert CL abnehmen, damit der Auftrieb konstant bleibt. Ein niedrigerer CL entspricht einem kleineren Anstellwinkel. Daher erfordert schnelleres Fliegen einen kleineren Anstellwinkel, und langsameres Fliegen (in Richtung Überziehen) einen zunehmend größeren Anstellwinkel.
Begriffe
- L — Auftrieb — aerodynamische Kraft senkrecht zur Anströmung
- W — Gewicht — Schwerkraft auf das Luftfahrzeug (W = m × g)
- CL = Auftriebsbeiwert
- ρ (rho) — Luftdichte
- S — Flügelfläche — gesamte Grundrissfläche der Tragflächen
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Q13: Welche Funktion haben Flügelzäune (Grenzschichtzäune)? ^t80q13
EN · FR
- A) Die Höchstgeschwindigkeit zu erhöhen
- B) Das Gewicht zu reduzieren
- C) Spannenweises Abströmen der Grenzschicht zu verhindern
- D) Den induzierten Widerstand zu erhöhen
Antwort
C)
Erklärung
Flügelzäune sind dünne senkrechte Platten auf der Flügeloberseite eines gepfeilten oder sich verjüngenden Flügels, die verhindern, dass die Grenzschicht spannenweise (nach außen zur Flügelspitze) abströmt. Ohne Zäune wandert die Grenzschicht aufgrund des Druckgradienten nach außen, verdickt sich an den Spitzen und fördert den Spitzenabriss. Zäune begrenzen die Grenzschicht auf ihren lokalen Bereich, verbessern das Spitzenabrissverhaltend und die Querruderwirksamkeit bei großen Anstellwinkeln.
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### Q14: Was passiert mit dem Gesamtwiderstand bei der Geschwindigkeit für die beste Gleitzahl? ^t80q14
EN · FR
- A) Der Gesamtwiderstand ist am größten
- B) Der induzierte Widerstand ist gleich null
- C) Der Gesamtwiderstand ist am kleinsten
- D) Der Profilwiderstand ist gleich null
Antwort
C)
Erklärung
Die beste Gleitzahl (maximales L/D) tritt bei der Geschwindigkeit auf, bei der der Gesamtwiderstand minimal ist. An diesem Punkt ist der induzierte Widerstand gleich dem Profilwiderstand – bei höherer Geschwindigkeit nimmt der Profilwiderstand stärker zu, als der induzierte Widerstand abnimmt, und bei niedrigerer Geschwindigkeit nimmt der induzierte Widerstand stärker zu, als der Profilwiderstand abnimmt. Für einen Segler ergibt diese Geschwindigkeit den flachsten Gleitwinkel und die größte Distanz pro Höhenmeter Verlust in ruhiger Luft.
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### Q15: Welches konstruktive Merkmal trägt zur Querstabilität (Rollstabilität) eines Seglers bei? ^t80q15
EN · FR
- A) Höhenleitwerk
- B) Seitenflosse
- C) V-Form des Flügels (Diederwinkel)
- D) Höhentrimmung
Antwort
C)
Erklärung
Die V-Form des Flügels – der nach oben gerichtete V-Winkel der Flügel – ist das primäre Konstruktionsmerkmal für die Querstabilität (Rollstabilität). Wenn eine Böe oder Störung einen Flügel abfallen lässt, erhöht die V-Form-Geometrie den Anstellwinkel am unteren Flügel, erzeugt mehr Auftrieb und schafft ein rückstellendes Rollmoment in Richtung Normalfluglage. Das Seitenleitwerk sorgt für Richtungsstabilität; das Höhenleitwerk für Nickstabilität; und die Höhentrimmung stellt eine Nickbezugslage ein, keine Rollbezugslage.
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### Q16: Wie beeinflusst zunehmende Höhe die wahre Fluggeschwindigkeit (TAS) bei gegebener angezeigter Fluggeschwindigkeit (IAS)? ^t80q16
EN · FR
- A) TAS nimmt ab
- B) TAS bleibt gleich wie IAS
- C) TAS nimmt zu
- D) TAS schwankt unvorhersehbar
Antwort
C)
Erklärung
Die IAS basiert auf dem dynamischen Druck (q = 0,5 × ρ × V²). In größerer Höhe ist die Luftdichte ρ geringer, daher entspricht eine bestimmte IAS einer höheren TAS. Die Beziehung lautet: TAS = IAS × √(ρ₀/ρ), wobei ρ₀ die Dichte in Meereshöhe ist. Für Segelflieger bedeutet dies, dass die Bodengeschwindigkeit bei derselben angezeigten Anfluggeschwindigkeit in der Höhe höher ist und der Landlauf länger sein wird.
Begriffe
- IAS = Angezeigte Fluggeschwindigkeit (Indicated Airspeed)
- q — Staudruck (q = ½ × ρ × V²)
- ρ (rho) — Luftdichte
- TAS = Wahre Eigengeschwindigkeit (True Airspeed)
- ρ₀ — Luftdichte auf Meereshöhe (ISA: 1,225 kg/m³)
Source
Q17: Was beschreibt der Begriff „Lastvielfaches"? ^t80q17
EN · FR
- A) Das Verhältnis von Flugzeuggewicht zu Flügelfläche
- B) Das Verhältnis von Auftrieb zu Gewicht
- C) Das Verhältnis von Widerstand zu Gewicht
- D) Das Verhältnis von Schub zu Widerstand
Antwort
B)
Erklärung
Das Lastvielfache (n) ist definiert als das Verhältnis des von den Tragflächen erzeugten Auftriebs zum Gewicht des Flugzeugs: n = L/W. Im geraden Horizontalflug gilt n = 1. In einer Kurve gilt n > 1, da für die Zentripetalkraft zusätzlicher Auftrieb benötigt wird. Beim senkrechten Abfangen kann n die Auslegungsgrenzen überschreiten. Die strukturelle Auslegung des Seglers ist für bestimmte Lastvielfach-Grenzen ausgelegt (typischerweise +5,3g / -2,65g für die Nutzungskategorie).
Begriffe
- n — Lastvielfaches (Verhältnis Auftrieb zu Gewicht: n = L/G)
- L — Auftrieb — aerodynamische Kraft senkrecht zur Anströmung
- g — Erdbeschleunigung (9,81 m/s²)
- W — Gewicht — Schwerkraft auf das Luftfahrzeug (W = m × g)
Source
Q18: Wie beeinflusst zunehmendes Flugzeuggewicht die beste Gleitzahl? ^t80q18
EN · FR
- A) Sie verbessert die Gleitzahl
- B) Sie verschlechtert die Gleitzahl
- C) Sie verändert die Gleitzahl nicht
- D) Sie hängt von der Flügelkonfiguration ab
Antwort
C)
Erklärung
Das beste L/D-Verhältnis wird durch die aerodynamische Form des Flugzeugs bestimmt und ist unabhängig vom Gewicht. Zunehmendes Gewicht verschiebt die Geschwindigkeitspolare nach unten und rechts – die Geschwindigkeit für die beste Gleitzahl nimmt zu (man muss schneller fliegen), aber das maximale L/D-Verhältnis bleibt gleich. Deshalb verbessert der Wasserballast bei Seglern die Streckenfluggeschwindigkeit zwischen Thermiken, ohne den Gleitwinkel zu verändern – nur die Geschwindigkeit, bei der dieser Winkel erreicht wird, ändert sich.
Begriffe
- L — Auftrieb — aerodynamische Kraft senkrecht zur Anströmung
- D — Widerstand
Source
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### Q19: Ein Segler fliegt mit der Geschwindigkeit des geringsten Sinkens. Wenn der Pilot beschleunigt, was passiert mit der Sinkrate? ^t80q19
EN · FR
- A) Die Sinkrate nimmt weiter ab
- B) Die Sinkrate bleibt gleich
- C) Die Sinkrate nimmt zu
- D) Die Sinkrate schwankt
Antwort
C)
Erklärung
Die Geschwindigkeit des geringsten Sinkens ist die Geschwindigkeit am tiefsten Punkt der Geschwindigkeitspolare. Jede Geschwindigkeitsänderung – schneller oder langsamer – von diesem Punkt erhöht die Sinkrate. Beschleunigung über die Geschwindigkeit des geringsten Sinkens hinaus erhöht den Profilwiderstand stärker als der induzierte Widerstand abnimmt, was zu einem höheren Gesamtwiderstand und damit zu einer größeren Sinkrate führt. Dies ist der Kompromiss beim Streckenflug: Schneller fliegen überwindet mehr Strecke, aber auf Kosten einer höheren Sinkrate.
Source
Q20: Welchen Effekt hat das Ausfahren von Bremsklappen (Spoilern) bei einem Segler? ^t80q20

