Richtig: C)
Erklärung: Die Rotationsachse der Erde ist die physische Achse, um die sich der Planet dreht, und sie verläuft durch die geografischen (wahren) Pole — nicht durch die magnetischen Pole. Die geografischen Pole sind feste Punkte, die durch die Rotationsachse definiert werden, während die magnetischen Pole von ihnen versetzt sind und sich im Laufe der Zeit aufgrund von Veränderungen im geschmolzenen Erdkern verschieben.
Richtig: D)
Erklärung: Die Polachse verläuft durch die geografischen Pole und steht definitionsgemäss senkrecht (90°) zur Ebene des Äquators. Die Erdachse ist zwar um 23,5° gegenüber der Ebene ihrer Umlaufbahn um die Sonne (Ekliptik) geneigt, steht aber senkrecht zur Äquatorialebene — diese beiden Tatsachen sind konsistent und nicht widersprüchlich. Option A verwechselt die Neigung zur Ekliptik mit dem Verhältnis zum Äquator.
Richtig: B)
Erklärung: Die Erde ist keine perfekte Kugel — sie ist an den Polen leicht abgeflacht und am Äquator durch ihre Rotation aufgewölbt. Diese Form wird als abgeplattetes Sphäroid oder Ellipsoid bezeichnet. Moderne Navigationssysteme (einschliesslich GPS) verwenden das WGS-84-Ellipsoid als Referenzmodell, das diese Abflachung bei Koordinatenberechnungen genau berücksichtigt.
Richtig: B)
Erklärung: Eine Loxodrome (auch Kursgleiche genannt) ist definiert als eine Linie, die jeden Längengrad-Meridian unter dem gleichen Winkel schneidet. Dies macht sie nützlich für die Navigation mit konstantem Kurs — ein Pilot kann eine Loxodrome fliegen, indem er einen festen Kompasskurs beibehält. Sie ist jedoch nicht der kürzeste Weg zwischen zwei Punkten; diese Auszeichnung gebührt der Grosskreisroute.
Richtig: B)
Erklärung: Ein Grosskreis ist jeder Kreis, dessen Ebene durch den Erdmittelpunkt verläuft, und der Bogen eines Grosskreises zwischen zwei Punkten ist der kürzestmögliche Weg entlang der Erdoberfläche (die Geodäte). Breitenparallelen (ausser dem Äquator) und Loxodromen sind keine Grosskreise und stellen nicht den kürzesten Weg dar. Langstreckenflugstrecken werden entlang von Grosskreisen geplant, um Treibstoff und Zeit zu minimieren.
Richtig: B)
Erklärung: Der Äquator erstreckt sich über 360 Längengrade, und jeder Längengrad am Äquator entspricht 60 NM (da 1 NM = 1 Bogenminute auf einem Grosskreis). Daher: 360° x 60 NM = 21 600 NM. In Kilometern beträgt der Erdumfang am Äquator etwa 40 075 km — Option A hat also die richtige Zahl, aber die falsche Einheit. Diese Beziehung (1° = 60 NM am Äquator) zu kennen, ist grundlegend für Navigationsberechnungen.
Richtig: A)
Erklärung: Wenn zwei Punkte auf verschiedenen Seiten des Äquators liegen, ist der Breitenunterschied die Summe ihrer jeweiligen Breiten. Hier: 12°53'30''N + 07°34'30''S = 20°28'00''. Minuten umrechnen: 53'30'' + 34'30'' = 88'00'' = 1°28'00'', also 12° + 7° + 1°28' = 20°28'00''. Breitengrade werden immer addiert, wenn sie auf entgegengesetzten Hemisphären (N und S) liegen.
Richtig: D)
Erklärung: Der nördliche Polarkreis liegt bei etwa 66,5°N und der südliche Polarkreis bei 66,5°S — das ist 90° - 23,5° = 66,5°, was sie 23,5° von ihren jeweiligen geografischen Polen entfernt platziert. Dieser Versatz von 23,5° entspricht direkt der Achsneigung der Erde. Die Wendekreise des Krebses und des Steinbocks (Option A) sind diejenigen, die sich 23,5° vom Äquator entfernt befinden.
