Luftrecht


Q1: Der Inhaber eines SPL- oder LAPL(S)-Scheins hat in den letzten 24 Monaten 9 Windenstarts, 4 Flugzeugschleppstarts und 2 Gummiseilstarts durchgeführt. Welche Startarten darf der Pilot heute als verantwortlicher Pilot (PIC) nutzen? ^t10q1

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Gemäss Part-SFCL muss ein Pilot innerhalb der letzten 24 Monate mindestens 5 Starts mit einer bestimmten Startmethode durchgeführt haben, um diese als PIC verwenden zu dürfen. Der Pilot hat 9 Windenstarts (Schwellenwert erreicht) und 2 Gummiseilstarts (ebenfalls erreicht, da das Minimum für Gummiseil niedriger ist). Mit nur 4 Flugzeugschleppstarts verfehlt er jedoch die erforderlichen 5, sodass Flugzeugschlepp nicht zulässig ist.

Begriffe

LAPL = Leichtflugzeugpilotenlizenz; PIC = Verantwortlicher Pilot (Pilot in Command); SPL = Segelflugzeugpilotenlizenz

Q2: Welche Dokumente müssen bei einem internationalen Flug an Bord mitgeführt werden? a) Luftfahrzeug-Eintragungsschein b) Lufttüchtigkeitszeugnis c) Lufttüchtigkeitsprüfzeugnis d) EASA Form-1 e) Bordbuch f) Entsprechende Papiere für jedes Besatzungsmitglied g) Technisches Bordbuch ^t10q2

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Gemäss ICAO Annex 6 und EU-Verordnung 965/2012 sind für internationale Flüge erforderlich: Lufttüchtigkeitszeugnis (b), Lufttüchtigkeitsprüfzeugnis/ARC (c), EASA Form-1 (d), das Bordbuch (e), Lizenzen und Tauglichkeitszeugnisse für jedes Besatzungsmitglied (f) sowie das technische Bordbuch (g).

Begriffe

ARC = Prüfschein der Lufttüchtigkeit; EASA = Agentur der EU für Flugsicherheit; ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q3: Welches Gebiet darf unter bestimmten Bedingungen beflogen werden? ^t10q3

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

Ein beschränktes Gebiet (auf Karten mit „R" bezeichnet) darf unter im AIP veröffentlichten Bedingungen beflogen werden, z.B. nach vorheriger Genehmigung durch die zuständige Behörde.

Begriffe

AIP = Luftfahrthandbuch; ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q4: In welcher Publikation sind die spezifischen Einschränkungen für einen beschränkten Luftraum zu finden? ^t10q4

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

Das Luftfahrthandbuch (AIP) ist das primäre Referenzdokument mit dauerhaften Informationen zur Luftraumstruktur, einschliesslich der Bedingungen, Aktivierungszeiten und Kontaktdaten der zuständigen Behörden für beschränkte Gebiete im ENR-Abschnitt.

Begriffe

AIC = Nachrichten für Luftfahrer (Circular); AIP = Luftfahrthandbuch; ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation; NOTAM = Nachricht für Luftfahrer

Q5: Welchen rechtlichen Status haben die von EASA festgelegten Regeln und Verfahren? (z.B. Part-SFCL, Part-MED) ^t10q5

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

EASA-Verordnungen wie Part-SFCL und Part-MED werden als EU-Durchführungsverordnungen oder delegierte Verordnungen unter der Basisverordnung (EU) 2018/1139 veröffentlicht. EU-Verordnungen sind in allen Mitgliedstaaten unmittelbar anwendbares Recht, ohne nationale Ratifizierung, und daher sofort verbindlich.

Begriffe

EASA = Agentur der EU für Flugsicherheit; ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q6: Welche Gültigkeitsdauer hat das Lufttüchtigkeitszeugnis? ^t10q6

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

Das Lufttüchtigkeitszeugnis hat eine unbegrenzte Gültigkeitsdauer – einmal ausgestellt, bleibt es gültig, solange das Luftfahrzeug die Anforderungen seines Typendesigns erfüllt und ordnungsgemäss instand gehalten wird. Was regelmässig erneuert werden muss (in der Regel jährlich) ist das Lufttüchtigkeitsprüfzeugnis (ARC), das bestätigt, dass die fortlaufende Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit überprüft wurde.

Begriffe

ARC = Prüfschein der Lufttüchtigkeit

Q7: Wofür steht die Abkürzung „ARC"? ^t10q7

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

ARC steht für Airworthiness Review Certificate (Lufttüchtigkeitsprüfzeugnis), wie in der EU-Verordnung 1321/2014 (Part-M) definiert. Es wird nach einer regelmässigen Lufttüchtigkeitsprüfung ausgestellt, die bestätigt, dass die Dokumentation zur Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit und der Zustand des Luftfahrzeugs in Ordnung sind.

Begriffe

ARC = Prüfschein der Lufttüchtigkeit; EASA = Agentur der EU für Flugsicherheit; ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q8: Das Lufttüchtigkeitszeugnis wird vom Staat ausgestellt ^t10q8

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Gemäss ICAO Annex 8 und Annex 7 wird das Lufttüchtigkeitszeugnis vom Eintragungsstaat ausgestellt – dem Land, in dem das Luftfahrzeug eingetragen ist. Dieser Staat trägt die Verantwortung dafür, dass das Luftfahrzeug die geltenden Lufttüchtigkeitsanforderungen erfüllt.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q9: Eine gemäss ICAO Annex 1 ausgestellte Pilotenlizenz wird anerkannt in ^t10q9

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

ICAO Annex 1 (Personalzulassung) legt internationale Normen für Pilotenlizenzen fest. Eine vollständig den Annex-1-Normen entsprechende Lizenz wird in allen 193 ICAO-Vertragsstaaten anerkannt und ermöglicht internationale Luftfahrtoperationen ohne länderspezifische Einzelgenehmigung.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q10: Womit befasst sich ICAO Annex 1? ^t10q10

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

ICAO Annex 1 regelt die Personalzulassung, einschliesslich der Normen für Pilotenlizenzen (PPL, CPL, ATPL), Berechtigungen, medizinische Zeugnisse und Fluglehrerqualifikationen.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q11: Wie lange ist ein Tauglichkeitszeugnis der Klasse 2 für einen 62-jährigen Piloten gültig? ^t10q11

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Gemäss Part-MED (Verordnung (EU) 1178/2011) hängt die Gültigkeitsdauer eines Tauglichkeitszeugnisses der Klasse 2 vom Alter des Piloten ab. Für Piloten ab 50 Jahren wird die Gültigkeitsdauer auf 12 Monate verkürzt. Im Alter von 62 Jahren gilt eindeutig die 12-Monats-Regel.

Q12: Wofür steht die Abkürzung „SERA"? ^t10q12

EN · FR

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C)

Erklärung

SERA steht für Standardised European Rules of the Air, festgelegt durch die Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012. SERA harmonisiert die Luftverkehrsregeln in allen EU-Mitgliedstaaten, setzt die Bestimmungen des ICAO Annex 2 auf europäischer Ebene um und ergänzt EU-spezifische Regeln zu Ausweichregeln, VMC-Minima, Höhenmesserbezugsdrücken und Signalen.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation; VMC = Sichtflugwetterbedingungen

Q13: Wofür steht die Abkürzung „TRA"? ^t10q13

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

TRA steht für Temporary Reserved Airspace (vorübergehend reservierter Luftraum) – Luftraum mit definierten Abmessungen, der für eine bestimmte Aktivität (Militärübungen, Kunstflugvorführungen, Fallschirmspringen) für einen veröffentlichten Zeitraum reserviert wird. TRAs werden per NOTAM aktiviert und unterscheiden sich von TSAs (Temporary Segregated Areas) darin, dass unter bestimmten Bedingungen eine gemeinsame Nutzung möglich sein kann.

Begriffe

EASA = Agentur der EU für Flugsicherheit; ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation; NOTAM = Nachricht für Luftfahrer

Q14: Was muss beim Einflug in eine RMZ beachtet werden? ^t10q14

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Eine RMZ (Radio Mandatory Zone / Funkmeldezone) verpflichtet alle Luftfahrzeuge, ein funktionsfähiges Funkgerät zu betreiben, die vorgeschriebene Frequenz ständig zu überwachen und wenn möglich vor dem Einflug zweiseitigen Funkkontakt herzustellen.

Begriffe

AIP = Luftfahrthandbuch; ATC = Flugverkehrskontrolle; CTR = Kontrollzone

Q15: Was bezeichnet ein als „TMZ" ausgewiesenes Gebiet? ^t10q15

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

TMZ steht für Transponder Mandatory Zone (Transponderpflichtgebiet) – Luftraum, in dem alle Luftfahrzeuge mit einem druckaltitudenmeldenden Transponder (Mode C oder Mode S) ausgerüstet sein und diesen betreiben müssen. Dies ermöglicht ATC-Radar und Kollisionsvermeidungssystemen, den Verkehr zu identifizieren und zu verfolgen.

Begriffe

ATC = Flugverkehrskontrolle

Q16: Ein Flug gilt als „Sichtflug", wenn ^t10q16

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

Ein Sichtflug (VFR-Flug) wird durch die Regeln definiert, nach denen er durchgeführt wird – die Sichtflugregeln (VFR) –, nicht durch das herrschende Wetter. VMC (Sichtflugwetterbedingungen) beschreibt die für VFR erforderlichen Wettermindestbedingungen, aber ein Flug bei VMC könnte trotzdem nach IFR durchgeführt werden.

Begriffe

IFR = Instrumentenflugregeln; VFR = Sichtflugregeln; VMC = Sichtflugwetterbedingungen

Q17: Wofür steht die Abkürzung „VMC"? ^t10q17

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

VMC steht für Visual Meteorological Conditions (Sichtflugwetterbedingungen) – die in SERA.5001 definierten Mindestwerte für Sichtweite und Wolkenabstand, die für VFR-Flüge erfüllt sein müssen. Wenn die Bedingungen unter VMC fallen, herrschen IMC (Instrumentenflugwetterbedingungen).

Begriffe

IMC = Instrumentenflugwetterbedingungen; VFR = Sichtflugregeln; VMC = Sichtflugwetterbedingungen

Q18: Zwei motorgetriebene Luftfahrzeuge nähern sich auf kreuzenden Kursen in gleicher Höhe. Welches Luftfahrzeug muss ausweichen? ^t10q18

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

Gemäss SERA.3210 muss jedes Luftfahrzeug bei kreuzenden Kursen in annähernd gleicher Höhe seinen Kurs nach rechts ändern. So fliegen beide Luftfahrzeuge hintereinander vorbei und vermeiden eine Kollision.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q19: Zwei Flugzeuge befinden sich auf kreuzenden Kursen. Welches muss ausweichen? ^t10q19

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

Gemäss SERA.3210(b) muss bei zwei sich in annähernd gleicher Höhe kreuzenden Luftfahrzeugen dasjenige ausweichen, das das andere auf seiner rechten Seite hat. Anders ausgedrückt: Das Luftfahrzeug, das von rechts kommt (also aus der Perspektive des anderen Piloten von rechts nach links fliegt), hat Vorflugrecht.

Q20: Welcher Wolkenabstand muss bei einem VFR-Flug in den Luftraumklassen C, D und E eingehalten werden? ^t10q20

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Gemäss SERA.5001 müssen VFR-Flüge in den Luftraumklassen C, D und E einen seitlichen Abstand von 1.500 m und einen vertikalen Abstand von 1.000 ft (ca. 300 m) von Wolken einhalten. Das Besondere ist, dass der seitliche Abstand in Metern und der vertikale in Fuß angegeben wird – eine häufige Prüfungsfalle bei der Einheitenvermischung.

Begriffe

VFR = Sichtflugregeln

Q21: Welche Mindestsichtweite gilt für ein VFR-Luftfahrzeug in Luftraum „E" auf FL75? ^t10q21

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

Gemäss SERA.5001 beträgt in Luftraumklasse E oberhalb von 3.000 ft AMSL bis FL100 die Mindestsichtweite für VFR-Flüge 5.000 m (5 km). FL75 (ca. 7.500 ft) liegt in diesem Höhenbereich.

Begriffe

AMSL = Über Meereshöhe (Above Mean Sea Level); FL = Flugfläche (Flight Level); VFR = Sichtflugregeln

Q22: Welche Mindestsichtweite gilt für ein VFR-Luftfahrzeug in Luftraum „C" auf FL110? ^t10q22

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

Gemäss SERA.5001 beträgt ab FL100 in kontrolliertem Luftraum (einschliesslich Klasse C) die Mindestsichtweite für VFR-Flüge 8.000 m (8 km). FL110 liegt über FL100, sodass die 8-km-Regel gilt.

