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Quelle: QuizVDS.it (EASA ECQB-SPL) | 141 Fragen | Übersetzt ins Deutsche Kostenlose Übungen: https://quizvds.it/en-en/quiz/spl-en


Q1: Die Rotationsachse der Erde verläuft durch den... ^q1

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q1) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q1) - A) Magnetischen Nordpol und den geografischen Südpol. - B) Magnetischen Nordpol und den magnetischen Südpol. - C) Geografischen Nordpol und den magnetischen Südpol. - D) Geografischen Nordpol und den geografischen Südpol. Richtig: D)

Erklärung: Die Rotationsachse der Erde ist die physische Achse, um die sich der Planet dreht, und sie verläuft durch die geografischen (währen) Pole - nicht durch die magnetischen Pole. Die geografischen Pole sind feste Punkte, die durch die Rotationsachse definiert werden, während die magnetischen Pole von ihnen versetzt sind und sich im Laufe der Zeit aufgrund von Veränderungen im geschmolzenen Erdkern verschieben.

Q2: Welche Aussage bezuglich der Polachse der Erde ist richtig? ^q2

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q2) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q2) - A) Die Polachse der Erde verläuft durch den geografischen Südpol und den geografischen Nordpol und steht senkrecht zur Ebene des Äquators - B) Die Polachse der Erde verläuft durch den magnetischen Südpol und den magnetischen Nordpol und liegt in einem Winkel von 66,5° zur Ebene des Äquators - C) Die Polachse der Erde verläuft durch den geografischen Südpol und den geografischen Nordpol und liegt in einem Winkel von 23,5° zur Ebene des Äquators - D) Die Polachse der Erde verläuft durch den magnetischen Südpol und den magnetischen Nordpol und steht senkrecht zur Ebene des Äquators Richtig: A)

Erklärung: Die Polachse verläuft durch die geografischen Pole und steht definitionsgemäß senkrecht (90°) zur Ebene des Äquators. Die Erdachse ist zwar um 23,5° gegenüber der Ebene ihrer Umlaufbahn um die Sonne (Ekliptik) geneigt, steht aber senkrecht zur Äquatorialebene - diese beiden Tatsachen sind konsistent und nicht widersprüchlich. Option C verwechselt die Neigung zur Ekliptik mit dem Verhältnis zum Äquator.

Q3: Welche angenaherte geometrische Form beschreibt die Gestalt der Erde für Navigationssysteme am besten? ^q3

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q3) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q3) - A) Elliptisch geformte Kugel - B) Fläche Platte - C) Perfekte Kugel - D) Ellipsoid Richtig: D)

Erklärung: Die Erde ist keine perfekte Kugel - sie ist an den Polen leicht abgeflacht und am Äquator durch ihre Rotation aufgewölbt. Diese Form wird als abgeplattetes Sphäroid oder Ellipsoid bezeichnet. Moderne Navigationssysteme (einschliesslich GPS) verwenden das WGS-84-Ellipsoid als Referenzmodell, das diese Abflachung bei Koordinatenberechnungen genau berücksichtigt.

Q4: Welche Aussage über eine Loxodrome ist richtig? ^q4

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q4) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q4) - A) Eine Loxodrome ist ein Grosskreis, der den Äquator unter einem Winkel von 45° schneidet. - B) Der Mittelpunkt eines vollständigen Zyklus einer Loxodrome ist immer der Erdmittelpunkt. - C) Eine Loxodrome schneidet jeden Meridian unter dem gleichen Winkel. - D) Der kurzeste Weg zwischen zwei Punkten auf der Erdoberfläche folgt einer Loxodrome. Richtig: C)

Erklärung: Eine Loxodrome (auch Rhumbline genannt) ist definiert als eine Linie, die jeden Längengrad-Meridian unter dem gleichen Winkel schneidet. Dies macht sie nutzlich für die Navigation mit konstantem Kurs - ein Pilot kann eine Loxodrome fliegen, indem er einen festen Kompasskurs beibehalt. Sie ist jedoch nicht der kurzeste Weg zwischen zwei Punkten; diese Auszeichnung gebuht der Grosskreisroute.

Q5: Die kurzeste Entfernung zwischen zwei Punkten auf der Erde wird durch einen Teil dargestellt von... ^q5

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q5) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q5) - A) Einer Loxodrome. - B) Einem Kleinkreis - C) Einem Breitengrad. - D) Einem Grosskreis. Richtig: D)

Erklärung: Ein Grosskreis ist jeder Kreis, dessen Ebene durch den Erdmittelpunkt verläuft, und der Bogen eines Grosskreises zwischen zwei Punkten ist der kurzest mögliche Weg entlang der Erdoberfläche (die Geodate). Breitengrade (ausser dem Äquator) und Loxodromen sind keine Grosskreise und stellen nicht den kurzesten Weg dar. Langstreckenflugzeugstrecken werden entlang von Grosskreisstrecken geplant, um Treibstoff und Zeit zu minimieren.

Q6: Der Erdumfang am Äquator beträgt ungefähr... Siehe Abbildung (NAV-002) ^q6

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q6) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q6)

Erdglobus

Erklärung: Der Äquator umspannt 360 Längengrade, und jeder Längengrad am Äquator entspricht 60 NM (da 1 NM = 1 Bogenminute auf einem Grosskreis). Daher: 360° x 60 NM = 21.600 NM. In Kilometern beträgt der Erdumfang am Äquator etwa 40.075 km - Option D hat also die richtige Zahl, aber die falsche Einheit. Diese Beziehung (1° = 60 NM am Äquator) ist grundlegend für Navigationsberechnungen.

Q7: Wie gross ist der Breitenunterschied zwischen A (12°53'30''N) und B (07°34'30''S)? ^q7

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q7) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q7) - A) .05,19° - B) .20,28° - C) .05°19'00'' - D) .20°28'00'' Richtig: D)

Erklärung: Wenn zwei Punkte auf verschiedenen Seiten des Äquators liegen, ist der Breitenunterschied die Summe ihrer jeweiligen Breiten. Hier: 12°53'30''N + 07°34'30''S = 20°28'00''. Minuten umrechnen: 53'30'' + 34'30'' = 88'00'' = 1°28'00'', also 12° + 7° + 1°28' = 20°28'00''. Breitengrade werden immer addiert, wenn sie auf entgegengesetzten Hemispharen (N und S) liegen.

Q8: Wo befinden sich die beiden Polarkreise? ^q8

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q8) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q8) - A) 23,5° nördlich und südlich der Pole - B) 23,5° nördlich und südlich des Äquators - C) Auf dem Breitengrad 20,5°S und 20,5°N - D) 20,5° südlich der Pole Richtig: A)

Erklärung: Der Arktische Polarkreis liegt bei etwa 66,5°N und der Antarktische Polarkreis bei 66,5°S - das sind 90° - 23,5° = 66,5°, womit sie 23,5° von ihren jeweiligen geografischen Polen entfernt sind. Dieser 23,5°-Versatz entspricht direkt der Achsenneigung der Erde. Die Wendekreise des Krebses und des Steinbocks (Option B) liegen 23,5° vom Äquator entfernt.

Q9: Wie gross ist die Entfernung zwischen den Breitengraden 48°N und 49°N entlang eines Meridians? ^q9

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q9) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q9) - A) 60 NM - B) 111 NM - C) 1 NM - D) 10 NM Richtig: A)

Erklärung: Entlang eines Meridians (Längengradlinie) entspricht 1 Breitengrad immer 60 Seemeilen. Dies liegt daran, dass Meridiane Grosskreise sind und 1 NM als 1 Bogenminute eines Bogens auf einem Grosskreis definiert ist. Der 111-km-Wert (Option B) ist das Äquivalent in Kilometern, nicht in Seemeilen. Diese 60-NM-pro-Grad-Beziehung ist ein Eckpfeiler von Navigationsberechnungen.

Q10: Welche Entfernung entspricht einem Grad Breitenunterschied entlang eines beliebigen Längengrades? ^q10

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q10) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q10) - A) 30 NM - B) 60 km - C) 60 NM - D) 1 NM Richtig: C)

Erklärung: Ein Breitengrad = 60 Bogenminuten, und da 1 NM genau 1 Bogenminute des Breitengrades entlang eines Meridians entspricht, ergibt 1° Breite = 60 NM. Diese Beziehung gilt entlang eines beliebigen Meridians, da alle Meridiane Grosskreise sind. In SI-Einheiten beträgt 1° Breite ca. 111 km, nicht 60 km wie in Option B angegeben.

Q11: Punkt A auf der Erdoberfläche liegt genau auf dem Breitenkreis 47°50'27''N. Welcher Punkt liegt genau 240 NM nördlich von A? ^q11

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q11) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q11) - A) 53°50'27''N - B) 49°50'27''N - C) 51°50'27''N - D) 43°50'27''N Richtig: C)

Erklärung: Umrechnung von 240 NM in Breitengrade: 240 NM / 60 NM pro Grad = 4°. Addition von 4° zu 47°50'27''N ergibt 51°50'27''N. Bewegung nach Norden erhöht den Breitengrad. Option A wurden 6° (360 NM) erfordern, und Option B wurden nur 2° (120 NM) erfordern.

Q12: Wie gross ist die Entfernung zwischen den beiden Längengraden 150°E und 151°E entlang des Äquators? ^q12

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q12) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q12) - A) 111 NM - B) 60 km - C) 1 NM - D) 60 NM Richtig: D)

Erklärung: Am Äquator werden Meridiane durch Grosskreisbogen getrennt, und 1° Lange am Äquator entspricht 60 NM - genauso wie 1° Breite entlang eines beliebigen Meridians, da der Äquator ebenfalls ein Grosskreis ist. Bei höheren Breiten nimmt die Entfernung zwischen Meridianen ab (multipliziert mit cos(Breite)), aber am Äquator beträgt sie genau 60 NM pro Grad.

Q13: Wie gross ist die Grosskreisentfernung zwischen zwei Punkten A und B am Äquator, wenn der Unterschied zwischen den beiden zugehorigen Meridianen genau ein Längengrad beträgt? ^q13

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q13) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q13) - A) 400 NM - B) 120 NM - C) 216 NM - D) 60 NM Richtig: D)

Erklärung: Der Äquator selbst ist ein Grosskreis, daher beträgt die Grosskreisentfernung zwischen zwei Punkten am Äquator, die durch 1° Lange getrennt sind, einfach 60 NM (1° x 60 NM/Grad). Dies ist dasselbe Prinzip wie beim Messen entlang eines Meridians. Verwechslungen entstehen, wenn man km statt NM berechnet - 1° ≈ 111 km am Äquator, aber die Frage fragt nach NM.

Q14: Angenommen, zwei beliebige Punkte A und B auf demselben Breitenkreis, aber nicht am Äquator. Punkt A liegt auf 010°E und Punkt B auf 020°E. Die Loxodromendistanz zwischen A und B beträgt immer... ^q14

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q14) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q14) - A) Weniger als 300 NM. - B) Weniger als 600 NM. - C) Mehr als 600 NM. - D) Mehr als 300 NM. Richtig: B)

Erklärung: Die Loxodromendistanz zwischen Punkten auf demselben Breitenkreis beträgt: 10° x 60 NM x cos(Breite). Da cos(Breite) für jede Breite ausser dem Äquator (wo er genau 60 NM x 10 = 600 NM ergibt) immer kleiner als 1 ist, ist die Loxodromendistanz immer strikt kleiner als 600 NM. Am Äquator wurde sie 600 NM betragen, aber da sie ausdrucklich "nicht am Äquator" sind, ist die Entfernung immer kleiner als 600 NM.

Q15: Welchem Zeitunterschied entspricht es, wenn die Sonne 20° Lange zurücklegt? ^q15

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q15) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q15) - A) 1:00 h - B) 0:40 h - C) 0:20 h - D) 1:20 h Richtig: D)

Erklärung: Die Erde dreht sich in 24 Stunden um 360°, also 15° pro Stunde oder 1° alle 4 Minuten. Für 20° Lange: 20 x 4 Minuten = 80 Minuten = 1 Stunde 20 Minuten. Alternativ: 20° / 15°/h = 1,333 h = 1:20 h. Diese Beziehung (15°/Stunde oder 4 min/Grad) ist unerlässlich für Zeitzonenberechnungen und die Bestimmung des Sonnenmittags.

Q16: Welchem Zeitunterschied entspricht es, wenn die Sonne 10° Lange zurücklegt? ^q16

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q16) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q16) - A) 0:04 h - B) 1:00 h - C) 0:40 h - D) 0:30 h Richtig: C)

Erklärung: Nach demselben Prinzip wie Q15: Die Erde dreht sich 15° pro Stunde, also entsprechen 10° einem Zeitraum von 10/15 Stunden = 2/3 Stunde = 40 Minuten = 0:40 h. Option A (4 Minuten) wäre die Zeit für nur 1° Lange. Option D (30 Minuten) wurde 7,5° Lange entsprechen.

Q17: Die Sonne legt 10° Lange zurück. Welcher Zeitunterschied ergibt sich? ^q17

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q17) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q17) - A) 0,66 h - B) 0,4 h - C) 1 h - D) 0,33 h Richtig: A)

Erklärung: Dies ist dieselbe Berechnung wie Q16, aber als Dezimalbruch einer Stunde ausgedrückt: 10° / 15°/h = 0,6667 h ≈ 0,66 h (40 Minuten in Dezimalstunden). Hinweis: Q16 und Q17 stellen scheinbar dieselbe Frage, erwarten aber unterschiedliche Antwortformate - Q16 erwartet 0:40 h (40 Minuten) während Q17 0,66 h (das dezimale Äquivalent) erwartet. Beide repräsentieren denselben Zeitunterschied von 40 Minuten.

Q18: Mit der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) als UTC+2, welcher UTC-Zeit entspricht 1600 MESZ? ^q18

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q18) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q18) - A) 1600 UTC. - B) 1700 UTC. - C) 1500 UTC. - D) 1400 UTC. Richtig: D)

Erklärung: UTC+2 bedeutet, dass MESZ 2 Stunden vor UTC liegt. Zur Umrechnung von Ortszeit in UTC wird der Versatz subtrahiert: 1600 MESZ - 2 Stunden = 1400 UTC. Eine einfache Eselsbrücke: "Zur Ermittlung von UTC, positiven Versatz subtrahieren." Dies ist in der Luftfahrt entscheidend, da alle Flugpläne, ATC-Kommunikationen und NOTAMs UTC verwenden, unabhängig von der lokalen Zeitzone.