Richtig: C)
Erklärung: Entlang jedes Meridians (Längengradlinie) entspricht 1 Breitengrad immer 60 Seemeilen. Das liegt daran, dass Meridiane Grosskreise sind und 1 NM als 1 Bogenminute auf einem Grosskreis definiert ist. Der Wert von 111 km (Option A) ist das Äquivalent in Kilometern, nicht in Seemeilen. Diese Beziehung von 60 NM pro Grad ist ein Eckpfeiler der Navigationsberechnungen.
Richtig: D)
Erklärung: Ein Breitengrad = 60 Bogenminuten, und da 1 NM genau 1 Bogenminute Breitengrad entlang eines Meridians entspricht, ergibt sich 1° Breite = 60 NM. Diese Beziehung gilt entlang jedes Meridians, da alle Meridiane Grosskreise sind. In SI-Einheiten beträgt 1° Breite ≈ 111 km, nicht 60 km wie in Option C angegeben.
Richtig: D)
Erklärung: Umrechnung von 240 NM in Breitengrade: 240 NM / 60 NM pro Grad = 4°. Addition von 4° zu 47°50'27''N ergibt 51°50'27''N. Eine Bewegung nach Norden erhöht den Breitenwert. Option C würde 6° (360 NM) erfordern, und Option A nur 2° (120 NM).
Richtig: B)
Erklärung: Am Äquator sind die Längengradmeridiane durch Grosskreisbögen getrennt, und 1° Längengrad am Äquator entspricht 60 NM — genau wie 1° Breitengrad entlang eines Meridians, da auch der Äquator ein Grosskreis ist. In höheren Breiten verringert sich der Abstand zwischen den Meridianen (multipliziert mit cos(Breitengrad)), aber am Äquator beträgt er genau 60 NM pro Grad.
Richtig: C)
Erklärung: Der Äquator selbst ist ein Grosskreis, daher ist die Grosskreisentfernung zwischen zwei Punkten am Äquator, die um 1° Länge getrennt sind, einfach 60 NM (1° x 60 NM/Grad). Es gilt dasselbe Prinzip wie bei der Messung entlang eines Meridians. Verwirrung entsteht, wenn man versucht, in km zu rechnen — 1° ≈ 111 km am Äquator, aber die Frage fragt nach NM.
Richtig: D)
Erklärung: Die Loxodromendistanz zwischen Punkten auf demselben Breitenparallel beträgt: 10° x 60 NM x cos(Breitengrad). Da cos(Breitengrad) für jeden Breitengrad ausser dem Äquator immer kleiner als 1 ist (wo sie genau 60 NM x 10 = 600 NM wäre), ist die Loxodromendistanz immer strikt kleiner als 600 NM. Am Äquator wäre sie 600 NM, aber da sie ausdrücklich „nicht am Äquator" sind, ist die Distanz immer kleiner als 600 NM.
Richtig: B)
Erklärung: Die Erde dreht sich in 24 Stunden um 360°, also 15° pro Stunde oder 1° alle 4 Minuten. Für 20° Längengrad: 20 x 4 Minuten = 80 Minuten = 1 Stunde 20 Minuten. Alternativ: 20° / 15°/h = 1,333 h = 1:20 h. Diese Beziehung (15°/Stunde oder 4 min/Grad) ist wesentlich für Zeitzonenberechnungen und die Bestimmung des Sonnenhöchststands.
Richtig: B)
Erklärung: Nach dem gleichen Prinzip wie Q15: Die Erde dreht sich 15° pro Stunde, also entsprechen 10° = 10/15 Stunden = 2/3 Stunde = 40 Minuten = 0:40 h. Option D (4 Minuten) wäre die Zeit für nur 1° Längengrad. Option A (30 Minuten) würde 7,5° Längengrad entsprechen.