Begriffe

FL = Flugfläche (Flight Level); VFR = Sichtflugregeln

Q23: Welche Mindestsichtweite gilt für ein VFR-Luftfahrzeug in Luftraum „C" auf FL125? ^t10q23

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

FL125 liegt über FL100, sodass die SERA.5001-Regel für VFR in grosser Höhe gilt: Mindestsichtweite 8.000 m in allen kontrollierten Lufträumen einschliesslich Klasse C.

Begriffe

FL = Flugfläche (Flight Level); VFR = Sichtflugregeln

Q24: Welche Mindestanforderungen für den Wolkenabstand gelten für einen VFR-Flug in Luftraum „B"? ^t10q24

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

Wo VFR in Luftraumklasse B zulässig ist, betragen die Wolkenabstandsminima gemäss SERA.5001 1.500 m seitlich und 300 m (ca. 1.000 ft) vertikal.

Begriffe

VFR = Sichtflugregeln

Q25: Welche Mindestsichtweite gilt für VFR-Betrieb in Luftraum „C" unterhalb FL 100? ^t10q25

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

Gemäss SERA.5001 beträgt in Luftraumklasse C unterhalb FL100 (oberhalb von 3.000 ft AMSL oder 1.000 ft AGL) die Mindestsichtweite für VFR-Flüge 5 km.

Begriffe

AGL = Über Grund (Above Ground Level); AMSL = Über Meereshöhe (Above Mean Sea Level); FL = Flugfläche (Flight Level); VFR = Sichtflugregeln

Q26: Welche Mindestsichtweite gilt für VFR-Betrieb in Luftraum „C" ab FL 100? ^t10q26

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

Gemäss SERA.5001 beträgt ab FL100 in kontrolliertem Luftraum einschliesslich Klasse C die Mindestsichtweite für VFR-Flüge 8 km. Dieser höhere Schwellenwert berücksichtigt die grösseren Annäherungsgeschwindigkeiten und die kürzere Reaktionszeit in grösseren Höhen.

Begriffe

FL = Flugfläche (Flight Level); VFR = Sichtflugregeln

Q27: Wie ist der Begriff „Ceiling" (Wolkenuntergrenze) definiert? ^t10q27

EN · FR

Antwort

A)

Erklärung

Die Wolkenuntergrenze (Ceiling) ist definiert als die Höhe AGL (über Grund) der Untergrenze der untersten Wolkenschicht, die mehr als die Hälfte des Himmels bedeckt (BKN oder OVC, mehr als 4 Oktas) unterhalb von 20.000 ft.

Begriffe

AGL = Über Grund (Above Ground Level); MSL = Mittlere Meereshöhe (Mean Sea Level)

Q28: Was bedeutet folgendes Signal eines militärischen Abfangjägers tagsüber: ein plötzlicher Kursänderung von 90° oder mehr und ein Steigflug ohne den Kurs des abgefangenen Luftfahrzeugs zu kreuzen? ^t10q28

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

Gemäss ICAO Annex 2, Anhang 1, bedeutet ein abruptes Abbrechen des Abfangjägers mit einer Kursänderung von 90° oder mehr und Steigflug ohne den Kurs des abgefangenen Luftfahrzeugs zu kreuzen das Standard-„Freigabe"-Signal: „Sie können fortfahren." Der Abfangvorgang ist abgeschlossen und der Pilot kann seine Route weiterführen.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q29: Welche Höhenmessereinstellung muss bei FL 80 verwendet werden? ^t10q29

EN · FR

Antwort

A)

Erklärung

Flugflächen sind relativ zum Normaldruck der Internationalen Standardatmosphäre von 1.013,25 hPa definiert. Beim Fliegen in oder über der Übergangshöhe müssen Piloten 1.013,25 hPa im Höhenmesser einstellen und die Höhe als Flugfläche angeben.

Begriffe

FL = Flugfläche (Flight Level); QFE = Platzdruck; QNH = Luftdruck bezogen auf Meereshöhe

Q30: Was ist das Ziel der Halbkreisregel? ^t10q30

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Die Halbkreisregel (SERA.5015) weist verschiedenen Magnetkursen unterschiedliche Höhenbänder zu – ostwärts fliegende Luftfahrzeuge nutzen ungerade Tausend-Fuß-Werte, westwärts fliegende gerade. Durch die vertikale Trennung von in entgegengesetzten Richtungen fliegenden Luftfahrzeugen wird die Wahrscheinlichkeit von Frontalkollisionen in gleicher Höhe erheblich reduziert.

Begriffe

AIP = Luftfahrthandbuch

Q31: Ein Transponder, der den aktuellen Druckaltimeterwert übertragen kann, ist ein ^t10q31

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

Ein Transponder, der Druckaltitudedaten überträgt, ist entweder ein Mode-C- oder Mode-S-Transponder. Mode C ergänzt den Basis-Mode-A-Kennungscode um automatische Druckaltitudemeldung, während Mode S alle Mode-C-Funktionen plus selektive Abfrage und Datenverbindungsfunktionen bietet.

Q32: Welcher Transpondercode signalisiert einen Funkausfall? ^t10q32

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Transpondercode 7600 ist der international anerkannte Squawk für Funkausfall. Piloten müssen sich die drei Notfallcodes einprägen: 7700 für allgemeine Notsituation, 7600 für Funkausfall und 7500 für widerrechtliche Eingriffe (Entführung).

Begriffe

VFR = Sichtflugregeln

Q33: Welcher Transpondercode muss bei Funkausfall ohne ATC-Anfrage eingestellt werden? ^t10q33

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

Wenn ein Pilot einen Funkausfall erlebt, muss er sofort 7600 squawken, ohne auf eine ATC-Anweisung zu warten – da per Definition keine Kommunikation mehr möglich ist. Diese proaktive Massnahme alarmiert ATC über die Situation und löst Funkausfallverfahren aus.

Begriffe

ATC = Flugverkehrskontrolle; VFR = Sichtflugregeln

Q34: Welcher Transpondercode muss im Notfall automatisch ohne Warten auf Anweisungen eingestellt werden? ^t10q34

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

Bei jedem allgemeinen Notfall (Triebwerksausfall, Brand, medizinischer Notfall, Strukturschaden) muss der Pilot sofort Transpondercode 7700 einstellen, ohne auf eine ATC-Anweisung zu warten. Dies löst einen Alarm auf ATC-Radaranzeigen aus und aktiviert Notfallverfahren.

Begriffe

ATC = Flugverkehrskontrolle; VFR = Sichtflugregeln

Q35: Welcher Flugsicherungsdienst trägt die Verantwortung für die sichere Durchführung von Flügen? ^t10q35

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Die Flugverkehrskontrolle (ATC) ist der Dienst, der speziell für die Trennung von Luftfahrzeugen und die sichere, geordnete und effiziente Abwicklung des Luftverkehrs im kontrollierten Luftraum zuständig ist. Gemäss ICAO Annex 11 steuert ATC aktiv Luftfahrzeugbewegungen, um Kollisionen zu verhindern.

Begriffe

ATC = Flugverkehrskontrolle; ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q36: Aus welchen Diensten setzt sich der Flugverkehrskontrolldienst zusammen? ^t10q36

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

Gemäss ICAO Annex 11 besteht ATC aus drei Einheiten: TWR (Flugplatzkontrolle, zuständig für den Verkehr am und um den Flugplatz), APP (Anflugkontrolle, verantwortlich für ankommenden und abgehenden Verkehr im Terminalbereich) und ACC (Bezirkskontrollstelle, zuständig für den Streckenverkehr).

Begriffe

ATC = Flugverkehrskontrolle; ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q37: Welche Aussage zur Trennung in Luftraum „E" ist korrekt? ^t10q37

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

In Luftraumklasse E trennt ATC IFR-Flüge von anderen IFR-Flügen, aber VFR-Verkehr erhält keinerlei ATC-Trenndienst – weder gegenüber anderem VFR-Verkehr noch gegenüber IFR-Verkehr. VFR-Piloten in Klasse E müssen sich vollständig auf das Sehen-und-Ausweichen-Prinzip verlassen, wobei Verkehrsinformationen nach Möglichkeit bereitgestellt werden.

Begriffe

ATC = Flugverkehrskontrolle; IFR = Instrumentenflugregeln; VFR = Sichtflugregeln

Q38: Welche Flugsicherungsdienste stehen innerhalb einer FIR (Fluginformationsregion) zur Verfügung? ^t10q38

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Eine FIR (Fluginformationsregion) stellt in ihrem gesamten Volumen zwei universelle Dienste bereit: FIS (Fluginformationsdienst), der Piloten Wetter-, NOTAM- und Verkehrsinformationen liefert, und ALR (Alarmierungsdienst), der Rettungsdienste benachrichtigt, wenn Luftfahrzeuge in Not sind oder überfällig sind. ATC wird nicht im gesamten FIR bereitgestellt – es existiert nur in designierten kontrollierten Lufträumen (CTAs, CTRs, Luftstrassen) innerhalb der FIR.

Begriffe

ATC = Flugverkehrskontrolle; FIR = Fluginformationsgebiet; NOTAM = Nachricht für Luftfahrer

Q39: Wie kann ein Pilot während des Fluges FIS (Fluginformationsdienst) erreichen? ^t10q39

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

FIS ist ein operativer Dienst für fliegende Piloten, und das primäre Kontaktmittel während des Fluges ist der Funk auf der vorgeschriebenen FIS-Frequenz. Während Vorabinformationen per Telefon oder online eingeholt werden können, ist der In-Flight-FIS-Dienst selbst funkbasiert.

Q40: Was ist die standardisierte Phraseologie zur Warnung, dass ein leichtes Luftfahrzeug einem schwereren Wirbelschleppkategorie-Luftfahrzeug folgt? ^t10q40

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

Die standardisierte ICAO-Phraseologie für Wirbelschleppwarnungen lautet „CAUTION WAKE TURBULENCE", wie in ICAO Doc 4444 (PANS-ATM) vorgeschrieben. Standardisierte Phraseologie ist in der Luftfahrt obligatorisch, um Mehrdeutigkeiten auszuschliessen.

Begriffe

EASA = Agentur der EU für Flugsicherheit; ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q41: Welche der folgenden stellt einen korrekten Positionsbericht dar? ^t10q41

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Ein standardisierter Positionsbericht gemäss ICAO Doc 4444 muss enthalten: Rufzeichen des Luftfahrzeugs, Position (Fixpunkt oder Wegpunkt) und Höhe oder Flugfläche.

Begriffe

FL = Flugfläche (Flight Level); ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q42: Welche Informationen sind im allgemeinen Teil (GEN) des AIP enthalten? ^t10q42

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

Das AIP ist in drei Teile gegliedert: GEN (Allgemeines), ENR (Strecke) und AD (Flugplätze). Der GEN-Abschnitt enthält allgemeine Verwaltungsinformationen wie Kartensymbole, Funknavigationshilfenlisten, Sonnenauf- und -untergangszeiten, nationale Vorschriften, Flughafengebühren und ATC-Gebühren.

Begriffe

AIP = Luftfahrthandbuch; ATC = Flugverkehrskontrolle

Q43: In welche Teile ist das Luftfahrthandbuch (AIP) unterteilt? ^t10q43

EN · FR

Antwort

A)

Erklärung

Gemäss ICAO Annex 15 ist das AIP in drei standardisierte Teile unterteilt: GEN (Allgemeines), ENR (Strecke) und AD (Flugplätze). Diese Struktur ist in allen ICAO-Mitgliedstaaten einheitlich.

Begriffe

AIP = Luftfahrthandbuch; ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q44: Welche Informationen sind im „AD"-Abschnitt des AIP enthalten? ^t10q44

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Der AD-Abschnitt (Flugplätze) des AIP enthält alle flugplatzspezifischen Informationen: Flugplatzklassifizierung, Pistendaten, Anflug- und Abflugkarten, Rollwegkarten, Befeuerung, Frequenzen, Betriebszeiten und Hindernisdaten.

Begriffe

AIP = Luftfahrthandbuch

Q45: Das gezeigte NOTAM ist gültig bis... A1024/13 A) LOWW B) 1305211200 C) 1305211400 E) STOCKERAU VOR STO 113.00 UNSERVICEABLE. ^t10q45

EN · FR

Antwort

A)

Erklärung

NOTAM-Zeitcodes verwenden das Format JJMMDDHHMM in UTC. Das „C)"-Feld eines NOTAM gibt das Gültigkeitsende an. Der Code 1305211400 lautet: Jahr 2013 (13), Monat Mai (05), Tag 21, Zeit 14:00 UTC – ergibt den 21. Mai 2013 um 14:00 UTC.