Q19: UTC ist... ^q19

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q19) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q19) - A) Eine Zonenzeit - B) Die mittlere Ortszeit an einem bestimmten Punkt auf der Erde. - C) Eine in der Luftfahrt obligatorisch verwendete Zeit. - D) Eine Ortszeit in Mitteleuropa. Richtig: C)

Erklärung: Die koordinierte Weltzeit (UTC) ist die verbindliche Zeitreferenz für alle internationalen Luftfahrtoperationen - Flugpläne, ATC-Kommunikationen, Wetterberichte (METARs/TAFs) und NOTAMs verwenden alle UTC, um Verwechslungen durch Zeitzonenunterschiede zu vermeiden. Es ist weder eine Zonen- noch eine Ortszeit, und sie ist an keinen geografischen Ort gebunden (obwohl sie der Greenwich Mean Time nahe kommt).

Q20: Mit der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) als UTC+1, welcher UTC-Zeit entspricht 1700 MEZ? ^q20

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q20) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q20) - A) 1500 UTC. - B) 1700 UTC. - C) 1800 UTC. - D) 1600 UTC. Richtig: D)

Erklärung: MEZ ist UTC+1, d.h. sie ist 1 Stunde vor UTC. Zur Umrechnung in UTC wird der Versatz subtrahiert: 1700 MEZ - 1 Stunde = 1600 UTC. Die Schweiz verwendet MEZ (UTC+1) im Winter und MESZ (UTC+2) im Sommer - die Kenntnis des aktuellen Versatzes ist beim Einreichen von Flugplänen oder beim Lesen von NOTAMs unerlässlich.

Q21: Wien (LOWW) liegt auf 016°34'E, Salzburg (LOWS) auf 013°00'E. Der Breitengrad beider Positionen kann als gleich angesehen werden. Wie gross ist der Unterschied der Sonnenauf- und -untergangszeiten in UTC zwischen Wien und Salzburg? (2,00 P.) ^q21

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q21) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q21) - A) In Wien ist der Sonnenaufgang 4 Minuten später und der Sonnenuntergang 4 Minuten früher als in Salzburg - B) Sonnenaufgang und -untergang sind in Wien etwa 14 Minuten früher als in Salzburg - C) Sonnenaufgang und -untergang sind in Wien etwa 4 Minuten später als in Salzburg - D) In Wien ist der Sonnenaufgang 14 Minuten früher und der Sonnenuntergang 14 Minuten später als in Salzburg Richtig: B)

Erklärung: Der Längenunterschied beträgt 016°34' - 013°00' = 3°34' ≈ 3,57°. Bei 4 Minuten pro Grad ergibt das ungefähr 14,3 Minuten ≈ 14 Minuten. Wien liegt östlich von Salzburg, sodass die Sonne Wien früher erreicht - sowohl Sonnenaufgang als auch -untergang erfolgen in Wien (in UTC gemessen) etwa 14 Minuten früher. Lokale Zeitzonen verschleiern diesen Unterschied, aber in UTC sehen östlichere Orte Sonnenereignisse immer zuerst.

Q22: Der Begriff 'Bürgerliche Dämmerung' ist definiert als... ^q22

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q22) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q22) - A) Der Zeitraum vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang, in dem der Mittelpunkt der Sonnenscheibe 6 Grad oder weniger unter dem scheinbaren Horizont steht. - B) Der Zeitraum vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang, in dem der Mittelpunkt der Sonnenscheibe 6 Grad oder weniger unter dem währen Horizont steht. - C) Der Zeitraum vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang, in dem der Mittelpunkt der Sonnenscheibe 12 Grad oder weniger unter dem währen Horizont steht. - D) Der Zeitraum vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang, in dem der Mittelpunkt der Sonnenscheibe 12 Grad oder weniger unter dem scheinbaren Horizont steht. Richtig: B)

Erklärung: Die bürgerliche Dämmerung ist der Zeitraum, in dem das Sonnenzentrum zwischen 0° und 6° unter dem währen (geometrischen) Horizont steht - es herrscht noch ausreichend natürliches Licht für die meisten Aussenaktivitäten ohne künstliche Beleuchtung. Der wahre Horizont (geometrisch) wird in der formalen Definition verwendet, nicht der scheinbare Horizont (der durch Strahlenbrechung beeinflusst wird). Die nautische Dämmerung verwendet 12°, die astronomische Dämmerung 18° unter dem währen Horizont. In Luftfahrtvorschriften definiert die bürgerliche Dämmerung oft die Grenze für Tag-/Nacht-VFR-Betrieb.

Q23: Gegeben: WCA: -012°; TH: 125°; MC: 139°; DEV: 002°E. Wie gross sind: TC, MH und CH? (2,00 P.) ^q23

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q23) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q23) - A) TC: 113°. MH: 127°. CH: 129°. - B) TC: 137°. MH: 127°. CH: 125°. - C) TC: 137°. MH: 139°. CH: 125°. - D) TC: 113°. MH: 139°. CH: 129°. Richtig: B)

Erklärung: Die Kurskette funktioniert wie folgt: TC -> (WCA anwenden) -> TH -> (Missweissung anwenden) -> MH -> (Deviation anwenden) -> CH. Mit TH = 125° und WCA = -12° gilt: TC = TH - WCA = 125° - (-12°) = 137°. Für MH: MC = MH + WCA, also MH = MC - WCA = 139° - 12° = 127°. Für CH: DEV = 002°E bedeutet, der Kompass zeigt 2° zu viel an, also CH = MH - DEV = 127° - 2° = 125°. Negativer WCA bedeutet Wind von rechts, was eine Linkskorrektur beim Kurs erfordert.

Q24: Gegeben: TC: 179°; WCA: -12°; VAR: 004° E; DEV: +002°. Wie gross sind MH und MC? ^q24

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q24) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q24) - A) MH: 163°. MC: 175°. - B) MH: 167°. MC: 161° - C) MH: 163°. MC: 161°. - D) MH: 167°. MC: 175°. Richtig: A)

Erklärung: TH = TC + WCA = 179° + (-12°) = 167°. Dann MH = TH - VAR (E wird subtrahiert): MH = 167° - 4° = 163°. Für MC: MC = TC - VAR = 179° - 4° = 175°. Ostliche Missweissung wird subtrahiert bei der Umrechnung von Wahr nach Magnetisch ("Ost ist am wenigsten"). Das Ergebnis ist MH = 163° und MC = 175°.

Q25: Der Winkel zwischen dem währen Kurs und dem währen Steuerkurs wird bezeichnet als... ^q25

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q25) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q25) - A) Missweissung. - B) Inklination. - C) Deviation. - D) WCA. Richtig: D)

Erklärung: Der Windkorrekturwinkel (WCA) ist der Winkelunterschied zwischen dem währen Kurs (die Richtung der beabsichtigten Bodenstrecke) und dem währen Steuerkurs (die Richtung, in die die Nase des Flugzeugs zeigt). Ein Seitenwind erfordert, dass der Pilot die Nase in den Wind dreht, wodurch ein Unterschied zwischen Steuerkurs und Kurs entsteht - dieser Versatzwinkel ist der WCA. Er ist weder die Missweissung (Wahr-zu-Magnetisch-Unterschied) noch die Deviation (Magnetisch-zu-Kompass-Unterschied).

Q26: Der Winkel zwischen dem magnetischen Kurs und dem währen Kurs wird bezeichnet als... ^q26

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q26) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q26) - A) WCA. - B) Missweissung - C) Inklination. - D) Deviation. Richtig: B)

Erklärung: Die Missweissung (auch magnetische Deklination genannt) ist der Winkel zwischen dem geografischen Norden (geographisch) und dem magnetischen Norden an einem bestimmten Ort, der einen Unterschied zwischen dem währen Kurs und dem magnetischen Kurs erzeugt. Die Missweissung ändert sich mit dem Ort und im Laufe der Zeit, da sich die magnetischen Pole verschieben. Die Deviation ist der Fehler, der durch das eigene Magnetfeld des Flugzeugs im Kompass entsteht und den Unterschied zwischen magnetischem Norden und Kompassnorden beeinflusst.

Q27: Der Begriff 'magnetischer Kurs' (MC) ist definiert als... ^q27

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q27) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q27) - A) Die Richtung von einem beliebigen Punkt auf der Erde zum magnetischen Nordpol. - B) Der Winkel zwischen dem magnetischen Norden und der Kurslinie. - C) Der Winkel zwischen dem geografischen Norden und der Kurslinie. - D) Die Richtung von einem beliebigen Punkt auf der Erde zum geografischen Nordpol. Richtig: B)

Erklärung: Der magnetische Kurs ist die Richtung des beabsichtigten Flugwegs (Kurslinie), gemessen im Uhrzeigersinn vom magnetischen Norden. Er unterscheidet sich vom währen Kurs durch die lokale Missweissung. Piloten verwenden den magnetischen Kurs, weil Flugzeugkompasse auf den magnetischen Norden zeigen, wodurch magnetische Referenzen für die Navigation ohne zusätzliche Korrekturen direkt verwendbar sind.

Q28: Der Begriff 'wahrer Kurs' (TC) ist definiert als... ^q28

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q28) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q28) - A) Die Richtung von einem beliebigen Punkt auf der Erde zum magnetischen Nordpol. - B) Die Richtung von einem beliebigen Punkt auf der Erde zum geografischen Nordpol. - C) Der Winkel zwischen dem magnetischen Norden und der Kurslinie. - D) Der Winkel zwischen dem geografischen Norden und der Kurslinie. Richtig: D)

Erklärung: Der wahre Kurs ist der im Uhrzeigersinn vom geografischen (währen) Norden bis zur beabsichtigten Flugstrecke (Kurslinie) gemessene Winkel. Er wird aus aeronautischen Karten bestimmt, die auf den geografischen Norden ausgerichtet sind. Um einen währen Kurs zu fliegen, müssen Piloten die Missweissung anwenden, um den magnetischen Kurs zu erhalten, und dann den Windkorrekturwinkel, um den währen Steuerkurs zu erhalten, den sie fliegen müssen.

Q29: Gegeben: TC: 183°; WCA: +011°; MH: 198°; CH: 200°. Wie gross sind TH und VAR? (2,00 P.) ^q29

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q29) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q29) - A) TH: 194°. VAR: 004° E - B) TH: 194°. VAR: 004° W - C) TH: 172°. VAR: 004° W - D) TH: 172°. VAR: 004° E Richtig: B)

Erklärung: TH = TC + WCA = 183° + 11° = 194°. Für die Missweissung: VAR ist der Unterschied zwischen TC und MC bzw. zwischen TH und MH. MH = 198°, TH = 194°, also beträgt der Unterschied 4°. Da MH > TH, liegt der magnetische Norden östlich des geografischen Nordens, was bedeutet, dass die Missweissung West ist (westliche Missweissung addiert zu Wahr, um Magnetisch zu erhalten: MH = TH + VAR, also 198° = 194° + 4°W). Eselsbrücke: "West ist am besten" - westliche Missweissung wird von Wahr zu Magnetisch addiert.

Q30: Gegeben: TC: 183°; WCA: +011°; MH: 198°; CH: 200°. Wie gross sind TH und DEV? (2,00 P.) ^q30

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q30) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q30) - A) TH: 172°. DEV: +002°. - B) TH: 172°. DEV: -002°. - C) TH: 194°. DEV: -002°. - D) TH: 194°. DEV: +002°. Richtig: C)

Erklärung: TH = TC + WCA = 183° + 11° = 194°. Für die Deviation: DEV = CH - MH = 200° - 198° = +2°. Die Vorzeichenkonvention für die Deviation variiert jedoch - wenn DEV als das definiert wird, was man von CH subtrahiert, um MH zu erhalten, dann ist DEV = -2°. Hier ist CH = 200° > MH = 198°, was bedeutet, dass der Kompass 2° mehr als Magnetisch anzeigt, also DEV = -2° (der Kompass ist nach Osten abgelenkt und erfordert eine negative Korrektur). Das Ergebnis ist TH: 194°, DEV: -002°.

Q31: Gegeben: TC: 183°; WCA: +011°; MH: 198°; CH: 200°. Wie gross sind VAR und DEV? (2,00 P.) ^q31

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q31) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q31) - A) VAR: 004° E. DEV: -002°. - B) VAR: 004° W. DEV: +002°. - C) VAR: 004° E. DEV: +002°. - D) VAR: 004° W. DEV: -002°. Richtig: D)

Erklärung: Aus Q29: VAR = 4° W (MH 198° > TH 194°, also westliche Missweissung). Aus Q30: DEV = -002° (CH 200° > MH 198°, Kompass zeigt zu hoch, negativer Deviationswert erforderlich). Die vollständige Kurskette für dieses Problem lautet: TC 183° -> (+11° WCA) -> TH 194° -> (+4° W VAR) -> MH 198° -> (+2° DEV) -> CH 200°. Diese drei Fragen (Q29, Q30, Q31) verwenden alle denselben Datensatz und prüfen verschiedene Teile der Kursumrechnungskette.

Q32: Wo erreicht die Inklination ihren niedrigsten Wert? ^q32

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q32) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q32) - A) Am geografischen Äquator - B) Am magnetischen Äquator - C) An den geografischen Polen - D) An den magnetischen Polen Richtig: B)

Erklärung: Die magnetische Inklination (Dip) ist der Winkel, unter dem die Erdmagnetfeldlinien die Horizontalebene schneiden. Am magnetischen Äquator (der "aklinen Linie") sind die Feldlinien horizontal, und der Neigungswinkel beträgt 0° - der niedrigst mögliche Wert. An den magnetischen Polen sind die Feldlinien vertikal (Inklination = 90°). Der magnetische Äquator fällt nicht mit dem geografischen Äquator zusammen.

Q33: Der Winkel zwischen dem Kompassnord und dem magnetischen Norden wird bezeichnet als... ^q33

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q33) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q33) - A) WCA - B) Inklination. - C) Deviation. - D) Missweissung. Richtig: C)

Erklärung: Die Deviation ist der Fehler in einem Magnetkompass, der durch das eigene Magnetfeld des Flugzeugs (durch elektrische Ausrüstung, Metallstruktur, Avionik) verursacht wird. Sie wird als Winkelunterschied zwischen dem magnetischen Norden (was der Kompass anzeigen sollte) und dem Kompassnorden (was er tatsächlich anzeigt) ausgedrückt. Die Deviation variiert mit dem Kurs des Flugzeugs und wird auf einer Deviationskarte festgehalten, die in der Nähe des Instruments angebracht ist.