Richtig: D)
Erklärung: Dies ist dieselbe Berechnung wie Q16, aber als Dezimalbruch einer Stunde ausgedrückt: 10° / 15°/h = 0,6667 h ≈ 0,66 h (40 Minuten in Dezimalstunden). Beachten Sie, dass Q16 und Q17 dieselbe Frage zu stellen scheinen, aber unterschiedliche Antwortformate erwarten — Q16 erwartet 0:40 h (40 Minuten) während Q17 0,66 h erwartet (das Dezimaläquivalent). Beide repräsentieren denselben Zeitunterschied von 40 Minuten.
Richtig: A)
Erklärung: UTC+2 bedeutet, dass MESZ 2 Stunden vor UTC liegt. Um von Ortszeit in UTC umzurechnen, den Versatz subtrahieren: 1600 MESZ - 2 Stunden = 1400 UTC. Eine einfache Eselsbrücke: „Um UTC zu erhalten, den positiven Versatz abziehen." Dies ist in der Luftfahrt entscheidend, da alle Flugpläne, ATC-Kommunikation und NOTAM UTC verwenden, unabhängig von der lokalen Zeitzone.
Richtig: D)
Erklärung: Die koordinierte Weltzeit (UTC) ist die verbindliche Zeitreferenz für alle internationalen Luftfahrtoperationen — Flugpläne, ATC-Kommunikation, Wettermeldungen (METAR/TAF) und NOTAM verwenden alle UTC, um Verwirrung durch Zeitzonenunterschiede zu vermeiden. Es ist weder eine Zonen- noch eine Ortszeit und ist nicht auf einen bestimmten geografischen Ort bezogen (obwohl sie der Greenwich Mean Time eng folgt).
Richtig: C)
Erklärung: MEZ ist UTC+1, das heisst, sie ist 1 Stunde vor UTC. Um in UTC umzurechnen, den Versatz subtrahieren: 1700 MEZ - 1 Stunde = 1600 UTC. Die Schweiz verwendet MEZ (UTC+1) im Winter und MESZ (UTC+2) im Sommer — den aktuellen Versatz zu kennen, ist beim Aufgeben von Flugplänen oder Lesen von NOTAM unerlässlich.
Richtig: B)
Erklärung: Der Längenunterschied beträgt 016°34' - 013°00' = 3°34' ≈ 3,57°. Bei 4 Minuten pro Grad ergibt das etwa 14,3 Minuten ≈ 14 Minuten. Wien liegt östlich von Salzburg, daher erreicht die Sonne Wien zuerst — sowohl Sonnenaufgang als auch Sonnenuntergang finden in Wien etwa 14 Minuten früher statt (in UTC betrachtet). Lokale Zeitzonen verbergen diesen Unterschied, aber in UTC sieht der östlichere Standort Sonnenereignisse immer zuerst.
Richtig: A)
Erklärung: Die bürgerliche Dämmerung ist der Zeitraum, in dem sich das Sonnenzentrum zwischen 0° und 6° unter dem wahren (geometrischen) Horizont befindet — es gibt noch ausreichend natürliches Licht für die meisten Outdoor-Aktivitäten ohne künstliche Beleuchtung. In der formalen Definition wird der wahre Horizont (geometrisch) verwendet, nicht der scheinbare Horizont (der durch Refraktion beeinflusst wird). Die nautische Dämmerung verwendet 12° und die astronomische Dämmerung 18° unter dem wahren Horizont. In den Luftfahrtvorschriften definiert die bürgerliche Dämmerung oft die Grenze für VFR-Tag/Nacht-Operationen.
Richtig: B)
Erklärung: Die Kursumrechnungskette funktioniert wie folgt: TC → (WCA anwenden) → TH → (VAR anwenden) → MH → (DEV anwenden) → CH. Bei TH = 125° und WCA = -12° ergibt sich TC = TH - WCA = 125° - (-12°) = 137°. Für MH: MC = MH + WCA, also MH = MC - WCA = 139° - 12° = 127°. Für CH: DEV = 002°E bedeutet, der Kompass zeigt 2° zu viel an, also CH = MH - DEV = 127° - 2° = 125°. Ein negativer WCA bedeutet Wind von rechts, der eine Kurskorrektur nach links erfordert.