Begriffe

NOTAM = Nachricht für Luftfahrer

Q46: Ein Pre-Flight Information Bulletin (PIB) ist eine Zusammenstellung aktueller ^t10q46

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

Ein PIB (Pre-Flight Information Bulletin) ist eine standardisierte Zusammenfassung aktueller NOTAMs, die für einen geplanten Flug relevant sind und vor dem Abflug zusammengestellt und ausgegeben werden. Es filtert relevante NOTAMs für die Strecke, den Abflug-, Ziel- und Ausweichflugplatz.

Begriffe

AIC = Nachrichten für Luftfahrer (Circular); AIP = Luftfahrthandbuch; ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation; NOTAM = Nachricht für Luftfahrer

Q47: Wie ist die „Flugplatzhöhe" (Aerodrome Elevation) definiert? ^t10q47

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

Gemäss ICAO Annex 14 ist die Flugplatzhöhe definiert als die Höhe des höchsten Punktes des Landebereichs. Dies stellt sicher, dass der veröffentlichte Wert die anspruchsvollste Geländehöhe darstellt, die Luftfahrzeuge beim Anflug und Abflug berücksichtigen müssen.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q48: Wie ist der Begriff „Piste" (Runway) definiert? ^t10q48

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Gemäss ICAO Annex 14 ist eine Piste ein rechteckiger Bereich auf einem Landflugplatz, der für das Landen und Starten von Luftfahrzeugen vorbereitet ist. Die drei Schlüsselelemente sind: rechteckige Form, Landflugplatz und Luftfahrzeuge im Allgemeinen.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q49: Wie kann ein Windrichtungsanzeiger besser sichtbar gemacht werden? ^t10q49

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

Gemäss ICAO Annex 14 sollte ein Windrichtungsanzeiger (Windsack oder Windkreuz) von einem weissen Kreis umgeben werden, um seine Sichtbarkeit aus der Luft zu verbessern. Die kontrastreiche weisse Umrandung macht den Anzeiger vor dem Hintergrund des Flugplatzes leichter erkennbar.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q50: Welche Form hat ein Landerichtungsanzeiger? ^t10q50

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Gemäss ICAO Annex 14 hat der Landerichtungsanzeiger die Form eines T (allgemein als „Lande-T" oder „Signal-T" bezeichnet). Luftfahrzeuge landen in Richtung des Querbalkens des T und starten weg davon, wodurch die Landerichtung sofort erkennbar ist.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q51: Wer trägt die Verantwortung dafür, dass die vorgeschriebenen Borddokumente vorhanden und die Bordbücher ordnungsgemäss geführt werden? ^t10q51

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Der verantwortliche Pilot (PIC) trägt die letzte Verantwortung dafür, dass alle erforderlichen Dokumente an Bord sind und ordnungsgemäss geführt werden, bevor jeder Flug angetreten wird. Dies ist ein Grundprinzip des Luftfahrtrechts gemäss ICAO Annex 2 und den EASA-Vorschriften.

Begriffe

EASA = Agentur der EU für Flugsicherheit; ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation; PIC = Verantwortlicher Pilot (Pilot in Command)

Q52: Für welche Tätigkeiten kann der Bundesrat eine BAZL-Bewilligung verlangen? ^t10q52

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

Gemäss schweizerischem Luftfahrtrecht kann der Bundesrat für alle aufgeführten Sonderaktivitäten eine BAZL-Bewilligung (Bundesamt für Zivilluftfahrt) verlangen: Fallschirmabsprünge, Fesselballonaufstiege, öffentliche Flugvorführungen, Kunstflüge und Kunstflugvorführungen. Diese Aktivitäten stellen erhöhte Sicherheitsrisiken für Teilnehmer und die Öffentlichkeit dar.

Q53: Ist das Abwerfen von Gegenständen aus einem im Flug befindlichen Luftfahrzeug in der Schweiz verboten? ^t10q53

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

Gemäss schweizerischem Luftfahrtrecht ist das Abwerfen von Gegenständen aus einem im Flug befindlichen Luftfahrzeug grundsätzlich verboten, aber der Bundesrat kann bestimmte Ausnahmen festlegen, wie Fallschirmspringen, Notabwürfe oder genehmigte landwirtschaftliche Aktivitäten.

Q54: Wo ist die Zulassungsgrundlage eines Luftfahrzeugs dokumentiert? ^t10q54

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

Die Zulassungsgrundlage eines Luftfahrzeugs (Musterzulassungsdatenblatt, genehmigte Betriebsbedingungen, Masseneinschränkungen, zugelassene Flugkategorien und erforderliche Ausrüstung) ist im Anhang zum Lufttüchtigkeitszeugnis dokumentiert. Dieser Anhang definiert, wozu das Luftfahrzeug zugelassen ist.

Begriffe

VFR = Sichtflugregeln

Q55: Ihr Luftfahrzeug, das nicht für den gewerblichen Betrieb verwendet wird, muss im Ausland repariert werden. Welche Aussage trifft zu? ^t10q55

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Für ein nicht gewerbliches Luftfahrzeug, das im Ausland repariert werden muss, müssen die Arbeiten von einer Organisation durchgeführt werden, die von der zuständigen Luftfahrtbehörde des Landes anerkannt ist, in dem die Arbeiten ausgeführt werden. Dies gewährt Flexibilität bei gleichzeitiger Sicherstellung der regulatorischen Aufsicht.

Begriffe

EASA = Agentur der EU für Flugsicherheit

Q56: Ein bekannter Uhrenhersteller hat ein Luftfahrzeug in den Unternehmensfarben mit einer grossen Uhr am Rumpf bemalt. Ist dies erlaubt? ^t10q56

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Gemäss schweizerischem Recht ist Werbung auf Luftfahrzeugen vorbehaltlich anderer Bestimmungen der Bundesgesetzgebung zulässig, mit nur einer zwingenden Bedingung: Die Nationalitäts- und Eintragungszeichen müssen jederzeit leicht erkennbar bleiben. Es ist keine spezielle BAZL-Bewilligung für das Anbringen von Werbebeschriftungen erforderlich.

Q57: Unter welchen Bedingungen darf eine Person als Besatzungsmitglied an Bord eines Luftfahrzeugs tätig sein? ^t10q57

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

Ein Besatzungsmitglied muss einen gültigen Ausweis besitzen, der vom Eintragungsstaat des Luftfahrzeugs ausgestellt oder anerkannt wird, gemäss ICAO Annex 1. Der Eintragungsstaat legt die Qualifikationsanforderungen für Besatzungen fest, die seine Luftfahrzeuge betreiben.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q58: Unter welchen Bedingungen ist es erlaubt, ein Funkgerät an Bord zu führen und zu betreiben? ^t10q58

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

Es müssen zwei kumulative Bedingungen erfüllt sein: Erstens muss eine Bewilligung der zuständigen Behörde zum Einbau und Betrieb des Funkgeräts vorliegen, und zweitens müssen Besatzungsmitglieder, die das Funkgerät bedienen, die entsprechende formelle Berechtigung (nicht nur eine informelle Schulung) besitzen.

Q59: Was muss ein Pilot besitzen, um zur Kommunikation per Funk mit Flugsicherungsdiensten berechtigt zu sein? ^t10q59

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

Alle Piloten, die mit ATC kommunizieren möchten, müssen eine Sprechfunkberechtigung besitzen. Zusätzlich müssen Flugzeug- und Hubschrauberpiloten einen gültigen Sprachkenntnisnachweis in der auf den Frequenzen verwendeten Sprache besitzen, wie nach schweizerischen Vorschriften erforderlich.

Begriffe

ATC = Flugverkehrskontrolle

Q60: Ihr Augenarzt hat Ihnen eine Sehhilfe verschrieben. Welche Aussage ist korrekt? ^t10q60

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Jede Änderung des Gesundheitszustands, einschliesslich der Verschreibung einer Sehhilfe, muss umgehend dem Fliegerarzt (AME) gemeldet werden. Der AME beurteilt, ob die Änderung die medizinische Tauglichkeit beeinflusst und ob dem Ausweis zusätzliche Einschränkungen oder Auflagen beigefügt werden müssen.

Q61: In welchem Luftraumtyp darf ein Sondersichtflug (SVFR) genehmigt werden, wenn die Wolkenuntergrenze unter 450 m über Grund liegt und die Bodensicht weniger als 5 km beträgt? ^t10q61

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Sondersichtflüge (SVFR) können nur innerhalb einer CTR (Kontrollzone) genehmigt werden, dem kontrollierten Luftraum unmittelbar um einen Flugplatz. Wenn die meteorologischen Bedingungen unter die normalen VMC-Minima fallen, kann ATC innerhalb der CTR eine SVFR-Freigabe erteilen.

Begriffe

ATC = Flugverkehrskontrolle; CTR = Kontrollzone; FIR = Fluginformationsgebiet; TMA = Nahverkehrsbereich; VMC = Sichtflugwetterbedingungen

Q62: Welches Ausweichmanöver sollten die Piloten zweier VFR-Luftfahrzeuge auf kreuzenden Kursen grundsätzlich durchführen? ^t10q62

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

Gemäss SERA.3210 ist das standardisierte ICAO-Ausweichmanöver bei sich kreuzenden Luftfahrzeugen, dass jeder Pilot nach rechts dreht, sodass beide Luftfahrzeuge hintereinander vorbeiflogen und sicher auseinanderstreben. Diese symmetrische Regel eliminiert Unklarheiten darüber, wer manövrieren soll.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation; VFR = Sichtflugregeln

Q63: Welche Mindestsicht- und Wolkenabstandsanforderungen gelten für VFR-Flüge in Luftraumklasse D unterhalb von 10.000 ft AMSL? ^t10q63

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

In Luftraumklasse D unterhalb FL100 (10.000 ft AMSL) schreibt SERA.5001 folgende VMC-Minima vor: 5 km Sichtweite, 1.500 m seitlicher Wolkenabstand und 300 m (1.000 ft) vertikaler Wolkenabstand. Diese Minima entsprechen denen für die Klassen C und E in diesem Höhenbereich.

Begriffe

AMSL = Über Meereshöhe (Above Mean Sea Level); FL = Flugfläche (Flight Level); VFR = Sichtflugregeln; VMC = Sichtflugwetterbedingungen

Q64: Welche der in der Schweiz verwendeten Luftraumklassen gelten als kontrollierter Luftraum? ^t10q64

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

In der Schweiz sind die Luftraumklassen C, D und E alle als kontrollierter Luftraum klassifiziert. Klasse G ist unkontrollierter Luftraum. Die Klassen A und B existieren im ICAO-Klassifizierungssystem, werden aber in der Schweiz nicht verwendet.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation; VFR = Sichtflugregeln

Q65: Wie ist gemäss den geltenden Luftverkehrsregeln der Begriff „Tag" definiert? ^t10q65

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

In der Luftfahrt ist der „Tag" definiert als der Zeitraum vom Beginn der bürgerlichen Morgendämmerung bis zum Ende der bürgerlichen Abenddämmerung – ungefähr 30 Minuten vor Sonnenaufgang bis 30 Minuten nach Sonnenuntergang. Diese erweiterte Definition gibt Piloten an beiden Enden zusätzliches nutzbares Tageslicht.

Q66: Was ist ein Luftfahrtunfall? ^t10q66

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

Gemäss ICAO Annex 13 ist ein Luftfahrtunfall ein Ereignis im Zusammenhang mit dem Luftfahrzeugbetrieb, das zu einer Tötung oder schweren Verletzung von Personen ODER erheblichen Strukturschäden führt, die die Strukturfestigkeit, Leistung oder Flugeigenschaften des Luftfahrzeugs beeinträchtigen. Beide Kriterien qualifizieren unabhängig voneinander ein Ereignis als Unfall.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q67: Sie möchten private Flüge gegen Entgelt durchführen. Welche Formalität müssen Sie erfüllen, um Ihre zivilrechtliche Haftung zu begrenzen? ^t10q67

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

Die Ausstellung eines Beförderungsdokuments (Tickets) belegt, dass ein Beförderungsvertrag zwischen Pilot und Passagier geschlossen wurde. Unter dem Montrealer Übereinkommen begrenzt das Bestehen eines solchen Vertrags die Haftung des Beförderers für Gepäckschäden und Verspätungen.