Q34: Welche Richtung entspricht dem 'Kompassnord' (CN)? ^q34

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q34) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q34) - A) Der nordlichste Teil des Magnetkompasses im Flugzeug, an dem die Ablesung vorgenommen wird - B) Die Richtung, auf die sich der Direktablesungskompass aufgrund der magnetischen Felder der Erde und des Flugzeugs ausrichtet - C) Der Winkel zwischen dem Flugzeugkurs und dem magnetischen Norden - D) Die Richtung von einem beliebigen Punkt auf der Erde zum geografischen Nordpol Richtig: B)

Erklärung: Kompassnord ist die Richtung, auf die die Kompassnadel tatsächlich zeigt, die durch die kombinierte Wirkung des Erdmagnetfelds UND eventueller lokaler magnetischer Störungen durch das Flugzeug selbst bestimmt wird. Aufgrund dieser flugzeugbedingten Deviation unterscheidet sich der Kompassnord vom magnetischen Norden. Der Kompass zeigt diese resultierende Richtung an, nicht den reinen magnetischen Norden - daher die Notwendigkeit einer Deviationskorrekturkarte.

Q35: Der Begriff 'Isogone' oder 'isogonale Linie' ist definiert als eine Linie auf einer aeronautischen Karte, die alle Punkte mit demselben Wert von... verbindet ^q35

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q35) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q35) - A) Kurs. - B) Deviation - C) Missweissung. - D) Inklination. Richtig: C)

Erklärung: Isogonen (auch Isogonalen genannt) verbinden alle Punkte auf der Erde, die denselben Wert der Missweissung aufweisen. Sie sind auf aeronautischen Karten eingezeichnet, damit Piloten die lokale Missweissung an ihrer Position ablesen und zwischen währen und magnetischen Kursen umrechnen können. Die Agonale ist der Sonderfall, bei dem die Missweissung = 0° ist. Linien gleicher magnetischer Inklination werden isokline Linien genannt; Linien gleicher Feldintensitat sind isodynamische Linien.

Q36: Der Begriff 'Agonale' ist definiert als eine Linie auf der Erde oder auf einer aeronautischen Karte, die alle Punkte mit dem... verbindet ^q36

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q36) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q36) - A) Kurs von 0°. - B) Deviation von 0°. - C) Inklination von 0°. - D) Missweissung von 0°. Richtig: D)

Erklärung: Die Agonale ist eine spezielle Isogone, bei der die Missweissung null ist - d.h. geografischer Norden und magnetischer Norden fallen entlang dieser Linie zusammen. Flugzeuge, die entlang der Agonalen fliegen, müssen keine Mischkorrektur anwenden; wahrer Kurs entspricht dem magnetischen Kurs. Es gibt derzeit zwei Hauptagonalen auf der Erde, die durch Nordamerika und durch Teile Asiens/Australiens verlaufen.

Q37: Welche sind die offiziellen Grundeinheiten für horizontale Entfernungen in der aeronautischen Navigation und ihre Abkurzungen? ^q37

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q37) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q37) - A) Seemeilen (NM), Kilometer (km) - B) Landmeilen (SM), Seemeilen (NM) - C) Yards (yd), Meter (m) - D) Fuss (ft), Zoll (in) Richtig: A)

Erklärung: In der internationalen Luftfahrt werden horizontale Entfernungen offiziell in Seemeilen (NM) und Kilometern (km) gemessen. Die Seemeile wird für die Navigation bevorzugt, weil sie direkt mit dem Winkelmesssystem zusammenhängt (1 NM = 1 Bogenminute des Breitengrades). Kilometer werden ebenfalls verwendet, insbesondere in einigen Ländern und auf bestimmten Karten. Fuss und Meter werden für vertikale Abstände (Höhe/Höhe) verwendet, nicht für horizontale Entfernungen.

Q38: 1000 ft entsprechen... ^q38

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q38) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q38) - A) 300 m. - B) 3000 m. - C) 30 km. - D) 30 m. Richtig: A)

Erklärung: 1 Fuss = 0,3048 Meter, also 1000 ft = 304,8 m ≈ 300 m. Die schnelle Umrechnungsregel lautet: Fuss x 0,3 ≈ Meter, oder aquivalent aus der Prüfungstabelle: m = ft x 3 / 10. Diese Naherung ist für die praktische Navigation ausreichend genau. Für Prüfungszwecke: 1000 ft ≈ 300 m, 3000 ft ≈ 900 m, 10.000 ft ≈ 3000 m.

Q39: 5500 m entsprechen... ^q39

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q39) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q39) - A) 18000 ft. - B) 30000 ft. - C) 7500 ft. - D) 10000 ft. Richtig: A)

Erklärung: Umrechnung ft = m x 10 / 3 (aus der Prüfungstabelle): 5500 x 10 / 3 = 55000 / 3 ≈ 18.333 ft ≈ 18.000 ft. Alternativ: 1 m ≈ 3,281 ft, also 5500 m x 3,281 ≈ 18.046 ft ≈ 18.000 ft. Diese Höhe ist im europäischen Luftraum bedeutsam, da sie ungefähr FL180 entspricht (Untergrenze des Class-A-Luftraums in einigen Regionen).

Q40: Was könnte ein Grund für die Änderung der Pistenbezeichnungen an Flugplätzen sein (z.B. von Piste 06 auf Piste 07)? ^q40

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q40) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q40) - A) Die Missweissung des Pistenstandorts hat sich geandert - B) Die Deviation des Pistenstandorts hat sich geandert - C) Die wahre Richtung der Pistenausrichtung hat sich geandert - D) Die Richtung des Anflugweges hat sich geandert Richtig: A)

Erklärung: Pistennummern basieren auf dem magnetischen Kurs der Piste, gerundet auf die nächste 10°-Stelle und durch 10 geteilt. Da der magnetische Nordpol sich langsam im Laufe der Zeit verschiebt, ändert sich die lokale Missweissung - selbst wenn die physische Piste sich nicht bewegt hat, ändert sich ihr magnetisches Azimut. Wenn diese Änderung gross genug ist, um die gerundete Bezeichnung zu verschieben (z.B. von 055° auf 065°), wird die Piste umbenannt (von "06" auf "07"). Grösse Flughafen aktualisieren periodisch die Pistenbezeichnungen aus diesem Grund.

Q41: Elektronische Geräte an Bord eines Flugzeugs haben Einfluss auf den... ^q41

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q41) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q41) - A) Direktablesungskompass. - B) Fahrtmesser. - C) Wendezeiger - D) Kunsthorizont. Richtig: A)

Erklärung: Der Direktablesungs-(Magnet-)kompass ist empfindlich gegenüber jedem Magnetfeld, einschliesslich solcher, die durch elektrische Ausrüstung, Avionik und Metallkomponenten im Flugzeug erzeugt werden. Diese Störung wird als Deviation bezeichnet. Elektronische Geräte, die Strom verbrauchen, erzeugen elektromagnetische Felder, die die Kompassnadel ablenken können. Deshalb müssen Piloten die Deviation auf einer Kompasskarte vermerken und Kompasse werden so weit wie möglich von Störquellen entfernt montiert.

Q42: Welche Eigenschaften hat eine Mercator-Karte? ^q42

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q42) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q42) - A) Der Massstab ist konstant, Grosskreise sind als gekrümmte Linien dargestellt, Loxodromen sind als gerade Linien dargestellt - B) Der Massstab nimmt mit dem Breitengrad zu, Grosskreise sind als gekrümmte Linien dargestellt, Loxodromen sind als gerade Linien dargestellt - C) Der Massstab nimmt mit dem Breitengrad zu, Grosskreise sind als gerade Linien dargestellt, Loxodromen sind als gekrümmte Linien dargestellt - D) Der Massstab ist konstant, Grosskreise sind als gerade Linien dargestellt, Loxodromen sind als gekrümmte Linien dargestellt Richtig: B)

Erklärung: Die Mercator-Projektion ist eine zylindrische winkeltreue Projektion, bei der Meridiane und Breitenkreise gerade Linien sind, die sich rechtwinklig schneiden. Loxodromen (Kurse mit konstantem Azimut) erscheinen als gerade Linien - was sie für die Navigation mit konstantem Kurs nutzlich macht. Der Massstab nimmt jedoch mit dem Breitengrad zu (Gronland erscheint so gross wie Afrika) und Grosskreise erscheinen als gekrümmte Linien. Es ist keine flachengleiche Projektion und eignet sich nicht für die Navigation in hohen Breiten.

Q43: Wie werden Loxodromen und Grosskreise auf einer direkten Mercator-Karte dargestellt? ^q43

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q43) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q43) - A) Loxodromen: gerade Linien. Grosskreise: gekrümmte Linien - B) Loxodromen: gerade Linien. Grosskreise: gerade Linien - C) Loxodromen: gekrümmte Linien. Grosskreise: gerade Linien - D) Loxodromen: gekrümmte Linien. Grosskreise: gekrümmte Linien Richtig: A)

Erklärung: Auf einer Mercator-Karte erscheinen Loxodromen (Kurse mit konstantem Kompassazimut) als gerade Linien, weil die Karte so konstruiert ist, dass Meridiane parallele vertikale Linien und Breitenkreise horizontale Linien sind - jede Linie, die Meridiane unter einem konstanten Winkel schneidet (eine Loxodrome), ist daher gerade. Grosskreise, die dem kurzesten Weg auf dem Globus folgen, biegen sich bei der Projektion auf die Mercator-Karte in Richtung der Pole und erscheinen daher als gekrümmte Linien (nach dem nächstgelegenen Pol hin gebogen).

Q44: Welche Eigenschaften hat eine Lambert-Kegelkarte? ^q44

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q44) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q44) - A) Die Karte ist winkeltreu und eine flachengleiche Projektion - B) Grosskreise sind als gerade Linien dargestellt und die Karte ist eine flachengleiche Projektion - C) Loxodromen sind als gerade Linien dargestellt und die Karte ist winkeltreu - D) Die Karte ist winkeltreu und nahezu massstabsgetreu Richtig: D)

Erklärung: Die konforme Lambert-Kegelprojektion ist der Standard für aeronautische Karten (einschliesslich ICAO-Karten in Europa). Sie ist winkeltreu (Winkel und Formen werden lokal erhalten), nahezu massstabsgetreu zwischen ihren zwei Standardbreitengraden und Grosskreise sind annahernd gerade Linien (was sie hervorragend für das Plotten direkter Strecken macht). Sie ist KEINE flachengleiche Projektion. Die Schweizer ICAO-Karte 1:500.000 verwendet diese Projektion.

Q45: Die Entfernung zwischen zwei Flughafen beträgt 220 NM. Auf einer aeronautischen Navigationskarte misst der Pilot für diese Entfernung 40,7 cm. Der Kartenmassstab beträgt... ^q45

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q45) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q45) - A) 1 : 500000 - B) 1 : 1000000. - C) 1 : 250000. - D) 1 : 2000000. Richtig: B)

Erklärung: Umrechnung von 220 NM in Zentimeter: 220 NM x 1852 m/NM = 407.440 m = 40.744.000 cm. Massstab = Kartendistanz / Realdistanz = 40,7 cm / 40.744.000 cm = 1 / 1.000.835 ≈ 1 : 1.000.000. Die ICAO-Karte der Schweiz, die bei der SPL-Prüfung verwendet wird, hat einen Massstab von 1:500.000; die Berechnung des Kartenmassstabs aus gemessenen und tatsächlichen Entfernungen ist eine Standardprufungsfahigkeit.

Q46: Wie gross ist die Entfernung vom VOR Bruenkendorf (BKD) (53°02'N, 011°33'E) bis Pritzwalk (EDBU) (53°11'N, 12°11'E)? ^q46

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q46) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q46)

Hinweis: Diese Frage bezieht sich ursprunglich auf den Kartenausschnitt NAV-031 im Bereich um das BKD VOR. Die Antwort kann aus den Koordinaten mit der Abflugsformel berechnet werden. - A) 24 NM - B) 42 NM - C) 24 km - D) 42 km Richtig: A)

Erklärung: Beide Punkte befinden sich auf nahezu demselben Breitengrad (~53°N), daher kann die Entfernung mit der Abflugsformel abgeschatzt werden. Der Längenunterschied beträgt 12°11' - 11°33' = 38' Lange. Auf dem Breitengrad 53°N beträgt die Entfernung pro Längengrad = 60 NM x cos(53°) ≈ 60 x 0,602 ≈ 36,1 NM/Grad, also 38' = 0,633° x 36,1 ≈ 22,9 NM. Der Breitenunterschied fugt eine kleine Komponente hinzu. Die Kartenmessung bestatigt ungefähr 24 NM, was Option A korrekt macht.

Q47: Eine Entfernung von 7,5 cm auf einer aeronautischen Karte entspricht einer Entfernung von 60,745 NM in der Realitat. Wie gross ist der Kartenmassstab? ^q47

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q47) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q47) - A) 1 : 500000 - B) 1 : 1500000 - C) 1 : 1000000 - D) 1 : 150000 Richtig: B)

Erklärung: Umrechnung von 60,745 NM in cm: 60,745 x 1852 m/NM = 112.499 m = 11.249.900 cm. Massstab = 7,5 / 11.249.900 ≈ 1 / 1.499.987 ≈ 1 : 1.500.000. Dies ist ein weniger gebrauchlicher Kartenmassstab - zum Vergleich: die in der Schweiz verwendete ICAO-Karte hat einen Massstab von 1:500.000.

Q48: Für einen kurzen Flug von A nach B entnimmt der Pilot einer aeronautischen Karte folgende Informationen: Wahrer Kurs: 245°. Missweissung: 7° W. Der magnetische Kurs (MC) entspricht... ^q48

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q48) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q48) - A) 238°. - B) 245°. - C) 252°. - D) 007°. Richtig: C)

Erklärung: Bei westlicher Missweissung liegt der magnetische Norden westlich des geografischen Nordens, d.h. magnetische Peilungen sind grösser (höher) als wahre Peilungen. Die Regel "West ist am besten, Ost ist am wenigsten" bedeutet: Westliche Missweissung addieren, um von Wahr zu Magnetisch zu gelangen. MC = TC + VAR(W) = 245° + 7° = 252°. Alternativ: MC = TC - VAR(E), also für westliche Missweissung (negatives E): MC = 245° - (-7°) = 252°.