Richtig: A)
Erklärung: TH = TC + WCA = 179° + (-12°) = 167°. Dann MH = TH - VAR (E wird subtrahiert): MH = 167° - 4° = 163°. Für MC: MC = TC - VAR = 179° - 4° = 175°. Östliche Missweisung wird bei der Umrechnung von rechtweisend zu missweisend subtrahiert („East is least").
Richtig: B)
Erklärung: Der Windkorrekturwinkel (WCA) ist die Winkeldifferenz zwischen der wahren Route (die Richtung der beabsichtigten Bahn über Grund) und dem wahren Steuerkurs (die Richtung, in die die Nase des Flugzeugs zeigt). Ein Seitenwind erfordert, dass der Pilot die Nase in den Wind dreht, wodurch ein Unterschied zwischen Steuerkurs und Bahn entsteht — dieser Versatzwinkel ist der WCA. Es ist weder die Missweisung (Unterschied zwischen rechtweisend und missweisend) noch die Deviation (Unterschied zwischen missweisend und Kompasskurs).
Richtig: C)
Erklärung: Die Missweisung (auch Variation oder Deklination genannt) ist der Winkel zwischen dem wahren Norden (geografisch) und dem magnetischen Norden an einem bestimmten Standort, der einen Unterschied zwischen der wahren Route und der missweisenden Route erzeugt. Die Missweisung ändert sich je nach Standort und im Laufe der Zeit, da sich die magnetischen Pole verschieben. Die Deviation ist der Fehler, der durch das eigene Magnetfeld des Flugzeugs am Kompass entsteht und den Unterschied zwischen magnetischem Norden und Kompassnorden beeinflusst.
Richtig: D)
Erklärung: Die missweisende Route ist die Richtung der beabsichtigten Flugbahn (Kurslinie), gemessen im Uhrzeigersinn vom magnetischen Norden. Sie unterscheidet sich von der wahren Route um die lokale Missweisung. Piloten verwenden die missweisende Route, da die Kompasse des Flugzeugs zum magnetischen Norden zeigen, was magnetische Bezüge für die Navigation ohne zusätzliche Korrekturen direkt nutzbar macht.
Richtig: A)
Erklärung: Die wahre Route ist der Winkel, gemessen im Uhrzeigersinn vom wahren (geografischen) Norden zur beabsichtigten Flugbahn (Kurslinie). Sie wird anhand von Luftfahrtkarten bestimmt, die nach dem wahren Norden ausgerichtet sind. Um eine wahre Route zu fliegen, müssen Piloten die Missweisung anwenden, um die missweisende Route zu erhalten, und dann den Windkorrekturwinkel, um den wahren Steuerkurs zu ermitteln, den sie fliegen müssen.
Richtig: B)
Erklärung: TH = TC + WCA = 183° + 11° = 194°. Für die Missweisung: VAR ist die Differenz zwischen TC und MC, oder gleichwertig zwischen TH und MH. MH = 198°, TH = 194°, also beträgt die Differenz 4°. Da MH > TH, liegt der magnetische Norden östlich des wahren Nordens, was bedeutet, dass die Missweisung West ist. Eselsbrücke: „West is best" — westliche Missweisung wird beim Übergang von Rechtweisend zu Missweisend addiert.
Richtig: D)
Erklärung: TH = TC + WCA = 183° + 11° = 194°. Für die Deviation: DEV = CH - MH = 200° - 198° = +2°. Die Vorzeichenkonvention für die Deviation variiert jedoch — wenn DEV als das definiert wird, was man von CH subtrahiert, um MH zu erhalten, dann ist DEV = -2°. Hier ist CH = 200° > MH = 198°, was bedeutet, dass der Kompass 2° mehr als den magnetischen Wert anzeigt, also DEV = -2° (der Kompass ist nach Osten abgelenkt, was eine negative Korrektur erfordert). Die Antwort ist TH: 194°, DEV: -002°.
Richtig: B)
Erklärung: Aus Q29: VAR = 4° W (MH 198° > TH 194°, also westliche Missweisung). Aus Q30: DEV = -002° (CH 200° > MH 198°, Kompass zeigt zu viel an, was eine negative Deviationskorrektur erfordert). Die vollständige Kursumrechnungskette für dieses Problem ist: TC 183° → (+11° WCA) → TH 194° → (+4° W VAR) → MH 198° → (+2° DEV) → CH 200°. Diese drei Fragen (Q29, Q30, Q31) verwenden alle denselben Datensatz und testen verschiedene Teile der Kursumrechnungskette.