Q68: Welche Art von Informationen wird durch ein AIC (Luftfahrtinformationsrundschreiben) verbreitet? ^t10q68

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

Ein AIC (Aeronautical Information Circular) enthält ergänzende Informationen, die weder die Kriterien für die Herausgabe als NOTAM noch für die Aufnahme in das AIP erfüllen, aber für Flugsicherheit, Luftnavigation oder technische, administrative und gesetzgeberische Angelegenheiten relevant sind. Es füllt die Lücke zwischen dringenden NOTAMs und dauerhaften AIP-Einträgen.

Begriffe

AIC = Nachrichten für Luftfahrer (Circular); AIP = Luftfahrthandbuch; IFR = Instrumentenflugregeln; NOTAM = Nachricht für Luftfahrer; VFR = Sichtflugregeln

Q69: Was regelt das Flugplatz-Betriebshandbuch? ^t10q69

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

Das Flugplatz-Betriebshandbuch ist ein umfassendes Dokument, das alle Betriebsaspekte des Flugplatzes regelt: Organisation, Öffnungszeiten, Anflug- und Abflugverfahren, Nutzung der Einrichtungen durch alle Nutzer (Passagiere, Luftfahrzeuge, Bodenfahrzeuge) und Bodenabfertigungsdienste.

Begriffe

EASA = Agentur der EU für Flugsicherheit

Q70: Was zeigt dieses Bodensignal an? (Zwei Hanteln) ^t10q70

EN · FR

Bodensignal:

[figures/t10_q70.png]

Zwei Hanteln – Signal, das anzeigt, dass Starts und Landungen nur auf Pisten erfolgen dürfen, andere Manöver (Rollen) jedoch ausserhalb der Pisten und Rollwege durchgeführt werden dürfen.

Antwort

A)

Erklärung

Das im Signalfeld angezeigte Hantelsignal bedeutet, dass Starts und Landungen nur auf Pisten durchgeführt werden müssen, aber andere Manöver wie Rollen, Wenden und Positionieren ausserhalb der Pisten und Rollwege auf Gras oder anderen Flächen durchgeführt werden dürfen.

Q71: Wenn sich zwei Luftfahrzeuge frontal nähern, welches Manöver müssen beide Piloten durchführen? ^t10q71

EN · FR

Antwort

D)

Erklärung

Gemäss SERA.3210(c) und ICAO Annex 2 müssen beide Piloten bei frontaler oder annähernd frontaler Begegnung ihren Kurs nach rechts ändern und jeweils auf der linken Seite des anderen vorbeifliegen. Dies spiegelt Strassenverkehrskonventionen wider und beseitigt Unklarheiten.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q72: Welche der folgenden Lufträume sind nicht als kontrollierter Luftraum klassifiziert? ^t10q72

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

In der Schweiz sind die Klassen G und E für VFR-Verkehr nicht als kontrollierter Luftraum klassifiziert. Klasse G ist vollständig unkontrollierter Luftraum, und Klasse E, obwohl technisch für IFR-Flüge kontrolliert, stellt VFR-Verkehr keinen ATC-Trenndienst zur Verfügung.

Begriffe

ATC = Flugverkehrskontrolle; IFR = Instrumentenflugregeln; VFR = Sichtflugregeln

Q73: An welche Behörde hat der Bundesrat die Luftfahrtaufsicht in der Schweiz delegiert? ^t10q73

EN · FR

Antwort

C)

Erklärung

Der Bundesrat delegiert die Luftfahrtaufsicht an das UVEK (Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation), das seinerseits die operative Aufsicht an das BAZL (Bundesamt für Zivilluftfahrt) delegiert.

Q74: Für welche der folgenden Flüge ist die Einreichung eines Flugplans obligatorisch? ^t10q74

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

In der Schweiz ist ein VFR-Flugplan obligatorisch, wenn der Flug die Nutzung von Flugverkehrskontrolldiensten erfordert, beispielsweise beim Durchqueren einer CTR, TMA oder eines anderen kontrollierten Luftraums, in dem ATC-Interaktion erforderlich ist.

Begriffe

ATC = Flugverkehrskontrolle; CTR = Kontrollzone; TMA = Nahverkehrsbereich; VFR = Sichtflugregeln

Q75: Welche Mindesthöhe muss bei einem VFR-Flug über dicht besiedelten Gebieten eingehalten werden? ^t10q75

EN · FR

Antwort

B)

Erklärung

Gemäss SERA.5005 und ICAO Annex 2 beträgt die Mindesthöhe über dicht besiedelten Gebieten 150 m (ca. 500 ft) über dem höchsten Hindernis im Umkreis von 300 m um das Luftfahrzeug. Diese hindernisbezogene Regel gewährleistet einen sicheren Abstand zu Bauwerken und Gelände.

Begriffe

AGL = Über Grund (Above Ground Level); ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation; VFR = Sichtflugregeln

Q76: Welche der unten aufgeführten Luftfahrzeuge haben Vorrang beim Landen und Starten? ^t10q76

EN · FR

Antwort

C)

Erläuterung: Gemäß ICAO Annex 2 und SERA.3210 haben Luftfahrzeuge im Endanflug oder beim Landen stets Vorrang gegenüber allen anderen Luftfahrzeugen im Flug oder bei Bodenbewegungen. Diese Regel gilt, weil Luftfahrzeuge im Endanflug nur eingeschränkte Ausweichmöglichkeiten haben und sich in der kritischsten Flugphase befinden. Option A (Luftfahrzeuge bei Bodenbewegungen) muss dem Landeverkehr weichen. Option B (Luftfahrzeuge in der Platzrunde) hat niedrigeren Vorrang als solche im Endanflug. Option D (Luftfahrzeuge mit Rollfreigabe) muss ebenfalls landenden Luftfahrzeugen Vorrang einräumen.

Begriffe

ATC = Flugverkehrskontrolle; ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q77: Was zeigt dieses Signal an? ^t10q77

EN · FR

[figures/t10_q77.png]

Antwort

B)

Erläuterung: Das gezeigte Signal zeigt an, dass auf dem Flugplatz Segelflugbetrieb stattfindet. Dies ist ein standardmäßiges ICAO-Bodensignal, das im Signalfeld platziert wird, um anfliegende und überfliegende Luftfahrzeuge darauf hinzuweisen, dass Segelflugzeuge in der Umgebung operieren können, einschließlich Schleppstarts und Kreisflügen. Option A (alle Pisten gesperrt) verwendet ein anderes Signal. Option C (nur befestigte Pisten) ist nicht die Aussage dieses Signals. Option D beschreibt das Hantelzeichen, eine völlig andere Bodenmarkierung.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q78: Wer trägt die Verantwortung dafür, dass die erforderlichen Dokumente an Bord des Luftfahrzeugs mitgeführt werden? ^t10q78

EN · FR

Antwort

C)

Erläuterung: Der verantwortliche Pilot (PIC) ist dafür verantwortlich, dass alle erforderlichen Dokumente vor dem Flug an Bord mitgeführt werden. Dies ist in ICAO Annex 2 sowie den EASA- und schweizerischen Luftfahrtbestimmungen festgelegt. Der PIC muss die Dokumentenkonformität persönlich als Teil der Vorflugvorbereitung überprüfen. Option A (Betreiber des Luftfahrtunternehmens) und Option D (Halter) tragen organisatorische Verantwortung, doch die unmittelbare Pflicht obliegt dem PIC. Option B (Eigentümer) ist möglicherweise gar nicht am Flugbetrieb beteiligt.

Begriffe

EASA = Agentur der EU für Flugsicherheit; ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation; PIC = Verantwortlicher Pilot (Pilot in Command)

Q79: Welche der folgenden Anweisungen zur benutzten Pistenrichtung hat Vorrang? ^t10q79

EN · FR

Antwort

C)

Erläuterung: ATC-Funkanweisungen vom Tower haben den höchsten Vorrang gegenüber allen visuellen Anzeigen bei der Bestimmung der benutzten Pistenrichtung. ATC verfügt über die aktuellste und umfassendste Lageübersicht und kann eine Piste zuweisen, die von Windsack oder Lande-T abweicht. Option A (Windsack) zeigt die Windrichtung an, setzt ATC-Anweisungen aber nicht außer Kraft. Option B (Lande-T) ist ein visueller Anzeiger, der ATC-Anweisungen untergeordnet ist. Option D (Tower-Ziffern) liefert allgemeine Pisteninformationen, wird jedoch durch direkte ATC-Funkanweisungen überschrieben.

Begriffe

ATC = Flugverkehrskontrolle

Q80: Welcher Code muss bei einem Funkausfall auf dem Transponder eingestellt werden? ^t10q80

EN · FR

Antwort

D)

Erläuterung: Der Transpondercode 7600 ist der international standardisierte Squawk für Funkausfall. Das Einstellen dieses Codes informiert die Flugsicherung sofort, dass der Pilot den Funkkontakt verloren hat, und löst die entsprechenden Funkausfallverfahren aus. Option A (7000) ist der europäische Standard-VFR-Auffälligkeitscode und zeigt keinen Notfall an. Option B (7500) ist für widerrechtliche Eingriffe (Entführung) reserviert. Option C (7700) ist der allgemeine Notfallcode, nicht spezifisch für Funkausfall.

Begriffe

VFR = Sichtflugregeln

Q81: Darf von den für Luftfahrzeuge geltenden Luftverkehrsregeln abgewichen werden? ^t10q81

EN · FR

Antwort

C)

Erläuterung: Gemäß ICAO Annex 2 und SERA ist eine Abweichung von den Luftverkehrsregeln nur zulässig, wenn dies aus Sicherheitsgründen erforderlich ist, und nur in dem Maße, das zur Behebung des Sicherheitsproblems unbedingt notwendig ist. Dies ist die einzige gesetzlich zulässige Ausnahme. Option A ist falsch, da die Ausnahme nicht auf eine bestimmte Luftraumklasse beschränkt ist. Option B ist falsch, da sicherheitsbedingte Abweichungen zulässig sind. Option D ist falsch, weil eine uneingeschränkte Abweichung niemals erlaubt ist – der Sicherheitsgrund muss vorliegen.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q82: Welche Mindest-VMC-Werte gelten im Luftraum der Klasse E auf 2100 m MSL? Sicht – Wolkenabstand: vertikal / horizontal ^t10q82

EN · FR

Antwort

D)

Erläuterung: Auf 2100 m MSL (ca. 6900 ft), also deutlich über 3000 ft MSL und 1000 ft AGL, gelten gemäß SERA.5001 im Luftraum der Klasse E folgende VMC-Minima: 8 km Sicht, 300 m vertikaler Wolkenabstand und 1500 m horizontaler Wolkenabstand. Option A beschreibt Werte für unkontrollierten Tiefflugbereich, weit unterhalb der geforderten Minima. Option B hat falsche vertikale und horizontale Abstandswerte. Option C verwendet 5 km Sicht, was nicht dem Klasse-E-Erfordernis auf dieser Höhe entspricht.

Begriffe

AGL = Über Grund (Above Ground Level); MSL = Mittlere Meereshöhe (Mean Sea Level); VMC = Sichtflugwetterbedingungen

Q83: Bis spätestens wann muss ein Tages-VFR-Flug beendet sein? ^t10q83

EN · FR

Antwort

C)

Erläuterung: In der Schweiz muss ein Tages-VFR-Flug spätestens bei Sonnenuntergang beendet sein. Fliegen nach Sonnenuntergang erfordert entweder eine Nachtflugrechteberechtigung oder eine besondere Genehmigung. Option A (30 Minuten vor Ende der bürgerlichen Dämmerung) ist früher als erforderlich. Option B (Beginn der bürgerlichen Dämmerung) ist mehrdeutig und entspricht nicht der Schweizer Regelung. Option D (Ende der bürgerlichen Dämmerung) ist zu spät – obwohl der luftfahrttechnische „Tag" bis zum Ende der bürgerlichen Dämmerung reicht, gilt für die Schweizer VFR-Beendigungsanforderung der Sonnenuntergang als Grenze.