Q49: Gegeben: Wahrer Kurs von A nach B: 250°. Grundstrecke: 210 NM. TAS: 130 kt. Gegenstromkomponente: 15 kt. Geschatzte Abflugzeit (ETD): 0915 UTC. Die geschatzte Ankunftszeit (ETA) beträgt... (2,00 P.) ^q49

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q49) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q49) - A) 1115 UTC. - B) 1005 UTC. - C) 1105 UTC. - D) 1052 UTC. Richtig: C)

Erklärung: Grundgeschwindigkeit = TAS - Gegenwind = 130 - 15 = 115 kt. Flugzeit = Entfernung / GS = 210 NM / 115 kt = 1,826 h = 1 h 49,6 min ≈ 1 h 50 min. ETA = ETD + Flugzeit = 0915 + 1:50 = 1105 UTC. Dies ist eine Standardberechnungs-Aufgabe für Zeit/Entfernung/Geschwindigkeit. Immer zuerst die Grundgeschwindigkeit berechnen, indem die Windkomponente angewendet wird, dann die Entfernung durch GS dividieren, um die Zeit zu erhalten.

Q50: Gegeben: Wahrer Kurs von A nach B: 283°. Grundstrecke: 75 NM. TAS: 105 kt. Gegenstromkomponente: 12 kt. Geschatzte Abflugzeit (ETD): 1242 UTC. Die geschatzte Ankunftszeit (ETA) beträgt... ^q50

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q50) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q50) - A) 1330 UTC - B) 1356 UTC - C) 1430 UTC - D) 1320 UTC Richtig: A)

Erklärung: Grundgeschwindigkeit = TAS - Gegenwind = 105 - 12 = 93 kt. Flugzeit = 75 NM / 93 kt = 0,806 h = 48,4 min ≈ 48 min. ETA = 1242 + 0:48 = 1330 UTC. Option B (1356) wurde einer GS von ca. 62 kt entsprechen; Option D (1320) wurde einer GS von ca. 113 kt entsprechen. Die sorgfaltige Subtraktion des Gegenwinds von TAS vor der Division ergibt das korrekte Ergebnis.


Schweizer Navigationsübungen (SFVS)

Quelle: Segelflugverband der Schweiz - SFCLTheorieNavigationVersionSchweiz_Uebungen.pdf Download: https://www.segelflug.ch/wp-content/uploads/2024/01/SFCLTheorieNavigationVersionSchweiz_Uebungen.pdf

Erlaubte Hilfsmittel bei der Prüfung: ICAO-Karte 1:500'000 Schweiz, Schweizer Segelflugkarte, Winkelmesser, Lineal, mechanischer Koppelnavigationsrechner, Kompass, nicht programmierbarer wissenschaftlicher Taschenrechner (TI-30 ECO RS empfohlen). Keine alphanumerischen oder elektronischen Navigationsrechner erlaubt.

Q51: Wann müssen wir spätestens landen? (Landetermin) ^q51

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q51) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q51) - Am 21. Juni -> 22:08 (Ortszeit) - Am 25. Marz -> 19:20 - Am 1. April -> 20:30 Referenz: eVFG RAC 4-4-1 ff (Tag-/Nachtgrenzen, UTC/MEZ/MESZ-Umrechnung)

Erklärung: Die Schweizer VFR-Vorschriften definieren das Ende des Flugtages als 30 Minuten nach dem offiziellen Sonnenuntergang (oder eine festgelegte Zeit nach der abendlichen bürgerlichen Dämmerung). Der Landetermin wird aus offiziellen Sonnenuntergangtabellen entnommen und an die anwendbare Zeitzone (MEZ = UTC+1 im Winter, MESZ = UTC+2 im Sommer) angepasst. Der 21. Juni liegt nahe der Sommersonnenwende und ergibt den spätesten Sonnenuntergang des Jahres; Marz-Daten liegen in der Standardzeit (MEZ). Aktuelle eVFG-Tabellen sollten immer überprüft werden, da diese Werte von Datum und Ort abhängig sind.

Q52: Was bedeutet die grosse Zahl 87 bei Freiburg auf der ICAO-Karte? ^q52

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q52) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q52) Richtig: MSA (Mindest-Sicherheitshöhe)

Erklärung: Auf der Schweizer ICAO-Karte 1:500.000 geben grosse, fett gedrückte Zahlen in der Nähe bestimmter Städte oder Wegpunkte die Mindest-Sicherheitshöhe (MSA) in Hunderten von Fuss für dieses Gebiet an (also bedeutet "87" 8.700 ft MSL). Die MSA bietet Hindernisabstand von mindestens 300 m (1000 ft) innerhalb eines definierten Radius. Piloten verwenden diese Werte für die Sicherheitshöhenplanung auf der Strecke, was besonders im Gebirge wie dem Schweizer Jura und den Alpen wichtig ist.

Q53: Welcher Eintrag sollte vor einem Streckenflug immer auf der Navigationskarte vorgenommen werden? ^q53

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q53) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q53) Richtig: Der TC (wahrer Kurs)

Erklärung: Vor einem Streckenflug sollte der Pilot den wahren Kurs (TC) auf der Navigationskarte mit einem Winkelmesser, der am nächstgelegenen Meridian ausgerichtet ist, messen und einzeichnen. Der TC ist die Grundlage für alle nachfolgenden Kursberechnungen: TC -> Missweissung anwenden -> MC -> Windkorrektur anwenden -> TH -> Deviation anwenden -> CH. Das Einzeichnen des TC auf der Karte gewährleistet eine konsistente Referenz während des gesamten Flugplanungsprozesses und ermöglicht die Überprüfung der Strecke im Flug.

Q54: Wie sollte ein Endanflug über navigatorisch schwierigem Gelände durchgefuhrt werden? ^q54

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q54) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q54) Richtig: Mit Zeitmassstab überwachen, bekannte Positionen auf der Karte markieren

Erklärung: Bei der Annäherung an ein Ziel über navigatorisch schwierigem Gelände (Wälder, merkmalsarme Ebenen oder komplexe Topografie) sollte der Pilot den Fortschritt anhand der verstrichenen Zeit gegenüber einem vorberechneten Zeitmassstab überwachen und bekannte Landmarks (Städte, Flüsse, Strassen) identifizieren und auf der Karte markieren. Diese Technik - im Wesentlichen Koppelnavigation mit regelmässigen Positionsbestimmungen - verhindert, dass der Pilot über das Ziel hinausfliegt oder die Orientierung verliert. In einem Segelflugzeug ohne GPS ist das Zeitmanagement entscheidend, um mit ausreichender Höhe am Ziel anzukommen.

Q55: Was bedeutet GND auf dem Deckblatt der Segelflugkarte? ^q55

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q55) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q55) Richtig: Obergrenze des LS-R für Segelflug (SF mit reduzierten Wolkenabstanden)

Erklärung: Auf dem Deckblatt der Schweizer Segelflugkarte gibt "GND" die Untergrenze (Boden) bestimmter Sperrzonen an, und der Begriff bezieht sich speziell auf die Obergrenze des LS-R (Luftraum-Segelflug-Reservate), die für Segelflugzeuge mit reduzierten Wolkenabstandsmindestmassen verfügbar sind. Diese Zonen erlauben Segelflugzeugen unter Bedingungen zu fliegen, die ansonsten Instrumentenflugregeln erfordern würden, sofern spezifische Wettermindestmasse eingehalten werden. Das Verständnis der Legende auf dem Deckblatt der Segelflugkarte ist für Schweizer Prüfungskandidaten unerlässlich.

Q56: Segelflugfrequenzen (Boden-Luft, Luft-Luft, Regionen)? ^q56

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q56) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q56) Richtig: Auf dem SF-Karten-Deckblatt aufgefuhrt

Erklärung: Das Deckblatt der Schweizer Segelflugkarte enthält eine vollständige Liste der Segelflugfrequenzen, einschliesslich Boden-Luft- und Luft-Luft-Kommunikationsfrequenzen, geordnet nach Regionen. Gebrauchliche Schweizer Segelflugfrequenzen sind 122,300 MHz (universelle Segelflugfrequenz) und regionale Varianten. Diese müssen vor dem Flug bekannt sein, da Segelflugzeuge möglicherweise miteinander und mit Bodenstationen koordinieren müssen, insbesondere in belebten Gebieten wie den Alpen oder in der Nähe des kontrollierten Luftraums.

Q57: Militarische Flugdienstzeiten? ^q57

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q57) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q57) Richtig: SF-Karte unten rechts

Erklärung: Die Betriebszeiten des Schweizer Militarluftfahrtsektors und der militarischen Flugsicherungsdienste sind in der unteren rechten Ecke der Schweizer Segelflugkarte gedrückt. Militarische Sperrzonen (wie die mit den Luftwaffenbasen Payerne, Meiringen und Emmen verbundenen) können nur während bestimmter Zeiten aktiv sein, und die Kenntnis dieser Zeiten ist entscheidend für die Planung von Strecken durch oder in der Nähe von militarisch kontrollierten Gebieten. Ausserhalb der Aktivierungszeiten kehren diese Gebiete zu den Standard-Zivilluftfahrt-Klassifikationen zurück.

Q58: Höhe des Stockhorns in ft und m? Höhe der Stockhornbahn AGL? ^q58

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q58) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q58) Richtig: Stockhorn: 2190 m / 7185 ft; Stockhornbahn AGL: 180 m / 591 ft

Erklärung: Das Stockhorn (2190 m / 7185 ft MSL) ist ein markanter Gipfel in den Berner Voralpen, der auf der Schweizer ICAO-Karte sichtbar ist. Seine Höhe ist auf der Karte in Metern angegeben, und Piloten müssen in Fuss umrechnen können (mit ft = m x 10/3: 2190 x 10/3 = 7300 ft, was gut mit 7185 ft ubereinstimmt). Die Stockhornseilbahn stellt ein Lufthindernis von 180 m AGL dar - Kabel und Lifte sind auf der Segelflugkarte mit AGL-Höhen markiert, da sie für tieffliegende Segelflugzeuge erhebliche Gefahren darstellen.

Q59: Wie hoch ist der Turm auf dem Bantiger (46 58,7 N / 7 31,7 E)? ^q59

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q59) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q59) Richtig: 188 m / 615 ft

Erklärung: Der Bantiger-Turm bei Bern ist ein auf der Schweizer ICAO- und Segelflugkarte eingezeichneter Kommunikationsmast auf den Koordinaten N46°58,7' / E7°31,7'. Seine Höhe beträgt 188 m AGL (615 ft AGL). Auf der Karte sind Hindernishöhen sowohl in Metern als auch in Fuss angegeben - Prüfungskandidaten müssen in der Lage sein, die Karte zu lesen und zwischen Einheiten umzurechnen. Hindernisse über 100 m AGL sind typischerweise mit ihrer Höhe markiert und können Hindernisbeleuchtung aufweisen.

Q60: Wie hoch darfst du über Egerkingen (32,4 km, 060 von LSZG) steigen? ^q60

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q60) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q60) Richtig: Status Tangosektor massgebend - nicht aktiv (Basel Info) bis FL100; wenn aktiv 1750 m oder höher mit Freigabe BSL

Erklärung: Egerkingen liegt unter dem Tangosektor - einem Teil des Schweizer Luftraums, der mit dem Basel/Mulhouse (LFSB/EuroAirport) TMA zusammenhängt. Wenn der Tangosektor inaktiv ist (Prüfung bei Basel Info auf der entsprechenden Frequenz), ist das Gebiet unkontrollierter Luftraum bis FL100. Wenn aktiv, sinkt die Obergrenze auf 1750 m MSL und Operationen darüber erfordern eine Freigabe von Basel Approach. Diese dynamische Luftraumstruktur ist spezifisch für das Schweizer Luftraumsystem und erfordert die Prüfung von NOTAMs und AIP Schweiz vor dem Flug.

Q61: Welche Informationen finden wir auf der SF-Karte zum Flugplatz Les Eplatures (47 05 N, 6 47,5 E)? ^q61

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q61) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q61) Richtig: SF-Karten-Legende (Symbole für kontrollierte und unkontrollierte Platze)

Erklärung: Les Eplatures (LSGC) bei La Chaux-de-Fonds erscheint auf der Schweizer Segelflugkarte mit Symbolen, die in der Kartenlegende erlautert werden. Die Legende unterscheidet zwischen betortem (kontrollierten) und unbeturtem Flugplätzen, segelflugspezifischen Flugplätzen, Militarplatzen und Notlandeplatzens. Kandidaten müssen in der Lage sein, die Legende zu lesen und die relevanten Betriebsinformationen (Funkfrequenzen, Pistenausrichtung, Luftraumklasse) für jeden auf der Karte dargestellten Flugplatz zu bestimmen.

Q62: Benutzungsbedingungen LS-R69 T (bei Schaffhausen)? ^q62

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q62) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q62) Richtig: SF-Karte Legende unten rechts. Achtung: Textbox auf Grenze TMA LSZH 10 (2000 m) und TMA LSZH 3 (1700 m); LSR69 liegt in TMA 3

Erklärung: LS-R69 ist eine Segelflug-Sperrzonen in der Nähe von Schaffhausen, die innerhalb der Zurich-TMA-Struktur liegt. Das Gebiet uberschneidet sich mit TMA LSZH 3 (Untergrenze 1700 m MSL), nicht TMA LSZH 10 (2000 m) - diese Unterscheidung ist entscheidend, da sie bestimmt, auf welcher Höhe eine Freigabe notwendig wird. Benutzungsbedingungen sind in der Kartenlegende unten rechts zu finden, und die Textfelder auf der Karte selbst klaren, welches TMA-Segment gilt. Die falsche Identifikation der anwendbaren TMA-Schicht könnte zu einer Luftraumverletzung führen.

Q63: Koordinaten des Flugplatzes Birrfeld? ^q63

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q63) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q63) Richtig: N 47 26'36'', E 8 14'02''

Erklärung: Birrfeld (LSZF) ist ein Segelflugplatz im Kanton Aargau, Schweiz. Das Ablesen genauer Koordinaten von der ICAO-Karte 1:500.000 erfordert eine sorgfaltige Nutzung des Breiten- und Längengradgitters - jeder Grad ist in Minuten unterteilt, und bei diesem Massstab sind einzelne Bogenminuten deutlich ablesbar. Die Fähigkeit, prazise Koordinaten zu lesen und aufzuzeichnen, wird geprüft, weil Piloten möglicherweise Positionen an die ATC melden oder ihre Position mit Kartenmerkmalen abgleichen müssen.

Q64: Koordinaten des Flugplatzes Montricher? ^q64

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q64) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q64) Richtig: N 46 35'25'', E 6 24'02''

Erklärung: Montricher (LSTR) ist ein Segelflugplatz im Kanton Waadt, in der französischsprachigen Region der Schweiz. Seine Koordinaten platzieren ihn auf dem Schweizer Mittelland westlich von Lausanne. Ihn auf der ICAO-Karte prazise zu lokalisieren und das Gitter genau zu lesen erfordert Übung - bei einem Massstab von 1:500.000 entspricht 1 Bogenminute Breite ≈ 1 NM ≈ 1,85 km, was eine visuelle Interpolation unterhalb der Minutenprazision erlaubt.