EN · FR
- A) Auftrieb steigt, Widerstand sinkt
- B) Auftrieb und Widerstand sinken beide
- C) Widerstand steigt, Auftrieb sinkt
- D) Auftrieb und Widerstand steigen beide
Antwort
C)
Erklärung
Bremsklappen (Spoiler) stören die gleichmäßige Anströmung über der Flügeloberfläche, reduzieren das Druckgefälle und damit den Auftrieb. Gleichzeitig erzeugen die ausgefahrenen Spoilerplatten eine starke Zunahme des Widerstands. Dieser kombinierte Effekt steilt den Gleitpfad stark auf, was genau ihr Zweck ist – dem Piloten zu ermöglichen, den Anflugwinkel zu steuern und präzise zu landen. Ohne Bremsklappen würden Segler aufgrund ihrer hervorragenden Gleitzahl weite Strecken überfliegen.
Source
Q21: Bei welchem Flugzustand ist der induzierte Widerstand am größten? ^t80q21
EN · FR
- A) Hochgeschwindigkeitsreiseflug
- B) Sturzflug
- C) Langsamflug bei großem Anstellwinkel
- D) Bei der Geschwindigkeit der besten Gleitzahl
Antwort
C)
Erklärung
Der induzierte Widerstand ist proportional zu CL², und CL ist bei Langsamflug mit großem Anstellwinkel am höchsten (wo der Flügel maximalen Auftrieb pro Einheit dynamischen Druck erzeugen muss). Im Sturzflug oder bei hoher Geschwindigkeit ist CL gering und der induzierte Widerstand minimal – der Profilwiderstand dominiert stattdessen. Bei der Geschwindigkeit der besten Gleitzahl ist der induzierte Widerstand gleich dem Profilwiderstand, aber nicht an seinem Maximum. Der Langsamflugbereich ist der Bereich, in dem der induzierte Widerstand den Gesamtwiderstand dominiert.
Begriffe
CL — Auftriebsbeiwert — dimensionsloser Kennwert des Auftriebs
Source
Q22: Was ist die primäre Funktion eines Höhenruder-Trimmruders? ^t80q22
EN · FR
- A) Die Steuerknüppelkräfte in anhaltenden Flugzuständen zu reduzieren
- B) Die Höchstgeschwindigkeit zu erhöhen
- C) Die Querstabilität zu verbessern
- D) Flattern zu verhindern
Antwort
A)
Erklärung
Das Höhentrimmruder ermöglicht dem Piloten, die zur Beibehaltung einer bestimmten Nicklage im Stetigflug nötigen Steuerkräfte zu reduzieren oder zu eliminieren. Durch Auslenken des Trimmruders wird eine aerodynamische Kraft auf das Höhenruder aufgebracht, die dem natürlichen Scharniermoment entgegenwirkt und hands-off- oder kräftefreies Fliegen bei der getrimmten Geschwindigkeit ermöglicht. Dies reduziert die Pilotenermüdung auf langen Flügen und ermöglicht es dem Piloten, sich auf Navigation und Thermiknutzung zu konzentrieren.
Source
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### Q23: Was passiert mit der Überziehgeschwindigkeit in einer Kurve im Vergleich zum Geradeausflug? ^t80q23
EN · FR
- A) Die Überziehgeschwindigkeit sinkt
- B) Die Überziehgeschwindigkeit bleibt unverändert
- C) Die Überziehgeschwindigkeit steigt
- D) Die Überziehgeschwindigkeit hängt nur von der Höhe ab
Antwort
C)
Erklärung
In einer Kurve überschreitet das Lastvielfache n = 1/cos(Querneigungswinkel) den Wert 1, was bedeutet, dass die Flügel mehr Auftrieb als im Geradeausflug erzeugen müssen. Die Überziehgeschwindigkeit steigt um den Faktor √n. Bei 45° Querneigung steigt die Überziehgeschwindigkeit um 19 %, bei 60° Querneigung um 41 %. Dies ist ein kritischer Sicherheitsaspekt beim Kreisen in der Thermik in Bodennähe – je steiler die Querneigung, desto näher ist der Pilot an der erhöhten Überziehgeschwindigkeit.
Begriffe
n — Lastvielfaches (Verhältnis Auftrieb zu Gewicht: n = L/G)
Source
Q24: Was ist der Druckpunkt eines Tragflächenprofils? ^t80q24
EN · FR
- A) Der Punkt, an dem das Gewicht des Flugzeugs angreift
- B) Der Punkt größter Profildicke
- C) Der Punkt, an dem die aerodynamische Resultierende am Flügel angreift
- D) Der geometrische Mittelpunkt der Flügelgrundfläche
Antwort
C)
Erklärung
Der Druckpunkt (CP) ist der Punkt auf der Profilsehne, an dem die aerodynamische Resultierende (Summe aller Druck- und Reibungskräfte) als angreifend betrachtet werden kann. Im Gegensatz zum aerodynamischen Mittelpunkt bewegt sich der CP mit dem Anstellwinkel – er wandert bei zunehmendem Anstellwinkel nach vorne und bei abnehmendem nach hinten. Diese Wanderung ist einer der Gründe, warum die Schwerpunktlage innerhalb der Grenzen bleiben muss: Wenn sich der CP zu weit vom Schwerpunkt entfernt, kann die Nicksteuerbarkeit beeinträchtigt werden.
Source
Q25: Bei welchem Flugzustand ist der Profilwiderstand am größten? ^t80q25
EN · FR
- A) Bei Langsamflug nahe dem Überziehen
- B) Bei der Geschwindigkeit des geringsten Sinkens
- C) Bei der Geschwindigkeit der besten Gleitzahl
- D) Bei der höchsten zulässigen Geschwindigkeit (VNE)
Antwort
D)
Erklärung
Der Profilwiderstand ist proportional zu V² (dynamischer Druck). Je schneller das Flugzeug fliegt, desto größer ist der Profilwiderstand. Bei VNE – der Höchstgeschwindigkeit – erreicht der Profilwiderstand seinen Höchstwert innerhalb des normalen Flugbereichs. Bei geringen Geschwindigkeiten nahe dem Überziehen ist der Profilwiderstand minimal, während der induzierte Widerstand dominiert. Der Profilwiderstand umfasst Formwiderstand, Reibungswiderstand und Interferenzwiderstand – alle wachsen mit dem Quadrat der Fluggeschwindigkeit.
Begriffe
VNE — Höchstzulässige Geschwindigkeit
Source
Q26: Was besagt das Bernoulli-Prinzip, angewendet auf ein Tragflächenprofil? ^t80q26
EN · FR
- A) Der Druck steigt, wo die Strömungsgeschwindigkeit zunimmt
- B) Wo die Strömungsgeschwindigkeit zunimmt, sinkt der Druck
- C) Auftrieb wird ausschließlich durch die Ablenkung der Luft nach unten erzeugt
- D) Der Widerstand ist unabhängig von der Geschwindigkeit
Antwort
B)
Erklärung
Das Bernoulli-Prinzip besagt, dass in einer stationären, inkompressiblen Strömung eine Zunahme der Strömungsgeschwindigkeit mit einer Abnahme des statischen Drucks einhergeht und umgekehrt. Angewendet auf ein Tragflächenprofil beschleunigt die Luft über die gewölbte Oberseite und erzeugt dort eine Zone niedrigeren Drucks im Vergleich zur Unterseite. Dieses Druckgefälle erzeugt den Auftrieb. Während das dritte Newtonsche Gesetz (Abwind) ebenfalls zum Auftrieb beiträgt, ist die Bernoulli-Druckverteilung der primäre Mechanismus beim konventionellen Unterschallflug.
Source
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### Q27: Was ist der Wendeschlag? ^t80q27
EN · FR
- A) Die Tendenz, in einer steilen Kurve nickend die Nase zu senken
- B) Ungewolltes Gieren entgegen der beabsichtigten Drehrichtung beim Querruderausschlag
- C) Das durch Seitenruderausschlag im Seitenwind verursachte Gieren
- D) Das durch asymmetrischen Schub verursachte Gieren
Antwort
B)
Erklärung
Der Wendeschlag entsteht, weil das nach unten ausgeschlagene Querruder (an dem Flügel, der sich hebt) sowohl Auftrieb als auch induzierten Widerstand an diesem Flügel erhöht. Der zusätzliche Widerstand am sich hebenden Flügel zieht die Nase in Richtung des absinkenden Flügels – entgegen der beabsichtigten Kurvenrichtung. Deshalb ist der koordinierte Einsatz von Seitenruder zusammen mit dem Querruder wesentlich, und deshalb wurde der differentielle Querruderausschlag als konstruktive Lösung entwickelt.
Source
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### Q28: Wann wird der Bodeneffekt spürbar? ^t80q28
EN · FR
- A) In jeder Höhe bei ruhiger Luft
- B) Innerhalb von etwa einer Flügelspannweite über dem Boden
- C) Nur während des Startruns
- D) Oberhalb von 100 m AGL
Antwort
B)
Erklärung
Der Bodeneffekt wird spürbar, wenn sich das Flugzeug innerhalb von etwa einer Flügelspannweite über der Oberfläche befindet. Der Boden schränkt die Entwicklung der Randwirbel physisch ein und verringert den induzierten Abwind, was Auftrieb effektiv erhöht und den induzierten Widerstand reduziert. Piloten erleben dies als Schwebeeffekt beim Ausrunden der Landung – der Segler will im Bodeneffekt weiterfliegen, was den beabsichtigten Aufsetzbunkt überfliegen kann, wenn dies nicht antizipiert wird.
Begriffe
AGL = Über Grund (Above Ground Level)
Source
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### Q29: Was bezeichnet der Begriff „Schränkung" in der Flügelbauweise? ^t80q29
EN · FR
- A) Die Abnahme der Flügeltiefe von der Wurzel zur Spitze
- B) Eine Abnahme des Einstellwinkels von der Flügelwurzel zur Flügelspitze
- C) Das Reinigungsverfahren für Flügeloberflächen
- D) Der Auftriebsverlust beim Überziehen
Antwort
B)
Erklärung
Die Schränkung ist ein bewusstes Konstruktionsmerkmal, bei dem der Einstellwinkel des Flügels von der Wurzel zur Spitze progressiv abnimmt (geometrische Schränkung) oder das Profil so geändert wird, dass an der Spitze weniger Auftrieb erzeugt wird (aerodynamische Schränkung). Dies stellt sicher, dass die Flügelwurzel vor der Spitze überziehen, was die Querruderwirksamkeit beim Überziehen erhält und das Überziehverhalten gutmütiger und beherrschbarer macht. Die Schränkung ist besonders wichtig bei Seglern mit langen Flügeln hoher Streckung.
Source
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### Q30: Wie verhält sich der Auftriebsbeiwert zum Anstellwinkel bis zum Überziehen? ^t80q30
EN · FR
- A) Der Auftriebsbeiwert nimmt ab, wenn der Anstellwinkel zunimmt
- B) Der Auftriebsbeiwert nimmt annähernd linear zu, wenn der Anstellwinkel zunimmt
- C) Der Auftriebsbeiwert bleibt unabhängig vom Anstellwinkel konstant
- D) Der Auftriebsbeiwert nimmt exponentiell mit dem Anstellwinkel zu
Antwort
B)
Erklärung
Die Auftriebsformel lautet:
L = CL x ½ρv² x S
wobei CL der Auftriebsbeiwert, ρ die Luftdichte, v die Fluggeschwindigkeit und S die Flügelfläche ist. Im Bereich vor dem Überziehen steigt CL annähernd linear mit dem Anstellwinkel (α):
CL ≈ CL₀ + a x α
wobei a die Auftriebsanstiegskurve (typischerweise etwa 2π pro Radiant ≈ 0,11 pro Grad für ein dünnes Profil), CL₀ der CL bei Nullanstellwinkel und α der Anstellwinkel ist. Dieser lineare Zusammenhang setzt sich bis zum kritischen Anstellwinkel fort, an dem die Strömungsablösung CL auf sein Maximum (CL_max) bringt und dann steil abfällt — das Überziehen.
Begriffe
- CL = Auftriebsbeiwert
- CL_max — Maximaler Auftriebsbeiwert — höchster CL vor dem Überziehen
Source
- [?] Source non identifiée
### Q31: Wie beeinflusst die Klappenstellung die Überziehgeschwindigkeit? ^t80q31
EN · FR
- A) Das Ausfahren von Klappen erhöht die Überziehgeschwindigkeit
- B) Die Klappenstellung hat keinen Einfluss auf die Überziehgeschwindigkeit
- C) Das Ausfahren von Klappen senkt die Überziehgeschwindigkeit
- D) Das Einfahren von Klappen senkt die Überziehgeschwindigkeit
Antwort
C)
Erklärung
Das Ausfahren von Klappen erhöht den maximalen Auftriebsbeiwert des Flügels (CLmax), indem Wölbung und bei manchen Bauarten auch Flügelfläche vergrößert werden. Aus der Formel Vs = sqrt(2W / (ρ × S × CLmax)) folgt, dass ein höherer CL_max eine niedrigere Überziehgeschwindigkeit ergibt. Dies ermöglicht Anflug und Landung mit geringerer Geschwindigkeit und kürzerem Landlauf. Das Einfahren von Klappen hebt diesen Vorteil auf und erhöht die Überziehgeschwindigkeit auf den höheren Wert der Klappen-eingefahren-Konfiguration zurück.
Begriffe
- W — Gewicht — Schwerkraft auf das Luftfahrzeug (W = m × g)
- ρ (rho) — Luftdichte
- S — Flügelfläche — gesamte Grundrissfläche der Tragflächen
- CL_max — Maximaler Auftriebsbeiwert — höchster CL vor dem Überziehen
- VS = Überziehgeschwindigkeit (Stall Speed)
- CL — Auftriebsbeiwert — dimensionsloser Kennwert des Auftriebs
Source
Q32: Welchem Zweck dient ein Laminarprofil? ^t80q32
EN · FR
- A) Den induzierten Widerstand bei geringen Geschwindigkeiten zu erhöhen
- B) Den Bereich der turbulenten Grenzschicht zu maximieren
- C) Den Reibungswiderstand durch Aufrechterhaltung laminarer Strömung über einen größeren Bereich des Flügels zu reduzieren
- D) Das Überziehverhalten bei großen Anstellwinkeln zu verbessern
Antwort
C)
Erklärung
Laminarprofile werden so ausgelegt, dass ihre maximale Dicke weiter hinten liegt als bei konventionellen Profilen, wodurch ein günstiger Druckgradient entsteht, der die Grenzschicht über einen größeren Teil der Profiltiefe laminar hält. Da laminare Grenzschichten weit weniger Reibungswiderstand erzeugen als turbulente, wird der Profilwiderstand insgesamt deutlich reduziert. Segler nutzen dies intensiv – saubere Laminarprofil-Flügel sind der Grund, warum moderne Segler Gleitzahlen von über 50:1 erreichen.
Source
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### Q33: Wie ändert sich die Luftdichte mit zunehmender Höhe? ^t80q33
EN · FR
- A) Sie nimmt linear zu
- B) Sie bleibt konstant
- C) Sie nimmt ab
- D) Sie nimmt zu und dann ab
Antwort
C)
Erklärung
Die Luftdichte nimmt mit der Höhe ab, weil der Atmosphärendruck sinkt und sich die Luft ausdehnt. In der Standardatmosphäre beträgt die Dichte in 5.500 m Höhe etwa die Hälfte des Meerespiegelwerts. Geringere Dichte bedeutet geringeren dynamischen Druck bei einer gegebenen TAS, weshalb die Flugleistung (Auftrieb und Widerstand pro TAS-Einheit) in der Höhe abnimmt – das Flugzeug muss in TAS schneller fliegen, um dieselbe IAS und denselben Auftrieb aufrechtzuerhalten.
Begriffe
- TAS = Wahre Eigengeschwindigkeit (True Airspeed)
- IAS = Angezeigte Fluggeschwindigkeit (Indicated Airspeed)
Source
Q34: Was ist der Unterschied zwischen statischer und dynamischer Stabilität? ^t80q34
EN · FR
- A) Es ist dasselbe Konzept
- B) Statische Stabilität ist die anfängliche Tendenz, zum Gleichgewicht zurückzukehren; dynamische Stabilität beschreibt, ob die anschließenden Schwingungen abklingen
- C) Dynamische Stabilität ist die anfängliche Tendenz; statische Stabilität beschreibt das Langzeitverhalten
- D) Statische Stabilität gilt nur für das Nicken, dynamische Stabilität nur für das Rollen
Antwort
B)
Erklärung
Statische Stabilität beschreibt die unmittelbare Reaktion des Flugzeugs auf eine Störung – ob rückstellende Kräfte es in Richtung der ursprünglichen Gleichgewichtslage zurückdrängen. Dynamische Stabilität beschreibt, was im Laufe der Zeit geschieht: Wenn die resultierenden Schwingungen in ihrer Amplitude abnehmen und das Flugzeug schließlich in seine getrimmt Lage zurückkehrt, ist es dynamisch stabil. Ein Flugzeug kann statisch stabil, aber dynamisch instabil sein (Schwingungen wachsen an), was ein gefährlicher Zustand ist.
Source
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### Q35: Welchem Zweck dienen Turbulenzgeneratoren (Vortex Generators) an einem Flügel? ^t80q35
EN · FR
- A) Den laminaren Grenzschichtbereich zu vergrößern
- B) Das Gewicht des Flugzeugs zu reduzieren
- C) Die Grenzschicht zu energetisieren und die Strömungsablösung zu verzögern
- D) Die Überziehgeschwindigkeit zu senken
Antwort
C)
Erklärung
Turbulenzgeneratoren sind kleine Finnen, die aus der Flügeloberfläche herausragen und winzige Wirbel erzeugen, die Energie aus der Außenströmung in die langsamere Grenzschicht nahe der Oberfläche einmischen. Diese energetisierte Grenzschicht kann ungünstigen Druckgradienten besser widerstehen, verzögert die Strömungsablösung und verbessert die Steuerungswirksamkeit bei großen Anstellwinkeln. Sie erkaufen eine leichte Zunahme des Reibungswiderstands mit einer deutlichen Verzögerung des Strömungsabrisses und besserer Querruderwirksamkeit nahe dem Überziehen.
Source
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### Q36: Welchen der folgenden Faktoren kann ein Pilot direkt steuern, der den Auftrieb beeinflusst? ^t80q36
EN · FR
- A) Luftdichte (rho)
- B) Flügelfläche (S)
- C) Fluggeschwindigkeit (V) und indirekt den Auftriebsbeiwert (CL) über den Anstellwinkel
- D) Alle oben genannten
Antwort
C)
Erklärung
Der Pilot kann die Fluggeschwindigkeit V direkt ändern (durch Anpassen der Nicklage) und den Auftriebsbeiwert CL indirekt ändern (durch Ändern des Anstellwinkels oder durch Aus-/Einfahren von Klappen). Die Luftdichte ρ ändert sich mit Höhe und Temperatur, ist aber nicht direkt steuerbar. Die Flügelfläche S ist fest (außer bei seltenen Designs mit veränderbarer Geometrie oder Fowler-Klappen). Fluggeschwindigkeit und Anstellwinkel sind die primären Werkzeuge des Piloten zur Auftriebssteuerung.
Begriffe
CL = Auftriebsbeiwert
Source
Q37: In welche Richtung bewegt sich der Druckpunkt bei zunehmendem Anstellwinkel (vor dem Überziehen)? ^t80q37
EN · FR
- A) Nach hinten entlang der Profilsehne
- B) Er bewegt sich nicht
- C) Nach vorne entlang der Profilsehne
- D) Nach oben, weg von der Flügeloberfläche
Antwort
C)
Erklärung
Bei zunehmendem Anstellwinkel im Bereich vor dem Überziehen verschiebt sich die Druckverteilung so, dass der Druckpunkt nach vorne entlang der Profilsehne wandert. Diese Vorwärtsbewegung des CP erzeugt ein Nase-hoch-Nickmoment, das vom Leitwerk ausgeglichen werden muss – einer der Hauptgründe, warum Flugzeuge ein Höhenleitwerk benötigen. Bei sehr kleinen (oder negativen) Anstellwinkeln bewegt sich der CP nach hinten. Diese CP-Wanderung ist der Grund, warum das Konzept des aerodynamischen Mittelpunkts nützlich ist: Das Moment um den aerodynamischen Mittelpunkt bleibt unabhängig vom Anstellwinkel konstant.
Source
Q38: Was bestimmt den kritischen Anstellwinkel, bei dem ein Flügel überziehen? ^t80q38
EN · FR
- A) Das Gewicht des Flugzeugs
- B) Die Flughöhe
- C) Die Fluggeschwindigkeit
- D) Die Profilform (Profilgeometrie)
Antwort
D)
Erklärung
Der kritische Anstellwinkel ist eine inhärente Eigenschaft der geometrischen Form des Profils – es ist der Winkel, bei dem die Strömung nicht mehr an der Oberseite haften kann und ablöst, was das Überziehen verursacht. Er ändert sich nicht mit Gewicht, Höhe oder Geschwindigkeit. Was sich mit diesen Faktoren ändert, ist die Überziehgeschwindigkeit – die Geschwindigkeit, bei der der Flügel im Horizontalflug den kritischen Anstellwinkel erreicht. Die Profilgeometrie (Wölbung, Dicke, Nasenradius) bestimmt, wie gut die Strömung bei großen Anstellwinkeln der Oberseite folgt.
Source
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### Q39: Wie verhält sich der induzierte Widerstand bei zunehmender Fluggeschwindigkeit im Horizontalflug? ^t80q39
EN · FR
- A) Er nimmt kontinuierlich ab
- B) Er erreicht ein Maximum und nimmt dann ab
- C) Er bleibt konstant
- D) Er nimmt mit zunehmender Fluggeschwindigkeit zu
Antwort
A)
Erklärung
Der induzierte Widerstand nimmt im Horizontalflug monoton mit zunehmender Geschwindigkeit ab: D_induziert = 2W² / (rho × V² × S² × π × AR × e). Mit zunehmender V sinkt der induzierte Widerstand kontinuierlich – im normalen Flugbereich gibt es kein Minimum/Maximum. Der Profilwiderstand (nicht der induzierte Widerstand) hat die U-förmige Kurve, die in B/C beschrieben wird. Der Gesamtwiderstand hat ein Minimum bei der Geschwindigkeit, bei der induzierter Widerstand dem Profilwiderstand entspricht; der induzierte Widerstand selbst nimmt mit der Geschwindigkeit einfach ab.
Begriffe
- D_induziert — Induzierter Widerstand — Widerstand als Nebenprodukt der Auftriebserzeugung
- W — Gewicht — Schwerkraft auf das Luftfahrzeug (W = m × g)
- rho — ρ (rho) — Luftdichte
- V — Geschwindigkeit / Fluggeschwindigkeit
- S — Flügelfläche — gesamte Grundrissfläche der Tragflächen
- AR — Streckung — Verhältnis von Spannweite² zur Flügelfläche
- e — Oswald-Wirkungsgrad — Flügeleffizienzfaktor (1,0 für ideale elliptische Auftriebsverteilung)
Source
Q40: Welche Widerstandsarten bilden den Gesamtwiderstand? ^t80q40
EN · FR
- A) Induzierter Widerstand, Formwiderstand und Reibungswiderstand
- B) Interferenzwiderstand und Profilwiderstand
- C) Formwiderstand, Reibungswiderstand und Interferenzwiderstand
- D) Induzierter Widerstand und Profilwiderstand (schädlicher Widerstand)
Antwort
D)
Erklärung
Die standardmäßige aerodynamische Aufschlüsselung des Gesamtwiderstands lautet: Gesamtwiderstand = Induzierter Widerstand + Profilwiderstand (schädlicher Widerstand). Der induzierte Widerstand entsteht durch die Auftriebserzeugung (Randwirbel). Der Profilwiderstand ist der Sammelbegriff für alle nicht-auftriebsbezogenen Widerstände: Formwiderstand, Reibungswiderstand und Interferenzwiderstand. Die Optionen A und C nennen Unterkomponenten des Profilwiderstands, lassen aber den induzierten Widerstand aus oder kombinieren sie falsch.
- Option B lässt den induzierten Widerstand aus, der insbesondere bei geringen Geschwindigkeiten eine wichtige Komponente ist.
Source
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### Q41: Wie ändern sich Auftrieb und Widerstand beim Annähern an das Überziehen? ^t80q41
EN · FR
- A) Auftrieb und Widerstand nehmen beide zu
- B) Auftrieb steigt, Widerstand sinkt
- C) Auftrieb sinkt, Widerstand steigt
- D) Auftrieb und Widerstand sinken beide
Antwort
C)
Erklärung
Wenn der kritische Anstellwinkel erreicht wird, beginnt die Strömung an der Oberseite abzulösen, beginnend an der Hinterkante und sich nach vorne ausbreitend. Sobald der kritische Anstellwinkel überschritten ist, bricht die saubere anliegende Strömung, die Auftrieb erzeugte, zusammen – CL fällt steil ab. Gleichzeitig erzeugt die abgelöste Strömung einen großen turbulenten Nachlauf mit sehr hohem Druckwiderstand, sodass CD stark ansteigt. Die Polare zeigt dies deutlich: Die Nase der Polaren biegt sich scharf, wenn der Überziehzustand erreicht wird, mit fallendem CL und steigendem CD.
Begriffe
- CL = Auftriebsbeiwert
- CD = Widerstandsbeiwert
Source
Q42: Um aus einem Strömungsabriss auszuleiten, ist es unbedingt notwendig, ^t80q42
EN · FR
- A) Die Querneigung zu erhöhen und die Geschwindigkeit zu reduzieren
- B) Den Anstellwinkel zu erhöhen und die Geschwindigkeit zu erhöhen
- C) Den Anstellwinkel zu verringern und die Geschwindigkeit zu erhöhen
- D) Den Anstellwinkel zu erhöhen und die Geschwindigkeit zu reduzieren
Antwort
C)
Erklärung
Die Ausleitung aus dem Strömungsabriss erfordert die Reduzierung des Anstellwinkels unter den kritischen Wert, damit die Strömung sich wieder an der Oberseite anlegen und der Auftrieb wiederhergestellt werden kann. Der Pilot muss den Steuerknüppel nach vorne drücken, um den Anstellwinkel zu verringern, was dem Flugzeug auch ermöglicht zu beschleunigen (oder der Pilot gibt Schub, falls verfügbar). Das Erhöhen des Anstellwinkels (B, D) vertieft den Strömungsabriss. Das Reduzieren der Geschwindigkeit (D, A) verschlimmert den Zustand. Das Einleiten einer Kurve *(A)* erhöht das Lastvielfache, was die Überziehgeschwindigkeit anhebt – genau die falsche Eingabe.
Source
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### Q43: Wie verhalten sich Auftrieb und Widerstand beim Überziehen? ^t80q43
EN · FR
- A) Auftrieb steigt, Widerstand steigt
- B) Auftrieb steigt, Widerstand sinkt
- C) Auftrieb sinkt, Widerstand sinkt
- D) Auftrieb sinkt, Widerstand steigt
Antwort
D)
Erklärung
Dies ist das charakteristische Merkmal des Überziehens: Der Auftrieb bricht zusammen, weil die Grenzschichtablösung das Druckgefälle zerstört, das ihn erzeugte, während der Widerstand aufgrund des grossen turbulenten abgelösten Nachlaufs drastisch ansteigt.
Die Auftriebs- und Widerstandsformeln zeigen warum:
L = CL x ½ρv² x S (Auftrieb = Auftriebsbeiwert x Staudruck x Flügelfläche)
D = CD x ½ρv² x S (Widerstand = Widerstandsbeiwert x Staudruck x Flügelfläche)
Beim Überziehen fällt CL steil ab (jenseits von CL_max auf der CL-Anstellwinkel-Kurve), daher sinkt der Auftrieb. Gleichzeitig steigt CD stark an aufgrund der massiven Strömungsablösung, daher nimmt der Widerstand zu. Diese Kombination (weniger Auftrieb, mehr Widerstand) macht den Strömungsabriss kritisch — das Flugzeug verliert Auftrieb und erfährt gleichzeitig hohen Widerstand, der die Geschwindigkeit weiter verringert.
Begriffe
- CL = Auftriebsbeiwert
- CL_max — Maximaler Auftriebsbeiwert — höchster CL vor dem Überziehen
- CD = Widerstandsbeiwert
Source
Q44: Der kritische Anstellwinkel ^t80q44
EN · FR
- A) Ändert sich mit zunehmendem Gewicht
- B) Ist unabhängig vom Gewicht des Flugzeugs
- C) Nimmt bei rückwärtiger Schwerpunktlage zu
- D) Nimmt bei vorderer Schwerpunktlage ab
Antwort
B)
Erklärung
Der kritische (Überzieh-)Anstellwinkel ist eine feste aerodynamische Eigenschaft der Profilform – es ist der Anstellwinkel, bei dem die Strömungsablösung unabhängig von Fluggeschwindigkeit, Gewicht oder Höhe eintritt. Was sich mit dem Gewicht ändert, ist die Überziehgeschwindigkeit (Vs = sqrt(2W / (rho × S × CL_max))), nicht der Überzieh-Anstellwinkel. Ein schwereres Flugzeug muss schneller fliegen, um denselben Auftrieb zu erzeugen, überziehen aber immer noch beim gleichen kritischen Anstellwinkel. Die Schwerpunktlage beeinflusst Nickstabilität und Steuerwirksamkeit, ändert jedoch nicht den kritischen Anstellwinkel des Profils.
Begriffe
- W — Gewicht — Schwerkraft auf das Luftfahrzeug (W = m × g)
- rho — ρ (rho) — Luftdichte
- S — Flügelfläche — gesamte Grundrissfläche der Tragflächen
- CL_max — Maximaler Auftriebsbeiwert — höchster CL vor dem Überziehen
- V — Geschwindigkeit / Fluggeschwindigkeit
- VS = Überziehgeschwindigkeit (Stall Speed)
- CL — Auftriebsbeiwert — dimensionsloser Kennwert des Auftriebs
Source
Q45: Was führt zu einer niedrigeren Überziehgeschwindigkeit Vs (IAS)? ^t80q45
EN · FR
- A) Höheres Lastvielfaches
- B) Geringere Luftdichte
- C) Abnehmendes Gewicht
- D) Geringere Höhe
Antwort
C)
Erklärung
Aus Vs = sqrt(2W / (rho × S × CLmax)) folgt: Die Überziehgeschwindigkeit sinkt, wenn das Gewicht (W) abnimmt, da weniger Auftrieb für das Gleichgewicht benötigt wird. Geringere Dichte **(B)** erhöht die wahre Überziehgeschwindigkeit (TAS), aber die angezeigte Überziehgeschwindigkeit (IAS) bleibt annähernd konstant (da IAS auf dem dynamischen Druck q = 0,5 × rho × VTAS² = 0,5 × rho0 × VIAS² basiert). Höheres Lastvielfaches (A) erhöht das scheinbare Gewicht (n×W) und hebt damit die Überziehgeschwindigkeit an. Geringere Höhe bedeutet höhere Dichte, was die TAS-Überziehgeschwindigkeit leicht senkt, aber die IAS-Überziehgeschwindigkeit nicht wesentlich ändert.
Begriffe
- W — Gewicht — Schwerkraft auf das Luftfahrzeug (W = m × g)
- TAS = Wahre Eigengeschwindigkeit (True Airspeed)
- IAS = Angezeigte Fluggeschwindigkeit (Indicated Airspeed)
- q — Staudruck (q = ½ × ρ × V²)
- rho — ρ (rho) — Luftdichte
- n — Lastvielfaches (Verhältnis Auftrieb zu Gewicht: n = L/G)
- S — Flügelfläche — gesamte Grundrissfläche der Tragflächen
- CL_max — Maximaler Auftriebsbeiwert — höchster CL vor dem Überziehen
- VS = Überziehgeschwindigkeit (Stall Speed)
- CL — Auftriebsbeiwert — dimensionsloser Kennwert des Auftriebs
Source
Q46: Welche Aussage über das Trudeln ist richtig? ^t80q46
EN · FR
- A) Die Geschwindigkeit nimmt während des Trudelns ständig zu
- B) Bei der Ausleitung sollten die Querruder neutral gehalten werden
- C) Bei der Ausleitung sollten die Querruder gekreuzt werden
- D) Nur sehr alte Flugzeuge sind trudelfähig
Antwort
B)
Erklärung
Die Trudelausleitung (PARE: Motorleistung auf Leerlauf, Querruder neutral, Seitenruder entgegen der Trudelrichtung, Höhenruder drücken) erfordert das Halten der Querruder in Neutralstellung, da der Einsatz von Querrudern beim Trudeln die Drehung verschlimmern kann – das Einleiten eines Querruderausschlags in Trudelrichtung erhöht den Anstellwinkel des inneren Flügels (der möglicherweise schon überziehen ist) und kann das Trudeln vertiefen. Seitenruder entgegen der Trudelrichtung stoppt die Autorotation; Höhenruder drücken reduziert dann den Anstellwinkel, um beide Flügel aus dem Strömungsabriss zu lösen. Die Geschwindigkeit nimmt beim Trudeln nicht ständig zu – das Flugzeug erreicht ein stabilisiertes Trudeln mit relativ konstanter Geschwindigkeit und Drehrate.
Source
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### Q47: Die laminare Grenzschicht am Tragflächenprofil liegt zwischen ^t80q47
EN · FR

- A) Dem Transitionspunkt und dem Ablösepunkt
- B) Dem Staupunkt und dem Druckpunkt
- C) Dem Transitionspunkt und dem Druckpunkt
- D) Dem Staupunkt und dem Transitionspunkt
Antwort
D)
Erklärung
Die Entwicklung der Grenzschicht folgt einer bestimmten Abfolge: Die Strömung teilt sich am Staupunkt, eine laminare Grenzschicht entwickelt sich vom Staupunkt rückwärts, dann wechselt die laminare Schicht am Transitionspunkt in eine turbulente Schicht, und schließlich löst sich die turbulente Schicht am Ablösepunkt von der Oberfläche ab. Die laminare Grenzschicht erstreckt sich daher von Staupunkt bis Transitionspunkt. Laminarprofile sind so ausgelegt, dass der Transitionspunkt möglichst weit hinten liegt, um den Reibungswiderstand zu minimieren.
Source
Q48: Welche Arten von Grenzschichten gibt es an einem Tragflächenprofil? ^t80q48
EN · FR

- A) Turbulente Schicht im Nasenbereich, laminare Grenzschicht im Hinterkantenbereich
- B) Laminare Grenzschicht über die gesamte Oberseite ohne Strömungsablösung
- C) Laminare Schicht im Nasenbereich, turbulente Grenzschicht im Hinterkantenbereich
- D) Turbulente Grenzschicht über die gesamte Oberseite mit Strömungsablösung
Antwort
C)
Erklärung
Die natürliche Abfolge der Grenzschichtentwicklung an einem Profil verläuft von laminar (nahe der Vorderkante, wo die Strömung geordnet ist und die Reynolds-Zahl niedrig ist) bis turbulent (weiter hinten, nach dem Übergang). Die umgekehrte Reihenfolge (zuerst turbulent, dann laminar) tritt nicht natürlich auf. Diese Anordnung mit laminar vorne und turbulent hinten ist der Grund, warum Designer die maximale Dicke von Laminarprofilen weiter hinten positionieren – um den günstigen Druckgradienten, der die laminare Strömung aufrechterhält, so weit wie möglich vor dem Übergang zu verlängern.
Source
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### Q49: Wie unterscheidet sich eine laminare Grenzschicht von einer turbulenten? ^t80q49
EN · FR
- A) Die turbulente Grenzschicht ist dicker, erzeugt aber weniger Reibungswiderstand
- B) Die laminare Schicht erzeugt Auftrieb, während die turbulente Schicht Widerstand erzeugt
- C) Die laminare Schicht ist dünner und erzeugt mehr Reibungswiderstand
- D) Die turbulente Grenzschicht kann bei größeren Anstellwinkeln besser am Profil anliegen
Antwort
D)
Erklärung
Die turbulente Grenzschicht hat trotz höherem Reibungswiderstand als die laminare Schicht energiereicheres Durchmischen, das es ihr ermöglicht, bei ungünstigen Druckgradienten und bei größeren Anstellwinkeln an der Oberfläche haftend zu bleiben. Dies ist ihr entscheidender Vorteil: Sie widersteht der Strömungsablösung besser. Die laminare Grenzschicht ist tatsächlich dünner (C ist bezüglich der Dicke teilweise richtig) und hat geringeren Reibungswiderstand – löst sich aber leichter ab. Deshalb werden bei Seglern manchmal Turbulenzstreifen eingesetzt: um den Übergang zur turbulenten Strömung bewusst auszulösen und laminare Ablöseblasen zu verhindern.
Source
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### Q50: Welches Bauteil sorgt für die Querstabilität (Rollstabilität)? ^t80q50
EN · FR