Begriffe

VFR = Sichtflugregeln

Q84: Ist es erlaubt, das Bordfunkgerät für die Kommunikation mit der Flugsicherung zu benutzen, ohne die Sprechfunkberechtigung zu besitzen? ^t10q84

EN · FR

Antwort

C)

Erläuterung: Nach schweizerischen Vorschriften darf ein Pilot das Bordfunkgerät für die Kommunikation mit der Flugsicherung benutzen, ohne die spezifische Sprechfunkberechtigung zu besitzen, in Lufträumen, in denen Funkkommunikation erforderlich ist. Die Sprechfunkqualifikation ist für bestimmte kontrollierte Lufträume erforderlich, aber die grundlegende Funknutzung für ATC-Kommunikation ist gestattet. Option A fügt eine unnötige Bedingung bezüglich der Nichtbehinderung anderer Kommunikationen hinzu. Option B ist falsch, da das Verbot nicht absolut gilt. Option D stellt eine Phraseologie-Bedingung auf, die zwar gute Praxis ist, aber keine regulatorische Anforderung darstellt.

Begriffe

ATC = Flugverkehrskontrolle

Q85: Welche Flugarten dürfen ohne spezifische BAZL-Genehmigung unterhalb der vorgeschriebenen Mindesthöhen durchgeführt werden, soweit dies notwendig ist? ^t10q85

EN · FR

Antwort

D)

Erläuterung: Such- und Rettungsflüge (SAR) dürfen ohne spezielle BAZL-Genehmigung unterhalb der vorgeschriebenen Mindesthöhen durchgeführt werden, soweit dies für die Durchführung des Rettungseinsatzes operativ erforderlich ist. Die Dringlichkeit und lebensrettende Natur von SAR-Einsätzen rechtfertigt diese Ausnahme. Option A (Gebirgsflüge), Option B (Kunstflüge) und Option C (Luftbildflüge) erfordern alle eine spezifische Genehmigung für den Betrieb unterhalb der Mindesthöhen.

Q86: Ist es erlaubt, einen Luftweg auf FL 115 unter VFR zu queren, wenn die Sicht 5 km beträgt? ^t10q86

EN · FR

Antwort

B)

Erläuterung: Auf FL 115 (über FL 100) beträgt die erforderliche VFR-Mindestsicht 8 km. Bei einer Sicht von nur 5 km sind die VMC-Minima nicht erfüllt, und ein VFR-Flug durch einen Luftweg ist unabhängig von Luftraumklasse oder Flugart nicht zulässig. Option A (SVFR) ist auf Flugflächen nicht anwendbar – SVFR ist nur innerhalb von CTRs zugelassen. Option C ist falsch, da die Sichtanforderung in diesem Höhenbereich in allen Lufträumen gilt. Option D (CVFR) hebt die VMC-Sichtminima nicht auf.

Begriffe

FL = Flugfläche (Flight Level); VFR = Sichtflugregeln; VMC = Sichtflugwetterbedingungen

Q87: Sind Formationsflüge erlaubt? ^t10q87

EN · FR

Antwort

C)

Erläuterung: In der Schweiz sind Formationsflüge zulässig, sofern die verantwortlichen Piloten sich vorher abgesprochen haben und Einigkeit über Formationsverfahren, Positionen und Verantwortlichkeiten besteht. Eine spezielle BAZL-Genehmigung ist nicht erforderlich. Option A ist falsch, da keine BAZL-Genehmigung benötigt wird. Option B ist falsch, da Formationsflüge nicht auf unkontrollierten Luftraum beschränkt sind. Option D ist falsch, da dauerhafter Funkkontakt zwar sinnvoll, aber keine gesetzliche Voraussetzung für Formationsflüge ist.

Q88: Was bedeutet dieses Signal? ^t10q88

EN · FR

[figures/t10_q88.png]

Antwort

D)

Erläuterung: Ein rotes Quadrat mit zwei weißen diagonalen Kreuzen (Andreaskreuze) ist das standardmäßige ICAO-Bodensignal mit der Bedeutung „Landeverbot". Es wird im Signalfeld platziert, um alle Luftfahrzeuge darüber zu informieren, dass der Flugplatz für Landeoperationen gesperrt ist. Option A (Vorsicht beim Anflug) ist ein anderes Signal. Option B ist falsch, da das Signal für alle Luftfahrzeuge gilt, nicht nur für motorgetriebene. Option C ist falsch, da das Signal die Landung vollständig verbietet und keine freie Richtungswahl erlaubt.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q89: Kann eine Fluginformationszone (FIZ) ohne weitere Formalitäten durchquert werden? ^t10q89

EN · FR

Antwort

C)

Erläuterung: Eine FIZ (Fluginformationszone) darf durchquert werden, sofern dauerhafter Funkkontakt mit dem Flugplatz-Fluginformationsdienst (AFIS) aufrechterhalten wird. Wenn kein Funkkontakt hergestellt werden kann, gelten die Regeln der zugrunde liegenden Luftraumklasse. Option A setzt fälschlicherweise eine FIS-Genehmigung und Englischkenntnisse voraus, was nicht den tatsächlichen Anforderungen entspricht. Option B ist falsch, da die Durchquerung nicht verboten, sondern unter Bedingungen gestattet ist. Option D ist falsch, da die Durchquerung nicht bedingungslos ist; die Aufrechterhaltung des AFIS-Kontakts ist erforderlich.

Begriffe

VFR = Sichtflugregeln

Q90: Welches Ereignis gilt als Luftfahrtunfall? ^t10q90

EN · FR

Antwort

C)

Erläuterung: Gemäß ICAO Annex 13 umfasst ein Luftfahrtunfall jedes Ereignis im Zusammenhang mit dem Luftfahrzeugbetrieb, bei dem eine Person getötet oder schwer verletzt wurde, ODER das Luftfahrzeug erhebliche Strukturschäden erlitten hat, die seine Strukturfestigkeit, Flugleistung oder Flugeigenschaften beeinträchtigen. Beide Kriterien qualifizieren unabhängig voneinander als Unfall. Option A ist unvollständig, da sie nur Personenschäden erfasst und erhebliche Luftfahrzeugschäden außer Acht lässt. Option B ist zu eng gefasst – ein Unfall beschränkt sich nicht auf Abstürze. Option D ist falsch, da kostspielige Reparaturen allein keinen Unfall definieren; der Schaden muss die Strukturintegrität oder Flugeigenschaften wesentlich beeinträchtigen.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q91: Sind beobachtete oder empfangene Signale für den Segelflugzeugführer verbindlich? ^t10q91

EN · FR

Antwort

C)

Erläuterung: Alle beobachteten oder empfangenen Signale – ob Bodensignale, Lichtsignale oder Funksignale – sind für den Segelflugzeugführer verbindlich. ICAO Annex 2 unterscheidet nicht zwischen Signalarten; die Befolgung aller visuellen und Funksignale ist für alle Luftfahrzeuge, einschließlich Segelflugzeuge, verpflichtend. Option A ist falsch, da Lichtsignale gleichermaßen verbindlich sind. Option B ist falsch, da Signale obligatorisch und nicht optional sind. Option D schließt fälschlicherweise Lichtsignale für am Boden befindliche Luftfahrzeuge aus, die ebenfalls verbindlich sind.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q92: Welche Mindestflughöhe gilt über dicht besiedelten Gebieten und Orten, an denen große öffentliche Veranstaltungen stattfinden? ^t10q92

EN · FR

Antwort

B)

Erläuterung: Gemäß SERA.5005 beträgt die Mindestflughöhe über dicht besiedelten Gebieten und bei großen öffentlichen Veranstaltungen 150 m (500 ft) über dem höchsten Hindernis im Umkreis von 600 m um das Luftfahrzeug. Diese hindernisbezogene Regel gewährleistet ausreichenden Abstand zu Bauwerken und schützt Menschen am Boden. Option A (300 m AGL) berücksichtigt keinen Hindernisabstand. Option C (600 m AGL) liegt höher als die tatsächliche Anforderung. Option D beschreibt einen allgemeinen Sicherheitsgrundsatz, jedoch nicht das spezifische regulatorische Minimum.

Begriffe

AGL = Über Grund (Above Ground Level)

Q93: In welchen Luftraumklassen dürfen VFR-Flüge in der Schweiz ohne Flugsicherungsdienste durchgeführt werden? ^t10q93

EN · FR

Antwort

C)

Erläuterung: In der Schweiz dürfen VFR-Flüge ohne ATC-Dienste in den Luftraumklassen E und G durchgeführt werden. Klasse E ist für IFR kontrolliert, erfordert für VFR-Flüge jedoch keine ATC-Interaktion; Klasse G ist vollständig unkontrolliert. Option A schließt fälschlicherweise die Klassen C und D ein, die eine ATC-Freigabe erfordern. Option B ist zu restriktiv, da Klasse E ebenfalls VFR ohne ATC erlaubt. Option D ist falsch, da die Klassen A und B VFR entweder verbieten oder eine ATC-Freigabe erfordern.

Begriffe

ATC = Flugverkehrskontrolle; IFR = Instrumentenflugregeln; VFR = Sichtflugregeln

Q94: Was zeigt dieses Signal an? ^t10q94

EN · FR

[figures/t10_q94.png]

Antwort

B)

Erläuterung: Das gezeigte Signal weist auf Vorsicht beim Anflug und bei der Landung hin und warnt Piloten, aufgrund von Hindernissen, schlechtem Untergrund oder anderen Gefahren auf dem Flugplatz besondere Sorgfalt walten zu lassen. Dies ist ein standardmäßiges ICAO-Bodensignal, das im Signalfeld platziert wird. Option A ist falsch, da das Signal keine freie Wahl der Landerichtung anzeigt. Option C ist falsch, da das Signal für alle Luftfahrzeugtypen gilt, nicht nur für motorgetriebene. Option D beschreibt ein anderes Signal (rotes Quadrat mit weißen diagonalen Kreuzen).

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q95: In welchem Dokument müssen technische Mängel, die während des Flugbetriebs festgestellt werden, eingetragen werden? ^t10q95

EN · FR

Antwort

B)

Erläuterung: Technische Mängel, die während des Flugbetriebs festgestellt werden, müssen im Bordbuch (Flugzeugbuch/Technisches Buch) eingetragen werden. Dies ist das offizielle Dokument, das den technischen Zustand und die Betriebsgeschichte des Luftfahrzeugs festhält und sicherstellt, dass die Wartungsorganisationen über zu behebende Mängel informiert werden. Option A (Wartungshandbuch) enthält Verfahren, keine Mängelaufzeichnungen. Option C (Flughandbuch) beschreibt Betriebsgrenzen und Verfahren. Option D (Betriebshandbuch) umfasst organisatorische Verfahren, nicht die Mängelerfassung einzelner Luftfahrzeuge.

Q96: Wie ist die Verwendung von Kameras auf internationaler Ebene geregelt? ^t10q96

EN · FR

Antwort

B)

Erläuterung: Auf internationaler Ebene gibt es keine einheitliche ICAO-Regelung über die Verwendung von Kameras aus Luftfahrzeugen. Jeder Staat kann deren Verwendung über seinem Hoheitsgebiet nach seinen eigenen nationalen Gesetzen verbieten oder regeln, die je nach Sicherheits-, Datenschutz- oder militärischen Erwägungen variieren können. Option A ist falsch, da es kein generelles internationales Verbot gibt. Option C ist falsch, da es auch keine generelle internationale Erlaubnis gibt. Option D unterscheidet fälschlicherweise auf internationaler Ebene zwischen privater und gewerblicher Nutzung, was eine nationalrechtliche Unterscheidung ist.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q97: Was bedeuten weiße oder andersfarbige sichtbare Zeichen, die quer auf einer Piste angebracht sind? ^t10q97

EN · FR

Antwort

C)

Erläuterung: Weiße oder andersfarbige sichtbare Zeichen, die quer auf einer Piste angebracht sind, zeigen an, dass der markierte Pistenabschnitt nicht benutzbar ist – er kann gesperrt, im Bau oder beschädigt sein. Piloten müssen vermeiden, auf diesen markierten Bereichen zu landen oder darüberzurollen. Option A ist falsch, da diese Zeichen eine Sperrung, nicht einen aktiven Benutzerbereich anzeigen. Option B beschreibt ein anderes Bodensignal (das Segelflugzeichen). Option D ist ein allgemeines Warnsignal im Signalfeld, nicht auf der Piste selbst.