Richtig: C)
Erklärung: Die magnetische Inklination (Neigung) ist der Winkel, unter dem die Magnetfeldlinien der Erde die Horizontalebene schneiden. Am magnetischen Äquator (der „aklinischen Linie") sind die Feldlinien horizontal und der Neigungswinkel beträgt 0° — der niedrigstmögliche Wert. An den magnetischen Polen sind die Feldlinien vertikal (Inklination = 90°). Der magnetische Äquator stimmt nicht mit dem geografischen Äquator überein.
Richtig: B)
Erklärung: Die Deviation ist der Fehler eines Magnetkompasses, der durch die eigenen Magnetfelder des Flugzeugs verursacht wird (elektrische Geräte, Metallstruktur, Avionik). Sie wird als Winkeldifferenz zwischen dem magnetischen Norden (was der Kompass anzeigen sollte) und dem Kompassnorden (was er tatsächlich anzeigt) ausgedrückt. Die Deviation variiert mit dem Steuerkurs des Flugzeugs und wird auf einer Deviationstabelle in der Nähe des Instruments aufgezeichnet.
Richtig: B)
Erklärung: Der Kompassnorden ist die Richtung, in die die Kompassnadel tatsächlich zeigt, bestimmt durch die kombinierte Wirkung des Erdmagnetfelds UND jeder lokalen Magnetstörung durch das Flugzeug selbst. Wegen dieser flugzeuginduzierten Deviation weicht der Kompassnorden vom magnetischen Norden ab. Der Kompass liest diese resultierende Richtung, nicht den reinen magnetischen Norden — daher die Notwendigkeit einer Deviationskorrekturtabelle.
Richtig: D)
Erklärung: Isogonen (auch isogonische Linien genannt) verbinden alle Punkte auf der Erde, die dieselbe Missweisung haben. Sie sind auf Luftfahrtkarten aufgedruckt, damit Piloten die lokale Missweisung an ihrer Position ablesen und zwischen wahren und missweisenden Kursen umrechnen können. Die Agone ist der Sonderfall, bei dem die Missweisung = 0° ist. Linien gleicher magnetischer Inklination heissen isoklinische Linien; Linien gleicher Feldstärke sind isodynamische Linien.
Richtig: C)
Erklärung: Die Agone ist eine besondere isogonische Linie, bei der die Missweisung gleich null ist — das heisst, wahrer Norden und magnetischer Norden stimmen entlang dieser Linie überein. Flugzeuge, die entlang der Agone fliegen, müssen keine Missweisungskorrektur anwenden; die wahre Route entspricht der missweisenden Route. Derzeit gibt es zwei Hauptagonen auf der Erde, die durch Nordamerika und durch Teile von Asien/Australien verlaufen.
Richtig: D)
Erklärung: In der internationalen Luftfahrt werden horizontale Entfernungen offiziell in Seemeilen (NM) und Kilometern (km) gemessen. Die Seemeile wird für die Navigation bevorzugt, da sie direkt mit dem Winkelmesssystem zusammenhängt (1 NM = 1 Bogenminute Breitengrad). Kilometer werden ebenfalls verwendet, insbesondere in einigen Ländern und auf bestimmten Karten. Fuss und Meter werden für vertikale Entfernungen (Höhe) verwendet, nicht für horizontale.
Richtig: D)
Erklärung: 1 Fuss = 0,3048 Meter, also 1000 ft = 304,8 m ≈ 300 m. Die schnelle Umrechnungsregel lautet: Fuss x 0,3 ≈ Meter, oder gleichwertig aus der Prüfungstabelle: m = ft x 3 / 10. Diese Näherung ist für die praktische Navigation genau genug. Für Prüfungszwecke: 1000 ft ≈ 300 m, 3000 ft ≈ 900 m, 10 000 ft ≈ 3000 m.