- A) Höhenruder
- B) V-Form des Flügels (Diederwinkel)
- C) Seitenleitwerk
- D) Differentieller Querruderausschlag
Antwort
B)
Erklärung
Die Querstabilität (Rollstabilität) – die Tendenz, nach einer Rollstörung in die Normalfluglage zurückzukehren – wird primär durch die V-Form des Flügels (der nach oben gerichtete Winkel der Flügel von der Horizontalen) bereitgestellt. Wenn eine Böe das Flugzeug rollt, sinkt der untere Flügel ab, sein Anstellwinkel nimmt zu (er trifft mehr Luftströmung), erzeugt mehr Auftrieb und schafft ein rückstellendes Rollmoment zurück in die Normalfluglage. Das Seitenleitwerk sorgt für Richtungsstabilität (Gieren); Querruder sind Rollsteuerungsflächen (keine Stabilitätsflächen), und das Höhenruder steuert das Nicken. Hochdecker erzielen ähnliche Querstabilität durch den Pendeleffekt des Rumpfes, der unterhalb der Flügel hängt.
Source
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### Q51: Was ist der mittlere Wert der Erdbeschleunigung an der Erdoberfläche? ^t80q51
EN · FR
- A) 15° C/100 m
- B) 100 m/sec²
- C) 9,81 m/sec²
- D) 1013,25 hPa
Antwort
C)
Erklärung
Die Standarderdbeschleunigung an der Erdoberfläche beträgt 9,81 m/s² (ISA-Wert). Dieser Wert ist grundlegend in der Luftfahrt: Er wird zur Berechnung des Gewichts (W = m × g), des Lastvielfachen und in allen Leistungsgleichungen verwendet. 1013,25 hPa ist der Standardluftdruck auf Meereshöhe, und 15°C/100 m ist kein korrekter Temperaturgradient (der Standardtemperaturgradient beträgt 0,65°C/100 m).
Begriffe
- ISA = Internationale Standardatmosphäre
- W — Gewicht — Schwerkraft auf das Luftfahrzeug (W = m × g)
Source
Q52: Beim Seitengleitflug ist die zulässige Klappenstellung ^t80q52
EN · FR
- A) Klappen vollständig eingefahren
- B) Klappen vollständig ausgefahren
- C) Durch die nach unten gerichtete Vertikalkomponente der Fluggeschwindigkeit bestimmt
- D) Im Flughandbuch (AFM) festgelegt
Antwort
D)
Erklärung
Die zulässige Klappenstellung beim Seitengleitflug ist immer im Flughandbuch (AFM/POH) des Luftfahrzeugs festgelegt. Bei manchen Segelflugzeugen ist das Ausfahren der Klappen im Seitengleitflug verboten, da die Kombination aus Klappen und ausgeschlagenem Seitenruder gefährliche aerodynamische Momente erzeugen oder strukturelle Grenzen überschreiten kann. Andere erlauben bestimmte Konfigurationen. Die einzig richtige Antwort ist daher, das AFM zu konsultieren.
Source
Q53: Ein Luftfahrzeug gilt als dynamisch stabil, wenn ^t80q53
EN · FR
- A) Es nach einer Störung automatisch ein neues Gleichgewicht finden kann
- B) Es nach einer Störung automatisch in sein ursprüngliches Gleichgewicht zurückkehren kann
- C) Die Drehung um die Nickachse automatisch durch die Querruder korrigiert wird
- D) Das zulässige Lastvielfache eine positive Beschleunigung von mindestens 4 g und eine negative Beschleunigung von mindestens 2 g ohne Landeklappen erlaubt
Antwort
B)
Erklärung
Dynamische Stabilität beschreibt das Verhalten eines Luftfahrzeugs im Zeitverlauf nach einer Störung. Ein dynamisch stabiles Luftfahrzeug kehrt nach einer Störung automatisch in seinen ursprünglichen Gleichgewichtszustand (Trimmlage) zurück – die Schwingungen klingen dabei fortschreitend ab. Antwort A beschreibt eine sogenannte „neutrale oder konvergierende Stabilität hin zu einem neuen Gleichgewicht", was etwas anderes ist. Statische Stabilität (die unmittelbare Tendenz zur Rückkehr) ist eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für dynamische Stabilität.
Source
Q54: Bei schwerer Turbulenz muss die Geschwindigkeit reduziert werden ^t80q54
EN · FR
- A) Auf die normale Reisegeschwindigkeit
- B) Auf eine Geschwindigkeit im gelben Bereich des Fahrtmessers
- C) Auf die minimale Konstantgeschwindigkeit in Landekonfiguration
- D) Auf unter die Manövergeschwindigkeit V_A
Antwort
D)
Erklärung
Die Manövergeschwindigkeit VA (oder Turbulenzdurchfluggeschwindigkeit) ist die Höchstgeschwindigkeit, bei der volle Ruderausschläge oder schwere Windböen das strukturelle Grenzlastvielfache nicht überschreiten. Unterhalb von VA strömungsreißt der Flügel ab, bevor das strukturelle Grenzlastvielfache erreicht wird, und schützt damit die Struktur. Bei schwerer Turbulenz muss die Geschwindigkeit auf unter V_A reduziert werden, um Strukturschäden durch Böen-Dynamiklasten zu vermeiden.
Source
Q55: Der Temperaturgradient in der Troposphäre beträgt in der ICAO-Standardatmosphäre ^t80q55
EN · FR
- A) 2°C/100 ft
- B) 0,65°C/1000 ft
- C) 0,65°C/100 m
- D) 2°C/100 m
Antwort
C)
Erklärung
In der ICAO-Standardatmosphäre (ISA) nimmt die Temperatur in der Troposphäre um 0,65°C je 100 m Höhenzunahme ab (gleichwertig: 2°C pro 1000 ft bzw. 6,5°C/1000 m). Antwort B (0,65°C/1000 ft) ist falsch, weil die Einheit falsch ist – das wäre ein viel zu kleiner Temperaturgradient. Antwort C ist die einzig richtige: 0,65°C pro 100 m Höhe.
Begriffe
- ISA = Internationale Standardatmosphäre
- ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation
Source
Q56: In welcher Höhe fällt der Atmosphärendruck auf etwa die Hälfte seines Meereshöhenwertes? ^t80q56
EN · FR
- A) 5.500 m
- B) 6.600 m
- C) 6.600 ft
- D) 5.500 ft
Antwort
A)
Erklärung
Der Atmosphärendruck nimmt mit der Höhe annähernd exponentiell ab. In der ICAO-Standardatmosphäre beträgt der Druck auf etwa 5.500 m Höhe (18.000 ft) ungefähr die Hälfte des Meereshöhendrucks (1013,25 hPa → ca. 506 hPa). Dieser Wert ist wichtig für die Höhenphysiologie (Sauerstoffbedarf) und für Dichtehöhenberechnungen.
Begriffe
ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation
Source
Q57: Die Dichtehöhe entspricht immer ^t80q57
EN · FR
- A) Der Höhe, bei der Atmosphärendruck und Temperatur denen der Standardatmosphäre entsprechen
- B) Der wahren angezeigten Höhe nach Korrektur des Instrumentfehlers
- C) Der Druckhöhe, korrigiert um die Temperaturabweichung von der Standardtemperatur
- D) Der Höhe, die beim Einstellen von QNH am Höhenmesser abgelesen wird, korrigiert um die Temperaturabweichung von der Standardtemperatur
Antwort
C)
Erklärung
Die Dichtehöhe ist die Höhe in der ISA-Standardatmosphäre, in der die Luftdichte der tatsächlichen Bedingung entsprechen würde. Sie wird aus der Druckhöhe (Höhenmesser auf 1013,25 hPa eingestellt) berechnet, korrigiert um die Temperaturabweichung von der ISA. Eine Temperatur über ISA ergibt eine Dichtehöhe über der Druckhöhe und mindert die Flugzeugleistung. Antwort A beschreibt die Druckhöhe, nicht die Dichtehöhe.
Begriffe
- ISA = Internationale Standardatmosphäre
- QNH = Luftdruck bezogen auf Meereshöhe
Source
Q58: Das vereinfachte Kontinuitätsgesetz der Strömungslehre besagt: In einem gegebenen Zeitraum bleibt eine strömende Luftmasse unabhängig von dem Querschnitt, durch den sie strömt, erhalten. Dies bedeutet, dass ^t80q58
EN · FR
- A) Die Strömungsgeschwindigkeit bei abnehmendem Querschnitt sinkt
- B) Die Strömungsgeschwindigkeit bei zunehmendem Querschnitt steigt
- C) Die Strömungsgeschwindigkeit konstant bleibt
- D) Die Strömungsgeschwindigkeit bei abnehmendem Querschnitt steigt
Antwort
D)
Erklärung
Die Kontinuitätsgleichung besagt, dass für eine inkompressible Strömung der Volumenstrom Q = S × V entlang eines Stromfadens konstant ist. Wenn der Querschnitt S abnimmt, muss die Geschwindigkeit V proportional zunehmen, damit Q konstant bleibt. Dieses Prinzip erklärt zusammen mit dem Bernoulli-Theorem, warum Luft über die gewölbte Oberseite eines Tragflügels beschleunigt wird und dort ein Unterdruckgebiet entsteht, das Auftrieb erzeugt.
Begriffe
- S — Flügelfläche — gesamte Grundrissfläche der Tragflächen
- V — Geschwindigkeit / Fluggeschwindigkeit
Source
Q59: Die aerodynamische Resultierende (Widerstand und Auftrieb) hängt von der Luftdichte ab. Wenn die Luftdichte abnimmt ^t80q59
EN · FR
- A) Nehmen sowohl Widerstand als auch Auftrieb ab
- B) Nehmen sowohl Widerstand als auch Auftrieb zu
- C) Steigt der Widerstand, während der Auftrieb abnimmt
- D) Nimmt der Widerstand ab, während der Auftrieb steigt
Antwort
A)
Erklärung
Sowohl Auftrieb als auch Widerstand sind proportional zum dynamischen Druck q = 0,5 × ρ × V². Wenn die Luftdichte ρ abnimmt (in großer Höhe oder bei hohen Temperaturen), sinkt q bei gleicher Geschwindigkeit, was sowohl Auftrieb als auch Widerstand verringert. Daher verschlechtert sich die Flugleistung in großer Höhe oder bei starker Hitze: Das Flugzeug muss schneller fliegen (höhere TAS), um den gleichen Auftrieb zu erzeugen, während der aerodynamische Gesamtwiderstand bei konstanter angezeigter Fluggeschwindigkeit abnimmt.
Begriffe
- q — Staudruck (q = ½ × ρ × V²)
- ρ (rho) — Luftdichte
- TAS = Wahre Eigengeschwindigkeit (True Airspeed)
Source
Q60: Wie nennt man den Punkt, um den sich das Nickmoment um die Querachse bei einer Änderung des Anstellwinkels nicht ändert? ^t80q60
EN · FR
- A) Symmetriezentrum
- B) Schwerpunkt
- C) Aerodynamischer Mittelpunkt
- D) Neutralpunkt
Antwort
D)
Erklärung
Der Neutralpunkt (auf Flügelebene auch als aerodynamischer Mittelpunkt bezeichnet, für das gesamte Flugzeug jedoch „Neutralpunkt") ist der Punkt, um den das Nickmoment unabhängig von Änderungen des Anstellwinkels konstant bleibt. Bei einem stabilen Flugzeug muss der Schwerpunkt vor dem Neutralpunkt liegen – der Abstand zwischen Schwerpunkt und Neutralpunkt bildet das statische Stabilitätsmaß. Hinweis: Bei einem isolierten Tragflügel entspricht dieser Punkt dem aerodynamischen Mittelpunkt (bei ca. 25 % der Profiltiefe); beim vollständigen Flugzeug berücksichtigt der Neutralpunkt den Beitrag des Höhenleitwerks.
Source
Q61: Der Winkel zwischen der Profilsehne und der Längsachse des Flugzeugs wird bezeichnet als ^t80q61
EN · FR
- A) Pfeilungswinkel
- B) Anstellwinkel
- C) V-Winkel (Diederwinkel)
- D) Einstellwinkel
Antwort
D)
Erklärung
Der Einstellwinkel ist der bei der Konstruktion festgelegte, unveränderliche Winkel zwischen der Profilsehne und der Längsachse des Rumpfes. Er ändert sich im Flug nicht. Er darf nicht mit dem Anstellwinkel verwechselt werden, der der Winkel zwischen der Profilsehne und der Anströmrichtung (Relativwind) ist (und der sich im Flug je nach Fluglage und Geschwindigkeit ändert). Der Einstellwinkel wird vom Hersteller so gewählt, dass der Flügel im Reiseflug bei einer aerodynamisch günstigen Rumpflage den notwendigen Auftrieb erzeugt.

Die Profilsehne (A im Diagramm) ist die gerade Bezugslinie von Vorderkante zu Hinterkante. Der Einstellwinkel wird zwischen dieser Linie und der Rumpflängsachse gemessen.
Source
Q62: Was bezeichnet den Umschlagpunkt? ^t80q62
EN · FR
- A) Das seitliche Rollen des Flugzeugs
- B) Den Punkt, an dem CL_max erreicht wird
- C) Den Übergang von einer turbulenten Grenzschicht zu einer laminaren
- D) Den Übergang von einer laminaren Grenzschicht zu einer turbulenten
Antwort
D)
Erklärung
Der Umschlagpunkt ist genau die Stelle am Flügelprofil, an der die Grenzschicht vom laminaren Regime (geordnete Strömung in parallelen Schichten) in das turbulente Regime (ungeordnete Strömung mit seitlicher Durchmischung) übergeht. Dieser Übergang ist in Strömungsrichtung unumkehrbar: Der Wechsel erfolgt von laminar nach turbulent, nie umgekehrt. Die Lage des Umschlagpunkts hängt von der Reynoldszahl, dem Druckgradienten und der Oberflächenrauigkeit ab – ein günstiger Druckgradient (Beschleunigung) erhält laminare Strömung, während ein unvorteilhafter Gradient (Verzögerung) den Umschlag auslöst.
Source
Q63: Geometrische oder aerodynamische Schränkung des Flügels führt zu ^t80q63
EN · FR
- A) Teilweiser Kompensation des negativen Wendemoments bei niedriger Geschwindigkeit
- B) Einer höheren Reisegeschwindigkeit
- C) Fortschreitendem Strömungsabriss entlang der Flügelspannweite
- D) Gleichzeitigem Strömungsabriss entlang der gesamten Flügelspannweite bei niedriger Geschwindigkeit
Antwort
C)
Erklärung
Die Flügelschränkung (geometrisch oder aerodynamisch) variiert den Einstellwinkel bzw. die aerodynamischen Eigenschaften entlang der Spannweite, sodass der Strömungsabriss nicht gleichzeitig über den gesamten Flügel eintritt. Die Wurzel (größerer Einstellwinkel) erreicht zuerst den kritischen Anstellwinkel und reißt fortschreitend ab, während die äußeren Bereiche noch anliegend bleiben. Dieser fortschreitende (statt gleichzeitige) Strömungsabriss verbessert die Sicherheit beim Überziehen und erhält die Querruderwirksamkeit. Der Einfluss auf das negative Wendemoment *(A)* ist indirekt und marginal.
Source
Q64: Der Formwiderstand eines Körpers wird primär beeinflusst durch ^t80q64
EN · FR
- A) Seine Masse
- B) Seine Innentemperatur
- C) Seine Dichte
- D) Die Bildung von Wirbeln
Antwort
D)
Erklärung
Der Formwiderstand (Druckwiderstand) wird durch den Druckunterschied zwischen Vorder- und Rückseite eines Körpers verursacht, der durch Grenzschichtablösung und Wirbelbildung im Nachlauf entsteht. Je intensiver die Wirbelbildung (nicht stromlinienförmiger Körper, stumpfte Hinterkante), desto größer der Formwiderstand. Deshalb haben stromlinienförmige Tragflügelprofile einen viel geringeren Formwiderstand als eine flache Platte oder eine Kugel – ihre progressiv verjüngende Form ermöglicht es der Strömung, länger anzuliegen und den turbulenten Nachlauf zu verringern.
Source
Q65: Der aerodynamische Widerstand einer ebenen Scheibe in einer Luftströmung hängt insbesondere ab von ^t80q65
EN · FR
- A) Ihrem Gewicht
- B) Ihrer Dichte
- C) Der senkrecht zur Luftströmung stehenden Fläche
- D) Der Zugfestigkeit ihres Materials
Antwort
C)
Erklärung
Der Widerstand einer ebenen Scheibe (nicht stromlinienförmiger Körper) ist Druckwiderstand: Er hängt primär von der senkrecht zur Anströmung exponierten Stirnfläche S und vom dynamischen Druck q = 0,5 × ρ × V² ab. Die Formel lautet W = CW × q × S. Die Materialfestigkeit, die Eigendichte oder das Gewicht der Scheibe beeinflussen den aerodynamischen Widerstand nicht – dieser ist ausschließlich eine Funktion von Form, Projektionsfläche und Strömungsbedingungen.
Begriffe
- e — Oswald-Wirkungsgrad — Flügeleffizienzfaktor (1,0 für ideale elliptische Auftriebsverteilung)
- S — Flügelfläche — gesamte Grundrissfläche der Tragflächen
- q — Staudruck (q = ½ × ρ × V²)
- ρ (rho) — Luftdichte
- W — Gewicht — Schwerkraft auf das Luftfahrzeug (W = m × g)
Source
Q66: Welche Tangente berührt die Polare am Punkt des geringsten Sinkens? ^t80q66
EN · FR
Geschwindigkeitspolare:

A = Tangente von einem Punkt oberhalb des Ursprungs auf der W-Achse (MacCready) → optimale Streckengeschwindigkeit zwischen Aufwinden
B = Tangente vom Ursprung → beste Gleitzahl (bestes L/D-Verhältnis)
C = Tangente von einem nach rechts verschobenen Punkt auf der V-Achse → bestes Gleiten bei Gegenwind
D = horizontale Tangente am Scheitelpunkt der Polaren → Geschwindigkeit des geringsten Sinkens (Vmin sink)
- A) Tangente (A)
- B) Tangente (B)
- C) Tangente (D)
- D) Tangente (C)
Antwort
C)
Erklärung
Auf der Geschwindigkeitspolare (Sinken W als Funktion der Geschwindigkeit V) liegt das geringste Sinken am Scheitelpunkt der Kurve (am wenigsten negativer W-Wert). An diesem Punkt ist die Tangente an die Kurve horizontal — das ist Tangente (D) im Diagramm. Fliegen mit dieser Geschwindigkeit maximiert die Flugdauer und wird beim Kreisen in Aufwinden verwendet.
Die anderen Tangenten: (B) vom Ursprung ergibt die beste Gleitzahl (bester Gleitwinkel). (C) von einem verschobenen Punkt auf der V-Achse kompensiert Gegenwind. (A) von einem Punkt oberhalb des Ursprungs auf der W-Achse ist die MacCready-Tangente für die optimale Streckengeschwindigkeit zwischen Aufwinden.
Begriffe
- L — Auftrieb — aerodynamische Kraft senkrecht zur Anströmung
- D — Widerstand
Source
Q67: Der induzierte Widerstand nimmt zu ^t80q67
EN · FR
- A) Mit zunehmendem Parasitärwiderstand
- B) Mit abnehmendem Anstellwinkel
- C) Mit zunehmendem Anstellwinkel
- D) Mit zunehmender Fluggeschwindigkeit
Antwort
C)
Erklärung
Der induzierte Widerstand ist proportional zu CL²: W_ind = CL² / (π × AR × e) × q × S. Mit zunehmendem Anstellwinkel steigt CL und damit CL², was den induzierten Widerstand erhöht.
- Im Horizontalflug bei konstanter Geschwindigkeit entspricht ein zunehmender Anstellwinkel einer niedrigeren Geschwindigkeit, was den induzierten Widerstand weiter erhöht (W_ind ∝ 1/V²). Mit zunehmender Geschwindigkeit (D) nimmt CL im Horizontalflug ab und der induzierte Widerstand sinkt.
- Der Parasitärwiderstand (A) variiert unabhängig vom induzierten Widerstand.
Begriffe
- CL = Auftriebsbeiwert
- AR — Streckung — Verhältnis von Spannweite² zur Flügelfläche
- e — Oswald-Wirkungsgrad — Flügeleffizienzfaktor (1,0 für ideale elliptische Auftriebsverteilung)
- q — Staudruck (q = ½ × ρ × V²)
- S — Flügelfläche — gesamte Grundrissfläche der Tragflächen
Source
Q68: Wie verändert sich die Mindestgeschwindigkeit eines Flugzeugs in einem horizontalen Kurvenflug mit 45° Querneigung im Vergleich zum Geradeausflug? ^t80q68
EN · FR
- A) Sie nimmt ab
- B) Sie ändert sich nicht
- C) Sie nimmt zu
- D) Sie hängt vom Flugzeugtyp ab
Antwort
C)
Erklärung
Im horizontalen Kurvenflug mit dem Querneigungswinkel φ beträgt das Lastvielfache n = 1/cos(φ). Bei 45° Querneigung gilt n = 1/cos(45°) = 1/0,707 ≈ 1,41. Die Überziehgeschwindigkeit im Kurvenflug berechnet sich zu Vs_Kurve = Vs × √n = Vs × √1,41 ≈ Vs × 1,19. Die Mindestgeschwindigkeit nimmt daher um etwa 19 % gegenüber dem Geradeausflug zu. Diese Erhöhung der Überziehgeschwindigkeit im Kurvenflug ist ein grundlegendes Sicherheitskonzept – enge Kurven in geringer Höhe (z. B. im Endanflug) sind besonders gefährlich, weil der Sicherheitsabstand über der Überziehgeschwindigkeit abnimmt.
Begriffe
- n — Lastvielfaches (Verhältnis Auftrieb zu Gewicht: n = L/G)
- VS = Überziehgeschwindigkeit (Stall Speed)
Source
Q69: Negatives Wendemoment wird verursacht durch ^t80q69
EN · FR
- A) Den Kreiseleffekt beim Einleiten einer Kurve
- B) Die seitliche Luftströmung über den Flügel nach dem Einleiten einer Kurve
- C) Die Zunahme des induzierten Widerstands des Querruders an dem Flügel, der nach oben geht
- D) Die Zunahme des induzierten Widerstands des Querruders an dem Flügel, der nach unten geht
Antwort
D)
Erklärung
Negatives Wendemoment entsteht durch die Widerstandsasymmetrie zwischen den beiden Querrudern beim Einleiten einer Kurve. Das Querruder, das nach oben geht (auf der angehobenen Flügelseite), erhöht den lokalen Anstellwinkel, erzeugt mehr Auftrieb, aber auch mehr induzierten Widerstand. Dieser zusätzliche Widerstand auf der angehobenen Seite erzeugt ein Giermoment zur angehobenen Seite hin – also entgegen der Kurvenrichtung (daher „negatives Wendemoment"). Differentiale Querruder und Störklappen sind technische Lösungen zur Minderung dieses Effekts.
Source
Q70: Die wahre Fluggeschwindigkeit (TAS) ist die vom Fahrtmesser angezeigte Geschwindigkeit ^t80q70
EN · FR
- A) Nur korrigiert um Positions- und Instrumentenfehler
- B) Ohne jede Korrektur
- C) Nur korrigiert um die Luftdichte
- D) Korrigiert sowohl um Positions-/Instrumentenfehler als auch um die Luftdichte
Antwort
D)
Erklärung
Die wahre Fluggeschwindigkeit (TAS) wird aus der angezeigten Fluggeschwindigkeit (IAS) durch zwei aufeinanderfolgende Korrekturen ermittelt: zunächst werden Positions- und Instrumentenfehler beseitigt (ergibt die kalibrierte Fluggeschwindigkeit, CAS), dann erfolgt die Dichtekorrektion (berücksichtigt den Unterschied zwischen tatsächlicher Luftdichte und der Normdichte auf Meereshöhe). TAS ist also die tatsächliche Geschwindigkeit des Flugzeugs durch die Luftmasse. In großer Höhe ist TAS deutlich höher als IAS, weil die Luftdichte geringer ist.
Begriffe
- TAS = Wahre Eigengeschwindigkeit (True Airspeed)
- IAS = Angezeigte Fluggeschwindigkeit (Indicated Airspeed)
- CAS = Kalibrierte Fluggeschwindigkeit (Calibrated Airspeed)
Source
Q71: Der zulässige Geschwindigkeitsbereich für Spaltklappenverwendung ist: ^t80q71
EN · FR
- A) Unbegrenzt
- B) Nach unten durch den Beginn des grünen Bogens begrenzt
- C) Im Flughandbuch (AFM) angegeben und normalerweise am Fahrtmesser (ASI) angezeigt
- D) Nach oben durch die Manövergeschwindigkeit (Va) begrenzt
Antwort
C)
Erklärung
Der Geschwindigkeitsbereich für Spaltklappen ist im Flughandbuch (AFM) angegeben und normalerweise am Fahrtmesser (weißer oder hellgrüner Bogen) eingezeichnet. Er variiert je nach Segelflugzeugtyp.
Begriffe
VA = Manövergeschwindigkeit
Source
Q72: Flügelspitzenwirbel entstehen durch Druckausgleich von: ^t80q72
EN · FR
- A) Der Unterseite zur Oberseite an der Flügelspitze
- B) Der Oberseite zur Unterseite an der Flügelspitze
- C) Der Unterseite zur Oberseite entlang der gesamten Hinterkante
- D) Der Oberseite zur Unterseite entlang der gesamten Hinterkante
Antwort
A)
Erklärung
Flügelspitzenwirbel (induzierte Wirbel) entstehen durch den Druckausgleich von der Unterseite (Überdruck) zur Oberseite (Unterdruck) an der Flügelspitze. Dieses Phänomen erzeugt induzierten Widerstand.
Source
Q73: Der Anstellwinkel eines Tragflügelprofils ist immer der Winkel zwischen: ^t80q73
EN · FR
- A) Der Profilsehne und der Richtung der relativen Luftströmung
- B) Der Längsachse des Flugzeugs und der allgemeinen Luftströmungsrichtung
- C) Dem Horizont und der allgemeinen Luftströmungsrichtung
- D) Der Längsachse des Flugzeugs und dem Horizont
Antwort
A)
Erklärung
Der Anstellwinkel ist der Winkel zwischen der Profilsehne und der allgemeinen Luftströmungsrichtung (Richtung des Relativwindes). Er ist weder der Winkel zum Horizont noch zur Längsachse.