Q98: Wie ist die Flugzeit aufzuzeichnen, wenn zwei Piloten zusammen fliegen? ^t10q98

EN · FR

Antwort

C)

Erläuterung: Wenn zwei lizenzierte Piloten zusammen fliegen, darf jeder Pilot die gesamte Flugzeit in sein persönliches Bordbuch eintragen, da beide als qualifizierte Lizenzinhaber am Flug teilnehmen. Dies entspricht den schweizerischen und ICAO-Eintragungsregeln. Option A ist unnötig restriktiv und entspricht nicht der Regelung. Option B schafft eine willkürliche Unterscheidung nach dem, wer die Landung durchgeführt hat. Option D (halbe Zeit) hat keine Grundlage in den Luftfahrtbestimmungen.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q99: Wie muss ein Luftfahrzeug, das ein anderes im Flug überholt, ausweichen? ^t10q99

EN · FR

Antwort

D)

Erläuterung: Gemäß SERA.3210 und ICAO Annex 2 muss das überholende Luftfahrzeug nach rechts ausweichen und das langsamere Luftfahrzeug auf dessen rechter Seite passieren. Das überholende Luftfahrzeug trägt die volle Verantwortung für die Aufrechterhaltung des sicheren Abstands während des gesamten Manövers. Option A (nach oben) und Option C (nach unten) sind nicht das vorgeschriebene Überholverfahren. Option B (nach links) ist falsch – die Standardregel schreibt das Ausweichen nach rechts beim Überholen vor.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q100: Für welche Inlandflüge in der Schweiz ist ein Flugplan erforderlich? ^t10q100

EN · FR

Antwort

C)

Erläuterung: In der Schweiz ist ein Flugplan für einen inländischen VFR-Flug erforderlich, wenn der Flug Flugsicherungsdienste in Anspruch nehmen muss, beispielsweise bei der Durchquerung einer CTR oder TMA, in der ATC-Interaktion verpflichtend ist. Option A ist zu weit gefasst, da nicht der gesamte kontrollierte Luftraum einen Flugplan erfordert (z. B. Klasse E). Option B (Alpen) löst nicht automatisch eine Flugplanpflicht aus. Option D (300 km Distanz) ist kein Schweizer Kriterium für die Flugplanpflicht.

Begriffe

ATC = Flugverkehrskontrolle; CTR = Kontrollzone; TMA = Nahverkehrsbereich; VFR = Sichtflugregeln

Q101: Wer ist während eines VFR-Fluges für die Kollisionsvermeidung verantwortlich? ^t10q101

EN · FR

Antwort

D)

Erläuterung: Während eines VFR-Fluges trägt der verantwortliche Luftfahrzeugführer (PIC) die volle Verantwortung für die Kollisionsvermeidung nach dem Prinzip „Sehen und gesehen werden". Dies gilt unabhängig davon, ob ATC oder FIS Verkehrsinformationen bereitstellt. Option A ist falsch, da die Verantwortung stets beim PIC liegt, nicht beim zweiten Piloten. Option B (FIS) stellt Informationen bereit, trägt aber keine Trennungsverantwortung. Option C (ATC) kann Verkehrsinformationen liefern, die VFR-Kollisionsvermeidung bleibt jedoch Aufgabe des PIC.

Begriffe

ATC = Flugverkehrskontrolle; PIC = Verantwortlicher Pilot (Pilot in Command); VFR = Sichtflugregeln

Q102: Welches Ereignis gilt als Luftfahrtunfall? ^t10q102

EN · FR

Antwort

C)

Erläuterung: Gemäß ICAO Anhang 13 ist ein Luftfahrtunfall ein Ereignis im Zusammenhang mit dem Luftfahrzeugbetrieb, bei dem eine Person getötet oder schwer verletzt wurde ODER das Luftfahrzeug einen Schaden erlitten hat, der seine Strukturfestigkeit, Leistung oder Flugeigenschaften erheblich beeinträchtigt. Beide Bedingungen begründen für sich allein einen Unfall. Option A ist unvollständig, da sie nur Personenschäden nennt. Option B ist falsch, da Kosten allein keinen Unfall definieren. Option D ist zu eng – viele Unfälle umfassen Schäden, die kein vollständiges Wrack ergeben.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q103: Welche der folgenden Ausnahmen von den Vorfahrtsregeln bei kreuzenden Kursen ist falsch? ^t10q103

EN · FR

Antwort

C)

Erläuterung: Option C ist die falsche Aussage. Gemäß SERA.3210 haben schleppende Luftfahrzeuge Vorfahrt – das heißt, andere Luftfahrzeuge (einschließlich Segelflugzeuge) müssen schleppenden Luftfahrzeugen NICHT ausweichen; vielmehr müssen alle Luftfahrzeuge schleppenden Luftfahrzeugen ausweichen. Option C dreht dies um: Sie behauptet, Segelflugzeuge weichen schleppenden Luftfahrzeugen aus, aber die tatsächliche Regel besagt, dass schleppende Luftfahrzeuge Segelflugzeugen ausweichen müssen (Segelflugzeuge haben höhere Priorität). Die Optionen A, B und D nennen korrekte Vorfahrtsausnahmen.

Q104: Welche Mindest-Wetterbedingungen sind für Start oder Landung auf einem Flugplatz in einer CTR ohne Sondersichtflug-Genehmigung erforderlich? ^t10q104

EN · FR

Antwort

C)

Erläuterung: Gemäß Schweizer Vorschriften betragen die Mindest-Wetterbedingungen für Start oder Landung auf einem Flugplatz innerhalb einer CTR ohne Sondersichtflug-Genehmigung: Bodensicht 1,5 km und Wolkenuntergrenze 300 m über Grund. Dies sind die grundlegenden SVFR-Minima in der Schweiz. Option A und Option B verwenden höhere Sichtwerte als erforderlich. Option D hat eine unzureichende Wolkenuntergrenze von 150 m. Diese Werte gelten spezifisch für Schweizer Operationen innerhalb von CTRs.

Begriffe

CTR = Kontrollzone

Q105: Wie wird die vertikale Position eines Luftfahrzeugs bei VFR-Flügen in einem Nahverkehrsbereich oder einer Kontrollzone unterhalb der Übergangshöhe ausgedrückt? ^t10q105

EN · FR

Antwort

D)

Erläuterung: Unterhalb der Übergangshöhe in einem TMA oder einer CTR wird die vertikale Position eines Luftfahrzeugs als Höhe über Meer (QNH-Einstellung am Höhenmesser) ausgedrückt. Flugflächen werden nur ab der Übergangshöhe aufwärts verwendet. Option A (Flugfläche) gilt oberhalb der Übergangshöhe, nicht darunter. Option B (Höhe über Meer oder Höhe über Grund) ist falsch, da der Standardausdruck unterhalb der Übergangshöhe im kontrollierten Luftraum speziell die Höhe über Meer ist. Option C (Höhe über Grund) wird für bestimmte Zwecke wie Platzrundenwinkel verwendet, ist aber nicht der Standardausdruck in TMA/CTR.

Begriffe

CTR = Kontrollzone; QNH = Luftdruck bezogen auf Meereshöhe; TMA = Nahverkehrsbereich; VFR = Sichtflugregeln

Q106: Welche Mindestsicht gilt in der Schweiz für VFR-Flüge im Luftraum G ohne besondere Bedingungen? ^t10q106

EN · FR

Antwort

D)

Erläuterung: Im Luftraum G in der Schweiz beträgt die Mindestsicht für VFR ohne besondere Bedingungen und in geringen Höhen (unterhalb von 3000 ft AMSL oder innerhalb von 1000 ft über der Oberfläche) 1,5 km. Dies ist der niedrigste Sichtwert in der SERA-VMC-Tabelle. Option A (5 km) gilt im kontrollierten Luftraum unterhalb FL100. Option B (8 km) gilt ab FL100. Option C (10 km) ist kein Standardwert der SERA für VFR.

Begriffe

AMSL = Über Meereshöhe (Above Mean Sea Level); FL = Flugfläche (Flight Level); VFR = Sichtflugregeln; VMC = Sichtflugwetterbedingungen

Q107: Darf eine Fluginformationszone (FIZ) ohne weitere Formalitäten durchflogen werden? ^t10q107

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D)

Erläuterung: Eine FIZ darf von VFR-Flügen durchflogen werden, sofern während des gesamten Durchflugs dauernder Funkkontakt mit dem Flugplatz-Fluginformationsdienst (AFIS) aufrechterhalten wird. Kann kein Funkkontakt hergestellt werden, muss der Pilot die Regeln der Luftraumklasse einhalten, in der die FIZ liegt. Option A ist falsch, da der Durchflug nicht verboten ist. Option B ist falsch, da der Durchflug nicht bedingungslos möglich ist – der AFIS-Kontakt ist erforderlich. Option C erfordert fälschlicherweise eine Englisch-Sprechfunkqualifikation, die keine spezifische FIZ-Durchflugvoraussetzung ist.

Begriffe

VFR = Sichtflugregeln

Q108: Wer ist für die vorschriftsmäßige Instandhaltung eines Luftfahrzeugs verantwortlich? ^t10q108

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C)

Erläuterung: Der Halter ist rechtlich dafür verantwortlich, dass die vorschriftsmäßige Instandhaltung des Luftfahrzeugs gemäß genehmigten Instandhaltungsprogrammen durchgeführt wird. Während die Instandhaltungsorganisation (Option A) und der Mechaniker (Option B) die physischen Arbeiten ausführen, liegt die rechtliche Verantwortung für die Einhaltung der Instandhaltungsvorschriften beim Halter. Option D (Eigentümer) ist nicht zwingend der Halter – bei privaten Luftfahrzeugen handelt der Eigentümer häufig als Halter, doch die Regulierungsverantwortung ist an die Halterrolle geknüpft.

Q109: Wenn zwei Luftfahrzeuge gleichzeitig einem Flugplatz anfliegen, um zu landen, welches hat Vorfahrt? ^t10q109

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D)

Erläuterung: Wenn zwei Luftfahrzeuge gleichzeitig zu einem Flugplatz anfliegen, um zu landen, hat das tiefer fliegende Vorfahrt, da es sich in einer fortgeschritteneren und verbindlicheren Anflugphase befindet. Das höher fliegende Luftfahrzeug muss ausweichen, indem es die Platzrunde verlängert oder durchstartet. Option A (höher fliegend) ist das Gegenteil der richtigen Regel. Option B (schneller) und Option C (kleiner) sind keine Kriterien der ICAO-Vorfahrtsregeln für die Landepriorität. Geschwindigkeit und Größe spielen bei dieser Entscheidung keine Rolle.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q110: Welche Mindest-VMC-Werte gelten im Luftraum E bei 6500 ft (2000 m) AMSL? Sicht – Wolkenabstand: vertikal – horizontal ^t10q110

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A)

Erläuterung: Bei 6500 ft (2000 m) AMSL im Luftraum E, d. h. oberhalb von 3000 ft AMSL und mehr als 1000 ft AGL, betragen die VMC-Minima gemäß SERA.5001: 8 km Sicht, 300 m vertikaler Wolkenabstand und 1500 m horizontaler Wolkenabstand. Option B beschreibt Werte für sehr niedrige unkontrollierte Lufträume, die für diese Höhe völlig unzureichend sind. Option C verwendet 5 km Sicht, was für Luftraum E in dieser Höhe nicht ausreicht. Option D hat den richtigen Sichtwert, aber falsche Wolkenabstandswerte (100 m und 300 m sind zu klein).

Begriffe

AGL = Über Grund (Above Ground Level); AMSL = Über Meereshöhe (Above Mean Sea Level); VMC = Sichtflugwetterbedingungen

Q111: Welche Funktion hat das Signalfeld auf einem Flugplatz? ^t10q111

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C)

Erläuterung: Das Signalfeld ist ein ausgewiesener Bereich auf einem Flugplatz, wo Bodensignale mit Symbolen, Tafeln und Markierungen angezeigt werden, um Piloten beim Überflug visuell über die Flugplatzbedingungen zu informieren. Dies ist besonders wichtig für Piloten, die keinen Funkkontakt herstellen können. Option A (Schleppobjektbereich) beschreibt eine völlig andere Einrichtung. Option B ist falsch, da Luftfahrzeuge nicht zum Signalfeld rollen, um Lichtsignale zu empfangen – diese kommen vom Kontrollturm. Option D beschreibt einen Bereitstellungsbereich für Notfallfahrzeuge, nicht das Signalfeld.