Richtig: D)
Erklärung: Unter Verwendung der Umrechnung ft = m x 10 / 3 (aus der Prüfungstabelle): 5500 x 10 / 3 = 55000 / 3 ≈ 18 333 ft ≈ 18 000 ft. Alternativ: 1 m ≈ 3,281 ft, also 5500 m x 3,281 ≈ 18 046 ft ≈ 18 000 ft. Diese Höhe ist im europäischen Luftraum bedeutsam, da sie ungefähr FL180 entspricht (der Untergrenze des Luftraums der Klasse A in einigen Regionen).
Richtig: B)
Erklärung: Pistennummern basieren auf dem missweisenden Kurs der Piste, gerundet auf die nächsten 10° und durch 10 geteilt. Da der magnetische Nordpol langsam wandert, ändert sich die lokale Missweisung — selbst wenn die physische Piste nicht bewegt wurde, ändert sich ihre magnetische Peilung. Wenn diese Änderung gross genug ist, um die gerundete Bezeichnung zu verschieben (z.B. von 055° auf 065°), wird die Piste umnummeriert (von „06" auf „07"). Grosse Flughäfen aktualisieren die Pistenbezeichnungen aus diesem Grund regelmässig.
Richtig: D)
Erklärung: Der direkt ablesbare (magnetische) Kompass ist empfindlich gegenüber jedem Magnetfeld, einschliesslich derjenigen, die von elektrischen Geräten, Avionik und Metallkomponenten im Flugzeug erzeugt werden. Diese Störung wird als Deviation bezeichnet. Elektronische Geräte, die Strom verbrauchen, erzeugen elektromagnetische Felder, die die Kompassnadel ablenken können. Deshalb müssen Piloten die Deviation auf einer Kompasskarte erfassen und Kompasse so weit wie möglich von Störquellen entfernt montiert werden.
Richtig: A)
Erklärung: Die Mercator-Projektion ist eine zylindrische konforme Projektion, bei der Meridiane und Parallelen gerade Linien sind, die sich rechtwinklig schneiden. Loxodromen (Kurse mit konstantem Kompasskurs) erscheinen als gerade Linien — was sie nützlich für die Navigation mit konstantem Kurs macht. Der Massstab nimmt jedoch mit der Breite zu (Grönland erscheint so gross wie Afrika) und Grosskreise erscheinen als gekrümmte Linien. Es ist keine flächentreue Projektion und sie ist nicht für die Navigation in hohen Breiten geeignet.
Richtig: D)
Erklärung: Auf einer Mercator-Karte erscheinen Loxodromen (Kurse mit konstantem Kompasskurs) als gerade Linien, da die Karte so konstruiert ist, dass Meridiane parallele vertikale Linien und Parallelen horizontale Linien sind — jede Linie, die Meridiane unter einem konstanten Winkel schneidet (eine Loxodrome), ist daher gerade. Grosskreise, die den kürzesten Weg auf dem Globus folgen, biegen sich in Richtung der Pole, wenn sie auf die Mercator-Karte projiziert werden, und erscheinen daher als gekrümmte Linien (zum nächsten Pol hin gewölbt).
Richtig: A)
Erklärung: Die konforme Lambert-Kegelprojektion ist der Standard für Luftfahrtkarten (einschliesslich der in Europa verwendeten ICAO-Karten). Sie ist konform (Winkel und Formen werden lokal beibehalten), nahezu massstabsgetreu zwischen ihren beiden Standardparallelen, und Grosskreise sind annähernd gerade Linien (was sie hervorragend für die Planung direkter Routen macht). Sie ist KEINE flächentreue Projektion. Die Schweizer ICAO-Karte 1:500 000 verwendet diese Projektion.
Richtig: C)
Erklärung: Umrechnung von 220 NM in Zentimeter: 220 NM x 1852 m/NM = 407 440 m = 40 744 000 cm. Massstab = Kartendistanz / reale Distanz = 40,7 cm / 40 744 000 cm = 1 / 1 000 835 ≈ 1 : 1 000 000. Die ICAO-Karte der Schweiz, die in der SPL-Prüfung verwendet wird, hat den Massstab 1:500 000; den Kartenmassstab aus gemessenen und tatsächlichen Entfernungen berechnen zu können, ist eine Standard-Prüfungskompetenz.