Die Profilsehne (A im Diagramm) ist die gerade Linie von der Vorderkante (C) zur Hinterkante. Der Anstellwinkel wird zwischen dieser Linie und der Anströmrichtung gemessen.
Source
Q74: In der Standardatmosphäre betragen Temperatur und Atmosphärendruck auf Meereshöhe: ^t80q74
EN · FR
- A) 15 °C und 1013,25 hPa
- B) 59 °C und 29,92 hPa
- C) 15 °C und 1013,25 inHg
- D) 15 °F und 29,92 inHg
Antwort
A)
Erklärung
Die Werte der ICAO-Standardatmosphäre auf Meereshöhe sind:
- Temperatur: 15 °C (= 288,15 K = 59 °F)
- Druck: 1013,25 hPa (= 1013,25 mbar = 29,92 inHg = 760 mmHg)
Option A stimmt mit beiden Werten überein.
- B ist in beiden Punkten falsch: 59 ist in °F, nicht °C; und 29,92 ist in inHg, nicht hPa.
- C hat die richtige Temperatur, aber die falsche Einheit beim Druck: 1013,25 ist in hPa, nicht inHg.
- D hat die falsche Temperatur (15 °F liegt weit unter dem Standard 15 °C), auch wenn der Druckwert 29,92 inHg korrekt ist.
Begriffe
- ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation
- hPa = Hektopascal (= mbar)
- inHg = Zoll Quecksilbersäule
Source
Q75: Die vereinfachte Kontinuitätsgleichung der Strömungslehre besagt: Zum gleichen Zeitpunkt strömt die gleiche Luftmasse durch verschiedene Querschnitte. Daher gilt: ^t80q75
EN · FR

- A) Die Luftmasse strömt durch einen größeren Querschnitt mit höherer Geschwindigkeit
- B) Die Luftmasse strömt durch einen kleineren Querschnitt mit niedrigerer Geschwindigkeit
- C) Die Geschwindigkeit der Luftmasse ändert sich nicht
- D) Die Luftmasse strömt durch einen größeren Querschnitt mit niedrigerer Geschwindigkeit
Antwort
B)
Erklärung
Die mittlere Wölbungslinie ist die Linie, die den gleichen Abstand zur Unter- und Oberfläche aufweist. In der Abbildung wird sie durch die Linie B dargestellt.
Source
Q76: Warum ist in einer korrekt ausgeführten Kurve ohne Höhenverlust ein leichter Zug am Höhenruder notwendig? ^t80q76
EN · FR
- A) Um ein seitliches Einrutschen in der Kurve zu verhindern
- B) Um die Geschwindigkeit und damit die Fliehkraft zu reduzieren
- C) Um ein seitliches Ausrutschen nach außen in der Kurve zu verhindern
- D) Um den Auftrieb leicht zu erhöhen
Antwort
A)
Erklärung
In einer koordinierten Kurve ohne Höhenverlust ist Zug am Höhenruder erforderlich, um den Auftrieb zu erhöhen und die Fliehkraft auszugleichen (Lastvielfaches > 1). Der Auftrieb muss sowohl die Schwerkraft als auch die Fliehkraft kompensieren.
Source
Q77: Wenn die Stirnfläche einer Scheibe in einer Luftströmung verdreifacht wird, nimmt der Widerstand um das ... -fache zu: ^t80q77

EN · FR
- A) 9-fache
- B) 1,5-fache
- C) 3-fache
- D) 6-fache
Antwort
C)
Erklärung
Die Widerstandsgleichung lautet D = ½ × rho × V² × Cd × A, wobei A die Stirnfläche (Referenzfläche) ist. Der Widerstand ist direkt proportional zur Stirnfläche: wenn A verdreifacht wird, verdreifacht sich der Widerstand.
- A (9-fach) ist falsch — das würde gelten, wenn der Widerstand proportional zu A² wäre (ist er nicht).
- B (1,5-fach) ist falsch — es gibt keinen Faktor ½ bei der Skalierung der Fläche.
- D (6-fach) ist falsch — keine physikalische Grundlage für diesen Multiplikator.
- C (3-fach) ist korrekt, da D linear proportional zu A ist.
Begriffe
- D — Widerstandskraft
- rho — ρ (rho) — Luftdichte
- V — Geschwindigkeit / Fluggeschwindigkeit
- Cd — Widerstandsbeiwert — dimensionsloser formabhängiger Faktor
- A — Stirnfläche — Querschnittsfläche senkrecht zur Strömung
Source
Q78: Aerodynamische Flügelschränkung (Washout) ist eine Veränderung: ^t80q78

EN · FR
- A) Des Einstellwinkels desselben Profils von der Wurzel bis zur Flügelspitze
- B) Des Flügelprofils von der Wurzel bis zur Flügelspitze
- C) Des Anstellwinkels an der Flügelspitze durch das Querruder
- D) Des V-Winkels, von der Wurzel bis zur Spitze
Antwort
B)
Erklärung
Es gibt zwei Arten der Flügelverwindung (Schränkung):
- Geometrische Schränkung ändert den Einstellwinkel des GLEICHEN Profils von der Wurzel zur Spitze (der Flügel ist physisch verdreht, sodass die Spitze einen kleineren Winkel hat).
- Aerodynamische Schränkung ändert das FLÜGELPROFIL von der Wurzel zur Spitze (verschiedene Querschnitte werden verwendet, sodass das Spitzenprofil bei einem höheren lokalen Anstellwinkel abreisst).
Die Frage bezieht sich speziell auf die „aerodynamische Flügelverwindung", also die Profiländerung (B). Beide Arten sollen bewirken, dass die Flügelwurzel vor der Spitze abreisst, um die Querruderwirksamkeit beim Strömungsabriss zu erhalten.
- A beschreibt geometrische Schränkung, nicht aerodynamische.
- C ist falsch — Querruder ändern den Anstellwinkel dynamisch, nicht als permanente Konstruktionseigenschaft.
- D ist falsch — V-Stellung ist ein separates Konzept (Flügel nach oben geneigt für Seitenstabilität).
Begriffe
- Schränkung — Flügelverwindung zur Auftriebsreduzierung an der Spitze
- Geometrische Schränkung — gleiches Profil, verdreht für kleineren Einstellwinkel an der Spitze
- Aerodynamische Schränkung — verschiedene Profile von Wurzel zu Spitze
- V-Stellung — Aufwärtswinkel des Flügels für Seitenstabilität
Source
Q79: Was ist der mittlere Wert der Erdbeschleunigung an der Erdoberfläche? ^t80q79
EN · FR
- A) 1013,25 hPa
- B) 15° C/100 m
- C) 9,81 m/sec²
- D) 100 m/sec²
Antwort
C)
Erklärung
Die Standarderdbeschleunigung an der Erdoberfläche beträgt 9,81 m/s². Das ist der ISA-Wert, der in allen Leistungsberechnungen verwendet wird.
Begriffe
ISA = Internationale Standardatmosphäre
Source
Q80: Die am Fahrtmesser (ASI) angezeigte Geschwindigkeit ist ein Maß für: ^t80q80
EN · FR
- A) Den Gesamtdruck in einer Aneroidkapsel
- B) Die Differenz zwischen statischem Druck und Gesamtdruck
- C) Den statischen Druck um eine Aneroidkapsel
- D) Den Fahneneffekt, bei dem der Druck abnimmt
Antwort
B)
Erklärung
Die Anzeige des Fahrtmessers basiert auf der Differenz zwischen statischem Druck und Gesamtdruck (dynamischer Druck). Der ASI misst diese Differenz über das Pitot-Rohr und die statische Öffnung.
Source
Q81: Höhenleitwerk und Seitenleitwerk dienen insbesondere dazu: ^t80q81

EN · FR
- A) Das Flugzeug um seine Längsachse zu steuern
- B) Die Bildung von Flügelspitzenwirbelschleppen zu verringern
- C) Das Flugzeug im Flug zu stabilisieren
- D) Den Luftwiderstand zu verringern
Antwort
C)
Erklärung
Höhenleitwerk und Seitenleitwerk dienen in erster Linie dazu, das Flugzeug im Flug zu stabilisieren (Längs- und Richtungsstabilität). Ohne sie wäre das Flugzeug instabil.
Source
Q82: Wenn Spaltklappen ausgefahren werden, tritt der Strömungsabriss: ^t80q82
EN · FR
- A) Bei der gleichen Geschwindigkeit auf wie vor dem Ausfahren der Klappen
- B) Bei einer höheren Geschwindigkeit auf
- C) Keine der Antworten ist richtig
- D) Bei einer niedrigeren Geschwindigkeit auf
Antwort
D)
Erklärung
Beim Ausfahren von Spaltklappen tritt der Strömungsabriss bei einer niedrigeren Geschwindigkeit auf, da Klappen den maximalen Auftriebsbeiwert (CA max) erhöhen. Die Überziehgeschwindigkeit sinkt.
Source
- [?] Source non identifiée
### Q83: Der aerodynamische Mittelpunkt eines Tragflügelprofils in einer Luftströmung ist der Angriffspunkt: ^t80q83
EN · FR
- A) Des Gewichts
- B) Der resultierenden aller Druckkräfte, die auf das Profil wirken
- C) Des Reifendrucks auf der Landebahn
- D) Der Luftströmung an der Vorderkante
Antwort
B)
Erklärung
Der aerodynamische Mittelpunkt (bzw. Druckpunkt) ist der Angriffspunkt der resultierenden aller aerodynamischen Druckkräfte (Auftrieb + Widerstand) auf das Profil. Er liegt auf der Profilsehne, typischerweise nahe dem Viertelpunkt (~25 % der Profiltiefe von der Vorderkante).
- A (Gewicht) wirkt am Schwerpunkt, nicht am aerodynamischen Mittelpunkt.
- C (Reifendruck) hat nichts mit Aerodynamik zu tun.
- D (Luftströmung an der Vorderkante) beschreibt den Staupunkt, nicht den aerodynamischen Mittelpunkt.
Source
Q84: Drücke werden ausgedrückt in: ^t80q84
EN · FR
- A) Pa, psi, g
- B) Bar, Pa, m/sec²
- C) Bar, psi, Pa
- D) Bar, psi, a(Alpha)
Antwort
C)
Erklärung
Drücke werden in Bar, psi (Pfund pro Quadratzoll) und Pa (Pascal) ausgedrückt. g ist eine Beschleunigung, kein Druck. Alpha (a) ist keine Druckeinheit.
Source
Q85: TAS (True Air Speed) ist die Geschwindigkeit: ^t80q85
EN · FR
- A) Des Flugzeugs gegenüber dem Boden
- B) Des Flugzeugs gegenüber der umgebenden Luftmasse
- C) Des Flugzeugs gegenüber der Luft, korrigiert um die Windkomponente und den Atmosphärendruck
- D) Die am Fahrtmesser (ASI) angezeigte Geschwindigkeit
Antwort
B)
Erklärung
TAS (True Air Speed) ist die Geschwindigkeit des Flugzeugs gegenüber der umgebenden Luftmasse. Es ist die tatsächliche Geschwindigkeit durch die Luft, korrigiert um die atmosphärische Dichte.
Begriffe
TAS = Wahre Eigengeschwindigkeit (True Airspeed)
Source
Q86: Die Kursstabilität eines Flugzeugs wird gewährleistet durch: ^t80q86
EN · FR
- A) Vorflügel an der Vorderkante
- B) Das Höhenleitwerk
- C) Die Seitenflosse (Seitenleitwerk)
- D) Den V-Winkel der Flügel
Antwort
C)
Erklärung
Die Kursstabilität (Gierstabilität) wird durch die Seitenflosse (Seitenleitwerk/Seitenruder) gewährleistet. Die Flügelpfeilung trägt zur Rollstabilität bei, nicht zur Gierstabilität.
Source
Q87: Die unten abgebildete Hinterkantenklappe ist eine: ^t80q87
EN · FR

- A) Fowler-Klappe
- B) Spreizklape
- C) Spaltklappe
- D) Einfache Klappe
Antwort
C)
Erklärung
Die abgebildete Klappe, die sich mit einem Spalt vom Flügel erstreckt, ist eine Spaltklappe. Der Spalt leitet Luft von der Unter- zur Oberseite und verzögert die Ablösung.
Source
Q88: Das Risiko eines Strömungsabrisses am Flügel besteht hauptsächlich: ^t80q88
EN · FR
- A) Im geraden Steigflug bei hoher Geschwindigkeit in atmosphärischer Turbulenz
- B) In ruhiger Luft, im Gleitflug, bei der minimal zugelassenen Geschwindigkeit
- C) Beim abrupten Abfangen nach einem Sturzflug
- D) Im geraden horizontalen Reiseflug in atmosphärischer Turbulenz
Antwort
C)
Erklärung
Das Risiko eines Strömungsabrisses tritt hauptsächlich beim abrupten Abfangen nach einem Sturzflug auf, da der Anstellwinkel sehr schnell ansteigt und den kritischen Winkel überschreiten kann, bevor der Pilot reagieren kann.
Source
Q89: Der Widerstand eines Körpers in einer Luftströmung hängt insbesondere ab von: ^t80q89
EN · FR
- A) Der Masse des Körpers
- B) Der chemischen Zusammensetzung des Körpers
- C) Der Luftdichte
- D) Der Dichte des Körpers
Antwort
C)
Erklärung
Der aerodynamische Widerstand hängt insbesondere von der Luftdichte (ρ) ab, da F_W = Cw × 0,5 × ρ × v² × A gilt. Die Eigendichte, chemische Zusammensetzung und Masse des Körpers beeinflussen den aerodynamischen Widerstand nicht direkt.
Source
Q90: In der unten abgebildeten Zeichnung ist die Profilsehne dargestellt durch: ^t80q90
EN · FR

Antwort
D)
Erklärung
Die Profilsehne ist die gerade Linie (Strichpunktlinie), die die Vorderkante mit der Hinterkante verbindet. In der Abbildung ist sie mit A beschriftet.
Die Abbildung zeigt zwei Linien durch das Profil — nicht verwechseln:
- A (Strichpunktlinie, gerade) = Profilsehne — immer eine perfekt gerade Linie von Vorder- zu Hinterkante.
- H (gestrichelt, leicht gekrümmt) = Skelettlinie (Wölbungslinie) — folgt dem Mittelpunkt zwischen Ober- und Unterseite. Bei einem gewölbten Profil verläuft sie oberhalb der Sehne.
Alle Bezeichnungen in der Abbildung:
- A = Profilsehne
- B = Nasenradius
- C = Vorderkante (Nasenpunkt)
- D = Lage der maximalen Dicke (Abstand von Vorderkante)
- E = maximale Profildicke
- G = Extrados (Oberseite)
- H = Skelettlinie (Wölbungslinie)
- J = Intrados (Unterseite)
- K = maximale Wölbung (größter Abstand zwischen Skelettlinie und Sehne)
- L = Profiltiefe (Gesamtlänge Vorderkante bis Hinterkante)
- M = Lage der maximalen Wölbung (Abstand von Vorderkante)
Source
Q91: Der Anstellwinkel eines Tragflügelprofils wird immer gemessen zwischen: ^t80q91
EN · FR
- A) Der Profilsehne und der Richtung der relativen Luftströmung
- B) Der Längsachse und der allgemeinen Luftströmungsrichtung
- C) Der Längsachse und dem Horizont
- D) Er variiert je nach Gewicht des Piloten
Antwort
A)
Erklärung
Der Anstellwinkel (AoA) ist definiert als der Winkel zwischen der Profilsehne und der ungestörten relativen Luftströmungsrichtung, was A zur richtigen Antwort macht.

Die Profilsehne (A im Diagramm) ist die gerade Linie von der Vorderkante (C) zur Hinterkante. Der Anstellwinkel wird zwischen dieser Linie und der Anströmrichtung gemessen.
- Option B ist falsch, weil die Längsachse eine strukturelle Bezugsgröße ist, kein aerodynamischer Bezug; der AoA wird von der Profilsehne gemessen.
- Option C verwechselt AoA mit der Fluglage, die die Längsachse auf den Horizont bezieht.
- Option D ist sinnlos – AoA ist eine geometrische und aerodynamische Eigenschaft, völlig unabhängig vom Gewicht des Piloten.
Begriffe
AoA = Anstellwinkel (Angle of Attack)
Source
Q92: Bei gleicher Stirnfläche und gleicher Luftströmungsgeschwindigkeit – was bestimmt den Widerstand eines Körpers? ^t80q92
EN · FR
- A) Sein Gewicht
- B) Seine Dichte
- C) Seine Form
- D) Die Lage seines Schwerpunkts
Antwort
C)
Erklärung
Wenn Stirnfläche und Luftgeschwindigkeit konstant gehalten werden, ist die verbleibende Variable in der Widerstandsgleichung W = CW × 0,5 × rho × V² × S der Widerstandsbeiwert CW, der vollständig durch die Form des Körpers bestimmt wird. Eine stromlinienförmige Form erzeugt weit weniger Widerstand als eine stumpfe. Optionen A und B sind falsch, weil Gewicht und Materialdichte keine direkte aerodynamische Wirkung haben – Widerstand hängt von der äußeren Geometrie ab, nicht von der inneren Massenverteilung.
- Option D ist falsch, weil der Schwerpunkt die Stabilität beeinflusst, nicht den aerodynamischen Widerstandsbeiwert.
Begriffe
- W — Gewicht — Schwerkraft auf das Luftfahrzeug (W = m × g)
- rho — ρ (rho) — Luftdichte
- V — Geschwindigkeit / Fluggeschwindigkeit
- S — Flügelfläche — gesamte Grundrissfläche der Tragflächen
- D — Widerstand
Source
Q93: Was ist der Ursprung des induzierten Widerstands an einem Flügel? ^t80q93
EN · FR
- A) Der Winkel an der Flügel-Rumpf-Verbindung
- B) Die Fluggeschwindigkeit
- C) Druckausgleich von der Unterseite zur Oberseite
- D) Druckausgleich von der Oberseite zur Unterseite
Antwort
C)
Erklärung
Induzierter Widerstand entsteht durch den Druckunterschied zwischen der Unterseite (Überdruck) und der Oberseite (Unterdruck) des Flügels. An den Flügelspitzen strömt Luft vom druckreichen Unterbereich um die Spitze herum zum druckarmen Oberbereich, bildet Abströmwirbel, die den Auftriebsvektor nach hinten kippen, und erzeugt so induzierten Widerstand.
Option D kehrt die Strömungsrichtung um – Luft strömt von hohem zu niedrigem Druck, nicht umgekehrt.
Option A beschreibt den Interferenzwiderstand an der Flügelwurzel, und Option B ist zu vage – Geschwindigkeit allein ist nicht der Ursprung des induzierten Widerstands.
Source
Q94: Wie hoch ist der Luftdruck in der ICAO-Standardatmosphäre auf Meereshöhe? ^t80q94
EN · FR
- A) 29,92 hPa
- B) 1012,35 hPa
- C) 1013,25 hPa
- D) Er hängt vom Breitengrad ab
Antwort
C)
Erklärung
Die internationale ICAO-Standardatmosphäre definiert den Meereshöhendruck als genau 1013,25 hPa (Hektopascal).
- Option A gibt 29,92 an, was dem Äquivalentwert in Zoll Quecksilbersäule (inHg) entspricht, nicht in hPa – 29,92 hPa wäre ein absurd niedriger Druck.
- Option B (1012,35 hPa) ist schlicht falsch.
- Option D ist falsch, weil die ISA ein standardisiertes Modell ist, das sich nicht mit dem Breitengrad ändert, auch wenn der reale Atmosphärendruck dies tut.
Begriffe
- ISA = Internationale Standardatmosphäre
- ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation
Source
Q95: Welche Linie stellt in der Profilzeichnung die mittlere Wölbungslinie dar? ^t80q95
EN · FR