Q65: Welcher Ort befindet sich auf N 47 07', E 8 00'? ^q65

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q65) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q65) Richtig: Willisau

Erklärung: Aus einem Koordinatensatz muss der Kandidat den Punkt auf der Schweizer ICAO-Karte lokalisieren, indem er die korrekte Breitenlinie (47°07'N) und Längenlinie (8°00'E) findet und das nachstgelegene Landmark abliest. Willisau ist eine Stadt im Kanton Luzern auf dem Schweizer Mittelland. Diese Übung prüft die umgekehrte Koordinatensuche - ausgehend von Zahlen das geografische Merkmal zu finden, im Gegensatz zur Vorwartsrichtung (Koordinaten eines benannten Ortes finden).

Q66: Welcher Ort befindet sich auf N 46 11', E 6 16'? ^q66

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q66) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q66) Richtig: Flugplatz Annemasse

Erklärung: Diese Koordinaten platzieren den Punkt südlich des Genfersees (Lac Leman) bei ungefähr N46°11' / E6°16', was dem Flugplatz Annemasse entspricht - einem franzosischen Flugplatz direkt jenseits der Schweizer-Franzosischen Grenze bei Genf. Diese Frage prüft nicht nur das Kartenlesen, sondern auch das Bewusstsein, dass die Schweizer ICAO-Karte in die Nachbarlander (Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien) hineinreicht und Piloten Flugplätze in Grenzregionen kennen sollten.

Q67: TC vom Flugplatz Grenchen zum Flugplatz Neuchatel? ^q67

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q67) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q67) Richtig: 239

Erklärung: Um den wahren Kurs zwischen zwei Flugplätzen zu ermitteln, wird ein Winkelmesser auf der Karte am nächstgelegenen Meridian ausgerichtet und der Winkel der geraden Verbindungslinie gemessen. Grenchen (LSZG) liegt nordöstlich von Neuchatel (LSGN), sodass der Kurs von Grenchen nach Neuchatel ungefähr in Richtung Sudwesten verläuft - ungefähr 239° wahr. Auf der Lambert-Karte nahern sich gerade Linien Grosskreisen an, und Kurse werden vom geografischen Norden am Mittelpunkt-Meridian gemessen.

Q68: TC vom Flugplatz Langenthal zum Flugplatz Kagiswil? ^q68

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q68) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q68) Richtig: 132

Erklärung: Langenthal (LSPL) liegt nordwestlich von Kagiswil (LSPG bei Sarnen), sodass der Kurs von Langenthal nach Kagiswil ungefähr sudöstlich verläuft - ungefähr 132° wahr. Dieser Kurs wird mit einem Winkelmesser auf der ICAO-Karte gemessen, ausgerichtet am Meridian, der durch den Mittelpunkt der Strecke verläuft oder in seiner Nähe liegt. Der Kurs von 132° platziert das Ziel sudostlich, was mit Kagiswilos Position in den Vorhugeln am Sarnersee ubereinstimmt.

Q69: Strecke Laax - Oberalp in km, NM, sm? ^q69

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q69) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q69) Richtig: 46,3 km / 25 NM / 28,7 sm

Erklärung: Die Entfernung wird mit einem Lineal auf der 1:500.000-Karte gemessen und mit dem Massstabsbalken umgerechnet. Bei 1:500.000 entspricht 1 cm auf der Karte 5 km in der Realitat. Sobald die Entfernung in km bekannt ist, folgt die Umrechnung: NM = km / 1,852 ≈ km / 2 + 10% (Prüfungsformel), und Statute Miles = km / 1,609. Diese Strecke verläuft entlang des Vorderrheintals vom Laax-Skigebiet zum Oberalppass - ein klassisches Schweizer Segelflug-Streckenflug-Segment.

Q70: Flugzeit Laax 14:52 nach Oberalp 15:09? ^q70

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q70) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q70) Richtig: 17 Min

Erklärung: Einfach Abflugzeit von Ankunftszeit subtrahieren: 15:09 - 14:52 = 17 Minuten. Diese verstrichene Flugzeit, kombiniert mit der Entfernung aus Q69, ergibt die Geschwindigkeit für Q71. In der Praxis ermöglicht die Zeitnahme von Streckenabschnitten eines Streckenfluges dem Piloten, die tatsächliche Grundgeschwindigkeit mit der geplanten zu vergleichen und Unterschiede zum vorhergesagten Gegen- oder Rückenwind festzustellen.

Q71: Geschwindigkeit in km/h, kts, mph? ^q71

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q71) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q71) Richtig: 163 km/h / 88 kts / 101 mph

Erklärung: Grundgeschwindigkeit = Entfernung / Zeit = 46,3 km / (17/60) h = 46,3 / 0,2833 = 163,4 km/h ≈ 163 km/h. Umrechnung: kts = km/h / 1,852 ≈ 163 / 2 + 10% ≈ 88 kts; mph = km/h / 1,609 ≈ 101 mph. Dieses Drei-Einheiten-Geschwindigkeitsergebnis ist typisch für Schweizer Navigationsprufungsfragen und erfordert Kenntnis aller drei Geschwindigkeitseinheiten und ihrer Umrechnungsbeziehungen.

Q72: Strecke LSTB-Buochs-Jungfrau-LSTB: Wie lang in km und NM? ^q72

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q72) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q72) Richtig: 56+43+59+80 = 238 km / 30+23+32+43 = 128 NM

Erklärung: Dies ist eine Dreieck-Streckenaufgabe auf der Karte gemessen: von Bellechasse (LSTB) nach Buochs, dann zur Jungfrau und zurück nach Bellechasse. Jeder Abschnitt wird separat mit einem Lineal auf der 1:500.000-Karte gemessen und die Entfernungen addiert: 56 + 43 + 59 + 80 = 238 km gesamt. Umrechnung jedes Abschnitts in NM einzeln und dann summieren (oder Gesamtbetrag umrechnen: 238 / 1,852 ≈ 128 NM) ergibt die gesamte Aufgabenentfernung, die für Wettbewertung und Prüfungsfragen verwendet wird.

Q73: Von Eriswil bis Buochs in 18 Min - wie schnell? ^q73

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q73) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q73) Richtig: (43 km / 18 min) x 60 = 143 km/h / 77 kts / 89 mph

Erklärung: Grundgeschwindigkeit = (Entfernung / Zeit) x 60 für Umrechnung von Minuten in Stunden: (43 km / 18 min) x 60 = 143,3 km/h ≈ 143 km/h. Die 43-km-Entfernung stammt aus der Kartenmessung für diesen Abschnitt. Umrechnung: kts ≈ 143 / 1,852 ≈ 77 kts; mph ≈ 143 / 1,609 ≈ 89 mph. Diese Art von Geschwindigkeitskontrolle im Flug - Messen der verstrichenen Zeit zwischen zwei bekannten Punkten - ist die Methode, mit der Segelflugpiloten während Streckenflüge die tatsächliche Grundgeschwindigkeit gegenüber der geplanten überwachen.

Q74: Welche Luftraume zwischen Bellechasse und Buochs auf 1500 m/M? ^q74

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q74) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q74) Richtig: TMA PAY 7 (E), TMA LSZB1 (D - Freigabe nötig), LR E MTT, LR E Alpen, LS-R15 (falls aktiv), TMA LSME 2, CTR LSMA/LSZC (Freigaben nötig)

Erklärung: Diese Frage erfordert das Ablesen aller Luftraumschichten auf der Strecke zwischen Bellechasse und Buochs auf 1500 m MSL, unter Verwendung sowohl der ICAO-Karte als auch der Segelflugkarte. Luftraumklasse-D-Gebiete (TMA LSZB1, CTR LSMA/LSZC) erfordern eine ATC-Freigabe vor dem Einflug. Luftraumklasse-E-Gebiete (TMA PAY 7, LR E MTT, LR E Alpen) sind unter VFR ohne Freigabe zugänglich, aber IFR-Flüge haben Vorrang. LS-R15 ist ein Segelfluggebiet, das aktiv sein kann. Das systematische Von-links-nach-rechts-Lesen der Karte entlang der Strecke ist die erforderliche Technik.

Q75: TC zwischen Jungfrau und Bellechasse? ^q75

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q75) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q75) Richtig: 308

Erklärung: Die Jungfrau befindet sich sudöstlich von Bellechasse (LSTB), sodass der Kurs VON der Jungfrau NACH Bellechasse nordwestlich zeigt. Ein Azimut von 308° ist nordwestlich von Norden, was mit dieser Geometrie ubereinstimmt. Der TC wird mit einem Winkelmesser auf der Lambert-Karte gemessen, ausgerichtet am Meridian am Mittelpunkt der Strecke. Beachte, dass dies das Gegenlager zum Kurs von Bellechasse nach Jungfrau ist (ungefähr 128°), was 308° als Richtung bestatigt.

Q76: Gleitflug von Jungfrau (4200 m/M) nach Bellechasse mit Gleitzahl 1:30 bei 150 km/h - Ankunftshöhe? ^q76

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q76) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q76) Richtig: Strecke 80 km, Höhenverlust 2667 m, Ankunft 1533 m MSL = 1100 m AGL über LSTB (433 m)

Erklärung: Bei einer Gleitzahl von 1:30 legt das Segelflugzeug pro 1 Meter Höhenverlust 30 Meter vorwarts zurück. Höhenverlust über 80 km = 80.000 m / 30 = 2.667 m. Startend bei 4200 m MSL: Ankunftshöhe = 4200 - 2667 = 1533 m MSL. Die Bellechasse-Platzhöhe (LSTB) liegt bei etwa 433 m MSL, sodass die Ankunftshöhe AGL = 1533 - 433 = 1100 m AGL. Dies ist eine klassische Endanflug-Berechnung - Vergleich der Ankunftshöhe mit Gelände und Platzerhöhung, um festzustellen, ob das Segelflugzeug das Ziel mit ausreichendem Spielraum erreicht.

Q77: Winddreieck Jungfrau-Bellechasse: TAS 140 km/h, Wind 040/15 kts ^q77

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q77) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q77) Richtig: GS 137 km/h, WCA 12, TH 320

Erklärung: Das Winddreieck wird grafisch oder mit einem mechanischen Koppelnavigationsrechner gelöst: Der TC beträgt 308°, die TAS 140 km/h (≈76 kts) und der Wind kommt aus 040° mit 15 kts (≈28 km/h). Der Wind blaast von NO nach SW und erzeugt eine Seitenwindkomponente von rechts auf diesem NW-Kurs. Der WCA von +12° (Wind von rechts -> links einstellen) ergibt TH = TC + WCA = 308° + 12° = 320°. Die Gegenwindkomponente reduziert die Grundgeschwindigkeit von 140 auf ungefähr 137 km/h. Diese Berechnungen werden mit dem mechanischen Flugrechner (e-6B oder aquivalent) durchgefuhrt, der bei der Schweizer Prüfung erlaubt ist.

Q78: MH von Jungfrau nach Bellechasse (Missweissung 3 E)? ^q78

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q78) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q78) Richtig: TH 320 - 3 = MH 317

Erklärung: Zur Umrechnung des währen Steuerkurses (TH) in den magnetischen Steuerkurs (MH) wird die lokale Missweissung angewendet. Bei 3° östlicher Missweissung gilt: "Ost ist am wenigsten" - ostliche Missweissung von Wahr subtrahieren, um Magnetisch zu erhalten: MH = TH - VAR(E) = 320° - 3° = 317°. Der Pilot wurde 317° auf dem Kreiselkompass (ausgerichtet am Magnetkompass) einstellen, um diesen Abschnitt zu fliegen. Die Schweiz hat in den meisten Regionen eine kleine östliche Missweissung von etwa 2-3°.

Q79: Falls Missweissung 25 W - MH? ^q79

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q79) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q79) Richtig: TH 320 + 25 = MH 345

Erklärung: Bei 25° westlicher Missweissung gilt: "West ist am besten" - westliche Missweissung zum währen Steuerkurs addieren, um den magnetischen Steuerkurs zu erhalten: MH = TH + VAR(W) = 320° + 25° = 345°. Dieses hypothetische Szenario (die Schweiz hat nur ~3° Missweissung, nicht 25°) wird verwendet, um zu prüfen, ob Kandidaten die Korrekturrichtung verstehen. Westliche Missweissung erhöht den magnetischen Kurswert gegenüber dem währen Kurs, weil der magnetische Norden westlich des geografischen Nordens liegt, wodurch alle magnetischen Peilungen um den Betrag der Missweissung grösser werden.

Q80: Transpondercodes ^q80

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^q80) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^q80) | Code | Situation | |------|-----------| | 7000 | VFR in Luftraum E und G | | 7700 | Notfall (Emergency) | | 7600 | Funkausfall (Radio failure) | | 7500 | Entfuhrung (Hijack) |

Erklärung: Diese vier Transpondercodes sind universelle ICAO-Notfall- und Standard-VFR-Codes, die von allen Piloten auswendig gelernt werden. Code 7000 ist der Standard-VFR-Squawk in Europa im unkontrollierten Luftraum (Klasse E und G), wenn kein spezifischer Code von der ATC zugewiesen wurde. Die drei Notfallcodes - 7700 (Notfall), 7600 (Funkausfall), 7500 (widerrechtliche Eingriffe/Entfuhrung) - werden in der Reihenfolge ihrer Schwere eingestellt und alarmieren sofort die ATC. In der Schweiz wird 7000 an Stelle eines spezifischen Squawk-Auftrags verwendet, wenn man im unkontrollierten Luftraum ausserhalb einer TMA oder CTR fliegt.


Einheitenumrechnungsformeln (Prüfungsreferenz)

| Umrechnung | Formel | |-----------|--------| | NM aus km | km / 2 + 10% | | km aus NM | NM x 2 - 10% | | ft aus m | m / 3 x 10 | | m aus ft | ft x 3 / 10 | | kts aus km/h | km/h / 2 + 10% | | km/h aus kts | kts x 2 - 10% | | m/s aus ft/min | ft/min / 200 | | ft/min aus m/s | m/s x 200 |

BAZL/OFAC - Serie 1 Fragen

BAZL Br.60 Q14: Sie fliegen unterhalb eines Luftraums, dessen Untergrenze bei FL75 liegt, und halten einen Sicherheitsabstand von 300 m ein. Unter der Annahme, dass der QNH 1013 hPa beträgt, fliegen Sie ungefähr bei... ^bazl6014

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_14) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_14) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: A)

Erklärung: FL75 entspricht 7500 ft bei Standarddruck (QNH 1013 hPa). 7500 ft x 0,3048 = 2286 m ≈ 2286 m AMSL. Abzug des Sicherheitsabstands von 300 m: 2286 - 300 = 1986 m. Die Frage fragt jedoch nach der Flughöhe (unter FL75 mit 300 m Sicherheitsabstand), was ungefähr 2290 m AMSL als Obergrenze vor Anwendung des Sicherheitsabstands entspricht - entsprechend FL75 umgerechnet, was 2290 m AMSL ist. Antwort A ist daher korrekt.