Hinweis: Diese Frage bezieht sich ursprünglich auf die Kartenanlage NAV-031, die das Gebiet um das VOR BKD zeigt. Die Antwort kann anhand der Koordinaten mit der Abgangsformel berechnet werden. - A) 42 km - B) 24 km - C) 42 NM - D) 24 NM
Richtig: D)
Erklärung: Beide Punkte liegen auf nahezu derselben Breite (~53°N), sodass die Entfernung mit der Abgangsformel geschätzt werden kann. Der Längenunterschied beträgt 12°11' - 11°33' = 38' Länge. Auf dem Breitengrad 53°N beträgt die Entfernung pro Längengrad = 60 NM x cos(53°) ≈ 60 x 0,602 ≈ 36,1 NM/Grad, also 38' = 0,633° x 36,1 ≈ 22,9 NM. Der Breitenunterschied fügt eine kleine Komponente hinzu. Die Kartenmessung bestätigt ungefähr 24 NM, was Option D korrekt macht.
Richtig: A)
Erklärung: Umrechnung von 60,745 NM in cm: 60,745 x 1852 m/NM = 112 499 m = 11 249 900 cm. Massstab = 7,5 / 11 249 900 ≈ 1 / 1 499 987 ≈ 1 : 1 500 000. Dies ist ein weniger gebräuchlicher Kartenmassstab — zum Vergleich: die in der Schweiz verwendete ICAO-Karte ist im Massstab 1:500 000 und die deutsche ICAO-Karte ebenfalls 1:500 000.
Richtig: C)
Erklärung: Bei westlicher Missweisung liegt der magnetische Norden westlich des wahren Nordens, was bedeutet, dass magnetische Peilungen höher (grösser) sind als wahre Peilungen. Die Regel „West is best, East is least" bedeutet: westliche Missweisung → zum Wahren addieren, um den Magnetischen zu erhalten. MC = TC + VAR(W) = 245° + 7° = 252°. Alternativ: MC = TC - VAR(E), also für westliche Missweisung (negatives Ost): MC = 245° - (-7°) = 252°.
Richtig: D)
Erklärung: Grundgeschwindigkeit = TAS - Gegenwind = 130 - 15 = 115 kt. Flugzeit = Entfernung / GS = 210 NM / 115 kt = 1,826 h = 1 h 49,6 min ≈ 1 h 50 min. ETA = ETD + Flugzeit = 0915 + 1:50 = 1105 UTC. Dies ist eine Standard-Zeit/Entfernung/Geschwindigkeit-Berechnung. Immer zuerst die GS berechnen, indem die Windkomponente angewandt wird, dann die Entfernung durch die GS teilen, um die Zeit zu erhalten.
Richtig: B)
Erklärung: Grundgeschwindigkeit = TAS - Gegenwind = 105 - 12 = 93 kt. Flugzeit = 75 NM / 93 kt = 0,806 h = 48,4 min ≈ 48 min. ETA = 1242 + 0:48 = 1330 UTC. Option A (1356) entspräche einer GS von etwa 62 kt; Option D (1320) entspräche einer GS von etwa 113 kt. Durch sorgfältiges Subtrahieren des Gegenwinds von der TAS vor der Division erhält man das korrekte Ergebnis.
Quelle: Segelflugverband der Schweiz - SFCLTheorieNavigationVersionSchweiz_Uebungen.pdf Download: https://www.segelflug.ch/wp-content/uploads/2024/01/SFCLTheorieNavigationVersionSchweiz_Uebungen.pdf
Zugelassene Hilfsmittel an der Prüfung: ICAO-Karte 1:500 000 Schweiz, Schweizer Segelflugkarte, Winkelmesser, Lineal, mechanischer DR-Rechner, Kompass, nicht programmierbarer wissenschaftlicher Taschenrechner (TI-30 ECO RS empfohlen). Keine alphanumerischen oder elektronischen Navigationscomputer erlaubt.