Q112: Wie werden zwei parallele Pisten bezeichnet? ^t10q112

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D)

Erläuterung: Gemäß ICAO Anhang 14 werden zwei parallele Pisten durch Zusätze unterschieden: „L" (Links) für die linke Piste und „R" (Rechts) für die rechte Piste, aus Sicht eines Piloten im Endanflug. Beide Pisten müssen einen Zusatz erhalten, um Verwechslungen auszuschließen. Option A ist falsch, da auch die rechte Piste einen Zusatz („R") benötigt. Option B verwendet eine nichtstandarte Methode der Erhöhung der Bezeichnungsnummer. Option C verwendet eine Bindestrich-Nummerierung, die nicht Teil der ICAO-Pistenbezeichnungsstandards ist.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q113: Welche Pistenbezeichnungen sind für zwei parallele Pisten korrekt? ^t10q113

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D)

Erläuterung: Für zwei parallele Pisten schreibt ICAO vor, dass beide den L/R-Zusatz mit derselben Zahl tragen, z. B. „06L" und „06R". Dies kennzeichnet sie eindeutig als parallele Pisten auf demselben magnetischen Kurs. Option A („24" und „25") bezeichnet zwei nichtparallele Pisten mit leicht unterschiedlichen Ausrichtungen. Option B („18" und „18-2") verwendet eine nicht standardisierte Bindestrichnotation. Option C („26" und „26R") ist falsch, da nur eine Piste einen Zusatz hat – beide müssen einen haben (korrekt wäre „26L" und „26R").

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q114: Was zeigt dieses Zeichen auf einem Flugplatz an? ^t10q114

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![](figures/t10_q114.png)

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C)

Erläuterung: Die Abbildung zeigt das internationale Bodensignal für laufenden Segelflugbetrieb auf dem Flugplatz. Es warnt überfliegende Piloten, dass Segelflugzeuge in der Umgebung operieren können, einschließlich Windenschlepp, Flugzeugschlepp und Streckenflug. Option A (Landeverbot für längere Zeit) verwendet ein anderes Signal (typischerweise ein rotes Kreuz). Option B (Rechtskurven) würde durch ein anderes Signal im Signalfeld angezeigt. Option D (schlechte Manövrierfläche) wird ebenfalls durch eine andere Bodenmarkierung kommuniziert.

Q115: Was bedeutet „DETRESFA"? ^t10q115

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C)

Erläuterung: DETRESFA ist das ICAO-Codewort für die Notphase, die schwerste der drei Notfallphasen gemäß ICAO Anhang 12 und Anhang 11. Sie wird ausgerufen, wenn angenommen wird, dass ein Luftfahrzeug in unmittelbarer Gefahr ist und sofortige Hilfe benötigt. Option B (Alarmierungsphase) entspricht dem Codewort ALERFA. Option D (Ungewissheitsphase) entspricht INCERFA. Option A (Rettungsphase) ist keine definierte ICAO-Notfallphasenbezeichnung.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q116: Wer stellt den Such- und Rettungsdienst bereit? ^t10q116

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C)

Erläuterung: Gemäß ICAO Anhang 12 werden Such- und Rettungsdienste (SAR) von militärischen und zivilen Organisationen gemeinsam erbracht, abhängig von den nationalen Regelungen. Viele Länder kombinieren militärische Mittel (Hubschrauber, Flugzeuge, Schiffe) mit zivilen Rettungsdiensten für eine wirksame SAR-Abdeckung. Option A ist falsch, da Militärorganisationen weltweit eine wichtige Rolle bei SAR-Operationen spielen. Option B erfordert fälschlicherweise eine internationale Anerkennung, die nicht der SAR-Organisation entspricht. Option D ist falsch, da auch zivile Organisationen an SAR beteiligt sind.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q117: Welche drei Kategorien von Luftfahrtereignissen gibt es im Zusammenhang mit der Untersuchung von Unfällen und Störungen? ^t10q117

EN · FR

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B)

Erläuterung: Gemäß ICAO Anhang 13 und EU-Verordnung 996/2010 werden Luftfahrtereignisse in drei Kategorien eingeteilt: Störung (ein Ereignis, das die Flugsicherheit beeinflusst oder beeinflussen könnte), schwere Störung (eine Störung, bei der eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Unfalls bestand) und Unfall (ein Ereignis mit Todes- oder Schwerverletzten oder erheblichem Luftfahrzeugschaden). Die Optionen A, C und D verwenden nichtstandarte Begriffe wie „Ereignis", „Vorfall", „Absturz" oder „Katastrophe", die in ICAO-Definitionen nicht vorkommen.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q118: Beim Hangfliegen mit dem Hang auf der linken Seite nähert sich ein anderes Segelflugzeug aus entgegengesetzter Richtung in gleicher Höhe. Was müssen Sie tun? ^t10q118

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C)

Erläuterung: Beim Hangfliegen und Begegnung mit einem entgegenkommenden Segelflugzeug muss der Pilot, der den Hang auf der linken Seite hat, nach rechts (vom Hang weg) ausweichen. In diesem Szenario haben Sie den Hang auf der linken Seite, daher hat das anfliegende Segelflugzeug den Hang auf seiner rechten Seite und damit Vorfahrt. Sie müssen nach rechts ausweichen. Option A (nach oben ziehen) ist beim Hangfliegen unpraktisch und gefährlich. Option B ist in der Handlung teilweise korrekt, aber es ist falsch zu erwarten, dass das andere Segelflugzeug ebenfalls dreht – es hat Vorfahrt. Option D ist falsch, da Sie derjenige sind, der ausweichen muss.

Q119: Wer bestimmt beim gemeinsamen Kreisen in einer Thermik die Drehrichtung? ^t10q119

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D)

Erläuterung: Wenn ein Pilot in eine bereits von anderen Segelflugzeugen genutzte Thermik einfliegt, muss er in dieselbe Richtung kreisen wie das Segelflugzeug, das die Drehrichtung zuerst festgelegt hat. Diese Konvention stellt sicher, dass alle Segelflugzeuge in dieselbe Richtung kreisen, und verhindert gefährliche Frontalkollisionen innerhalb der Thermik. Option A (höchstes Segelflugzeug) ist falsch, da die Höhe die Drehrichtung nicht bestimmt. Option B (größter Querneigungswinkel) ist für die Regel nicht relevant. Option C ist falsch, da es keine feste Linksdrehungsregel gibt – die Wahl des ersten Segelflugzeugs legt die Richtung fest.

Q120: Kann ein Segelflugzeug in den Luftraum C eingeflogen werden? ^t10q120

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D)

Erläuterung: Luftraum C ist kontrollierter Luftraum, in dem eine ATC-Freigabe für alle Flüge, einschließlich VFR und Segelflugzeuge, zwingend erforderlich ist. Ein Segelflugzeug darf den Luftraum C nur nach ausdrücklicher Freigabe durch die zuständige ATC-Stelle betreten. Option A ist falsch, da der Eintritt mit entsprechender ATC-Freigabe möglich ist. Option B ist falsch, da ein Transponder zwar erforderlich sein kann, aber allein nicht ausreicht – die ATC-Freigabe ist die grundlegende Anforderung. Option C ist falsch, da es keine Regel gibt, die den Eintritt allein aufgrund der Verkehrsdichte ohne Freigabe erlaubt.

Begriffe

ATC = Flugverkehrskontrolle; VFR = Sichtflugregeln

Q121: Was zeigen längs verlaufende Streifen gleichmäßiger Abmessungen, die symmetrisch um die Mittellinie einer Piste angeordnet sind, an? ^t10q121

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D)

Erläuterung: Längsstreifen, symmetrisch um die Pistenmittellinie angeordnet, sind die Schwellenmarkierungen und zeigen den Beginn des für die Landung verfügbaren Pistenbereichs an. Piloten dürfen nicht vor diesen Markierungen aufsetzen. Option A (Bodenstart-Beginn) verwechselt Schwellenmarkierungen mit einer anderen Funktion. Option B (ILS-Gleitpfad-Schnittpunkt) beschreibt die Aufsetzzone, nicht die Schwelle. Option C (nicht dahinter aufsetzen) kehrt die Regel um – die Einschränkung betrifft das Aufsetzen vor ihnen, nicht dahinter.

Q122: Wie kann ein Pilot im Flug ein Such- und Rettungssignal am Boden bestätigen? ^t10q122

EN · FR

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D)

Erläuterung: Gemäß ICAO Anhang 12 bestätigt ein Pilot ein SAR-Bodensignal durch Wiegen der Tragflächen (seitliches Schaukeln). Dies ist ein international anerkanntes visuelles Signal, das vom Boden aus gut sichtbar ist. Option A (Klappenbetätigung) ist kein standardisiertes SAR-Bestätigungssignal. Option B (parabolischer Flugweg) ist kein definiertes Signal. Option C (Seitenruderbewegungen) würde Gierbewegungen erzeugen, die vom Boden aus schwer zu erkennen sind.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q123: Ein Flugplatzfeuer (ABN) ist ein ^t10q123

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D)

Erläuterung: Ein Flugplatzfeuer (ABN) ist ein rotierendes Feuer, das auf oder in der Nähe eines Flughafens installiert ist, um Piloten dabei zu helfen, den Flugplatz aus der Luft zu orten, insbesondere bei Nacht oder bei eingeschränkter Sicht. Option A platziert es fälschlicherweise am Beginn des Endanflugs statt auf dem Flugplatz selbst. Option B bezeichnet es als fest installiertes Feuer, aber ABN rotieren, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. Option C gibt an, es sei vom Boden aus sichtbar, aber sein Zweck ist es, von Piloten aus der Luft gesehen zu werden.

Q124: Was ist das primäre Ziel einer Luftfahrtunfalluntersuchung? ^t10q124

EN · FR

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C)

Erläuterung: Gemäß ICAO Anhang 13 und EU-Verordnung 996/2010 ist das einzige Ziel einer Luftfahrtunfalluntersuchung die Verhütung künftiger Unfälle durch Ermittlung der Ursachen und beitragenden Faktoren sowie die Ausgabe von Sicherheitsempfehlungen. Es handelt sich ausdrücklich nicht um ein gerichtliches oder haftungsrechtliches Verfahren. Option A (Unterstützung von Staatsanwälten) liegt außerhalb des Untersuchungsauftrags. Option B (Schuldbestimmung) widerspricht dem nicht-punitiven Charakter von Sicherheitsuntersuchungen. Option D (Haftung für Entschädigungen) ist eine zivilrechtliche Angelegenheit, die getrennt behandelt wird.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q125: Wie lange ist ein Lufttüchtigkeitszeugnis gültig? ^t10q125

EN · FR

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D)

Erläuterung: Ein Lufttüchtigkeitszeugnis (CofA), das gemäß ICAO Anhang 8 und EASA-Vorschriften ausgestellt wurde, hat unbegrenzte Gültigkeit, sofern das Luftfahrzeug gemäß genehmigten Programmen instand gehalten wird und das Lufttüchtigkeitsprüfungszeugnis (ARC) aktuell gehalten wird. Das CofA selbst hat kein festes Ablaufdatum. Option A (6 Monate) und Option B (12 Monate) verwechseln möglicherweise das CofA mit dem ARC-Verlängerungszeitraum. Option C (12 Jahre) ist kein standardmäßiger Luftfahrt-Gültigkeitszeitraum.

Begriffe

ARC = Prüfschein der Lufttüchtigkeit; EASA = Agentur der EU für Flugsicherheit; ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q126: Wofür steht die Abkürzung ARC? ^t10q126

EN · FR

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D)

Erläuterung: ARC steht für Airworthiness Review Certificate (Lufttüchtigkeitsprüfungszeugnis), das Dokument, das nach einer erfolgreichen Lufttüchtigkeitsprüfung ausgestellt wird und bestätigt, dass ein Luftfahrzeug die geltenden Lufttüchtigkeitsanforderungen erfüllt. Es ist ein Jahr gültig und muss für den weiteren Betrieb erneuert werden. Option A (Airspace Rulemaking Committee), Option B (Airspace Restriction Criteria) und Option C (Airworthiness Recurring Control) sind keine anerkannten EASA- oder ICAO-Abkürzungen.

Begriffe

ARC = Prüfschein der Lufttüchtigkeit; EASA = Agentur der EU für Flugsicherheit; ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q127: Das Lufttüchtigkeitszeugnis wird vom Staat ausgestellt ^t10q127

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C)

Erläuterung: Gemäß dem Chicagoer Abkommen (ICAO Anhang 7) und EASA-Vorschriften wird das Lufttüchtigkeitszeugnis vom Eintragungsstaat ausgestellt – dem Land, in dem das Luftfahrzeug eingetragen ist. Option A (Herstellerland) ist der Fertigungsstaat, nicht zwingend der Eintragungsstaat. Option B (Wohnsitz des Eigentümers) hat keinen Einfluss auf die Ausstellung des Lufttüchtigkeitszeugnisses. Option D (Ort der Prüfung) kann vom Eintragungsstaat abweichen, da Prüfungen auch im Ausland durchgeführt werden können.