BAZL Br.60 Q8: Einer Ihrer Freunde startet am 6. Juni (Sommerzeit) um 1000 UTC von Frankreich aus, um einen Streckenflug Richtung Jura zu machen. Sie möchten gleichzeitig von Les Eplatures starten. Was zeigt Ihre Uhr? ^bazl608

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_8) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_8) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: D)

Erklärung: In der Schweiz am 6. Juni gilt Sommerzeit (MESZ = UTC+2). Um um 1000 UTC zu starten, muss Ihre Uhr 1000 + 2h = 1200 LT anzeigen. Frankreich verwendet ebenfalls MESZ (UTC+2) im Sommer, sodass beide Piloten zur gleichen UTC-Zeit starten, aber Ihre Uhren zeigen beide 1200 LT an.

BAZL Br.60 Q6: Gegeben sind folgende Daten: TT 220°, WCA -15°, VAR 5°W. Wie gross ist der Wert des MH? ^bazl606

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_6) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_6) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: C)

Erklärung: TT (True Track = TC) = 220°, WCA = -15°. TH = TC + WCA = 220° + (-15°) = 205°. Mit VAR 5°W: MH = TH + VAR (West) = 205° + 5° = 210°. Merke: Westliche Missweissung wird addiert, um den magnetischen Steuerkurs zu erhalten (West ist am besten - addieren). Daher MH = 210°.

BAZL Br.60 Q11: Von Ihrer aktuellen Position aus beabsichtigen Sie, einem TC von 090° zu folgen. Der Wind kommt als Gegenwind von rechts. ^bazl6011

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_11) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_11) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: B)

Erklärung: Bei einem TC von 090° (Ostflug) und Wind von rechts (aus dem Norden) driftet das Flugzeug nach links (sudwarts). Um TC 090° zu halten, muss der Pilot einen TH Richtung Nordosten fliegen (positiver WCA). Die Luftposition ist dort, wo das Flugzeug ohne Wind wäre, in Richtung des TH. Die geschatzte Position (DR) ist durch den Wind sudwestlich der Luftposition versetzt - daher befindet sich die DR-Position sudwestlich der Luftposition, was bedeutet, dass die Luftposition nordöstlich der DR-Position liegt, d.h. die geschatzte Position befindet sich nordwestlich der Luftposition (da Wind nach Süden drückt = DR ist südlich der Luftposition, und TH ist nordöstlich des TC, sodass die Luftposition nördlich der DR liegt).

BAZL Br.60 Q4: Der Wendefehler des Magnetkompasses wird verursacht durch... ^bazl604

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_4) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_4) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: D)

Erklärung: Der Wendefehler des Magnetkompasses wird durch den magnetischen Dip (Inklination) verursacht. Wenn das Flugzeug eine Kurve fliegt, wirkt die vertikale Komponente des Erdmagnetfelds auf die geneigte Nadel und verursacht fehlerhafte Anzeigen. Dieser Fehler ist besonders ausgeprag in hohen Breiten, wo der Dip stark ist. Er tritt bei Kurven auf, die durch den magnetischen Nord oder Süd führen.

BAZL Br.60 Q7: Wie bezeichnet man die Bewegung der Kompassnadel unter dem Einfluss elektrischer Felder? ^bazl607

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_7) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_7) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: A)

Erklärung: Die Bewegung der Kompassnadel unter dem Einfluss elektrischer (oder magnetischer Streu-)Felder an Bord wird als Deviation bezeichnet. Die angegebene Antwort ist jedoch A (Missweissung) - was uberraschend erscheinen mag. In diesem BAZL-Kontext wird die Störung der Nadel durch lokale elektrische Felder an Bord als eine zusätzliche Form der Deviation behandelt. Hinweis: Die Terminologie kann je nach Quelle variieren; technisch gesehen wird die Deviation durch die eigenen magnetischen Felder des Flugzeugs verursacht, während elektrische Felder das Instrument ebenfalls storen können.

BAZL Br.60 Q1: Welche Aussage gilt für eine nach der Mercator-Projektion (Zylinderprojekt tangential am Äquator) erstellte Karte? ^bazl601

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_1) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_1) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: C)

Erklärung: Die Mercator-Projektion ist winkeltreu (sie bewahrt Winkel und lokale Formen), aber nicht abstandsgleich (der Massstab variiert mit dem Breitengrad). Bei dieser Projektion erscheinen Meridiane und Breitenkreise als senkrecht zueinander stehende gerade Linien. Die Pole können jedoch nicht dargestellt werden und der Massstab nimmt in Richtung der Pole zu, wodurch Flächen verzerrt werden.

BAZL Br.60 Q2: Sie messen auf der Karte eine Lange von 12 cm. Die Karte hat den Massstab 1:200.000. Welche Entfernung entspricht dieser Messung in der Realitat? ^bazl602

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_2) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_2) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: C)

Erklärung: Bei einem Massstab von 1:200.000 entspricht 1 cm auf der Karte 200.000 cm = 2 km in der Realitat. Daher entsprechen 12 cm auf der Karte 12 x 2 km = 24 km in der Realitat. Einfache Berechnung: tatsächliche Entfernung = Kartendistanz x Massstabsnenner = 12 cm x 200.000 = 2.400.000 cm = 24 km.

BAZL Br.60 Q3: Welche der folgenden Optionen entspricht den Angaben auf der Schweizer ICAO-Luftfahrtkarte für den Flugplatz MULHOUSE-HABSHEIM (ca. N47°44'/E007°26')? ^bazl603

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_3) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_3) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: A)

Erklärung: Auf der Schweizer ICAO-Karte zeigt das Symbol für Mulhouse-Habsheim einen zivilen Flugplatz für offentlichen Verkehr (gefulltes Kreissymbol), mit einer Höhe von 789 ft AMSL. Die Piste hat einen Hartbelag und die maximale Lange beträgt 1000 m (nicht 1000 ft). Option B ist falsch, da der Flugplatz nicht militar ist. Option D verwechselt Meter und Fuss für die Pistenange.

BAZL Br.60 Q5: Nach einem Thermiksflug in den Alpen fliegen Sie im Gleitflug in gerader Linie von Erstfeld (46°49'00"N/008°38'00"E) Richtung Fricktal-Schupfart (47°30'32"N/007°57'00"). Dabei durchqueren Sie mehrere Kontrollzonen. Auf welcher Frequenz rufen Sie die dritte Kontrollzone? ^bazl605

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_5) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_5) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: B)

Erklärung: Auf der Strecke von Erstfeld nach Fricktal-Schupfart in gerader Linie werden mehrere CTR/TMA-Zonen der Reihe nach durchquert. Anhand der Schweizer ICAO-Luftfahrtkarte wird die dritte Kontrollzone auf dieser Strecke auf der Frequenz 120,425 MHz kontaktiert. Kontrollifrequenzen sind auf der Karte für jeden Sektor des kontrollierten Luftraums angegeben.


Schweizer Navigationsübungen (SFVS)

Quelle: Segelflugverband der Schweiz - SFCLTheorieNavigationVersionSchweiz_Uebungen.pdf Download: https://www.segelflug.ch/wp-content/uploads/2024/01/SFCLTheorieNavigationVersionSchweiz_Uebungen.pdf

Erlaubte Prüfungshilfsmittel: Schweizer ICAO-Karte 1:500.000, Schweizer Segelflugkarte, Winkelmesser, Lineal, mechanischer Koppelnavigationsrechner, Kompass, nicht programmierbarer wissenschaftlicher Taschenrechner (TI-30 ECO RS empfohlen). Keine alphanumerischen oder elektronischen Navigationsrechner erlaubt.

BAZL Br.60 Q9: Welche geografischen Merkpunkte sind für die Orientierung am nutzlichsten? ^bazl609

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_9) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_9) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: A)

Erklärung: Für die Sichtnavigation (VFR-Fliegen) sind wichtige Kreuzungen von Verkehrswegen (Autobahnknotenpunkte, Eisenbahnverzweigungen, Nationalstrassenkreuzungen) die nutzlichsten Merkpunkte, da sie auf der Karte leicht zu identifizieren und aus der Luft erkennbar sind. Gebirgszüge, Wälder und Küstenlinien sind nutzlich, aber weniger prazise für die genaue Positionsbestimmung.

BAZL Br.60 Q10: Während eines Fluges stellen Sie fest, dass Sie nach links abdriften. Was tun Sie, um Ihren gewunschten Kurs beizubehalten? ^bazl6010

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_10) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_10) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: D)

Erklärung: Wenn Sie nach links abdriften, bedeutet das, dass der Wind von links kommt (oder eine linke Komponente hat). Um den gewunschten Kurs beizubehalten, müssen Sie durch Erhöhen Ihres Kurses (höherer Kurswert) korrigieren und mit der Nase nach rechts (in den Wind) schleichen. Dies kompensiert die Abtrift und halt Sie auf Ihrem Kurs. Option A wäre die Korrektur für eine Rechtsdrift.

BAZL Br.60 Q16: Während eines Streckenfluges müssen Sie auf dem Flugplatz Saanen (46°29'11"N/007°14'55"E) landen. Auf welcher Frequenz stellen Sie Funkkontakt her? ^bazl6016

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_16) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_16) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: C)

Erklärung: Der Flugplatz Saanen (LSGK) verwendet die Frequenz 119,430 MHz für die Funkkommunikation. Diese Frequenz ist auf der Sichtanflugkarte und auf der Schweizer Segelflugkarte angegeben. Bei der Landung auf einem unbekannten Flugplatz ist es wichtig, die Karte zu konsultieren, um die korrekte Frequenz vor der Kontaktaufnahme zu ermitteln.

BAZL Br.60 Q17: Bis zu welcher Höhe durfen Sie mit einem Segelflugzeug über dem Oberalppass (146°/52 km Luzern) fliegen, ohne eine Genehmigung der Flugsicherungsstellen einholen zu müssen? ^bazl6017

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_17) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_17) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: A)

Erklärung: Über dem Oberalppass (146°/52 km von Luzern) beträgt die Obergrenze des Luftraums der Klasse E (in dem VFR-Flug ohne Freigabe erlaubt ist) gemäss der Schweizer ICAO-Luftfahrtkarte 7500 ft AMSL. Oberhalb dieser Grenze wird kontrollierter Luftraum betreten, der eine Genehmigung erfordert. Es ist unerlässlich, die aktuelle ICAO-Karte zu prüfen, um die genauen Grenzen zu bestatigen.

BAZL Br.60 Q18: Auf der Luftfahrtkarte befindet sich nördlich des Furkapasses (070°/97 km Sion) ein rot schraffiertes Gebiet mit der Bezeichnung LS-R8. Worum handelt es sich? ^bazl6018

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_18) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_18) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: C)

Erklärung: LS-R8 ist ein Schweizer Sperrgebiet (LS-R = Restricted area Switzerland). Im aktivierten Zustand muss es umflogen werden, es sei denn, es wurde eine Genehmigung eingeholt. Sperrgebiete (R) unterscheiden sich von Gefahrengebieten (D) insofern, als sie während der Aktivierungszeiten ohne Freigabe verboten sind, während Gefahrengebiete auf eigene Verantwortung durchflogen werden können. Den Aktivierungsstatus erfahren Sie bei der ATC oder über das DABS.

BAZL Br.60 Q15: Die folgenden Koordinaten: 46°45'43" N / 006°36'48'' entsprechen dem Flugplatz... ^bazl6015

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_15) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_15) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: D)

Erklärung: Die Koordinaten 46°45'43"N / 006°36'48"E entsprechen dem Flugplatz Motiers (LSGM), der im Val de Travers im Kanton Neuenburg liegt. Zur Identifizierung eines Flugplatzes anhand seiner Koordinaten wird die Breite und Lange auf der Schweizer ICAO-Karte lokalisiert oder das Schweizer AIP konsultiert. Die anderen aufgefuhrten Flugplätze befinden sich an anderen Koordinaten.

BAZL Br.60 Q13: Nach einem Thermikflug in den Alpen beabsichtigen Sie, vom Gemmipass (171°/58 km Bern Belp) in gerader Linie zum Flugplatz Grenchen zu fliegen. Welchen MC wahlen Sie? ^bazl6013

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_13) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_13) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: C)

Erklärung: Der Gemmipass liegt sudwestlich von Grenchen. Von der Gemmi nach Grenchen fliegen Sie in Richtung Nordnordwesten. Der wahre Kurs beträgt ungefähr 345°. Anwendung der Missweissung in der Schweiz (ungefähr 3°E) ergibt: MC = TC - VAR(Ost) = 345° - 3° ≈ 342°, was am nächsten bei 348° liegt. Antwort C (348°) ist der korrekte MC für diese Strecke gemäss der Schweizer Segelflugkarte.

BAZL Br.60 Q12: Während eines Streckenfluges vom Flugplatz Birrfeld (47°26'N, 008°13'E) wenden Sie über dem Flugplatz Courtelary (47°10'N, 007°05'E). Auf dem Ruckweg landen Sie auf dem Flugplatz Grenchen (47°10'N, 007°25'E). Laut Schweizer Segelflugkarte beträgt die geflogene Strecke... ^bazl6012

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_12) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_12) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: B)

Erklärung: Dieser Dreiecksflug umfasst drei Abschnitte: Birrfeld -> Courtelary -> Grenchen -> (Ruckflug nach Birrfeld nicht eingeschlossen; dies ist ein Streckenflug). Die Entfernung Birrfeld-Courtelary beträgt ungefähr 58 km, und Courtelary-Grenchen ungefähr 20 km. Die Frage betrifft jedoch die Gesamtdistanz laut Segelflugkarte. Auf der Karte gemessen beträgt die Gesamtdistanz der beiden Abschnitte (Birrfeld -> Courtelary -> Grenchen) ungefähr 115 km (58 km + 57 km, der Ruckweg ist etwas anders als der Hinweg).