Antwort
B)
Erklärung
Die mittlere Wölbungslinie ist der geometrische Ort aller Punkte, die den gleichen Abstand zur Ober- und Unterseite des Tragflügelprofils haben, und stellt die Krümmung des Profils dar. In diesem Diagramm entspricht Linie B dieser gekrümmten Bezugslinie. Die Optionen A, C und D stellen andere Profileigenschaften wie die Profilsehne, die Dickenverteilung oder die Oberflächen dar, nicht die mittlere Wölbungslinie.
Source
- [?] Source non identifiée
### Q96: Warum ist in einem Horizontalflug ohne Seitengleitflug und ohne Höhenverlust Zug am Höhenruder notwendig? ^t80q96
EN · FR
- A) Um ein Einrutschen in der Kurve zu verhindern
- B) Um die Geschwindigkeit zu reduzieren und die Fliehkraft zu verringern
- C) Um ein Ausrutschen in der Kurve zu verhindern
- D) Um den Auftrieb zu erhöhen, sodass er sowohl das Gewicht als auch die Fliehkraft ausgleicht
Antwort
D)
Erklärung
In einem geneigten Kurvenflug bei konstanter Höhe übersteigt das Lastvielfache 1, da der Auftrieb sowohl das Gewicht des Flugzeugs ausgleichen als auch die Zentripetalkraft für den gekrümmten Flugweg aufbringen muss. Zug am Höhenruder erhöht den Anstellwinkel und damit den Gesamtauftrieb, um diese Anforderung zu erfüllen.
- Option A ist falsch, weil Einrutschen mit dem Seitenruder korrigiert wird, nicht mit dem Höhenruder.
- Option B ist falsch – der Zweck ist nicht das Verlangsamen.
- Option C ist ebenfalls falsch, weil die Seitenruderfunktion das Ausrutschen verhindert, nicht das Höhenruder.
Source
Q97: Ein Flügelüberziehen tritt auf: ^t80q97
EN · FR
- A) An der roten Radiallinie am Fahrtmesser
- B) Wenn ein kritischer Anstellwinkel überschritten wird
- C) Nach einer Leistungsreduzierung des Motors
- D) Nur wenn die Nase zu stark über den Horizont angehoben wird
Antwort
B)
Erklärung
Ein Strömungsabriss tritt auf, wenn der Anstellwinkel des Flügels den kritischen Wert überschreitet (typischerweise ca. 15–18 Grad), was zur Strömungsablösung von der Oberseite und zum plötzlichen Auftriebsverlust führt. Dies ist ein grundlegendes aerodynamisches Prinzip, unabhängig von Geschwindigkeit oder Fluglage.
- Option A ist falsch, weil die rote Linie (VNE) strukturelle Geschwindigkeitsgrenzen betrifft, nicht den Überziehvorgang.
- Option C ist falsch – eine Leistungsreduzierung allein verursacht keinen Strömungsabriss, wenn der AoA unter dem kritischen Wert bleibt.
- Option D ist falsch, weil ein Strömungsabriss bei jeder Fluglage und jeder Geschwindigkeit auftreten kann, solange der kritische AoA überschritten wird.
Begriffe
- VNE = Höchstzulässige Geschwindigkeit
- AoA = Anstellwinkel (Angle of Attack)
Source
Q98: Unter welcher Bedingung tritt die Strömungsablösung an einem Tragflügelprofil auf? ^t80q98
EN · FR
- A) Nur bei einer bestimmten Flughöhe
- B) Nur bei einer bestimmten Nasenlage gegenüber dem Horizont
- C) Gleichzeitig über die gesamte Spannweite
- D) Bei einem bestimmten Anstellwinkel
Antwort
D)
Erklärung
Die Strömungsablösung tritt auf, wenn der Anstellwinkel den kritischen Überziehwinkel erreicht, der eine feste aerodynamische Eigenschaft der Profilform ist.
- Option A ist falsch, weil der Überzieh-AoA unabhängig von der Flughöhe ist.
- Option B verwechselt Fluglage mit Anstellwinkel – ein Flügel kann bei jeder Nasenlage überziehen.
- Option C ist falsch, weil durch Konstruktionsmerkmale wie die Schränkung der Strömungsabriss typischerweise von der Wurzel zur Spitze fortschreitet und nicht gleichzeitig über die gesamte Spannweite auftritt.
Begriffe
AoA = Anstellwinkel (Angle of Attack)
Source
Q99: Was ist die mittlere Erdbeschleunigung an der Erdoberfläche? ^t80q99
EN · FR
- A) 9,81 m/sec²
- B) 100 m/sec²
- C) 1013,5 hPa
- D) 15° C/100 m
Antwort
A)
Erklärung
Die Standarderdbeschleunigung auf Meereshöhe beträgt 9,81 m/s² und wird in der gesamten Luftfahrt für Gewichts-, Lastvielfachen- und Leistungsberechnungen verwendet.
- Option B (100 m/s²) ist etwa zehnmal zu groß.
- Option C (1013,5 hPa) ist ein Druckwert nahe dem ISA-Meereshöhendruck, keine Beschleunigung.
- Option D (15°C/100 m) ähnelt einem Temperaturgradientenformat, ist aber viel zu hoch – der ISA-Temperaturgradient beträgt 0,65°C pro 100 m.
Begriffe
ISA = Internationale Standardatmosphäre
Source
Q100: Die wahre Fluggeschwindigkeit (TAS) wird aus der Anzeige des Fahrtmessers (ASI) ermittelt durch: ^t80q100
EN · FR
- A) Keinerlei Korrekturen
- B) Korrektur um Positions- und Instrumentenfehler
- C) Anwendung von Korrekturen sowohl für Positions-/Instrumentenfehler als auch für die atmosphärische Dichte
- D) Alleinige Anpassung für die atmosphärische Dichte
Antwort
C)
Erklärung
TAS wird aus der ASI-Anzeige (IAS) durch zwei aufeinanderfolgende Korrekturen abgeleitet: Zunächst werden Positions- und Instrumentenfehler beseitigt, um die kalibrierte Fluggeschwindigkeit (CAS) zu erhalten, dann berücksichtigt eine Dichtekorrektion den Unterschied zwischen tatsächlicher Luftdichte und der ISA-Normdichte auf Meereshöhe.
- Option A ist falsch, weil die unkorrigierte IAS nicht der TAS entspricht.
- Option B ergibt nur die CAS, nicht die TAS.
- Option D lässt die Korrektur des Instrumenten-/Positionsfehlers aus, die stets der erste Schritt ist.
Begriffe
- TAS = Wahre Eigengeschwindigkeit (True Airspeed)
- IAS = Angezeigte Fluggeschwindigkeit (Indicated Airspeed)
- CAS = Kalibrierte Fluggeschwindigkeit (Calibrated Airspeed)
- ISA = Internationale Standardatmosphäre
Source
Q101: Eine Verlagerung des Schwerpunkts wird verursacht durch: ^t80q101
EN · FR
- A) Änderung des Anstellwinkels
- B) Verlagerung der Zuladung
- C) Änderung des Einstellwinkels
- D) Änderung der Lage des aerodynamischen Mittelpunkts
Antwort
B)
Erklärung
Der Schwerpunkt (SP) wird durch die Massenverteilung im Flugzeug bestimmt, daher kann ihn nur eine physische Massenverlagerung – wie das Verschieben von Ballast, Passagieren oder Gepäck – verändern.
- Option A ist falsch, weil eine Anstellwinkeländerung die aerodynamischen Kräfte, nicht die Massenverteilung, beeinflusst.
- Option C ist falsch, weil der Einstellwinkel ein festes konstruktives Maß ist.
- Option D ist falsch, weil der aerodynamische Mittelpunkt eine Eigenschaft der Flügelform ist, nicht der Massenverteilung des Flugzeugs.
Source
Q102: Das in der Abbildung dargestellte Hochauftriebselement ist eine: ^t80q102
EN · FR

- A) Einfache Klappe
- B) Spreizklape
- C) Spaltklappe
- D) Fowler-Klappe
Antwort
D)
Erklärung
Eine Fowler-Klappe bewegt sich nach hinten und unten und erhöht dabei gleichzeitig die Flügelfläche und die Wölbung, was sie zum wirksamsten Hinterkantenklappentyp macht. Die Abbildung zeigt diese charakteristische Rückwärtserstreckung.
- Eine einfache Klappe (A) klappt lediglich nach unten, ohne sich nach hinten zu bewegen.
- Eine Spreizklppe (B) lenkt nur die untere Flächenverkleidung aus.
- Eine Spaltklappe (C) öffnet einen Spalt, erhöht aber die Flügelfläche nicht so signifikant wie die Fowler-Klappe.
Source
Q103: Die Resultierende aller aerodynamischen Kräfte an einem Tragflügelprofil greift an: ^t80q103
EN · FR
- A) Schwerpunkt
- B) Staupunkt
- C) Aerodynamischen Mittelpunkt
- D) Symmetriezentrum
Antwort
C)
Erklärung
Der aerodynamische Mittelpunkt ist der Punkt am Profil, durch den die Resultierende aller aerodynamischen Druckkräfte (Auftrieb und Widerstand kombiniert) wirkt und um den der Nickmomentenbeiwert bei Änderungen des Anstellwinkels annähernd konstant bleibt; er liegt in der Nähe des Viertelpunkts der Profiltiefe.
- Option A ist falsch, weil der Schwerpunkt der Angriffspunkt des Gewichts ist, nicht der aerodynamischen Kräfte.
- Option B ist falsch, weil der Staupunkt der Ort ist, an dem die Luftströmungsgeschwindigkeit an der Vorderkante null ist.
- Option D ist kein etablierter aerodynamischer Fachbegriff.
Source
Q104: Bei welcher ungefähren Höhe ist die Luftdichte auf die Hälfte ihres Meereshöhenwertes abgesunken? ^t80q104
EN · FR
- A) 2.000 ft
- B) 20.000 Meter
- C) 2.000 Meter
- D) 6.600 Meter
Antwort
D)
Erklärung
In der ICAO-Standardatmosphäre nimmt die Luftdichte annähernd exponentiell mit der Höhe ab und erreicht auf etwa 6.600 m (ca. 21.600 ft) die Hälfte ihres Meereshöhenwertes.
- Option A (2.000 ft) ist viel zu niedrig – die Dichte ändert sich dort kaum.
- Option B (20.000 m) liegt in der Stratosphäre, wo die Dichte weit unter der Hälfte liegt.
- Option C (2.000 m) ist ebenfalls zu niedrig – die Dichte dort beträgt noch etwa 80 % des Meereshöhenwerts.
Begriffe
ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation
Source
Q105: Die Anzeige des Fahrtmessers (ASI) basiert auf einer Messung: ^t80q105
EN · FR
- A) Des Fahneneffekts, bei dem der Druck abnimmt
- B) Der Differenz zwischen Gesamtdruck und statischem Druck
- C) Des Gesamtdrucks in einer Aneroidkapsel
- D) Des statischen Drucks um eine Aneroidkapsel
Antwort
B)
Erklärung
Der ASI misst den dynamischen Druck, d. h. die Differenz zwischen Gesamtdruck (Pitot-Druck) und statischem Druck: q = pgesamt - pstatisch = 0,5 × rho × V². Diese Differenzmessung zeigt direkt die Fluggeschwindigkeit an.
- Option A ist sinnlos – eine Wetterfahne misst die Windrichtung, keinen Druck.
- Option C ist falsch, weil die alleinige Messung des Gesamtdrucks ohne Abzug des statischen Drucks keine Geschwindigkeitsinformation liefert.
- Option D ist ebenfalls falsch, weil der statische Druck allein nur die Höhe, nicht die Geschwindigkeit angibt.
Begriffe
- q — Staudruck (q = ½ × ρ × V²)
- rho — ρ (rho) — Luftdichte
- D — Widerstand
Source
Q106: Die Rollstabilität wird beeinflusst durch: ^t80q106
EN · FR
- A) Die Verwendung von Vorflügeln
- B) Drehungen um die Querachse
- C) Die Wirkung des Höhenleitwerks
- D) Flügelpfeilung und V-Winkel
Antwort
D)
Erklärung
Die Rollstabilität (seitliche Stabilität) – die Tendenz, nach einer Störung wieder in die Horizontallage zurückzukehren – wird hauptsächlich durch den V-Winkel und die Flügelpfeilung gewährleistet, die beide rückstellende Rollmomente erzeugen, wenn das Flugzeug nach einem Rollausschlag seitwärts gleitet.
- Option A ist falsch, weil Vorflügel Hochauftriebshilfen sind, die den Strömungsabriss verzögern, keine Stabilitätselemente.
- Option B beschreibt eine Nickbewegung, keine Rollstabilität.
- Option C ist falsch, weil das Höhenleitwerk die Nickstabilität (Längsstabilität) gewährleistet, nicht die Rollstabilität.
Source
Q107: Der Geschwindigkeitsbereich für den Betrieb von Spaltklappen: ^t80q107
EN · FR
- A) Hat keine Obergrenze
- B) Ist nach oben durch die Manövergeschwindigkeit begrenzt
- C) Ist im Flughandbuch (AFM) veröffentlicht
- D) Ist nach unten durch die rote Radiallinie am ASI begrenzt
Antwort
C)
Erklärung
Der zulässige Geschwindigkeitsbereich für den Klappenbetrieb variiert je nach Flugzeugtyp und ist immer im Flughandbuch (AFM) angegeben, üblicherweise auch am ASI als weißer Bogen eingezeichnet.
- Option A ist gefährlich falsch – Klappen haben strukturelle Geschwindigkeitsgrenzen.
- Option B ist falsch, weil die Klappenhöchstgeschwindigkeit (VFE) typischerweise von der Manövergeschwindigkeit (VA) verschieden ist.
- Option D ist falsch, weil die rote Radiallinie für VNE (Höchstgeschwindigkeit) steht, die nichts mit der unteren Klappengeschwindigkeitsgrenze zu tun hat.
Begriffe
- VA = Manövergeschwindigkeit
- VNE = Höchstzulässige Geschwindigkeit
Source
Q108: Wenn der Einstellwinkel des Flügels an der Wurzel größer ist als an der Spitze, nennt man das: ^t80q108
EN · FR
- A) Streckungsverhältnis
- B) Aerodynamische Schränkung
- C) Geometrische Schränkung (Washout)
- D) Interferenzkompensation
Antwort
C)
Erklärung
Die geometrische Schränkung (Washout) ist eine in den Flügel eingebaute physische Verdrehung, sodass der Einstellwinkel von der Wurzel zur Spitze hin progressiv abnimmt. Dies stellt sicher, dass die Wurzel zuerst überströmt, was die Querruderwirksamkeit an den Spitzen erhält.
- Option A (Streckungsverhältnis) ist das Verhältnis von Spannweite zu Profiltiefe.
- Option B (aerodynamische Schränkung) erreicht eine ähnliche Überziehprogression durch die Verwendung verschiedener Profilformen entlang der Spannweite anstelle einer physischen Verdrehung.
- Option D (Interferenzkompensation) ist kein etablierter aerodynamischer Fachbegriff für Flügelschränkung.
Source
Q109: Der Atmosphärendruck in der Erdatmosphäre hat die Eigenschaft: ^t80q109
EN · FR
- A) Mit zunehmender Höhe linear abzunehmen
- B) Konstant zu bleiben
- C) In der Troposphäre abzunehmen und in der Stratosphäre zuzunehmen
- D) Mit zunehmender Höhe exponentiell abzunehmen
Antwort
D)
Erklärung
Der Atmosphärendruck folgt einem annähernd exponentiellen Abfall mit der Höhe, wie durch die barometrische Höhenformel beschrieben. Jede gleiche Höhenzunahme verringert den Druck um den gleichen Prozentsatz, nicht um den gleichen absoluten Betrag.
- Option A ist falsch, weil die Beziehung exponentiell, nicht linear ist.
- Option B ist offensichtlich falsch – der Druck nimmt mit der Höhe eindeutig ab.
- Option C ist falsch, weil der Druck in der Stratosphäre weiter abnimmt; es ist die Temperatur, nicht der Druck, die sich in der Stratosphäre stabilisiert oder erhöht.
Source
Q110: Die vereinfachte Kontinuitätsgleichung besagt, dass zum gleichen Zeitpunkt die gleiche Luftmasse durch verschiedene Querschnitte strömt. Daher gilt: ^t80q110
EN · FR
- A) Die Luftgeschwindigkeit ändert sich nicht
- B) Luft strömt mit niedrigerer Geschwindigkeit durch einen größeren Querschnitt
- C) Luft strömt mit höherer Geschwindigkeit durch einen größeren Querschnitt
- D) Luft strömt mit niedrigerer Geschwindigkeit durch einen kleineren Querschnitt
Antwort
B)
Erklärung
Die Kontinuitätsgleichung für inkompressible Strömung lautet A1 × V1 = A2 × V2 (Querschnittsfläche mal Geschwindigkeit ist konstant). Wenn der Querschnitt zunimmt, muss die Geschwindigkeit proportional abnehmen, um die gleiche Massenstromrate aufrechtzuerhalten.
- Option A ist falsch, weil die Geschwindigkeit sich mit dem Querschnitt ändert.
- Option C kehrt die Beziehung um – die Geschwindigkeit nimmt bei einem größeren Querschnitt ab, nicht zu.
- Option D kehrt sie ebenfalls um – die Geschwindigkeit steigt bei einem kleineren Querschnitt, nimmt nicht ab.
Source
Q111: Was bezeichnet Punkt Nummer 4 in der Profilzeichnung? ^t80q111
EN · FR

- A) Staupunkt
- B) Ablösepunkt
- C) Druckpunkt
- D) Umschlagpunkt
Antwort
B)
Erklärung
Punkt 4 im Grenzschichtdiagramm markiert den Ablösepunkt, wo sich die Grenzschicht aufgrund eines ungünstigen Druckgradienten von der Flügeloberseite ablöst und dahinter einen turbulenten Nachlauf bildet.
- Option A ist falsch, weil der Staupunkt an der Vorderkante liegt (Punkt 1).
- Option C ist falsch, weil der Druckpunkt ein theoretischer Kraftangriffspunkt und kein Grenzschichtmerkmal ist.
- Option D ist falsch, weil der Umschlagpunkt (laminar zu turbulent) weiter vorne an der Oberfläche liegt.
Source
- [?] Source non identifiée
### Q112: Was bezeichnet Punkt Nummer 1 in der Profilzeichnung? ^t80q112
EN · FR

- A) Umschlagpunkt
- B) Druckpunkt
- C) Staupunkt
- D) Ablösepunkt
Antwort
C)
Erklärung
Punkt 1 im Grenzschichtdiagramm ist der Staupunkt an der Vorderkante, wo die einströmende Luftmasse in Ober- und Unterströmung aufgeteilt wird, die Geschwindigkeit null ist und der statische Druck sein Maximum erreicht.
- Option A ist falsch, weil der Umschlagpunkt weiter hinten liegt, wo laminare Strömung turbulent wird.
- Option B ist falsch, weil der Druckpunkt ein resultierender Kraftpunkt ist, kein physischer Strömungsort an der Vorderkante.
Source
- [ ] ~ [[Examen Blanc/Exa Blanc Série_3.pdf#page=38|Série 3 Q20 p.38]]
### Q113: Welches Konstruktionsmerkmal ist in der Abbildung dargestellt? ^t80q113
EN · FR

- A) Richtungsstabilität durch Auftriebserzeugung
- B) Längsstabilität durch den V-Winkel des Flügels
- C) Seitliche Stabilität durch den V-Winkel des Flügels
- D) Differentiale Querruderausschläge
Antwort
C)
Erklärung
Die Abbildung zeigt den V-Winkel des Flügels – den nach oben weisenden V-Winkel der Flügel gegenüber der Horizontalebene – der die seitliche (Roll-)Stabilität gewährleistet. Wenn ein Flügel in einem Seitengleitflug absinkt, erfährt der untere Flügel einen höheren effektiven Anstellwinkel, erzeugt mehr Auftrieb und bringt ein rückstellendes Rollmoment hervor.
- Option A ist falsch, weil die Richtungsstabilität vom Seitenleitwerk kommt, nicht vom V-Winkel.
- Option B identifiziert die Achse falsch – der V-Winkel beeinflusst die Roll- (laterale), nicht die Nick- (Längs-)Stabilität.
- Option D beschreibt ein Querruderkonstruktionsmerkmal, das in der Abbildung nicht gezeigt wird.
Source
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### Q114: „Längsstabilität" bezeichnet die Stabilität um welche Achse? ^t80q114
EN · FR
- A) Hochachse
- B) Längsachse
- C) Querachse
- D) Propellerachse
Antwort
C)
Erklärung
Trotz des möglicherweise verwirrenden Namens bezeichnet Längsstabilität die Nickstabilität, also die Drehung um die Querachse (die Achse, die von Flügelspitze zu Flügelspitze verläuft). Sie beschreibt die Tendenz des Flugzeugs, in eine getrimte Nicklage zurückzukehren.
- Option A ist falsch, weil die Hochachse die Gierstabilität (Richtungsstabilität) bestimmt.
- Option B ist falsch, weil die Längsachse die Rollstabilität (Querstabilität) bestimmt.
- Option D ist in der standardmäßigen aeronautischen Terminologie keine anerkannte Stabilitätsachse.
Source
Q115: Eine Drehung um die Hochachse wird bezeichnet als ^t80q115
EN · FR
- A) Nicken
- B) Gieren
- C) Rollen
- D) Seitengleitflug
Antwort
B)
Erklärung
Gieren ist die Drehung des Flugzeugs um die Hochachse (Normalenachse), bei der die Nase nach links oder rechts schwenkt. Es wird hauptsächlich durch das Seitenruder gesteuert.
- Option A (Nicken) ist die Drehung um die Querachse.
- Option C (Rollen) ist die Drehung um die Längsachse.
- Option D (Seitengleitflug) beschreibt einen Flugzustand mit einer seitlichen Luftströmungskomponente, keine spezifische Drehachse.
Source
Q116: Eine Drehung um die Querachse wird bezeichnet als ^t80q116
EN · FR
- A) Überziehen
- B) Rollen
- C) Gieren
- D) Nicken
Antwort
D)
Erklärung
Nicken ist die Drehung des Flugzeugs um die Querachse (von Flügelspitze zu Flügelspitze), was zu einer Nase-hoch- oder Nase-runter-Bewegung führt, die durch das Höhenruder gesteuert wird.
- Option A (Überziehen) ist ein aerodynamisches Phänomen der Strömungsablösung, kein Rotationsbegriff.
- Option B (Rollen) ist die Drehung um die Längsachse.
- Option C (Gieren) ist die Drehung um die Hochachse.
Source
Q117: Das Höhenruder bewirkt, dass sich das Flugzeug um die... dreht ^t80q117