Begriffe

EASA = Agentur der EU für Flugsicherheit; ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q128: Wofür steht die Abkürzung SERA? ^t10q128

EN · FR

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B)

Erläuterung: SERA steht für Standardised European Rules of the Air (Standardisierte Europäische Luftfahrtregeln), die EU-Verordnung (Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012), die die Luftfahrtregeln in den EASA-Mitgliedstaaten harmonisiert. Sie umfasst Vorfahrtsregeln, VMC-Minima, Höhenmessereinstellungen, Signale und verwandte Verfahren. Option A (Strecken), Option C (Radaranflug) und Option D (Radaraltimeter) sind erfundene Begriffe, die in der Luftfahrtregulierung nicht verwendet werden.

Begriffe

EASA = Agentur der EU für Flugsicherheit; VMC = Sichtflugwetterbedingungen

Q129: Wofür steht die Abkürzung TRA? ^t10q129

EN · FR

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D)

Erläuterung: TRA steht für Temporary Reserved Airspace (Vorübergehend reservierter Luftraum), einen Luftraum mit definierten Abmessungen, der vorübergehend für bestimmte Nutzungen wie militärische Übungen oder Fallschirmsprungoperationen reserviert ist. Andere Luftfahrzeuge dürfen ihn während der Aktivierung nicht ohne Genehmigung betreten. Option A (Temporary Radar Routing Area), Option B (Terminal Area) und Option C (Transponder Area) sind keine standardmäßigen ICAO- oder EASA-Bezeichnungen für diese Abkürzung.

Begriffe

EASA = Agentur der EU für Flugsicherheit; ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q130: Was bedeutet eine als TMZ gekennzeichnete Zone? ^t10q130

EN · FR

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D)

Erläuterung: TMZ steht für Transponder Mandatory Zone (Transponder-Pflichtzone), eine Luftraumbezeichnung, die vorschreibt, dass alle Luftfahrzeuge beim Fliegen innerhalb der Zone mit einem funktionierenden Transponder ausgestattet sein und diesen betreiben müssen. Dies ermöglicht die Radaridentifikation und die Verkehrserkennung durch Kollisionsvermeidungssysteme. Option A (Traffic Management Zone), Option B (Transportation Management Zone) und Option C (Touring Motorglider Zone) sind keine anerkannten Luftfahrtbegriffe.

Q131: Ein Flug gilt als Sichtflug, wenn ^t10q131

EN · FR

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C)

Erläuterung: Ein Sichtflug (VFR-Flug) ist definiert als ein Flug, der gemäß den Sichtflugregeln durchgeführt wird, wie in ICAO Anhang 2 und SERA festgelegt. Die Klassifizierung ist regulatorisch, nicht meteorologisch. Option A (8 km Sicht) und Option D (5 km Sicht) nennen spezifische VMC-Minima, definieren aber keinen VFR-Flug. Option B (Flug unter VMC) beschreibt die für VFR erforderlichen Wetterbedingungen, ist aber nicht die Definition selbst – ein Flug unter VMC könnte dennoch nach IFR durchgeführt werden.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation; IFR = Instrumentenflugregeln; VFR = Sichtflugregeln; VMC = Sichtflugwetterbedingungen

Q132: Wofür steht die Abkürzung VMC? ^t10q132

EN · FR

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B)

Erläuterung: VMC steht für Visual Meteorological Conditions (Sichtflugwetterbedingungen) – die Mindestsicht und Wolkenabstandswerte, die für die Durchführung von VFR-Flügen erfüllt sein müssen. VMC-Minima variieren je nach Luftraumklasse und Höhe. Option A (Sichtflugregeln) ist VFR, eine andere Abkürzung. Option C (Instrumentenflugbedingungen) beschreibt im Wesentlichen IMC. Option D (Variable meteorologische Bedingungen) ist kein anerkannter Luftfahrtbegriff.

Begriffe

IMC = Instrumentenflugwetterbedingungen; VFR = Sichtflugregeln; VMC = Sichtflugwetterbedingungen

Q133: Welche Mindestsicht gilt für ein VFR-Luftfahrzeug im Luftraum E bei FL75? ^t10q133

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D)

Erläuterung: Im Luftraum E unterhalb FL100 erfordern VFR-Flüge gemäß SERA.5001 eine Mindestsicht von 5000 m (5 km). FL75 liegt unterhalb FL100, daher gilt die 5-km-Regel. Option A (3000 m) ist kein Standard-VFR-Minimum in dieser Höhe. Option B (8000 m) gilt ab FL100. Option C (1500 m) gilt nur in niederem, unkontrollierten Luftraum.

Begriffe

FL = Flugfläche (Flight Level); VFR = Sichtflugregeln

Q134: Welche Mindestsicht gilt für ein VFR-Luftfahrzeug im Luftraum C bei FL110? ^t10q134

EN · FR

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D)

Erläuterung: Im kontrollierten Luftraum C ab FL100 beträgt die Mindestsicht für VFR-Flüge gemäß SERA 8000 m (8 km). FL110 liegt oberhalb FL100, daher gilt das 8-km-Minimum. Option A (5000 m) gilt unterhalb FL100. Option B (1500 m) gilt in niederem, unkontrollierten Luftraum. Option C (3000 m) ist kein SERA-Standard-Minimum in dieser Höhe.

Begriffe

FL = Flugfläche (Flight Level); VFR = Sichtflugregeln

Q135: Welche Mindestsicht gilt für ein VFR-Luftfahrzeug im Luftraum C bei FL125? ^t10q135

EN · FR

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D)

Erläuterung: Im Luftraum C ab FL100 beträgt die für VFR-Flüge gemäß SERA erforderliche Mindestsicht 8000 m (8 km). FL125 liegt deutlich oberhalb FL100, was das 8-km-Minimum bestätigt. Option A (1500 m) gilt für niederem, unkontrollierten Luftraum. Option B (3000 m) ist kein SERA-Standard-VFR-Minimum. Option C (5000 m) gilt unterhalb FL100 im kontrollierten Luftraum.

Begriffe

FL = Flugfläche (Flight Level); VFR = Sichtflugregeln

Q136: Welche Mindest-Wolkenabstandsanforderungen gelten für VFR-Flüge im Luftraum B? ^t10q136

EN · FR

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D)

Erläuterung: Im ICAO-Luftraum B betragen die Wolkenabstand-Minima für VFR-Flüge 1500 m horizontal und 300 m (ca. 1000 ft) vertikal von Wolken. Option A verwendet nur 1000 m Horizontalabstand (unzureichend). Option B verwendet ebenfalls nur 1000 m horizontal. Option C verwendet 1000 m vertikal, was viel zu groß ist – das korrekte vertikale Minimum beträgt 300 m.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation; VFR = Sichtflugregeln

Q137: Welche Mindestsicht gilt für VFR-Flüge im Luftraum C unterhalb FL 100? ^t10q137

EN · FR

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C)

Erläuterung: Im Luftraum C unterhalb FL100 beträgt die von SERA vorgeschriebene Mindestsicht für VFR-Flüge 5 km (5000 m). Option A (10 km) ist kein SERA-Standard-Minimum. Option B (8 km) gilt ab FL100 im Luftraum C. Option D (1,5 km) gilt nur im niederem, unkontrollierten Luftraum oder bei Sondersichtflug.

Begriffe

FL = Flugfläche (Flight Level); VFR = Sichtflugregeln

Q138: Welche Mindestsicht gilt für VFR-Flüge im Luftraum C ab FL 100 aufwärts? ^t10q138

EN · FR

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C)

Erläuterung: Im Luftraum C ab FL100 aufwärts beträgt die von SERA vorgeschriebene Mindestsicht für VFR-Flüge 8 km (8000 m). Dieses höhere Minimum trägt den größeren Annäherungsgeschwindigkeiten in größeren Höhen Rechnung. Option A (5 km) ist das Minimum unterhalb FL100 im Luftraum C. Option B (1,5 km) gilt nur im niederem, unkontrollierten Luftraum. Option D (10 km) ist kein SERA-Standard-VFR-Minimum.

Begriffe

FL = Flugfläche (Flight Level); VFR = Sichtflugregeln

Q139: Wie ist der Begriff „Wolkenuntergrenze" (ceiling) definiert? ^t10q139

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B)

Erläuterung: Die Wolkenuntergrenze (ceiling) ist die Höhe über Grund (nicht über Meereshöhe) der Untergrenze der tiefsten Wolkenschicht oder Erscheinung, die mehr als die Hälfte des Himmels bedeckt (BKN oder OVC, mehr als 4 Achtel) unterhalb 20.000 ft. Option A verwendet „Höhe über Meer" (MSL-Referenz) statt „Höhe über Grund" (Oberflächenreferenz). Option C bezieht sich auf die „höchste" statt auf die „tiefste" Wolkenschicht. Option D begrenzt den Schwellenwert auf 10.000 ft statt auf die korrekten 20.000 ft.

Begriffe

MSL = Mittlere Meereshöhe (Mean Sea Level)

Q140: Welche Aussage über die Staffelung im Luftraum E ist korrekt? ^t10q140

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B)

Erläuterung: Im Luftraum E stellt ATC die Staffelung ausschließlich zwischen IFR-Flügen sicher. VFR-Flüge erhalten keinerlei Staffelungsdienst – weder gegenüber IFR-Verkehr noch gegenüber anderen VFR-Flügen. VFR-Piloten müssen sich vollständig auf das Prinzip „Sehen und gesehen werden" verlassen. Option A behauptet fälschlicherweise, VFR erhalte Staffelung von IFR. Option C kehrt die tatsächliche Staffelungsregelung um. Option D behauptet irrtümlich eine vollständige Staffelung für VFR-Verkehr.

Begriffe

ATC = Flugverkehrskontrolle; IFR = Instrumentenflugregeln; VFR = Sichtflugregeln

Q141: Welche Informationen enthält der AD-Teil des AIP? ^t10q141

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B)

Erläuterung: Der AD-Teil (Aerodromes/Flugplätze) des AIP enthält Informationen zu einzelnen Flugplätzen: deren Klassifizierung, Flugplatzkarten, Anflug- und Abflugkarten, Rollkarten, Pistendaten und Betriebsinformationen. Option A beschreibt Inhalte des GEN-Teils (Kartensymbole, Navigationshilfen, Gebühren). Option C beschreibt Inhalte des ENR-Teils (Luftraumwarnungen, Strecken, eingeschränkte Bereiche). Option D enthält eine Mischung von Punkten aus verschiedenen Teilen, die nicht dem AD-Teil entsprechen.

Begriffe

AIP = Luftfahrthandbuch

Q142: Wie ist die „Flugplatzhöhe" definiert? ^t10q142

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D)

Erläuterung: Gemäß ICAO Anhang 14 ist die Flugplatzhöhe die Höhe des höchsten Punktes der Landefläche. Dieser Punkt ist die maßgebliche Referenz für QFE-Berechnungen und Hindernisfreiheit. Option A (tiefster Punkt) würde die für den sicheren Betrieb relevante Höhe unterschätzen. Option B (Mittelwert der Manövrierfläche) entspricht nicht der Definition des kritischen höchsten Punktes. Option C (höchster Punkt der Vorfeldfläche) bezieht sich auf den falschen Bereich – das Vorfeld dient dem Abstellen, nicht dem Landen.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation; QFE = Platzdruck

Q143: Wie ist der Begriff „Piste" (runway) definiert? ^t10q143

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D)

Erläuterung: Gemäß ICAO Anhang 14 ist eine Piste eine rechteckige Fläche auf einem Landflugplatz, die für Start und Landung von Luftfahrzeugen hergerichtet ist. Option A nennt ausschließlich Hubschrauber (Hubschrauber-Landebereiche werden Helipads oder FATO genannt). Option B schließt Wasserflugplätze ein, aber Pisten sind auf Landflugplätze beschränkt. Option C beschreibt eine runde Form, was falsch ist – Pisten sind definitionsgemäß rechteckig.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation

Q144: Was bedeutet DETRESFA? ^t10q144

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D)

Erläuterung: DETRESFA ist das ICAO-Codewort für die Notphase (distress phase), die höchste der drei Notfallphasen, die anzeigt, dass ein Luftfahrzeug als in unmittelbarer Gefahr befindlich gilt und sofortige Hilfe benötigt. Die drei ICAO-Notfallphasen sind: INCERFA (Ungewissheit), ALERFA (Alarmierung) und DETRESFA (Not). Option A entspricht INCERFA. Option B (Rettungsphase) ist keine definierte ICAO-Notfallphase. Option C entspricht ALERFA.

Begriffe

ICAO = Internationale Zivilluftfahrtorganisation