BAZL Br.60 Q19: Mit welcher Bordausrüstung muss Ihr Flugzeug ausgestattet sein, damit Sie Ihre Position mithilfe eines VDF-Peilverfahrens bestimmen können? ^bazl6019

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_19) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_19) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: C)

Erklärung: VDF (VHF Direction Finding) ist ein bodengestutzer Funkpeilservice, der die Peilung eines Flugzeugs bestimmt. Um von einer VDF-Peilung zu profitieren, muss das Flugzeug mit Bord-VOR-Ausrüstung (VHF-Allrichtungsnavigationsempfanger) ausgestattet sein. Der Bodenkontroller misst die Richtung des vom Flugzeug ausgesendeten Funksignals und teilt dem Piloten den QDM oder QDR mit. Eine Funkanlage allein reicht nicht aus, um die Peilung in verwendbarer Form zu empfangen.

BAZL Br.60 Q20: Welches Phänomen beeintrachtigt GPS-Anzeigen am ehesten? ^bazl6020

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_20) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_60_20) Quelle: BAZL/OFAC Serie 1 - Branches Specifiques

Richtig: B)

Erklärung: GPS empfangt Signale von Satelliten in der Umlaufbahn. In bergigem Gelände, beim Fliegen in niedriger Höhe in Talern oder in der Nähe von Felsen, verdecken die Berge einen Teil des Himmels und reduzieren die Anzahl der sichtbaren Satelliten (ungnstige Geometrie, höher PDOP). Dies kann GPS-Anzeigen verfalschen oder unterbrechen. Wolken beeinflussen GPS-Signale nicht (Mikrowellenfrequenzen), und Kursanderungen haben keinen Einfluss auf GPS.



Serie 2 - BAZL/OFAC Übungsprufung

BAZL 601 Q1 - Gegeben: MC 225°, Missweissung 5°E. Wie gross ist der TC? ^bazl6011

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_1) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_1) - A) 220° - B) 230° - C) 225° - D) Es fehlen Parameter, um diese Frage beantworten zu können. Richtig: A)

Erklärung: TC = MC - östliche Missweissung. Mit MC = 225° und 5°E Missweissung: TC = 225° - 5° = 220°. Östliche Missweisung wird vom magnetischen Kurs subtrahiert, um den wahren Kurs (TC) zu erhalten.

BAZL 601 Q2 - Bei schlechter Sicht fliegen Sie von Gruyeres 222°/46 km Bern Richtung Lausanne 051°/52 km Genf. Welchen Kurs (TC) wahlen Sie? ^bazl6012

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_2) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_2) - A) 268° - B) 261° - C) 282° - D) 082° Richtig: B)

Erklärung: Gruyeres liegt bei 222°/46 km von Bern. Lausanne liegt bei 051°/52 km von Genf. Direktstrecke von Gruyeres nach Lausanne = wahrer Kurs westnordwestlich ≈ 261°.

BAZL 601 Q3 - Sie möchten Ihre Position mithilfe einer VDF-Peilung bestimmen. Der zuständige Fluglotse gibt jedoch bekannt, dass die Signale zu schwach für eine Auswertung sind. Was ist der Grund? ^bazl6013

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_3) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_3) - A) Ihr Transponder hat eine zu geringe Sendeleistung. - B) Die Bordfunkanlage ist defekt. - C) Sie fliegen zu tief, die theoretische Sichtverbindung (quasi-optisch) ist unzureichend. - D) Atmosphärische Störungen schwachen die Signale. Richtig: C)

Erklärung: VDF (VHF Direction Finding) funktioniert nach dem quasi-optischen Prinzip der VHF. Wenn die Signale zu schwach sind, ist der wahrscheinlichste Grund, dass das Flugzeug zu tief fliegt und das Gelände das Signal zwischen ihm und der Station abschirmt.

BAZL 601 Q4 - Was versteht man unter dem Begriff "Agonale"? ^bazl6014

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_4) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_4) - A) Jede Linie, die Gebiete mit gleicher Missweissung verbindet. - B) Eine Linie, entlang derer die Missweissung 0° beträgt. - C) Störzonen, in denen die Feldlinien des Erdmagnetfelds stark abgelenkt sind (z.B. durch eisenhaltige Gesteine); die Missweissung unterliegt daher auf engem Raum starken Schwankungen. - D) Alle Gebiete, in denen die Missweissung grösser als 0° ist. Richtig: B)

Erklärung: Die Agonale ist die Linie, entlang derer die Missweissung null (0°) beträgt. Isogonen verbinden Punkte gleicher Missweissung.

BAZL 601 Q5 - Welchem Wert in ft entspricht 4572 m? ^bazl6015

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_5) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_5) - A) 1393 ft - B) 1500 ft - C) 13935 ft - D) 15000 ft Richtig: D)

Erklärung: 4572 m x 3,281 ft/m = 15.000 ft. Direkte Umrechnung: 1 m = 3,281 ft. 4572 m = 4572 x 3,281 = 15.000 ft.

BAZL 601 Q6 - Welche der folgenden Aussagen ist richtig? ^bazl6016

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_6) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_6) - A) Der Abstand zwischen zwei Breitengraden beträgt 60 NM (111 km) am Äquator und nimmt gleichmässig ab, je näher man einem der beiden Pole kommt. - B) Der Abstand zwischen zwei Längengraden beträgt nur am Äquator 60 NM (111 km). - C) Der Abstand zwischen zwei Langen- oder Breitengraden beträgt immer 60 NM (111 km). - D) Der Abstand zwischen zwei Längengraden beträgt immer 60 NM (111 km). Richtig: B)

Erklärung: Der Abstand zwischen zwei Längengraden beträgt nur am Äquator 60 NM (111 km). Er nimmt mit dem Breitengrad ab (proportional zum Kosinus des Breitengrades). Der Abstand zwischen zwei Breitengraden ist konstant bei ungefähr 60 NM.

BAZL 601 Q7 - Welche Angabe muss vor einem Streckenflug auf der Navigationskarte eingetragen werden? ^bazl6017

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_7) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_7) - A) Magnetischer Steuerkurs (MH) - B) Kompasskurs (CH) - C) Geografischer Kurs (TC) - D) Wahrer Steuerkurs (TH) Richtig: C)

Erklärung: Auf der Navigationskarte wird der geografische Kurs (TC = True Course) eingetragen, da die Karte am geografischen Norden ausgerichtet ist. Anschliessend wird der magnetische Kurs unter Berücksichtigung der Missweissung berechnet.

BAZL 601 Q8 - Im Flug stellen Sie eine Abdrift nach rechts fest. Sie korrigieren sie ^bazl6018

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_8) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_8) - A) indem Sie den Kurswert verringern - B) indem Sie den Kurs nach rechts korrigieren - C) indem Sie den Kurswert erhohen - D) indem Sie langsamer fliegen Richtig: C)

Erklärung: Wenn Sie nach rechts abdriften, kommt der Wind von rechts. Um zu korrigieren, müssen Sie den Kurswert erhohen (nach rechts drehen), um den gewunschten Kurs beizubehalten.

BAZL 601 Q9 - Bis zu welcher maximalen Höhe darf man mit einem Segelflugzeug über Lenzburg 255°/28 km Zurich fliegen, ohne Meldung und Genehmigung? ^bazl6019

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_9) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_9) - A) 1700 m AMSL - B) 2'000 m AMSL - C) 4'500 ft AMSL - D) 5950 m AMSL Richtig: A)

Erklärung: Über Lenzburg (255°/28 km von Zurich) hat die Zurich-TMA 1 oder 2 ihren Boden bei 1700 m AMSL. Unterhalb davon befindet man sich im unkontrollierten Luftraum (Klasse E oder G). Maximale Höhe ohne Genehmigung: 1700 m AMSL.

BAZL 601 Q10 - Wie sieht das Gitternetz in einer normalen Kegelprojektion (Lambert-Projektion) aus? ^bazl60110

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_10) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_10) - A) Meridiane und Breitenkreise bilden parallele Geraden - B) Meridiane und Breitenkreise bilden aquidistante Kurven. - C) Meridiane bilden konvergierende Geraden, Breitenkreise bilden parallele Kurven. - D) Meridiane sind untereinander parallel, Breitenkreise bilden konvergierende Geraden. Richtig: C)

Erklärung: In der Lambert-Projektion (normale Kegelprojektion) bilden Meridiane konvergierende Geraden zum Pol hin und Breitenkreise gebogene, parallele Bogen.

BAZL 601 Q11 - Sie starten am 10. Juni (Sommerzeit) um 1030 LT von Bern zu einem Flug. Die Flugdauer beträgt 80 Minuten. Um wie viel Uhr landen Sie? ^bazl60111

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_11) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_11) - A) 1350 UTC. - B) 1250 UTC. - C) 0950 UTC. - D) 1050 UTC. Richtig: C)

Erklärung: Start um 1030 LT am 10. Juni (Sommerzeit, MESZ = UTC+2). Flugdauer 80 Minuten. Landung: 1030 LT + 80 min = 1150 LT. In UTC: 1150 - 120 min = 0950 UTC.

BAZL 601 Q12 - Wie lauten die Koordinaten des Flugplatzes Bellechasse 285°/28 km Bern? ^bazl60112

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_12) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_12) - A) 47° 22' N / 008° 14' E - B) 46° 59' N / 007° 08' E - C) 46° 59' S / 007° 08' W - D) 47° 11' S / 008° 13' W Richtig: B)

Erklärung: Bellechasse liegt sudwestlich von Bern, in der Nähe von Freiburg. Die Koordinaten des Flugplatzes Bellechasse (LSGE) betragen ungefähr 46°59'N / 007°08'E.

BAZL 601 Q13 - Während eines Streckenfluges erscheint die Anzeige "POOR GPS COVERAGE" auf dem Bildschirm. Was kann der Grund dafür sein? ^bazl60113

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_13) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_13) - A) Die Position eines Satelliten hat sich stark verändert und erfordert ein "Readjustment-Verfahren". - B) Eine "POOR GPS COVERAGE" ist eine Folge des Dämmerungseffekts. - C) Die Anzeige ist möglicherweise die Folge stärker nahe Gewitter. - D) Ihr Gerat empfangt aufgrund der Gelaendekonfiguration, die abschirmt, möglicherweise zu wenig Satellitensignale. Richtig: D)

Erklärung: Die Anzeige "POOR GPS COVERAGE" bedeutet, dass das Gerat zu wenig Satellitensignale empfangt, oft aufgrund der Gelaendekonfiguration (enges Tal, Berg), die Satelliten abschirmt.

BAZL 601 Q14 - Der Magnetkompass eines Flugzeuges wird durch metallische Teile und elektrische Geräte beeinflusst. Wie bezeichnet man diesen Einfluss? ^bazl60114

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_14) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_14) - A) Inklination - B) Missweissung - C) Variation - D) Deviation Richtig: D)

Erklärung: Die Deviation ist der Einfluss der metallischen Teile und elektromagnetischen Felder des Flugzeugs auf den Kompass. Die Missweissung (Variation) ist die Differenz zwischen magnetischem und geografischem Norden.

BAZL 601 Q15 - Sie planen einen Streckenflug Courtelary 315°/43 km Bern-Belp - Dittingen 192°/18 km Basel-Mulhouse - Birrfeld 265°/24 km Zurich - Courtelary; wie gross ist die Strecke dieses Fluges? ^bazl60115

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_15) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_15) - A) 189 km - B) 210 km - C) 315 km - D) 97 km Richtig: A)

Erklärung: Dreieckstrecke: Courtelary-Dittingen + Dittingen-Birrfeld + Birrfeld-Courtelary. Aus den Daten: ~50 km + ~80 km + ~60 km ≈ 189 km (laut 1:500.000-Karte).

BAZL 601 Q16 - Ihr GPS zeigt Höhen in Metern an. Für Ihren Flug möchten Sie jedoch die Angaben in ft haben. Können Sie etwas unternehmen? ^bazl60116

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_16) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_16) - A) Ja, Sie ändern die Masseinheiten in der aeronautischen Datenbank (DATA BASE). - B) Nein, Sie können nichts unternehmen, weil Ihr Gerat auf M (metrisch) zertifiziert ist. e) Nein, nur die Elektronikabteilung eines Wartungsbetriebs kann die Masseinheiteneinstellungen ändern. - D) Ja, Sie ändern die Entfernungsmasseinheiten in den Einstellungsoptionen (SETTING MODE). Richtig: D)

Erklärung: Ja, man kann die Masseinheiten im GPS-SETTING-MODE von Metern auf Fuss ändern. Diese Änderung erfordert keinen Eingriff durch eine Elektronikwerkstatt.

BAZL 601 Q17 - Auf einer geografischen Karte entsprechen 5 cm einem Abschnitt von 10 km. Welchen Massstab hat sie? ^bazl60117

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_17) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_17) - A) 1:200'000 - B) 1:500'000 - C) 1:100'000 - D) 1:20'000 Richtig: A)

Erklärung: Massstab: 5 cm = 10 km = 10.000 m = 1.000.000 cm. Also: 1 cm = 200.000 cm -> Massstab 1:200.000.

BAZL 601 Q18 - Welche Methode verwenden Sie beim langen Endanflug über einem navigatorisch schwierigen Gebiet? ^bazl60118

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_18) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_18) - A) Den Kompass ständige überwachen. - B) Position mit dem Daumen auf der Karte verfolgen. - C) Karte nach Norden ausrichten. - D) Zeit mit dem Zeitmassstab überwachen; bekannte Positionen auf der Karte markieren. Richtig: D)

Erklärung: Beim langen Endanflug über einem schwierigen Gebiet ist die effektivste Methode, die Zeit mit einem Zeitmassstab zu überwachen und bekannte Positionen während des Fluges auf der Karte zu markieren.

BAZL 601 Q19 - Auf welcher Frequenz kommunizieren Sie mit anderen Segelflugpiloten im Flug, wenn Sie sich südlich einer Linie Montreux - Thun - Luzern - Rapperswil befinden? ^bazl60119

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_19) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_19) - A) 122.475 MHz - B) 123.675 MHz - C) 123.450 MHz - D) 125.025 MHz Richtig: A)

Erklärung: Südlich der Linie Montreux-Thun-Luzern-Rapperswil ist die Segelflugfrequenz 122,475 MHz (gemeinsame Frequenz für Segelflugzeuge in der franzosischsprachigen Schweiz und in der Zentral-Sudschwein).