EN · FR
- A) Längsachse
- B) Querachse
- C) Höhenruderachse
- D) Hochachse
Antwort
B)
Erklärung
Das Höhenruder steuert das Nicken, also die Drehung um die Querachse (von Flügelspitze zu Flügelspitze). Durch das Auslenken des Höhenruders verändert der Pilot die aerodynamische Kraft am Leitwerk und erzeugt ein Nickmoment, das die Nase hebt oder senkt.
- Option A ist falsch, weil die Längsachse die Rollbewegung bestimmt, die durch Querruder gesteuert wird.
- Option C ist keine standardmäßige aeronautische Achse.
- Option D ist falsch, weil die Hochachse die Gierbewegung bestimmt, die durch das Seitenruder gesteuert wird.
Source
Q118: Was ist bezüglich der Schwerpunktlage zu beachten? ^t80q118
EN · FR
- A) Die Schwerpunktlage kann erst nach dem Abheben des Flugzeugs bestimmt werden
- B) Das Verstellen des Querruder-Trimmruders kann die Schwerpunktlage korrigieren
- C) Nur eine ordnungsgemäße Beladung gewährleistet eine korrekte und sichere Schwerpunktlage
- D) Das Einstellen des Höhenruder-Trimmruders kann den Schwerpunkt in die richtige Lage verschieben
Antwort
C)
Erklärung
Die Schwerpunktlage wird allein durch die Massenverteilung im Flugzeug bestimmt – nur eine korrekte Beladung von Insassen, Gepäck und Ballast innerhalb der zugelassenen Grenzen gewährleistet einen sicheren Schwerpunkt.
- Option A ist falsch, weil der Schwerpunkt vor dem Flug am Boden durch Gewichts- und Schwerpunktberechnungen überprüft werden muss.
- Option B ist falsch, weil Querruder-Trimmruder die Rollkräfte anpassen, nicht die Massenverteilung.
- Option D ist ebenfalls falsch, weil Trimmruder aerodynamische Ausgleichskräfte ändern, den Schwerpunkt aber nicht physisch verschieben können.
Source
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### Q119: Welchen Vorteil bieten differentiale Querruderausschläge? ^t80q119

EN · FR
- A) Das Verhältnis von Widerstandsbeiwert zu Auftriebsbeiwert nimmt zu
- B) Der Gesamtauftrieb bleibt beim Querruderausschlag konstant
- C) Das negative Wendemoment wird vergrößert
- D) Der Widerstand des nach unten ausgelenkten Querruders wird reduziert, wodurch das negative Wendemoment kleiner wird
Antwort
D)
Erklärung
Differentiale Querruderausschläge bedeuten, dass das nach unten ausgelenkte Querruder weniger ausschlägt als das nach oben ausgelenkte, was den zusätzlichen induzierten Widerstand am absinkenden Flügel verringert und damit das negative Wendemoment minimiert – das unerwünschte Giermoment entgegen der beabsichtigten Rollrichtung.
- Option A ist falsch, weil der Zweck die Widerstandsreduzierung ist, nicht die Erhöhung des Widerstands-Auftrieb-Verhältnisses.
- Option B ist falsch, weil sich der Gesamtauftrieb beim Querruderausschlag etwas ändert.
- Option C gibt das Gegenteil des tatsächlichen Effekts an – differentiale Querruder verringern das negative Wendemoment, erhöhen es nicht.
Source
- [?] Source non identifiée
### Q120: Was bewirkt der aerodynamische Ruderausgleich? ^t80q120
EN · FR
- A) Er verbessert die Ruderwirksamkeit
- B) Er reduziert die Steuerkräfte
- C) Er verzögert den Strömungsabriss
- D) Er verkleinert die Steuerflächen
Antwort
B)
Erklärung
Ein aerodynamischer Ruderausgleich (z. B. Hornausgleich oder zurückversetztes Rudergelenk) positioniert einen Teil der Steuerfläche vor der Scharnierlinie, sodass der aerodynamische Druck die Piloteneingabe teilweise unterstützt und die zum Auslenken des Ruders erforderliche Kraft reduziert.
- Option A ist falsch, weil der Zweck die Kraftreduzierung ist, nicht eine verbesserte Wirksamkeit.
- Option C ist falsch, weil die Verzögerung des Strömungsabrisses durch Vorrichtungen wie Vorflügel oder Wirbelgeneratoren erreicht wird, nicht durch Ruderausgleiche.
- Option D ergibt keinen Sinn – aerodynamischer Ausgleich verkleinert die Steuerflächen nicht.
Source
- [?] Source non identifiée
### Q121: Welchem Zweck dient der statische Massenausgleich des Ruders? ^t80q121
EN · FR
- A) Die Steuerkräfte zu begrenzen
- B) Die Steuerkräfte zu erhöhen
- C) Flattern der Steuerfläche zu verhindern
- D) Eine kraftfreie Trimmung zu ermöglichen
Antwort
C)
Erklärung
Der statische Massenausgleich platziert Ausgleichsgewichte vor der Scharnierlinie, um den Massenschwerpunkt der Steuerfläche auf oder vor die Scharnierlinie zu verlagern. Dies verhindert Flattern – eine gefährliche selbsterregte aeroelastische Schwingung, die bei Geschwindigkeit die Steuerfläche und die Flugzeugstruktur zerstören kann.
- Option A ist falsch, weil die Begrenzung von Steuerkräften die Aufgabe des aerodynamischen Ausgleichs ist, nicht des Massenausgleichs.
- Option B ist das Gegenteil jedes Ausgleichsziels.
- Option D ist falsch, weil die kraftfreie Trimmung durch Trimmruder erreicht wird, nicht durch Massenausgleich.
Source
- [?] Source non identifiée
### Q122: Was zeigt die Trimmungsanzeige, wenn das Höhenruder-Trimmruder nach oben ausgelenkt wird? ^t80q122
EN · FR
- A) Seitlich getrimmt
- B) Neutralstellung
- C) Nase-runter-Stellung
- D) Nase-hoch-Stellung
Antwort
C)
Erklärung
Ein nach oben ausgelenktes Trimmruder erzeugt eine aerodynamische Abwärtskraft an der Hinterkante des Höhenruders, die die Vorderkante des Höhenruders nach oben drückt und ein Nase-runter-Nickmoment erzeugt. Die Trimmungsanzeige zeigt daher eine Nase-runter-Stellung.
- Option A ist irrelevant – seitliche Trimmung betrifft das Rollen, nicht das Nicken.
- Option B würde eine neutrale Trimmruderstellung erfordern.
- Option D ist das Gegenteil – eine Nase-hoch-Anzeige würde eine nach unten ausgelenkte Trimmruderstellung erfordern.
Begriffe
D — Widerstand
Source
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### Q123: Welchen Flugzustand bezeichnet Punkt Nummer 1 im Polardiagramm? ^t80q123
EN · FR

- A) Langsamflug
- B) Bestes Gleitverhältnis
- C) Überziehen
- D) Rückenflug
Antwort
D)
Erklärung
Punkt 1 im Polardiagramm liegt im Bereich des negativen Auftriebsbeiwerts und stellt den Rückenflug dar, bei dem das Flugzeug auf dem Rücken fliegt und der Flügel einen nach unten gerichteten Auftrieb relativ zu seiner normalen Ausrichtung erzeugt. Die Optionen A, B und C entsprechen alle positiven (aufrechten) Bereichen der Polarkurve – Langsamflug liegt nahe dem maximalen CA, Überziehen liegt bei CA_max, und das beste Gleitverhältnis liegt am Tangentenberührungspunkt vom Ursprung.
Source
- [?] Source non identifiée
### Q124: In einer koordinierten Kurve – wie ist die Beziehung zwischen Lastvielfachem (n) und Überziehgeschwindigkeit (Vs)? ^t80q124
EN · FR
- A) n ist kleiner als 1 und Vs ist niedriger als im Geradeausflug
- B) n ist größer als 1 und Vs ist höher als im Geradeausflug
- C) n ist kleiner als 1 und Vs ist höher als im Geradeausflug
- D) n ist größer als 1 und Vs ist niedriger als im Geradeausflug
Antwort
B)
Erklärung
In einer koordinierten Kurvenneigung muss der Auftriebsvektor sowohl das Gewicht tragen als auch die Zentripetalkraft liefern, sodass das Lastvielfache n = 1/cos(Querneigungswinkel) immer größer als 1 ist. Die Überziehgeschwindigkeit erhöht sich um den Faktor √n, da mehr Auftrieb benötigt wird und daher eine höhere Geschwindigkeit erforderlich ist, um das Überziehen zu vermeiden. Die Optionen A und C sind falsch, weil n in einem horizontalen Kurvenflug immer über 1 liegt.
- Option D gibt fälschlicherweise an, dass Vs abnimmt – ein höheres Lastvielfaches erhöht stets die Überziehgeschwindigkeit.
Begriffe
- n — Lastvielfaches (Verhältnis Auftrieb zu Gewicht: n = L/G)
- D — Widerstand
- VS = Überziehgeschwindigkeit (Stall Speed)
Source
Q125: Der Druckausgleich zwischen der Flügeloberseite und -unterseite führt zu ^t80q125
EN · FR
- A) Formwiderstand durch Flügelspitzenwirbel
- B) Laminarer Strömung durch Flügelspitzenwirbel
- C) Auftrieb durch Flügelspitzenwirbel
- D) Induziertem Widerstand durch Flügelspitzenwirbel
Antwort
D)
Erklärung
Der Druckunterschied zwischen der Unterseite (Überdruck) und der Oberseite (Unterdruck) des Flügels bewirkt, dass Luft um die Flügelspitzen strömt und Abströmwirbel bildet. Diese Wirbel erzeugen Abwindkomponenten, die den Auftriebsvektor nach hinten kippen und induzierten Widerstand erzeugen.
- Option A ist falsch, weil Flügelspitzenwirbel induzierten Widerstand verursachen, keinen Formwiderstand.
- Option B ist falsch, weil Wirbel turbulente, keine laminare Strömung erzeugen.
- Option C ist falsch, weil Wirbel den effektiven Auftrieb tatsächlich verringern, indem sie den lokalen Anstellwinkel reduzieren.
Source
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### Q126: Wie schneidet im stationären Gleitflug bei gleicher Masse ein dickeres Profil im Vergleich zu einem dünneren ab? ^t80q126
EN · FR
- A) Weniger Widerstand, gleicher Auftrieb
- B) Mehr Widerstand, weniger Auftrieb
- C) Weniger Widerstand, weniger Auftrieb
- D) Mehr Widerstand, gleicher Auftrieb
Antwort
D)
Erklärung
Im stationären Gleitflug bei gleicher Masse muss der Auftrieb stets dem Gewicht entsprechen, unabhängig von der Profildicke, sodass der Auftrieb gleich bleibt. Ein dickeres Profil erzeugt jedoch aufgrund seines größeren Querschnitts und stärkerer ungünstiger Druckgradienten mehr Formwiderstand (Druckwiderstand). Die Optionen A und C sind falsch, weil ein dickeres Profil mehr, nicht weniger, Widerstand erzeugt.
- Option B ist falsch, weil der Auftrieb nicht abnimmt – er ist im stationären Flug durch die Gewichtsanforderung festgelegt.
Source
- [?] Source non identifiée
### Q127: Was stellt ein Profil-Polardiagramm dar? ^t80q127
EN · FR
- A) Den Auftriebsbeiwert cA bei verschiedenen Anstellwinkeln
- B) Das Verhältnis von minimalem Sinken zur besten Gleitzahl
- C) Das Verhältnis zwischen Gesamtauftrieb und Widerstand als Funktion des Anstellwinkels
- D) Die Beziehung zwischen cA und cW bei verschiedenen Anstellwinkeln
Antwort
D)
Erklärung
Eine Profil-Polare (Lilienthal-Polare) trägt den Auftriebsbeiwert (cA oder CL) gegen den Widerstandsbeiwert (cW oder CD) bei verschiedenen Anstellwinkeln auf und zeigt, wie sich die aerodynamische Effizienz im Betriebsbereich ändert.
- Option A beschreibt nur eine CL-über-Alpha-Kurve, keine Polare.
- Option B bezieht sich auf die Geschwindigkeitspolare eines Segelflugzeugs, nicht auf eine Profil-Polare.
- Option C ist ungenau – die Polare zeigt die CL-CW-Beziehung direkt, kein einfaches Verhältnis.
Begriffe
- CL = Auftriebsbeiwert
- CD = Widerstandsbeiwert
Source
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### Q128: Jeder beliebig geformte Körper in einer Luftströmung (v > 0) erzeugt stets ^t80q128
EN · FR
- A) Widerstand, der bei jeder Geschwindigkeit konstant bleibt
- B) Auftrieb ohne Widerstand
- C) Widerstand
- D) Sowohl Widerstand als auch Auftrieb
Antwort
C)
Erklärung
Jeder Körper in einer strömenden Luft erfährt stets Widerstand durch viskose Reibung und Druckkräfte, die der Bewegung entgegenwirken – das ist in einem realen Fluid unvermeidlich. Auftrieb erfordert jedoch eine spezifische aerodynamische Formgebung oder Ausrichtung.
- Option A ist falsch, weil der Widerstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit variiert, nicht konstant ist.
- Option B ist physikalisch unmöglich – widerstandsfreier Auftrieb existiert nicht.
- Option D ist falsch, weil ein beliebig geformter Körper nicht zwangsläufig Auftrieb erzeugt; nur spezifisch geformte oder ausgerichtete Körper erzeugen Auftrieb.
Source
Q129: Was bezeichnet Nummer 3 in der Abbildung? ^t80q129
EN · FR

- A) Profiltiefe
- B) Profilsehne
- C) Wölbungslinie
- D) Profildicke
Antwort
C)
Erklärung
In der Profilzeichnung bezeichnet Nummer 3 die Wölbungslinie (mittlere Wölbungslinie), das ist die gekrümmte Linie, die den gleichen Abstand zur Ober- und Unterseite des Tragflügelprofils aufweist. Die Optionen A und B beziehen sich beide auf die gerade Bezugslinie von der Vorder- zur Hinterkante, die ein anderes Merkmal darstellt.
- Option D (Profildicke) ist der senkrechte Abstand zwischen Ober- und Unterseite, keine Linie in der Abbildung.
Source
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### Q130: Welches Konstruktionsmerkmal kann das negative Wendemoment kompensieren? ^t80q130
EN · FR
- A) V-Winkel des Flügels
- B) Voller Querruderausschlag
- C) Differentiale Querruderausschläge
- D) Vergrösserung des Flügelpfeilwinkels
Antwort
C)
Erklärung
Differentiale Querruderausschläge reduzieren das negative Wendemoment, indem das nach unten ausgelenkte Querruder weniger ausschlägt als das nach oben ausgelenkte, wodurch der zusätzliche induzierte Widerstand am absinkenden Flügel verringert wird, der bewirkt, dass die Nase entgegen der beabsichtigten Kurvenrichtung giert.
- Option A ist falsch, weil der V-Winkel die Rollstabilität gewährleistet, keine Gierkompensation.
- Option B würde das negative Wendemoment tatsächlich verschlimmern, weil voller Ausschlag die Widerstandsasymmetrie maximiert.
- Option D ist falsch, weil die Flügelpfeilung hauptsächlich die Hochgeschwindigkeitsstabilität und die kritische Machzahl beeinflusst, nicht die Kompensation des negativen Wendemoments.
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### Q131: Was beschreibt die „Flächenbelastung"? ^t80q131
EN · FR
- A) Widerstand pro Gewicht
- B) Flügelfläche pro Gewicht
- C) Widerstand pro Flügelfläche
- D) Gewicht pro Flügelfläche
Antwort
D)
Erklärung
Die Flächenbelastung ist definiert als Gesamtgewicht des Flugzeugs dividiert durch die Flügelreferenzfläche, ausgedrückt in Einheiten wie N/m² oder kg/m². Sie bestimmt die Überziehgeschwindigkeit, die Böenempfindlichkeit und die allgemeinen Flugeigenschaften.
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### Q132: Welchen Flugzustand bezeichnet Punkt Nummer 5 im Polardiagramm? ^t80q132
EN · FR

- A) Bestes Gleitverhältnis
- B) Rückenflug
- C) Überziehen
- D) Langsamflug
Antwort
D)
Erklärung
Punkt 5 im Polardiagramm entspricht dem Langsamflug – einem Zustand mit hohem Anstellwinkel und niedriger Geschwindigkeit auf dem positiven Teil der Polaren, bevor der Überziehpunkt erreicht wird.
- Option A (bestes Gleitverhältnis) entspricht dem Tangentenberührungspunkt vom Ursprung der Polaren.
- Option B (Rückenflug) würde auf der negativen CL-Seite erscheinen.
- Option C (Überziehen) liegt am CA_max-Punkt, der ganz oben auf der Polaren, jenseits des Langsamflugs.
Begriffe
CL = Auftriebsbeiwert
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### Q133: Welche aerodynamische Wirkung hat das Ausfahren der Bremsklappen? ^t80q133

EN · FR
- A) Sowohl Widerstand als auch Auftrieb nehmen zu
- B) Sowohl Widerstand als auch Auftrieb nehmen ab
- C) Widerstand nimmt zu, während Auftrieb abnimmt
- D) Widerstand nimmt ab, während Auftrieb zunimmt
Antwort
C)
Erklärung
Bremsklappen (Störklappen/Tauchbremsen) dienen dazu, den Gleitwinkel zu versteilen, indem sie den Widerstand erheblich erhöhen und gleichzeitig die Oberflächenströmung stören, was den Auftrieb verringert.
- Option A ist falsch, weil der Auftrieb beim Ausfahren der Bremsklappen abnimmt.
- Option B ist falsch, weil der Widerstand zunimmt, nicht abnimmt.
- Option D kehrt beide Effekte um – Bremsklappen erhöhen den Widerstand und verringern den Auftrieb.
Source
Q134: Welche Kombination von Maßnahmen kann die Gleitzahl eines Segelflugzeugs verbessern? ^t80q134
EN · FR
- A) Vordere Schwerpunktlage, korrekte Geschwindigkeit, abgeklebte Spalten zwischen Flügel und Rumpf
- B) Höhere Masse, dünnes Profil, abgeklebte Spalten zwischen Flügel und Rumpf
- C) Niedrigere Masse, korrekte Geschwindigkeit, einziehbares Fahrwerk
- D) Saubere Oberflächen, korrekte Geschwindigkeit, einziehbares Fahrwerk, abgeklebte Spalten zwischen Flügel und Rumpf
Antwort
D)
Erklärung
Das Gleitzahlverhältnis (L/D) wird maximiert, indem der Gesamtwiderstand minimiert und mit optimaler Geschwindigkeit geflogen wird. Saubere Oberflächen reduzieren den Reibungswiderstand, das Abkleben von Spalten verhindert Leckagewiderstand, einziehbares Fahrwerk eliminiert eine wichtige Quelle von Parasitärwiderstand, und das Beibehalten der besten Gleitgeschwindigkeit hält das Flugzeug beim optimalen L/D-Verhältnis.
- Option A ist suboptimal, weil eine vordere Schwerpunktlage den Trimmwiderstand erhöht.
- Option B ist falsch, weil eine höhere Masse das L/D-Verhältnis selbst nicht verbessert.
- Option C lässt wichtige Widerstandsreduzierungsmaßnahmen wie das Abkleben von Spalten und die Oberflächenreinigung aus.
Begriffe
- L — Auftrieb — aerodynamische Kraft senkrecht zur Anströmung
- D — Widerstand
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### Q135: Was unterscheidet einen Trudeln vom Spiralabsturz? ^t80q135
EN · FR
- A) Trudeln: äußerer Flügel überstreicht, Geschwindigkeit konstant; Spiralabsturz: beide Flügel angeströmt, Geschwindigkeit steigt rasch
- B) Trudeln: innerer Flügel überstreicht, Geschwindigkeit konstant; Spiralabsturz: beide Flügel angeströmt, Geschwindigkeit steigt rasch
- C) Trudeln: äußerer Flügel überstreicht, Geschwindigkeit steigt rasch; Spiralabsturz: beide Flügel angeströmt, Geschwindigkeit konstant
- D) Trudeln: innerer Flügel überstreicht, Geschwindigkeit steigt rasch; Spiralabsturz: beide Flügel angeströmt, Geschwindigkeit konstant
Antwort
B)
Erklärung
Beim Trudeln ist der innere (untere) Flügel tief überstreicht, während der äußere Flügel noch etwas Auftrieb erzeugen kann, was eine Autorotation bei annähernd konstanter, relativ niedriger Fluggeschwindigkeit ergibt. Beim Spiralabsturz ist keiner der Flügel überstreicht, und das Flugzeug sinkt mit zunehmend steiler Querneigung bei rasch zunehmender Fluggeschwindigkeit.
- Option A identifiziert fälschlicherweise den äußeren Flügel als überstreicht.
- Die Optionen C und D weisen die Geschwindigkeitsmerkmale falsch zu – beim Trudeln ist die Geschwindigkeit annähernd konstant; beim Spiralabsturz steigt die Geschwindigkeit rasch.
Source
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### Q136: Die Längsposition des Schwerpunkts beeinflusst hauptsächlich die Stabilität um welche Achse? ^t80q136
EN · FR
- A) Längsachse
- B) Schwerkraftachse
- C) Querachse
- D) Hochachse
Antwort
C)
Erklärung
Die längs (vor-hinter) Lage des Schwerpunkts bestimmt direkt die Nickstabilität, also die Stabilität um die Querachse. Der Schwerpunkt muss vor dem Neutralpunkt liegen, damit eine positive Nickstabilität besteht; je weiter vorne, desto statisch stabiler, aber desto höher auch die Höhenruderkräfte.
- Option A ist falsch, weil die Längsachse die Rollstabilität bestimmt, die durch den V-Winkel beeinflusst wird.
- Option B ist keine standardmäßige Achse.
- Option D ist falsch, weil die Hochachse die Richtungsstabilität bestimmt, die durch das Seitenleitwerk beeinflusst wird.
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Q137: Welches Strukturelement gewährleistet die Richtungsstabilität? ^t80q137
EN · FR
- A) V-Winkel des Flügels
- B) Ein großes Höhenruder
- C) Ein großes Seitenleitwerk
- D) Differentiale Querruderausschläge
Antwort
C)
Erklärung
Die Seitenflosse wirkt wie eine Wetterfahne und erzeugt ein rückstellendes Giermoment, wenn das Flugzeug seitwärts gleitet, und gewährleistet so die Richtungsstabilität (Gierstabilität) um die Hochachse. Eine größere Flosse bietet mehr Stabilität.
- Option A (V-Winkel) gewährleistet die seitliche (Roll-)Stabilität.
- Option B (Höhenruder) trägt zur Nickstabilität bei.
- Option D (differentiale Querruderausschläge) reduziert das negative Wendemoment, ist aber kein Stabilitätselement.
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### Q138: Wie verhält sich der Anstellwinkel des Flügels im Geradeausflug bei konstanter Motorleistung im Vergleich zum Steigflug? ^t80q138
EN · FR
- A) Größer als im Steigflug
- B) Größer als beim Start
- C) Kleiner als im Sinkflug
- D) Kleiner als im Steigflug
Antwort
D)
Erklärung
Im Steigflug bei gleicher Motorleistung fliegt das Flugzeug langsamer, weil mehr Energie in den Höhengewinn fließt, was einen höheren Anstellwinkel erfordert, um ausreichend Auftrieb zu erzeugen. Daher ist der Anstellwinkel im Horizontalflug kleiner als im Steigflug.
- Option A kehrt die Beziehung um.
Option B vergleicht mit dem Start, was keinen direkten Bezug zur Frage hat.
Option C ist falsch, weil das Flugzeug im Sinkflug beschleunigt und dabei typischerweise den Anstellwinkel unter den Horizontalflugwert reduziert.
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### Q139: Was ist eine Funktion des Höhenleitwerks? ^t80q139
EN · FR
- A) Das Flugzeug um die Querachse zu stabilisieren
- B) Eine Kurve um die Hochachse einzuleiten
- C) Das Flugzeug um die Hochachse zu stabilisieren
- D) Das Flugzeug um die Längsachse zu stabilisieren
Antwort
A)
Erklärung
Das Höhenleitwerk (Stabilisator und Höhenruder) gewährleistet die Längsstabilität (Nickstabilität), also die Stabilität um die Querachse. Es erzeugt rückstellende Momente, wenn die Nicklage des Flugzeugs gestört wird.
- Option B ist falsch, weil Kurven um die Hochachse durch das Seitenruder eingeleitet werden.
- Option C ist falsch, weil die Stabilität um die Hochachse vom Seitenleitwerk kommt.
- Option D ist falsch, weil die Stabilität um die Längsachse (Rollstabilität) durch V-Winkel und Pfeilung gewährleistet wird.
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Q140: Was passiert, wenn das Seitenruder nach links ausgelenkt wird? ^t80q140

EN · FR
- A) Das Flugzeug nickt nach rechts
- B) Das Flugzeug giert nach rechts
- C) Das Flugzeug nickt nach links
- D) Das Flugzeug giert nach links
Antwort
D)
Erklärung
Wenn das Seitenruder nach links ausgelenkt wird, erzeugt es eine seitliche aerodynamische Kraft am Leitwerk, die das Heck nach rechts drückt und die Nase um die Hochachse nach links gieren lässt. Die Optionen A und C sind falsch, weil Nicken eine Nase-hoch/Nase-runter-Bewegung ist, die durch das Höhenruder gesteuert wird, nicht durch das Seitenruder.
- Option B kehrt die Gierrichtung um – linkes Seitenruder bewirkt ein Linksgiern.
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### Q141: Differentiale Querruderausschläge werden eingesetzt, um ^t80q141
EN · FR
- A) Die Sinkrate zu erhöhen
- B) Das Überziehen bei kleinen Anstellwinkeln zu verhindern
- C) Das negative Wendemoment zu minimieren
- D) Wirbelschleppturbulenz zu reduzieren
Antwort
C)
Erklärung
Differentiale Querruderausschläge geben dem nach unten ausgelenkten Querruder weniger Ausschlag als dem nach oben ausgelenkten, was die Widerstandsasymmetrie zwischen den beiden Flügeln bei einer Rollbewegung verringert und damit das negative Wendemoment minimiert.
- Option A ist falsch, weil die Sinkrate durch Bremsklappen oder Geschwindigkeit gesteuert wird, nicht durch die Querrudergeometrie.
- Option B ist falsch, weil das Verhindern des Überziehens bei kleinen Anstellwinkeln kein Problem darstellt.
- Option D ist falsch, weil Wirbelschleppturbulenz durch Flügelspitzenwirbel entsteht, nicht durch Querruderdesign.
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### Q142: Wie verändert sich die Kräftebilanz in einer Kurvenneigung? ^t80q142
EN · FR
- A) Eine geringere Auftriebskraft genügt, weil die Nettokraft gegenüber dem Horizontalflug verringert ist
- B) Die horizontale Komponente des Auftriebs in der Kurve stellt die Fliehkraft dar
- C) Der Auftrieb muss erhöht werden, um die kombinierte Wirkung von Schwerkraft und Fliehkraft auszugleichen
- D) Die Nettokraft ist die Vektorsumme aus Schwerkraft und Zentripetalkraft
Antwort
C)
Erklärung
In einer geneigten Kurve bei konstanter Höhe muss der geneigte Auftriebsvektor so groß sein, dass seine vertikale Komponente noch dem Gewicht entspricht, während seine horizontale Komponente die Zentripetalkraft für den gekrümmten Flugweg liefert. Das bedeutet, der Gesamtauftrieb muss den Wert im Geradeausflug übersteigen, wobei das Lastvielfache n = 1/cos(Querneigungswinkel) gilt.
- Option A ist falsch, weil mehr, nicht weniger, Auftrieb benötigt wird.
- Option B ist ungenau – aus dem Bezugssystem des Flugzeugs erscheint es als Fliehkraft, aber die eigentliche Physik beinhaltet die Zentripetalkraft.
- Option D beschreibt nicht vollständig die Kräftebilanzanforderung.
Begriffe
- n — Lastvielfaches (Verhältnis Auftrieb zu Gewicht: n = L/G)
- D — Widerstand
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### Q143: Welche Triebwerksanordnung erzeugt bei einem Reisemotorsegler (TMG) den geringsten Widerstand? ^t80q143
EN · FR
- A) Fest eingebautes Triebwerk und Propeller an der Flugzeugnase
- B) Fest eingebautes Triebwerk und Propeller am Rumpf
- C) Einziehbares Triebwerk und Propeller im Rumpf versenkbar
- D) Fest eingebautes Triebwerk und Propeller am Höhenleitwerk
Antwort
C)
Erklärung
Ein einziehbares Triebwerk und ein einziehbarer Propeller können vollständig im Rumpf verstaut werden, wenn sie nicht in Betrieb sind, und eliminieren so den Parasitärwiderstand des Antriebssatzes und des Propellers während des Segelflugbetriebs vollständig. Die Optionen A, B und D beinhalten alle fest eingebaute (nicht einziehbare) Installationen, die kontinuierlich Widerstand erzeugen, auch wenn das Triebwerk abgestellt ist, weil Propeller und Triebwerksverkleidung dem Luftstrom ausgesetzt bleiben.
Begriffe
TMG = Reisemotorsegler
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### Q144: Welcher Effekt ist als „negatives Wendemoment" bekannt? ^t80q144
EN · FR
- A) Querruderausschlag giert die Nase in die beabsichtigte Kurvenrichtung, weil das nach unten ausgelenkte Querruder weniger Widerstand hat
- B) Seitenruderausschlag erzeugt ein Rollmoment zur entgegengesetzten Seite durch den zusätzlichen Auftrieb am schneller bewegenden Flügel
- C) Querruderausschlag giert die Nase von der beabsichtigten Kurvenrichtung weg, durch erhöhten Widerstand am nach unten ausgelenkten Querruder
- D) Querruderausschlag giert die Nase von der beabsichtigten Kurvenrichtung weg, durch erhöhten Widerstand am nach oben ausgelenkten Querruder
Antwort
C)
Erklärung
Negatives Wendemoment tritt auf, weil das nach unten ausgelenkte Querruder, das den lokalen Auftrieb am angehobenen Flügel erhöht, auch den induzierten Widerstand an diesem Flügel erhöht. Dieser zusätzliche Widerstand an dem Flügel, der sich anhebt, giert die Nase dorthin – entgegen der beabsichtigten Kurvenrichtung.
- Option A beschreibt den entgegengesetzten Effekt.
- Option B beschreibt eine sekundäre Seitenruder-Roll-Kopplung, nicht den primären Effekt des negativen Wendemoments.
- Option D schreibt die Widerstandszunahme fälschlicherweise dem nach oben ausgelenkten Querruder zu; tatsächlich ist es das nach unten ausgelenkte Querruder, das mehr Widerstand erzeugt.
Begriffe
D — Widerstand
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### Q145: Was ist der „Bodeneffekt"? ^t80q145
EN · FR
- A) Eine Zunahme des Auftriebs und Abnahme des induzierten Widerstands in Bodennähe
- B) Eine Abnahme des Auftriebs und Zunahme des induzierten Widerstands in Bodennähe
- C) Eine Abnahme sowohl des Auftriebs als auch des induzierten Widerstands in Bodennähe
- D) Eine Zunahme sowohl des Auftriebs als auch des induzierten Widerstands in Bodennähe
Antwort
A)
Erklärung
Beim Fliegen innerhalb von etwa einer Flügelspannweite über dem Boden begrenzt die Bodenoberfläche die volle Ausbildung von Flügelspitzenwirbelschleppen und verringert den Abwindeffekt. Dies erhöht effektiv den lokalen Anstellwinkel (mehr Auftrieb) und reduziert gleichzeitig den induzierten Widerstand. Piloten erleben den Bodeneffekt als ein Schweben beim Aufsetzen des Landeflaps.
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### Q146: Seitenruderausschläge drehen das Flugzeug um die ^t80q146

EN · FR
- A) Längsachse
- B) Seitenruderachse
- C) Querachse
- D) Hochachse
Antwort
D)
Erklärung
Das Seitenruder steuert das Gieren, also die Drehung um die Hochachse, bei der die Nase nach links oder rechts schwenkt.
- Option A ist falsch, weil die Längsachse die Rollbewegung bestimmt, die durch Querruder gesteuert wird.
- Option B ist keine standardmäßige aeronautische Achsenbezeichnung.
- Option C ist falsch, weil die Querachse die Nickbewegung bestimmt, die durch das Höhenruder gesteuert wird.
Source
Q147: Welcher der folgenden Faktoren bewirkt eine Zunahme des Lastvielfachen im Reiseflug? ^t80q147
EN · FR
- A) Eine vordere Schwerpunktlage
- B) Höheres Flugzeuggewicht
- C) Eine aufwärts gerichtete Böe
- D) Niedrigere Luftdichte
Antwort
C)
Erklärung
Eine aufwärts gerichtete Böe erhöht schlagartig den Anstellwinkel des Flügels und erzeugt vorübergehend einen Auftrieb, der das Gewicht des Flugzeugs übersteigt. Dieser zusätzliche Auftrieb entspricht einem Lastvielfachen größer als 1 und belastet die Struktur.
- Option A (vordere Schwerpunktlage) beeinflusst die Nickstabilität und den Trimmwiderstand, bewirkt aber keine direkten Lastvielfachen-Spitzen.
- Option B (höheres Gewicht) bedeutet höhere dauerhafte Lasten, bewirkt aber selbst keine Erhöhung des Lastvielfachen n.
- Option D (geringere Dichte) reduziert den Auftrieb bei einer gegebenen Geschwindigkeit, was das momentane Lastvielfache eher senken würde, nicht erhöhen.
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Q148: Auf dem Weg zum nächsten Aufwind zeigt der Variometer 3 m/s Sinken. Sie erwarten eine mittlere Steigrate von 2 m/s im Aufwind. Wie sollten Sie den MacCready-Ring einstellen? ^t80q148
EN · FR
- A) Ring auf 3 m/s einstellen und die empfohlene Geschwindigkeit neben der erwarteten Steigrate (2 m/s) ablesen
- B) Ring außerhalb von Aufwinden auf 0 m/s einstellen und die empfohlene Geschwindigkeit neben der aktuellen Sinkrate (3 m/s) ablesen
- C) Ring auf 2 m/s einstellen und die empfohlene Geschwindigkeit neben der aktuellen Sinkrate (3 m/s) ablesen
- D) Ring auf 2 m/s einstellen und die empfohlene Geschwindigkeit neben der Summe aus aktueller Sinkrate und erwarteter Steigrate (5 m/s) ablesen
Antwort
C)
Erklärung
Der MacCready-Ring wird immer auf die erwartete Steigrate im nächsten Aufwind eingestellt (hier 2 m/s), und die empfohlene Streckenfluggeschwindigkeit zwischen Aufwinden wird dann an der Variometerzeiger-Position abgelesen, die die aktuelle Sinkrate (3 m/s) anzeigt.
- Option A stellt den Ring fälschlicherweise auf die Sinkrate statt auf die Aufwindstärke ein.
- Option B stellt den Ring auf null, was eine Geschwindigkeit für minimales Sinken statt einer optimalen Streckenfluggeschwindigkeit ergäbe.
- Option D addiert fälschlicherweise Sinkrate und Steigrate, was nicht der MacCready-Theorie entspricht.
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### Q149: Was muss beim Fliegen eines Segelflugzeugs mit Wölbungsklappen beachtet werden? ^t80q149
EN · FR
- A) Beim Windenstart muss die Wölbung auf volle positive Stellung gesetzt werden
- B) Im Anflug und bei der Landung darf die Wölbung nicht von negativ auf positiv verändert werden
- C) Im Anflug und bei der Landung darf die Wölbung nicht von positiv auf negativ verändert werden
- D) Beim Windenstart muss die Wölbung auf volle negative Stellung gesetzt werden
Antwort
C)
Erklärung
Im Anflug und bei der Landung würde das Umschalten der Wölbungsklappe von positiv (erhöhte Wölbung, höherer Auftrieb) auf negativ (reduzierte oder umgekehrte Wölbung) einen plötzlichen und dramatischen Auftriebseinbruch in geringer Höhe verursachen, was zu einem gefährlichen Absinken oder Bodenkontakt führen könnte.
- Option A ist nicht universell korrekt – die Klappenstellung beim Windenstart variiert je nach Typ.
- Option B kehrt die Beschränkung um.
- Option D ist falsch, weil negative Wölbung eine Reiseflugeinstellung ist und nicht für den auftriebsintensiven Windenstart geeignet ist.
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### Q150: Was bezeichnet Punkt Nummer 3 in der Profilzeichnung? ^t80q150
EN · FR

- A) Ablösepunkt
- B) Druckpunkt
- C) Staupunkt
- D) Umschlagpunkt
Antwort
D)
Erklärung
Punkt 3 im Grenzschichtdiagramm ist der Umschlagpunkt, an dem die Grenzschicht von der glatten laminaren Strömung in die turbulente Strömung übergeht. Die Lage dieses Übergangs hängt von der Reynoldszahl, der Oberflächenrauigkeit und dem Druckgradienten ab.
- Option A (Ablösepunkt) liegt weiter hinten, wo die Strömung vollständig ablöst.
- Option B (Druckpunkt) ist kein Grenzschichtmerkmal, sondern ein Kraftangriffspunkt.
- Option C (Staupunkt) liegt an der Vorderkante, wo die Strömungsgeschwindigkeit null ist.
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- [?] Source non identifiée
### Q151: Was entspricht in der Abbildung der Nummer 2? ^t80q151
EN · FR

- A) Anstellwinkel
- B) Profildicke
- C) Profilsehne
- D) Skelettlinie
Antwort
C)
#### Erklärung
Die Nummer 2 in der Abbildung bezeichnet die Profilsehne – die gerade Bezugslinie, die Vorderkante und Hinterkante des Tragflügelprofils verbindet. Sie ist die Basislinie, von der aus Anstellwinkel und Wölbung gemessen werden.
- Option A (Anstellwinkel) ist eine Winkelmessung, keine Linie in der Abbildung.
- Option B (Profildicke) ist der senkrechte Abstand zwischen Ober- und Unterseite, keine gerade Bezugslinie.
Source
Q152: Der Winkel (alpha) in der Abbildung wird bezeichnet als ^t80q152
EN · FR

- A) Neigungswinkel
- B) Einstellwinkel
- C) Anstellwinkel
- D) Auftriebswinkel
Antwort
C)
#### Erklärung
Der Winkel alpha zwischen der Profilsehne und der Richtung der anströmenden Luft ist der Anstellwinkel – die primäre aerodynamische Größe, die den Auftriebsbeiwert und das Überziehverhalten bestimmt.
- Option A (Neigungswinkel) ist kein standardisierter Luftfahrtbegriff.
- Option B (Einstellwinkel) ist der feste konstruktive Winkel zwischen der Profilsehne und der Längsachse des Luftfahrzeugs, der bei der Herstellung festgelegt wird.
- Option D (Auftriebswinkel) ist kein anerkannter Luftfahrtbegriff.
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### Q153: Wenn das rechte Querruder nach oben und das linke Querruder nach unten ausschlägt, wie reagiert das Luftfahrzeug? ^t80q153