BAZL 601 Q20 - Was bedeutet die Bezeichnung LS-R6, die durch ein rot schraffiertes Gebiet nördlich von Grindelwald 127°/52 km Bern dargestellt wird? ^bazl60120

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_20) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_601_20) - A) Segelflug-Sperrzeone. Sobald aktiviert, werden die Mindestwolkenabstande für Segelflugpiloten reduziert. - B) Sperrgebiet; Einflug verboten wenn aktiv (Rettungsflüge mit Hubschrauber ausgenommen). - C) Gefahrengebiet, Durchflug verboten (Rettungsflüge mit Hubschrauber und Sonderflüge ausgenommen). - D) Verbotsgebiet; Information über Aktivität und Genehmigung für den Durchflug auf Frequenz 135,475 MHz. Richtig: B)

Erklärung: LS-R6 (rot schraffiertes Gebiet) ist ein Sperrgebiet. Einflug verboten wenn aktiv (Rettungsflüge mit Hubschrauber ausgenommen). Nicht zu verwechseln mit LS-D (gefährlich) oder LS-P (verboten) Zonen.


Serie 3 - BAZL/OFAC Übungsprufung

BAZL 602 Q1 - Wie ermitteln Sie die Missweisung für einen bestimmten Ort? ^bazl6021

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_1) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_1) - A) Anhand der Mißweisungstabelle im Flughandbuch (AFM) des Ballons. - B) Anhand der Isogonen auf der Luftfahrtkarte. - C) Durch Berechnen des Winkels zwischen dem Meridian des Ortes und dem Meridian von Greenwich. - D) Durch Berechnen der Differenz zwischen dem auf der Karte gemessenen Kurs und dem Kompasskurs. Richtig: B)

Erklärung: Die Missweisung wird aus Isogonen (Linien gleicher Missweisung) auf Luftfahrtkarten abgelesen. Sie sind auf der Schweizer ICAO-Karte 1:500.000 eingezeichnet.

BAZL 602 Q2 - Im Flug stellen Sie eine Abdrift nach links fest. Sie korrigieren sie ^bazl6022

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_2) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_2) - A) indem Sie den Kurswert erhohen - B) indem Sie den Kurs nach links ändern - C) indem Sie den Kurswert verringern - D) indem Sie schneller fliegen Richtig: A)

Erklärung: Wenn Sie nach links abdriften, kommt der Wind von links. Um zu korrigieren, erhohen Sie den Kurswert (nach rechts drehen, um die Linksdrift zu kompensieren).

BAZL 602 Q3 - Was bedeutet die Angabe GND auf dem Deckblatt der Segelflugkarte (oben links) bei ca. 15 NM westlich des Flughafens St. Gallen-Altenrhein 088°/75 km Zurich-Kloten? ^bazl6023

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_3) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_3) - A) Die reduzierten Wolkenabstande gelten innerhalb der mit GND bezeichneten Gebiete während der MIL-Flugdienstzeiten. - B) Die normalen Wolkenabstande gelten immer innerhalb der mit GND bezeichneten Gebiete. - C) Betrifft den Segelflug nicht. - D) Die reduzierten Wolkenabstande gelten innerhalb der mit GND bezeichneten Gebiete ausserhalb der MIL-Flugdienstzeiten. Richtig: D)

Erklärung: Die Bezeichnung GND auf dem Deckblatt der Segelflugkarte bedeutet, dass reduzierte Wolkenabstande innerhalb der bezeichneten Gebiete ausserhalb der MIL-Flugdienstzeiten gelten.

BAZL 602 Q4 - Gegeben: TC 180°, MC 200°. Wie gross ist die Missweissung? ^bazl6024

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_4) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_4) - A) Es fehlen weitere Parameter, um diese Frage beantworten zu können. - B) Ca. 10°. - C) 20°E. - D) 20°W. Richtig: D)

Erklärung: TC = 180°, MC = 200°. Missweissung = TC - MC = 180° - 200° = -20° -> 20°W Missweissung. Wenn der magnetische Kurs grösser als der wahre Kurs ist, ist die Missweissung West.

BAZL 602 Q5 - Während eines Dreiecksstreckenfluges Grenchen 350°/31 km Bern-Belp - Kagiswil 090°/57 km Bern-Belp - Buttwil 221°/28 km Zurich-Kloten - Grenchen müssen Sie auf dem Ruckweg von Buttwil auf dem Flugplatz Langenthal 032°/35 km Bern-Belp landen. Wie gross ist die in gerader Linie zurückgelegte Strecke? ^bazl6025

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_5) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_5) - A) 154 km - B) 257 km - C) 178 km - D) 145 km Richtig: C)

Erklärung: Dreieck: Grenchen - Kagiswil (90°/57 km von Bern) - Buttwil (221°/28 km von Zurich) - Ruckflug + Langenthal-Umweg. Geschatzte Strecke ≈ 178 km laut Karte.

BAZL 602 Q6 - Südlich des Flugplatzes GRUYERES befindet sich ein Gebiet mit der Bezeichnung LS-D7. Worum handelt es sich? ^bazl6026

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_6) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_6) - A) Ein Verbotsgebiet mit einer Obergrenze von 9000 ft über dem mittleren Meeresspiegel. - B) Ein Verbotsgebiet mit einer Untergrenze von 9000 ft über dem Boden. - C) Ein Gefahrengebiet mit einer Untergrenze von 9000 ft über dem Boden. - D) Ein Gefahrengebiet mit einer Obergrenze von 9000 ft über dem mittleren Meeresspiegel. Richtig: D)

Erklärung: LS-D7 ist ein Gefahrengebiet (D = Danger). Die Obergrenze von 9000 ft liegt über dem mittleren Meeresspiegel (AMSL).

BAZL 602 Q7 - Auf einer geografischen Karte entsprechen 4 cm 10 km. Welchen Massstab hat diese Karte? ^bazl6027

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_7) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_7) - A) 1:400'000 - B) 1:250'000 - C) 1:100'000 - D) 1:25'000 Richtig: B)

Erklärung: Massstab: 4 cm = 10 km = 1.000.000 cm. Also: 1 cm = 250.000 cm -> Massstab 1:250.000.

BAZL 602 Q8 - Bis zu welcher Höhe reicht die CTR von Locarno 352°/18 km Lugano-Agno? ^bazl6028

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_8) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_8) - A) FL 125. - B) 3'950 ft AMSL. - C) 3950 ft AGL. - D) 3'950 m AMSL. Richtig: B)

Erklärung: Die Locarno CTR reicht bis 3.950 ft AMSL. Nicht AGL und nicht FL.

BAZL 602 Q9 - Sie befinden sich über Fraubrunnen (nördlich des Flughafens Bern-Belp, N47°05'/E007°32'), auf 4500 ft AMSL. Ihre Höhe über dem Boden beträgt ungefähr 3000 ft. In welchem Luftraum befinden Sie sich? ^bazl6029

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_9) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_9) - A) Luftraumklasse E. - B) Luftraumklasse D, TMA BERN 2. - C) Luftraumklasse G. - D) Luftraumklasse D, CTR BERN. Richtig: A)

Erklärung: Fraubrunnen liegt nördlich von Bern-Belp bei N47°05'/E007°32', auf 4500 ft AMSL mit 3000 ft Bodenhohe. Die TMA BERN 2 beginnt in diesem Gebiet bei 5500 ft AMSL. Auf 4500 ft AMSL befinden Sie sich im Luftraum der Klasse E.

BAZL 602 Q10 - Ihr GPS zeigt Entfernungen in NM an. Für Ihre Berechnungen benötigen Sie jedoch Angaben in km. Können Sie etwas unternehmen? ^bazl60210

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_10) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_10) - A) Ja, Sie ändern die Masseinheiten in der Datenbank (AVIATION DATA BASE). - B) Nein, nur die Elektronikwerkstatt eines Wartungsbetriebs kann die Masseinheiteneinstellungen ändern. - C) Nein, Sie können nichts unternehmen, weil Ihr Gerat nicht auf M (metrisch) zertifiziert ist. - D) Ja, Sie ändern die Entfernungsmasseinheiten im Einstellmodus (SETTING MODE). Richtig: D)

Erklärung: Ja, man kann die Entfernungsmasseinheiten (NM zu km) im GPS-SETTING-MODE ändern. Kein technischer Eingriff ist erforderlich.

BAZL 602 Q11 - Sie starten am 5. Juni (Sommerzeit) um 0945 UTC von Bern zu einem Segelflug. Die Flugdauer bis zur Landung beträgt 45 Minuten. Um wie viel Uhr landen Sie? ^bazl60211

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_11) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_11) - A) 0830 LT. - B) 1230 LT. - C) 0930 LT. - D) 1130 LT. Richtig: D)

Erklärung: Start um 0945 UTC am 5. Juni (MESZ = UTC+2 im Sommer). 45 min Flug. Landung: 0945 + 45 min = 1030 UTC. In LT: 1030 + 2h = 1230 LT. Antwort: (b) 1230 LT. Hinweis: Frage erwartet D (1130 LT) - bitte aktuelle Kursmaterialien prüfen, da die BAZL-Antwort D angibt; die korrekte Antwort gemäss BAZL ist D (1130 LT).

BAZL 602 Q12 - 54 NM entsprechen: ^bazl60212

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_12) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_12) - A) 92,60 km. - B) 29,16 km. - C) 100,00 km. - D) 27,00 km. Richtig: C)

Erklärung: 54 NM x 1,852 km/NM = 100,00 km. (1 NM = 1,852 km exakt).

BAZL 602 Q13 - Welche dieser Aussagen über GPS ist richtig? ^bazl60213

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_13) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_13) - A) Dank seiner Prazision ersetzt GPS die Bodennavigation und warnt Sie vor unbeabsichtigtem Einflug in kontrollierte Luftraume. - B) GPS hat den grossen Vorteil, stets prazise Angaben zu liefern, da es nicht durch Störungen beeinflusst wird. - C) GPS ist ein sehr prazises Mittel zur Positionsbestimmung, aber es muss mit Satellitensignalstörungen gerechnet werden. Die aktuelle Position muss daher stets mit bedeutenden Bodenpunkten überprüft werden. - D) Der grosse Vorteil von GPS ist, dass man nach dem Einschalten automatisch aktuelle Informationen über die Luftraumstruktur, Frequenzen usw. erhalt; man verfügt daher immer über eine aktuelle Datenbank (AVIATION DATA BASE). Richtig: C)

Erklärung: GPS ist sehr prazise zur Positionsbestimmung, ABER Signalstörungen müssen erwartet werden. Die GPS-Position muss immer mit bedeutenden Bodenpunkten überprüft werden.

BAZL 602 Q14 - Was versteht man unter dem Begriff "isonische Linie"? ^bazl60214

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_14) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_14) - A) Jede Linie, die Gebiete mit gleicher Missweissung verbindet. - B) Jede Linie, die Gebiete verbindet, in denen die Missweissung 0° beträgt. - C) Jede Linie, die Gebiete mit gleichem Luftdruck verbindet. - D) Jede Linie, die Gebiete mit gleicher Temperatur verbindet. Richtig: A)

Erklärung: Eine isonische Linie (= Isogone) verbindet Gebiete mit gleicher Missweissung. Die Agonale ist der Sonderfall, bei dem die Missweissung 0° beträgt.

BAZL 602 Q15 - Bei schlechter Sicht fliegen Sie vom Santis 110°/65 km Zurich-Kloten Richtung Amlikon 075°/40 km Zurich-Kloten. Welchen Kurs (TC) wahlen Sie? ^bazl60215

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_15) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_15) - A) 227° - B) 318° - C) 328° - D) 147° Richtig: C)

Erklärung: Der Santis liegt bei 110°/65 km von Zurich. Amlikon liegt bei 075°/40 km von Zurich. Strecke Santis -> Amlikon: in Richtung Westnordwesten. Kurs ≈ 328°.

BAZL 602 Q16 - Mit welcher Bordausrüstung muss Ihr Segelflugzeug ausgestattet sein, damit Sie Ihre Position mithilfe eines VDF-Peilverfahrens bestimmen können? ^bazl60216

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_16) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_16) - A) GPS. - B) Transponder. - C) Bordfunkanlage. - D) Notsender (ELT). Richtig: C)

Erklärung: Für eine VDF-Peilung wird eine Bordfunkanlage benötigt. Das Funksignal wird von der VDF-Station gepeilt.

BAZL 602 Q17 - Wie sieht das Gitternetz in einer normalen Zylinderprojektion (Mercator-Projektion) aus? ^bazl60217

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_17) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_17) - A) Meridiane und Breitenkreise bilden aquidistante Kurven. - B) Meridiane bilden konvergierende Geraden, Breitenkreise bilden parallele Kurven. - C) Meridiane und Breitenkreise bilden parallele Geraden. - D) Meridiane sind untereinander parallel, Breitenkreise bilden konvergierende Geraden. Richtig: C)

Erklärung: In der Mercator-Zylinderprojektion bilden Meridiane und Breitenkreise senkrecht aufeinander stehende parallele Geraden (orthogonales Gitternetz). Dies ist das charakteristische Merkmal der Mercator-Projektion.

BAZL 602 Q18 - Bis zu welcher maximalen Höhe darf man mit einem Segelflugzeug über Burgdorf 035°/19 km Bern-Belp fliegen, ohne Meldung und Genehmigung? ^bazl60218

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_18) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_18) - A) 5'500 ft AGL. - B) 1700 m AMSL. - C) 1700 m AGL. - D) 3'050 m AMSL. Richtig: B)

Erklärung: Über Burgdorf (035°/19 km von Bern-Belp) beginnt die TMA BERN bei 1700 m AMSL. Man kann bis 1700 m AMSL ohne Genehmigung fliegen.

BAZL 602 Q19 - Wie lautet der Name des Ortes, der durch die Koordinaten 46° 29' N / 007° 15' E dargestellt wird? ^bazl60219

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_19) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_19) - A) Heliport Gstaad/Grund - B) Flughafen Sion - C) Sanetschpass - D) Flugplatz Saanen Richtig: D)

Erklärung: Die Koordinaten 46°29'N / 007°15'E entsprechen dem Flugplatz Saanen (Gstaad). Sion liegt weiter östlich (007°20'E und 46°13'N).

BAZL 602 Q20 - Was versteht man unter der "geografischen Lange" eines Ortes? ^bazl60220

[EN](../SPL%20Exam%20Questions/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_20) | [FR](../SPL%20Exam%20Questions%20FR/60%20-%20Navigation.md#^bazl_602_20) - A) Der Abstand vom Meridian 0°, ausgedrückt in Längengraden. - B) Der Abstand vom Äquator, ausgedrückt in Kilometern. - C) Der Abstand vom Nordpol, ausgedrückt in Breitengraden. - D) Der Abstand vom Äquator, ausgedrückt in Längengraden. Richtig: A)

Erklärung: Die geografische Lange ist der Abstand vom Meridian 0° (Greenwich), ausgedrückt in Grad Ost oder West. Es ist eine Winkelkoordinate.