EN · FR
- A) Rollen nach rechts mit Gieren nach links
- B) Rollen nach rechts mit Gieren nach rechts
- C) Rollen nach links ohne Gieren
- D) Rollen nach links mit Gieren nach rechts
Antwort
A)
#### Erklärung
Wenn das rechte Querruder nach oben ausschlägt (verringert den Auftrieb am rechten Flügel) und das linke Querruder nach unten ausschlägt (erhöht den Auftrieb am linken Flügel), rollt das Luftfahrzeug nach rechts. Gleichzeitig erzeugt das nach unten ausgeschlagene linke Querruder mehr induzierten Widerstand am linken Flügel, was ein ungünstiges Gieren bewirkt – die Nase schwenkt nach links, entgegen der beabsichtigten Rollrichtung. Die Optionen C und D identifizieren fälschlicherweise ein Rollen nach links.
- Option B gibt Gieren nach rechts an, aber ungünstiges Gieren wirkt immer entgegen der Rollrichtung.
Source
Q154: Was muss beim Fliegen eines Segelflugzeugs mit Wasserballast beachtet werden? ^t80q154
EN · FR
- A) Der beste Gleitwinkel verschlechtert sich
- B) Die beste Gleitgeschwindigkeit nimmt ab
- C) Es treten erhebliche Schwerpunktverlagerungen auf
- D) Das Luftfahrzeug sollte unterhalb der Gefrierhöhe bleiben
Antwort
D)
#### Erklärung
Wasserballast muss über dem Gefrierpunkt gehalten werden (d. h. das Luftfahrzeug sollte unterhalb der Gefrierhöhe bleiben), damit das Wasser in den Flügeltanks nicht gefriert – was Ablassventile blockieren, unvorhersehbare Schwerpunktverlagerungen verursachen und die Flügelstruktur beschädigen könnte.
- Option A ist falsch, da der beste Gleitwinkel (L/D-Verhältnis) theoretisch durch Ballast unverändert bleibt.
- Option B ist falsch – die beste Gleitgeschwindigkeit erhöht sich mit zusätzlichem Gewicht.
- Option C ist irreführend, da Wasserballasttanks so konstruiert sind, dass Schwerpunktverlagerungen minimiert und innerhalb genehmigter Grenzen gehalten werden.
Begriffe
- L — Auftrieb — aerodynamische Kraft senkrecht zur Anströmung
- D — Widerstand
Source
- [?] Source non identifiée
### Q155: Welche Beschreibung charakterisiert die statische Stabilität? ^t80q155
EN · FR
- A) Nach einer äußeren Störung kann das Luftfahrzeug durch Rudereingriff in seine ursprüngliche Lage zurückkehren
- B) Nach einer äußeren Störung verharrt das Luftfahrzeug in der ausgelenkten Position
- C) Nach einer äußeren Störung neigt das Luftfahrzeug zu einer noch stärkeren Auslenkung
- D) Nach einer äußeren Störung neigt das Luftfahrzeug dazu, in seine ursprüngliche Lage zurückzukehren
Antwort
D)
#### Erklärung
Statische Stabilität bedeutet, dass das Luftfahrzeug nach einer Störung aus dem Gleichgewicht durch innewohnende aerodynamische Kräfte automatisch zur ursprünglichen Lage zurückstrebt – ohne Piloteneingriff.
- Option A beschreibt eine aktive Pilotenkorrektur, keine innewohnende Stabilität.
- Option B beschreibt neutrale Stabilität, bei der das Luftfahrzeug in der ausgelenkten Lage verbleibt.
- Option C beschreibt statische Instabilität, bei der das Luftfahrzeug weiter vom Gleichgewicht abweicht.
Source
- [?] Source non identifiée
### Q156: Wie ändern sich bester Gleitwinkel und beste Gleitgeschwindigkeit, wenn ein Segelflugzeug Wasserballast trägt, verglichen mit dem Flug ohne Ballast? ^t80q156
EN · FR
- A) Bester Gleitwinkel bleibt unverändert; beste Gleitgeschwindigkeit steigt
- B) Bester Gleitwinkel verschlechtert sich; beste Gleitgeschwindigkeit steigt
- C) Bester Gleitwinkel bleibt unverändert; beste Gleitgeschwindigkeit sinkt
- D) Bester Gleitwinkel verbessert sich; beste Gleitgeschwindigkeit sinkt
Antwort
A)
#### Erklärung
Wasserballast erhöht das Gesamtgewicht des Luftfahrzeugs. Das beste L/D-Verhältnis (und damit der beste Gleitwinkel) ist eine aerodynamische Eigenschaft der Form des Luftfahrzeugs und ändert sich nicht mit dem Gewicht. Die Geschwindigkeit, bei der dieses optimale L/D erreicht wird, steigt jedoch, da ein höherer Staudruck erforderlich ist, um den zusätzlichen Auftrieb für das schwerere Luftfahrzeug zu erzeugen.
- Option B behauptet fälschlicherweise, dass sich der Winkel ändert. Die Optionen C und D geben fälschlicherweise an, dass die beste Gleitgeschwindigkeit sinkt.
Begriffe
- L — Auftrieb — aerodynamische Kraft senkrecht zur Anströmung
- D — Widerstand
Source
- [?] Source non identifiée
### Q157: Welches konstruktive Merkmal dient zur Verringerung der Steuerkräfte? ^t80q157
EN · FR
- A) T-Leitwerk
- B) Vortex-Generatoren
- C) Aerodynamische Ruderausgleichung
- D) Differenzielle Querruderausschläge
Antwort
C)
#### Erklärung
Eine aerodynamische Ruderausgleichung (Hornausgleich oder zurückversetzte Scharnierlinie) erstreckt einen Teil der Steuerfläche vor die Scharnierlinie, sodass der aerodynamische Druck den Ausschlag des Piloten teilweise unterstützt und die erforderliche Kraft direkt verringert.
- Option A (T-Leitwerk) ist eine Konfigurationswahl, die Abwindeinfluss und Deep-Stall-Eigenschaften betrifft.
- Option B (Vortex-Generatoren) energetisieren die Grenzschicht, um Strömungsablösung zu verzögern.
- Option D (differenzielle Querruderausschläge) verringert ungünstiges Gieren, nicht die Steuerkräfte.
Begriffe
D — Widerstand
Source
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### Q158: Wenn ein Körper beliebiger Form von Luft umströmt wird (v > 0), erzeugt er immer ^t80q158
EN · FR
- A) Widerstand
- B) Sowohl Widerstand als auch Auftrieb
- C) Widerstand, der bei jeder Geschwindigkeit konstant bleibt
- D) Auftrieb ohne Widerstand
Antwort
A)
#### Erklärung
Jeder in einer bewegten Luftströmung befindliche Körper (v > 0) erzeugt immer Widerstand, da Reibung und Druckunterschiede in einer realen Strömung unvermeidlich sind. Auftrieb setzt eine bestimmte Form oder einen Anstellwinkel voraus und ist nicht zwangsläufig vorhanden.
- Option B ist falsch, da Auftrieb nicht immer erzeugt wird.
- Option C ist falsch, da der Widerstand mit V² zunimmt – er ist nicht konstant.
- Option D ist physikalisch unmöglich – widerstandsfreier Flug existiert in einer realen Strömung nicht.
Begriffe
D — Widerstand
Source
Q159: „Längsstabilität" bezeichnet die Stabilität um welche Achse? ^t80q159
EN · FR
- A) Hochachse
- B) Propellerachse
- C) Längsachse
- D) Querachse
Antwort
D)
#### Erklärung
Trotz des möglicherweise verwirrenden Namens beschreibt Längsstabilität die Nickstabilität – also die Rotation um die Querachse (von Flügelspitze zu Flügelspitze). Sie ist die Tendenz, eine getrimmmte Nickstellung beizubehalten oder wieder einzunehmen.
- Option A (Hochachse) regelt Richtungs-/Gierstabilität.
- Option B (Propellerachse) ist keine standardisierte Stabilitätsachse.
- Option C (Längsachse) regelt Roll-/Querstabilität.
Source
Q160: Was bedeutet „Flächenbelastung"? ^t80q160
EN · FR
- A) Widerstand je Flügelfläche
- B) Gewicht je Flügelfläche
- C) Widerstand je Gewicht
- D) Flügelfläche je Gewicht
Antwort
B)
#### Erklärung
Die Flächenbelastung ist das Gesamtgewicht des Luftfahrzeugs dividiert durch die Flügelreferenzfläche (z. B. N/m² oder kg/m²). Eine höhere Flächenbelastung bedeutet höhere Überziehgeschwindigkeiten, aber besseres Eindringen bei Turbulenzen.
- Option A (Widerstand je Flügelfläche) ist keine Standardgröße.
- Option C (Widerstand je Gewicht) beschreibt ein Widerstands-Gewichts-Verhältnis.
- Option D (Flügelfläche je Gewicht) ist der mathematische Kehrwert der Flächenbelastung.
Begriffe
D — Widerstand
Source
- [?] Source non identifiée
### Q161: Welches Phänomen wird als ungünstiges Gieren bezeichnet? ^t80q161
EN · FR
- A) Querruderausschlag verursacht ein Gieren in Richtung der beabsichtigten Kurve, weil das nach unten ausgeschlagene Querruder weniger Widerstand hat
- B) Seitenruderausschlag erzeugt ein Rollmoment zur entgegengesetzten Seite, weil der schneller bewegte Flügel mehr Auftrieb erzeugt
- C) Querruderausschlag verursacht ein Gieren entgegen der beabsichtigten Kurve aufgrund von mehr Widerstand am nach oben ausgeschlagenen Querruder
- D) Querruderausschlag verursacht ein Gieren entgegen der beabsichtigten Kurve aufgrund von mehr Widerstand am nach unten ausgeschlagenen Querruder
Antwort
D)
#### Erklärung
Ungünstiges Gieren entsteht, weil das nach unten ausgeschlagene Querruder, das den lokalen Auftrieb am steigenden Flügel erhöht, auch den induzierten Widerstand an diesem Flügel erhöht. Dieser zusätzliche Widerstand zieht die Nase zum steigenden Flügel – entgegen der beabsichtigten Kurvenrichtung.
- Option A beschreibt das entgegengesetzte Phänomen.
- Option B beschreibt eine sekundäre Seitenruder-Roll-Kopplung, nicht den primären Effekt des ungünstigen Gierens.
- Option C schreibt die Widerstandserhöhung fälschlicherweise dem nach oben ausgeschlagenen Querruder zu; tatsächlich erzeugt das nach unten ausgeschlagene Querruder mehr Widerstand.
Source
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### Q162: Was ist der „Bodeneffekt"? ^t80q162
EN · FR
- A) Sowohl Auftrieb als auch induzierter Widerstand nehmen in Bodennähe ab
- B) Sowohl Auftrieb als auch induzierter Widerstand nehmen in Bodennähe zu
- C) Auftrieb nimmt ab und induzierter Widerstand nimmt in Bodennähe zu
- D) Auftrieb nimmt zu und induzierter Widerstand nimmt in Bodennähe ab
Antwort
D)
#### Erklärung
Im Bodeneffekt (innerhalb von etwa einer Spannweite über der Oberfläche) begrenzt der Boden physisch die Entwicklung von Randwirbeln und verringert den induzierten Abwind. Dies erhöht den effektiven Anstellwinkel (steigert den Auftrieb) und verringert gleichzeitig den induzierten Widerstand. Piloten bemerken dies als ein „Schweben" beim Aufsetzen – das Segelflugzeug möchte im Bodeneffekt weiter fliegen, was zu einem Überschießen des gewünschten Aufsetzpunkts führen kann, wenn man nicht darauf vorbereitet ist. Die Optionen A, B und C beschreiben die Auftrieb-Widerstands-Beziehung alle falsch – die richtige Kombination ist erhöhter Auftrieb bei verringertem induziertem Widerstand.
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Q163: Hat die Luftdichte einen Einfluss auf die Mindestgeschwindigkeit (IAS) eines Segelflugzeugs? ^t80q163
EN · FR
- A) Ja, sie nimmt zu, wenn die Luftdichte abnimmt
- B) Ja, sie nimmt ab, wenn die Dichte abnimmt
- C) Nein, die Mindestgeschwindigkeit in IAS hängt nicht von der Luftdichte ab
- D) Ja, sie nimmt zu, wenn die Dichte zunimmt
Antwort
C)
Erklärung
Der Stall tritt auf, wenn der Flügel seinen kritischen Anstellwinkel erreicht. Die angezeigte Stallgeschwindigkeit (IAS) betragt Vs = Wurzel(2G / (rho0 x S x CLmax)), wobei rho0 die Referenzdichte des Fahrtmessers ist. Das Fahrtmessersystem misst den Staudruck (q = 0,5 x rho x TAS^2) und zeigt ihn als IAS an. Da der Auftrieb L = CL x q x S betragt, tritt der Stall stets beim gleichen CLmax auf, unabhangig von der Dichte. Die angezeigte Stallgeschwindigkeit (IAS) bleibt daher in jeder Hohe und bei jeder Dichte konstant - deshalb werden alle Referenzgeschwindigkeiten in Verfahren als IAS angegeben.
Schlusselwörter
- IAS = Indicated Airspeed (angezeigte Geschwindigkeit)
- TAS = True Airspeed (wahre Geschwindigkeit)
- CL_max = maximaler Auftriebsbeiwert vor dem Stall
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Q164: In welchem Geschwindigkeitsbereich können Schwingungen und Flattern auftreten? ^t80q164
EN · FR
- A) Von Vs bis Va
- B) Von Va bis Vne
- C) Oberhalb von Vne
- D) Von Vs bis Vne
Antwort
C)
Erklärung
Aeroelastisches Flattern ist eine selbsterhaltende, divergierende Schwingung von Steuerflächen oder Tragflächen. Die Einsetzgeschwindigkeit wird bewusst oberhalb der Vne (Nie-zu-überschreitende Geschwindigkeit) festgelegt. Im normalen Flug unterhalb der Vne verhindern ordnungsgemäss massenausgeglichene Steuer und eine ausreichend steife Struktur das Flattern. Beim Überschreiten der Vne gelangt man in einen Bereich, in dem Flatterrisiken real werden und innerhalb von Sekunden zur Strukturzerstörung führen können.
Schlusselwörter
- Vne = Nie-zu-überschreitende Geschwindigkeit
- Va = Manövergeschwindigkeit
- Vs = Stallgeschwindigkeit
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Q165: Schwingungen können auftreten, wenn ^t80q165
EN · FR
- A) Steuer und Klappen ubermassiges Spiel haben
- B) Der Lastvielfache im Flug zu gering ist
- C) Die Manövergeschwindigkeit Va unter dem Normalwert liegt
- D) Keine Antwort ist richtig
Antwort
A)
Erklärung
Ubermassiges Spiel in den mechanischen Verbindungen der Steuerflächen oder Klappen schafft Bedingungen, die Schwingungen begünstigen, indem die strukturelle Dampfung reduziert wird. Das Spiel erlaubt es den Flächen, sich unter aerodynamischen Kräften frei zu bewegen, was Schwingungen erzeugen kann. Deshalb wird das Spiel im Steuersystem streng begrenzt und bei Wartungskontrollen uberpruft. Grosses Spiel kann die Flutter-Einsetzgeschwindigkeit unter die Vne senken.
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Q166: Schwingungen können auch unter welchen Bedingungen auftreten? ^t80q166
EN · FR
- A) Bei zu grosser negativer Beschleunigung
- B) Wenn bei Geschwindigkeit Va starke Turbulenz herrscht
- C) Mit Eis an Steuern und Bremsen oder bei grosser Geschwindigkeit
- D) Keine Antwort ist richtig
Antwort
C)
Erklärung
Eis an Steuerflächen verändert ihre Massenverteilung und damit ihren Massenausgleich. Der Massenausgleich ist so ausgelegt, dass der Schwerpunkt der Steuerfläche auf oder vor der Scharnierachse liegt, um Flattern zu verhindern. Eis, das sich hauptsächlich an Vorderkanten und Aussenflächen ablagert, kann den Schwerpunkt hinter die Scharnierachse verschieben und die kritische Flattergeschwindigkeit deutlich unter die Vne senken. Bei hoher Geschwindigkeit mit vereisten, unausgeglichenen Steuern zu fliegen ist besonders gefährlich.
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Q167: In welchem Geschwindigkeitsbereich kann der maximale Lastvielfache uberschritten werden und zu einer Uberlastung der Struktur führen? ^t80q167
EN · FR
- A) Von Vs bis Vne
- B) Von Va bis Vne
- C) Von Vs bis Va
- D) Unterhalb der Manövergeschwindigkeit Va
Antwort
B)
Erklärung
Unterhalb von Va bewirkt ein voller Steuerausschlag, dass der Flügel überauftriebslos wird (Stall), bevor die Strukturgrenzlast erreicht wird - der Stall schutzt die Struktur. Oberhalb von Va kann der Flügel genug Auftrieb erzeugen, um den Grenzlastvielfachen zu überschreiten, bevor er stallt. Im Bereich Va-Vne können abrupte Manöver oder starke Böen die Struktur ubermassigen Lasten aussetzen. Oberhalb der Vne kommt zum Uberlastungsrisiko noch das Flatterrisiko hinzu.
Schlusselwörter
- Va = Manövergeschwindigkeit
- Vne = Nie-zu-überschreitende Geschwindigkeit
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Q168: Ab welcher Geschwindigkeit kann ein abrupter oder voller Steuerausschlag die Struktur des Segelflugzeugs beschädigen? ^t80q168
EN · FR
- A) Die Manövergeschwindigkeit Va
- B) Die Mindestgeschwindigkeit Vs
- C) Die Höchstgeschwindigkeit Vne
- D) Die normale Reisegeschwindigkeit
Antwort
A)
Erklärung
Die Manövergeschwindigkeit Va ist genau die Geschwindigkeit, oberhalb derer abrupte oder volle Steuerausschläge aerodynamische Lasten erzeugen können, die die Strukturgrenzen des Luftfahrzeugs überschreiten. Unterhalb von Va stallt der Flügel, bevor diese Lasten erreicht werden. Oberhalb von Va kann ein voller Ausschlag genug Auftrieb oder Steuerkraft erzeugen, um Holme, Flügelanschlüsse oder Leitwerk zu beschädigen. Va ist daher die praktische Grenze für energische Manöver und Turbulenzdurchflüge.
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Q169: Wenn der maximale Lastvielfache uberschritten wird, besteht welches Hauptrisiko? ^t80q169
EN · FR
- A) Dass das Segelflugzeug überauftriebslos wird
- B) Dass das Segelflugzeug in einen Trudelflug gerat
- C) Dass die Stabilitat sich verschlechtert
- D) Dass die Struktur des Segelflugzeugs beschadigt wird
Antwort
D)
Erklärung
Der maximale (Grenz-)Lastvielfache ist die höchste Last, die die Struktur des Segelflugzeugs wiederholt ohne bleibende Verformung ertragen kann. Jenseits des Bruchlastvielfachen (typischerweise 1,5-facher Grenzwert) kann Strukturversagen eintreten. Das Überschreiten des Grenzlastvielfachen bei abrupten Manövern oder in Turbulenzen kann Verformung oder Bruch der Flügelholme, Rumpfanschlusse oder Steuerflächen verursachen. Stall und Trudelflug sind aerodynamische Phanomene, keine strukturellen, und treten bei unzureichenden, nicht bei ubermassigen Lastvielfachen auf.
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Q170: Der Massenausgleich (Massebalance) eines Querruders hat Bleigewichte verloren. Was kann die Folge sein? ^t80q170
EN · FR
- A) Grösseres negatives Gieren
- B) Flatterschwingungen der Querruder
- C) Geringere Steuerkrafte am Querruder
- D) Das Segelflugzeug wird instabil um die Nickachse
Antwort
B)
Erklärung
Der Massenausgleich platziert Bleigegengewichte vor der Scharnierachse, um den Schwerpunkt der Steuerfläche auf oder vor diese Achse zu bringen. Wenn diese Gegengewichte verloren gehen, verschiebt sich der Schwerpunkt hinter die Scharnierachse. Die Steuerfläche wird dann anfällig für Flattern - eine sich selbst verstärkende aeroelastische Schwingung, bei der sich Trägheits- und aerodynamische Kräfte gegenseitig verstärken. Dieses Flattern kann schnell divergent werden und Steuerfläche sowie Zelle zerstören. Deshalb erfordert jeder Schaden an Steuerflächen-Gegengewichten eine Prüfung vor dem nächsten Flug.
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Q171: Welche Gefahr besteht beim Fliegen mit Mindestgeschwindigkeit in turbulenter Luft? ^t80q171
EN · FR
- A) Uberlastung der Struktur
- B) Verlagerung des Schwerpunkts
- C) Strömungsabriss (Stall)
- D) Höhenruder-Flattern
Antwort
C)
Erklärung
Bei Mindestgeschwindigkeit (Stallgeschwindigkeit) arbeitet der Flügel mit seinem maximalen Auftriebsbeiwert CL_max und hat praktisch keine Marge vor dem Stall. In turbulenter Luft können Aufwinde den Anstellwinkel plotzlich über den kritischen Winkel erhohen und einen sofortigen Stall verursachen. Ausserdem können durch Turbulenz verursachte Geschwindigkeitsschwankungen die Fluggeschwindigkeit voriibergehend unter Vs senken. Deshalb ist es besonders gefährlich, bei Mindestgeschwindigkeit in unruhiger Luft zu fliegen, insbesondere beim Endanflug zur Landung.
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Q172: Wie verändert sich die Luftdichte, wenn die Temperatur steigt? ^t80q172
EN · FR
- A) Sie nimmt ab
- B) Sie nimmt zu
- C) Sie andert sich nicht
- D) Sie steigt erst an, dann fallt sie
Antwort
A)
Erklärung
Gemas dem idealen Gasgesetz (P = rho x R x T) fuhrt bei konstantem Druck eine Temperaturerhöhung T zu einer Abnahme der Dichte rho. Warmere Luft ist weniger dicht. Fur ein Segelflugzeug bedeutet dies, dass die Leistung bei heissem Wetter abnimmt (Dichtehöhe hoher als tatsachliche Höhe): Auftrieb und Widerstand sind bei einer gegebenen angezeigten Geschwindigkeit geringer, und die wahre Geschwindigkeit (TAS) beim Stall ist höher.
Schlusselwörter
- rho = Luftdichte (kg/m3)
- R = Gaskonstante
- T = absolute Temperatur (Kelvin)
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Q173: In welchem Verhältnis andert sich der Widerstand in Abhangigkeit von der Geschwindigkeit? ^t80q173
EN · FR
- A) Linear (proportional zur Geschwindigkeit)
- B) Im Kubik der Geschwindigkeit
- C) Im Quadrat der Geschwindigkeit (quadratisch)
- D) Unabhangig von der Geschwindigkeit
Antwort
C)
Erklärung
Der Schad-widerstand ist proportional zum Staudruck q = 0,5 x rho x V^2. Verdoppelt sich die Geschwindigkeit, vervierfacht sich q und damit auch der Schadwiderstand. Diese quadratische Beziehung bedeutet, dass eine geringe Geschwindigkeitserhöhung eine grosse Widerstandssteigerung erzeugt. Deshalb verlieren Segelflugzeuge bei hoher Geschwindigkeit viel mehr Höhe pro Streckeneinheit - der Widerstand wächst viel schneller als der verfugbare Auftrieb.
Schlusselwörter
- q = Staudruck (q = 0,5 x rho x V^2)
- V = Fluggeschwindigkeit
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Q174: Was versteht man unter statischem Druck? ^t80q174
EN · FR
- A) Der Druck im Cockpit
- B) Der vom Pitotrohr gemessene Druck
- C) Der Umgebungsdruck (atmospharischer Druck)
- D) Der Druck der strömenden Luft
Antwort
C)
Erklärung
Der statische Druck ist der Druck, den die Umgebungsatmosphare auf ein relativ zur Luft ruhendes Objekt ausubt. Er wird durch statische Öffnungen (burgerliche Öffnungen am Rumpf, fern von Strömungsstörungen) gemessen. Er nimmt mit der Höhe nach dem Standardatmospharenmodell ab. Im Pitot-Statik-System wird der statische Druck vom Gesamtdruck (Pitot) subtrahiert, um den Staudruck zu erhalten, der proportional zum Quadrat der wahren Geschwindigkeit ist - dies ist das Funktionsprinzip des Fahrtmessers.
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Q175: Wie verhalt sich die maximal zulassige Geschwindigkeit Vne eines Segelflugzeugs in IAS mit zunehmender Höhe? ^t80q175
EN · FR
- A) Sie bleibt gleich
- B) Sie nimmt zu
- C) Sie nimmt ab
- D) Sie bleibt gleich, da der Fahrtmesser kompensiert ist
Antwort
C)
Erklärung
Die Vne ist eine strukturelle Grenze, die mit der wahren Geschwindigkeit (TAS) zusammenhängt, da aerodynamische Kräfte und Flatterrisiken von der TAS abhängen. Der Fahrtmesser misst die IAS (basierend auf dem Staudruck). In der Höhe nimmt die Dichte ab, sodass dieselbe IAS einer höheren TAS entspricht. Um die TAS-Grenze konstant zu halten, muss die IAS-Grenze reduziert werden. Daher nimmt die Vne in IAS, wie am Fahrtmesser angezeigt, mit der Höhe ab. Einige Flughandbücher geben die Vne als TAS (konstant) an und spezifizieren die IAS-Reduktion pro Höhenband.
Schlusselwörter
- Vne = Nie-zu-überschreitende Geschwindigkeit
- IAS = angezeigte Geschwindigkeit
- TAS = wahre Geschwindigkeit
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Q176: In welchem Verhaltnis andert sich der Auftrieb, wenn die Geschwindigkeit zunimmt? ^t80q176
EN · FR
- A) Linear
- B) Quadratisch (im Quadrat der Geschwindigkeit)
- C) Im Kubik der Geschwindigkeit
- D) Unabhangig von der Geschwindigkeit
Antwort
B)
Erklärung
Auftrieb L = CA x 0,5 x rho x V^2 x S. Bei konstantem Anstellwinkel und Dichte ist der Auftrieb proportional zu V^2. Verdoppelt sich die Geschwindigkeit, vervierfacht sich der Auftrieb. Diese Eigenschaft ermoglicht den Flug bei hoher Geschwindigkeit mit einem kleineren Anstellwinkel - der erzeugte Auftrieb skaliert mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Das erklart auch, warum Stallgeschwindigkeiten mit der Quadratwurzel des Lastvielfachen zunehmen: In einer Kurve ist mehr Auftrieb erforderlich, was eine höhere Geschwindigkeit erfordert, um den Stall zu vermeiden.
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Q177: Welche Aussage ist FALSCH bezuglich der Beziehung zwischen Auftrieb/Widerstand und Geschwindigkeit? ^t80q177
EN · FR
- A) Der Auftrieb nimmt zu, wenn die Geschwindigkeit zunimmt
- B) Der Widerstand andert sich in Abhangigkeit von der Geschwindigkeit
- C) Auftrieb und Widerstand ändern sich linear in Abhangigkeit von der Geschwindigkeit
- D) Der Auftrieb andert sich in Abhangigkeit vom Anstellwinkel
Antwort
C)
Erklärung
Die FALSCHE Aussage ist C. Weder Auftrieb noch Widerstand ändern sich linear mit der Geschwindigkeit - beide ändern sich im Quadrat der Geschwindigkeit (proportional zum Staudruck q = 0,5 x rho x V^2). Eine Verdoppelung der Geschwindigkeit vervierfacht sowohl Auftrieb ALS AUCH Widerstand (bei konstantem Anstellwinkel). Die Aussagen A, B und D sind korrekt: Der Auftrieb nimmt mit der Geschwindigkeit zu, der Widerstand andert sich mit der Geschwindigkeit, und der Auftrieb hängt vom Anstellwinkel über den Auftriebsbeiwert CA ab.
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Q178: Was versteht man unter Gesamtdruck? ^t80q178
EN · FR
- A) Der Druck im Cockpit
- B) Der Luftdruck an der Erdoberflache
- C) Die Summe aus statischem Druck und Staudruck
- D) Der Umgebungsluftdruck
Antwort
C)
Erklärung
Der Gesamtdruck (oder Stagnationsdruck) ist der Druck, der gemessen wird, wenn die Strömung isentropisch zum Stillstand gebracht wird. Er entspricht der Summe aus statischem Druck (Umgebungsatmospharendruck) und Staudruck (0,5 x rho x V^2). Das Pitotrohr misst den Gesamtdruck, indem es die Strömung an seinem Einlass aufstaut. Durch Subtraktion des statischen Drucks (gemessen durch die statische Öffnung) vom Gesamtdruck (gemessen durch das Pitot) erhalt man den Staudruck, der die Berechnung der angezeigten Geschwindigkeit ermoglicht.
Schlusselwörter
- Staudruck = 0,5 x rho x V^2
- Statischer Druck = Umgebungsatmospharendruck
- Gesamtdruck = Statischer Druck + Staudruck
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